Phlogiellus cf. moniqueverdezae ♀ (ex RANONG)
Beiträge von Steffen
-
-
Ich habe gestern (bevor ich hier geantwortet habe) im Selbstversuch, den Namen bei guugel eingegeben und der KI-Modus hat die folgende Antwort generiert.
Wenn man daraus ableitet, dass es sich bei dem Typ 5 um MANGANEGRA handelt, ist dass ebenso traurig wie dumm.
Die KI schnappt leider jede noch so unsinnige Vermutung aus dem Internet auf. Wenn dann die "Experten" das nur oft genug in ihren Posts wiederholen, wird es für die KI immer wahrscheinlicher.
Und nebenbei bemerkt, liefert die KI heute, unter Bezug auf diesen Thread hier, schon eine etwas andere Antwort.
Da ich zu "TYP 5" keine Angaben habe und nie Tiere davon angesehen habe, kann ich die Aussage des Bekannten weder bestätigen noch dementieren.Sollte er jetzt mit Aussehen und Farbe argumentieren, sind auch das keine Argumente für mich.
Erst gestern hab ich 2 Bekannten (mit wirklich großer Erfahrung) eine juvenile MANGANEGRA und eine andere Pamphobeteus sp., in gleicher Größe, zum Vergleich hingestellt. Ergebnis, keine Unterschied erkennbar.
Aber die Fundorte sind ca. 200 km entfernt und dazwische gibt es noch eine weitere Pamphobeteus sp..Also hört bitte auf einfach die Bezeichnungen zu ändern!
Grüsse -
Kann jemand sagen, was das für eine Art sein soll?
Im Zweifelsfalle immer genau das, was die Bezeichnung sagt.
Soweit ich mich erinnere, gab es diese Bezeichnung mal.
Aber schon damals wusste niemand von wem und woher die Tiere stammen.ZitatIst das eine P. manganegra?
Wieso gerade die P. sp. MANGANEGRA?
Grüsse -
-
-
-
-
Zitat
Aktuell kann ich die Geschlechtsöffnung nicht erkennen, nicht mal als Punkt.
Immer genau mittig, und immer in der "Falte" (Epigastralfurche / epigastric furrow). Hier genau unter der Blase bzw. Spiegelungen, deshalb schwer zu erkennen. Spülmittel sucks
Zitat...bei der Avicularia juruensis ist die Perspektive wahrscheinlich ungünstig? Oder ist dort überhaupt nichts erkennbar und ich habe doch ein Männchen hier sitzen?
Es ist alles da, wo es hingehört. Eindeutig Weibchen.
ZitatDas müsste der Artikel sein, den Steffen auch genannt hatte, oder?
Nein, ich hatte den von Sainsbury genannt. Der Text ist dort etwas kürzer gehalten und dort wurden Fotos anstelle der Zeichnungen verwendet. Aber inhaltlich sind beide gleich.
ZitatKann sein, aber ich bin sicher Steffen kennt viele weitere gute Quellen zu dem Thema.
Nö, das sind die beiden Artikel, welche ich speziell zu diesem Thema kenne.
ZitatAußerdem besitzen ja nicht alle Arten diese Drüßen.
Sicher? Oder ist es vielleicht nur eine Frage von Größe (bzw. Alter) und Vergrößerung?
Im Zweifelsfall ohne direkte Vergleichsmöglichkeit, wenn man sich unsicher ist, ob es sich um eine Spermathek oder doch nur um Drüsen handelt, sollte man folgendermaßen vorgehen.
1) Entspricht das, was wie eine Spermathek aussieht, in Form und Größe den Abbildungen / Beschreibungen der jeweiligen Art oder anderen Arten der Gattung?
a) Ja > Wir prüfen zur Sicherheit trotzdem immer den Uterus externus, siehe 2).
b) Nein > Aber das Tier ist noch sehr jung, deshalb prüfen wir den Uterus externus, siehe 2). *A)
c) Nein > Aber es ist eine E. olivacea oder eine andere Art ohne Spermathek, deshalb prüfen wir den den Uterus externus, siehe 2).
d) Nein > Aber das Tier sollte aufgrund der Größe eigentlich adult sein. ... Jetzt wird es erst richtig spannend!
2) Ist ein Uterus externus sicher vorhanden?
a) Ja > Gratuliere, es ist ein Weibchen.
b) Nein > Gegenprobe, siehe 3).
3) Etwas oberhalb der Epigastralfurche befinden sich 2 kleinere rundlich, ovale "Fortsätze" und etwas darunter im Bereich der Epigastralfurche, mittig zwischen den "Fortsätzen" eine kleine, ovale Öffnung, die aber nicht mit den "Fortsätzen" verbunden ist.
a) Ja, genau das ist zu erkennen. > Gratuliere, es ist ein Männchen.
b) Nein, davon ist gar nichts zu erkennen. > Die Hoffnung stirbt zuletzt. Nächste Häutung, nächster Versuch.
*A) Bei jüngeren Tieren ist die Spermathek meist noch nicht vollständig entwickelt und so ausgeformt wie bei adulten Weibchen. Es kann sogar vorkommen, dass Gattungen / Arten, die eine einteilige Spermathek haben (z.B. Sericoplema, Poecilotheria) , als Jungtiere noch 2 getrennte Receptacula aufweisen.
Und hier noch ein Vergleich:
Steffen17. September 2023 um 18:27 -
-
Dann hoffen wir mal, dass der Neueinsteiger sich aber auch eine neuweltliche Art mit Brennhaaren besorgt hat

...und wenn nicht, oder die Reizhaare noch überwiegend vorhanden sind, dann schauen wir uns einfach die Gelenkhäute an.
Grüße -
"Umstritten" ist sehr diplomatisch formuliert.
Die Art "huriana" wurde ja vor ca. 10 Jahren zum nomen dubium eingestuft, weil mit den Beschreibungen von Tesmoingt keine eindeutige Unterscheidung zu anderen Arten möglich war und auch kein Typusmaterial vorhanden ist.
Deshalb hat es mich gewundert, wie bzw. auf welcher Grundlage man zu dieser Zuordnung kommt.
Vergleichbar aussehende Tiere, die ich vor einigen Jahren für eine Bekannten untersucht hatte, ließen sich anhand der Weibchen jedenfalls einer validen Art zuordnen. Die Tiere wurden aber nördlich des Napo gesammelt.
Warten wir mal ganz entspannt und lassen den Frank in Ruhe arbeiten. Vielleicht kommt er ja zum selben Ergebnis.
Grüße -
Hallo!
Werden die Tiere tatsächlich als A. huriana bezeichnet?
-
-
...Könnten das braune Milben sein?
Sind die problematisch? ...
Mal versuchen zu zählen...
3 Beinpaare: Nein / Vielleicht
4 Beinpaare: Ja / Vielleicht
5 Beinpaare oder mehr: Mutanten / the end is near -
Die Revalidierung der Gattung Scopelobates trifft nicht auf die "sericeus" im Hobby zu.
Die Tiere, welche vor einigen Jahren als Holothele sp. Dom. Rep / Holothele cf. sericeus / Holothele sericeus ins Hobby kamen und dann nach der Revalidierung der Gattung Scopelobates durch GUADANUCCI et al. 2017 im Hobby oftmals als Scopelobates sericeus bezeichnet wurden, entsprechen nicht den Merkmalen, die durch GUADANUCCI et al. für die Gattung Scopelobates beschrieben wurden.
Grundsätzlicher Unterschied ist das Fehlen von Reizhaaren Typ I und III.
Wahrscheinlich gehören diese Tiere zur 2025 neu aufgestellten Gattung Caribothele innerhalb der Ischnocolinae.
Grüße -
-
Dolichothele sp. MINEIRUM
Einige Bilder von Tieren, welche im Frühjahr 2024 als D. mineirum verkauft wurden.
Die Spermathek der Weibchen unterscheidet sich aber deutlich von D. mineirum und auch von D. rufoniger sowie anderen beschriebenen Arten.
N2 (1465)
N5 (1460)
Weibchen (1462)
Spermathek (1462)
-
Nach Mendoza, J. & Francke, O. (2020) unterscheiden sich die Weibchen der Gattung Tliltocatl von allen übrigen Theraphosinae durch die folgenden Merkmale:
- Reizhaare Typ I + III (Abb. 1) )
- "claviforme Stridulationssetae prolateral an Trochanter / Femur I und retrolateral an Taster-Trochanter" (Abb. 2) und 3) )
- Spermathek mit verbundenen Receptacula, apikal verengt (Abb. 4) und 5) )
- Basalplatte der Spermathek nicht vorhanden oder nur schwach ausgebildet und wenig skletorisiert (Abb. 4) )
- Femur IV ohne gefiederte Setae
- Tarsalscopula I - IV nicht geteilt
Von der Gattung Brachypelma unterscheiden sie sich durch:
Spermathek mittig mit Vertiefung
Basalplatte der Spermathek nicht vorhanden oder nur schwach ausgebildet und wenig skletorisiertDie Merkmale sind bei der untersuchten Exuvie alle vorhanden.
Somit ist das Tier der Gattung Tliltocatl zuzuordnen.
Zur Artbestimmung wurden in der Gattung Tliltocatl meist nur die Form der Spermathek beschrieben (s. RUDLOFF).
Demnach unterscheidet sich das Tie:
- von T. epicureanum und T. verdezi durch die deutliche Vertiefung der Spermathek
- von T. kahlenbergi und T. schroederi durch die geringe Vertiefung (bei beiden Arten reicht die Vertiefung fast bis zur Basis).
Die Form der Spermathek ähnelt der bei Mendoza, J. & Francke, O. (2020) gezeigten Tliltocatl vagans (Figure 39. G).
Da keine weiteren relevanten Merkmale beschrieben sind und eine Hybridisierung im Hobby nicht ausgeschlossen werden kann, sollte das Tier als Tliltocatl cf. vagans bezeichnet werden.
BILDER:
Tliltocatl cf. Vagans ♀. 1) Reizhaare Typ I, 2) Taster Trochanter retrolateral, claviforme Stridulationssetae, 3) Taster Trochanter retrolateral, Detail, 4) Spermathek dorsal, 5) Spermathek ventral

- Mendoza, J. & Francke, O. (2020). Systematic revision of Mexican threatened tarantulas Brachypelma (Araneae: Theraphosidae: Theraphosinae), with a description of a new genus, and implications on the conservation. Zoological Journal of the Linnean Society 188(1): 82-147. doi:10.1093/zoolinnean/zlz046
- Rudloff, J.-P. (2003). Eine neue Brachypelma-Art aus Mexiko, Brachypelma schroederi sp. n. (Araneae: Mygalomorphae: Theraphosidae: Theraphosinae). Arthropoda 11(3): 2-15.
- Rudloff, J.-P. (2008b). Eine neue Brachypelma-Art aus Mexiko (Araneae: Mygalomorphae: Theraphosidae: Theraphosinae). Arthropoda 16(2): 26-30.
-
FIGURE 15. Acanthoscurria chacoana, female. Photo Rogério Bertani
Quelle: Bertani, R. & Carla-da-Silva, S. (2004). Notes on Acanthoscurria chacoana Brèthes, 1909 (Araneae: Theraphosidae) in Brazil, and its synonymy with Acanthoscurria altmanni Schmidt, 2003. Zootaxa 648: 1-8
-