Beiträge von Steffen
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Dolichothele sp. MINEIRUM
Einige Bilder von Tieren, welche im Frühjahr 2024 als D. mineirum verkauft wurden.
Die Spermathek der Weibchen unterscheidet sich aber deutlich von D. mineirum und auch von D. rufoniger sowie anderen beschriebenen Arten.
N2 (1465)
N5 (1460)
Weibchen (1462)
Spermathek (1462)
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Nach Mendoza, J. & Francke, O. (2020) unterscheiden sich die Weibchen der Gattung Tliltocatl von allen übrigen Theraphosinae durch die folgenden Merkmale:
- Reizhaare Typ I + III (Abb. 1) )
- "claviforme Stridulationssetae prolateral an Trochanter / Femur I und retrolateral an Taster-Trochanter" (Abb. 2) und 3) )
- Spermathek mit verbundenen Receptacula, apikal verengt (Abb. 4) und 5) )
- Basalplatte der Spermathek nicht vorhanden oder nur schwach ausgebildet und wenig skletorisiert (Abb. 4) )
- Femur IV ohne gefiederte Setae
- Tarsalscopula I - IV nicht geteilt
Von der Gattung Brachypelma unterscheiden sie sich durch:
Spermathek mittig mit Vertiefung
Basalplatte der Spermathek nicht vorhanden oder nur schwach ausgebildet und wenig skletorisiertDie Merkmale sind bei der untersuchten Exuvie alle vorhanden.
Somit ist das Tier der Gattung Tliltocatl zuzuordnen.
Zur Artbestimmung wurden in der Gattung Tliltocatl meist nur die Form der Spermathek beschrieben (s. RUDLOFF).
Demnach unterscheidet sich das Tie:
- von T. epicureanum und T. verdezi durch die deutliche Vertiefung der Spermathek
- von T. kahlenbergi und T. schroederi durch die geringe Vertiefung (bei beiden Arten reicht die Vertiefung fast bis zur Basis).
Die Form der Spermathek ähnelt der bei Mendoza, J. & Francke, O. (2020) gezeigten Tliltocatl vagans (Figure 39. G).
Da keine weiteren relevanten Merkmale beschrieben sind und eine Hybridisierung im Hobby nicht ausgeschlossen werden kann, sollte das Tier als Tliltocatl cf. vagans bezeichnet werden.
BILDER:
Tliltocatl cf. Vagans ♀. 1) Reizhaare Typ I, 2) Taster Trochanter retrolateral, claviforme Stridulationssetae, 3) Taster Trochanter retrolateral, Detail, 4) Spermathek dorsal, 5) Spermathek ventral

- Mendoza, J. & Francke, O. (2020). Systematic revision of Mexican threatened tarantulas Brachypelma (Araneae: Theraphosidae: Theraphosinae), with a description of a new genus, and implications on the conservation. Zoological Journal of the Linnean Society 188(1): 82-147. doi:10.1093/zoolinnean/zlz046
- Rudloff, J.-P. (2003). Eine neue Brachypelma-Art aus Mexiko, Brachypelma schroederi sp. n. (Araneae: Mygalomorphae: Theraphosidae: Theraphosinae). Arthropoda 11(3): 2-15.
- Rudloff, J.-P. (2008b). Eine neue Brachypelma-Art aus Mexiko (Araneae: Mygalomorphae: Theraphosidae: Theraphosinae). Arthropoda 16(2): 26-30.
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FIGURE 15. Acanthoscurria chacoana, female. Photo Rogério Bertani
Quelle: Bertani, R. & Carla-da-Silva, S. (2004). Notes on Acanthoscurria chacoana Brèthes, 1909 (Araneae: Theraphosidae) in Brazil, and its synonymy with Acanthoscurria altmanni Schmidt, 2003. Zootaxa 648: 1-8
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Für die Arten wurden folgende Unterschiede beschrieben:
Sherwood, D., Gabriel, R., Peñaherrera-R., P., Brescovit, A. D. & Lucas, S. M. (2023j). On the tarantula genus Xenesthis Simon, 1891, with description of a new species from Venezuela (Araneae: Theraphosidae). Taxonomy 3(4): 509-527.
- Xenesthis immanis; größere Anzahl von Cuspules auf Maxille (150-170)
- Xenesthis intermedia; geringere Anzahl von Cuspules auf Maxille (90-100)
Esche, S. (2015). Xenesthis spp. - Zu Unterschieden der Scopula am Metatarsus IV (Araneae, Theraphosidae, Theraphosinae) Arthropoda Popularis 1/2 (3) 2015 (20-30)- Xenesthis cf. immanis; mit prolateraler Scopula
- Xenesthis intermedia; ohne prolateraler Scopula an Metatarsus IV
Bitte beachten!
Für X. immanis und auch andere beschriebene Xenesthis-Arten gibt es keine genauen Daten zum Fundort.
Die im Hobby vorhandenen "immanis" stammen zwar aus der "Nähe" des als FO angegebenen Ortes, doch einen Abgleich mit dem Typusmaterial gab m.W.n. nicht, weshalb sie als "cf. Immanis" bezeichnet werden müssten.
X. intermedia sollte in der Regel von den in der Literatur beschriebenen FO stammen.
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Hallo!
Die in den Beiträgen 27 und 32 nur mit Thrixoplema sp. ex Ecuador bezeichneten Tiere, werden im Weiteren als Thrixoplema sp. SIMILIS bezeichnet.
Der Name "SIMILIS" (lateinisch für "ähnlich") verweist auf die Ähnlichkeit dieser Thrixopelma-Art mit dem Männchen der ebenfalls in Ecuador gefundenen Art "pulcherrimaklaasi", sowohl bezüglich des Fundorts als auch des Erscheinungsbildes.Derzeit wird "pulcherrimaklaasi" als nomen dubium betrachtet, da beide Pedipalpen des Holotyp-Männchens fehlen und eine ordnungsgemäße Identifikation basierend auf der Beschreibung von SCHMIDT (Schmidt, G. (1991d).) nicht möglich ist.
Das Bild im Buch von Klaas P. (1989): Vogelspinnen im Terrarium. Ulmer, Stuttgart, auf Seite 98, welches von Schmidt in der Beschreibung erwähnt wurde, zeigt jedoch eine enorme Ähnlichkeit.
Thrixopelma sp SIMILIS unterscheidet sich von anderen Thrixopelma spp., insbesondere von Thrixopelma nadineae und Thrixopelma longicolli, die ebenfalls aus Ecuador beschrieben wurden, durch die Unterschiede im männlichen Palpenbulbus und den Spermatheken.Es ist es wichtig zu erwähnen,dass sich Thrixopelma sp. SIMILIS von allen "pulcherrimaklaasi" unterscheidet, die in der Vergangenheit im Zoohandel verkauft wurden.
Grüße -
Vielen Dank für die Mühe, die Du dir gemacht hast. Sehr nett von dir.
Liebe Grüße, Irene
Keine Ursache. Der Aufwand war überschaubar ; )
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Ich würde ja sagen, dass es sich um ein Tier handelt, das im Hobby als „brocklehursti“ bezeichnet wird.
Nach RUDLOFF´s Kriterien (... lateral zur Basis hin bauchig verbreitert... / ...Receptaculi klein, überragen nie den lateralen Rand...) entspricht die Spermathek Deines Tieres der von A. geniculata.
Diese seitliche, bauchige Verbreiterung ist in Bild 1 (dorsale Ansicht) besonders auch der linken Seite deutlich ausgeprägt.
Die Bilder habe ich aber mit der Bezeichung (cf. brocklehursti) beschriftet, mit der Du das Tier bekommen hast.
Grüße
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Funktinoniert, bei Jungtieren eine Weile. Doch am Ende...
...es kann nur Einen geben.
Grüße -
Das Verhalten kenn ich von Männchen, die noch kein Spermanetz gebaut hatten.
Grüße -
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Wenn die Bilder nicht den Merkmalen der Beschreibung entsprechen, stiftet das noch mehr Verwirrung.
Die Bilder entsprechen schon den Merkmalen, die RUDLOFF nennt. Aber die Artbezeichnung, welche damals an die Tiere geschrieben wurde, stimmt nicht mit denen von RUDLOFF überein.
Bitte auch die Bildunterschriften lesen, die das eigentlich erklären sollten.
Offenbar herrschte schon damals und heute immer noch "etwas" Verwirrung.
Und die Tiere im Hobby entsprechen dann wiederum nicht der Beschreibung?
Teils, teils. Männchen, welche ich damals (vor der Arbeit von Paula et al.) untersuchte, stimmten wiederum mit den Angaben von RUDLOFF überein.
Sorry, aber ich bin nur der Überbringer der schlechten Nachricht!
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Nein, Du blamierst dich nicht.
Das ist nur meine interne ID-Nr. für lebende Tiere.
Diese schreibe ich meistens mit dazu. Das ist manchmal hilfreich, z.B. wenn man Farbunterschiede zwischen einzelnen Tieren dokumentieren will, oder wenn irgendwann Fragen zu dem Tier auf dem Foto gestellt werden, oder wenn es dann im Alkohol schwimmt und man ein Bild des Bulbus genau einem Bild des lebenden Tieres zuordnen kann, oder ...
Grüße -