Beiträge von Wolfram1

    Ah verstehe :)


    Ich verwende immer so Plastik-Boxen aus der Lebensmittelindustrie, so wie die mit meiner E. cyanognatus, und 0,2mm Stahl-Gaze aus der Impker-Industrie, da habe ich letztes Jahr eine große Bestellung aufgegeben und bin vermutlich für ein paar Jahre versorgt mit allem Was ich für die Aufzucht bis zum Juvenilen Stadium meiner Spinnen brauche. Nur Terris für große Tiere muss ich noch neu anschaffen :)


    So ähnlich wie in diesem Video.

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    Ist auch nett wenn alles einheitlich aussieht.

    Hoffentlich habe ich dann auch bald meine ersten eigenen Nachzuchten :)

    Schaut echt nett aus Irene.


    Verwendest du in der Größe oft schon Glasterrarien?


    Die Gaze innen sieht noch ein wenig spizig aus, machst du dir da keins Sorgen dass sie sich daran etwas kratzen könnte?


    Viele Grüße,

    Wolfram

    Hi Matthias,


    ich wohne auch in einer Großstadt und mir war Anfangs (vor ein paar Jahren) auch nicht ganz klar was für ein Substrat jetzt das Richtige für die Tiere ist.


    Ich habe auch nach langer Recherche gefunden dass es sowas zumindest allumfassend nicht gibt. Für mich gilt es also immer das Substrat an die Art und größe des Tieres Anzupassen. Ein kleiner 0,5 cm Spiderling wird z.B. mit schwerer, grobkörniger Maulwurfserde weniger glücklich sein als eine größere Spinne.


    Ich mache mir dabei auch gerne mal die Hände schmutzig, mische verschiedene Typen Erde mit den Händen zusammen um ein Gespür für die Festigkeit, Gewicht, Wasseraufnahme etc. zu bekommen. Mir macht das einfach Spaß und dabei scheue ich auch nicht vor dem Aufwand mal ab und zu 5kg Erde aus dem Wald nach Hause zu tragen und habe mittlerweile von Ausflügen sogar noch Maulwurfserde aus Ungarn daheim :dance: .


    Keime im Bodengrund spielen dabei eigentlich gar keine Rolle den diese nimmt die Spinne ja nicht zu sich (anders sieht es bei gammligem Wasser aus), ich bin sogar froh wenn in der Erde viel Leben drin ist. In meinem größten Becke, sehe ich z.B immer wieder im Erdreich lebende, winzige Hundertfüßler, die dort wohl Springschwänze und vielleicht sogar Weiße Asseln erbeuten. Ab und an kommt dann auch ein netter Pilz hervorgeschossen, mittlerweile habe ich sicher schon 5 verschiedene Arten Pilze in dem einen terrarium gesehen und da ist vermutlich noch viel mehr drin. Wie ich aber irgendwann schon mal erwähnt hatte sollte man verhindern ganz unten ein anaerobes, nasses Millieu zu schaffen wo die organischen Anteile der Erde anfangen zu faulen. Feuchtigkeit ist gut, Staunässe weniger.



    Ein Bild vom ganzen Setup wird leider nie etwas weil das Glas zu sehr spiegelt. Ich habe etwas übertrieben und der Spinne gleich mehrere Versteckmöglichkeiten geboten und sie sitzt trotzdem einfach fast immer offen da. Die Höhlen werden nur als Müllhalde und Klo genutzt. Die Pflanzen kommen in diesem Fall auch ohne Lampe aus da sie genug indirektes Licht vom Westseitigen Fenster bekommen. Das sieht man auch am Algenwachstum zwischen Substrat und Glas.


    und nochmal in Ihrer "Lieblingsposition" auf der Lauer...

    ein Paar Pilze offen...

    und in einer der Höhlen ... :^)


    Generell führt ein Versuch das Gehege zu sanitieren/sterilisieren in der Regel eher zu einseitigen Ausbrüchen von Schimmel etc. Da ist mir ein natürliches Gemisch an Microorganismen lieber.



    Das war mein größtes, und momentan noch einziges bepflanztes Terrarium (80x35x40cm) mit meiner hoffentlich trächtigen Lasiodora parahybana. Eine meiner jungen Pamphobeteus sp. "machala" Damen lebt z.B. auch noch in einem 30er Würfel und da ist quasi nur eine Wasserschale und ihr Loch im Boden drin :demütig: , man sieht sie leider auch kaum weil sie so licht-scheu ist. Das Endterrarium möchte ich dann aber auch schöner gestalten.




    Ich habe mir selbst die Regel gesetzt, dass die Grundfläche immer mindestens 2x die Spannweite haben sollte. Auch versuche ich immer wenig bis keine Dekoraion einzubringen die ihr Platz wegnimmt und eher Dekoration die für die Tiere mehr nutzbare Oberfläche schafft. Dabei ist mehr Raum natürlich besser aber auch mehr Aufwand und Kostspieliger (Terrarien). Eine B. hamorii könnte man daher vermutlich, wenn gut eingerichtet auch ein Leben lang in einem 30er Würfel halten.


    Und weil sie so hübsch ist, hier auch noch ein Bild meiner kürzlich umgesetzten Ephebopus cyanognathus. Sie ist noch recht klein aber baut schon wieder fleißig an einem neuen Trichter/Turm. Leider bekommt man gefühlt die späktakulärsten Arten kaum zu Gesicht, grummel. (1100ml Box, ca. 10x10x10cm)

    und ihr sich in Konstruktion befindlicher Turm..., am nächsten Tag war das stückchen Rinde bereits hochgestellt.

    Bei dieser Spinne achte ich zum Beispiel darauf dass sie genügend leichte Baumaterialien hat (Blätter, Moos, Rinde, etc.) um auch ihrem natürlichen Verhalten nachkommen zu können. Bei jeder Art muss man sich da eigens Schlau machen, möglichst auch Bilder aus dem natürlichen Lebensraum suchen und wo/wie sie dort zu finden sind und dann dementsprechend ein wenig anders damit umgehen.


    Es gibt aber viele Wege zum Ziel.



    Viele Grüße,

    Wolfram



    PS: Irene für mein Lasiodora MM mach ich auch eine Ausnahme was die Futtertiere angeht und er hat quasi immer eine große Lucihormetica verrucosa Schabe drin sitzen. Die Graben adult kaum und sind auch sonst recht ruhige Tiere, ähnlich den Dubias. Fressen tut er sie dann aber nur alle paar Monate mal. Was die Größe angeht finde ich für adulte Männchen auch kleinere Terrarien angemessen, dann strampeln sie sich nicht so ab und leben vermutlich ein bisschen länger. Hoffentlich :)

    Hi Matthias,


    Ich denke ich kann dir zu deiner Frage an Irene auch gleich noch meine Meinungen geben.


    Die "Notwendigkeit" der Wasserschüsseln ist umstritten, nicht aber ihr Nutzen. Ich sehe das eher so wie Irene und finde es gehört dazu aber es gibt auch Leute die wissen was sie tun und trotzdem keine verwenden. Ich denke ich bin Mittlerweile erfahren genug um theoretisch auch großteils ohne eine Wasserschale auskommen zu können aber das ist finde ich so wie wenn man beim Klettern ohne Sicherheitsgurt unterwegs ist. Muss echt nicht sein...


    Ich persönlich verwende am liebsten Plastik-Schraubdeckel von Milchpackungen für Slings und dann später große von Nutella und co. für juvenile und adulte Tiere. Noch besser fände ich Petrischalen aus Glas aber die sind mir etwas zu teuer.


    Aber das bin nur ich, mir gefallen diese Futternäpfe/Trinkschalen aus der Terraristik einfach nicht gut genug und oft sind diese auch in Farbtönen gehalten wo man nicht sofort erkennt wenn sich mal Bakterien ansiedeln. Ich habe es aus praktischen Gründen einfach lieber wenn man gleich sieht ob das Wasser schmutzig geworden ist oder nicht (--> weiß oder durchsichtig), so kann man sich gegebenen falls einen Wasserwechsel sparen oder diesen früher durchführen. Schaut dann aber natürlich am Photo nicht so toll aus wie bei Irene.


    Die Wasserschale darf bei mir zwischenzeitlich auch fast austrocknen, wichtiger ist mir sie immer sauber zu halten, denn ich möchte meinen Tieren nicht zumuten ihre eigenen Fäkalien trinken zu müssen. Von einigen meiner Spinnen werden diese nämlich sehr konsequent als Klo genutzt. Eine Kontrolle ca. 1 mal die Woche ist vollkommen ausreichend.



    Ich würde generell keine Beute im Terrarium lassen, wenn du beobachten kannst dass sie davor zurückschreckt oder sich versteift anstatt zu fressen. Dann fisch das Tier lieber gleich wieder raus und probiers in einer Woche nochmal. Wenn deine Spinne bereits gut genährt ist kann man auch gut länger oder sogar gleich die nächste Häutung abwarten, je nach dem.


    MfG,

    Wolfram

    Servus Matthias,

    Wenn deine Futterinsekten genügend Frischfutter bekommen und du die Spinnen auch nicht komplett trocken hältst benötigt die Spinne selbst meist nur vor und nach der Häutung eine kleine Auffrischung. Den großteil der Zeit ist sie nur da damit die Spinne bei Bedarf die Möglichkeit hat zu trinken. Man erkennt schließlich als Halter nicht immer ob einem doch nocht ein Fehler passiert ist und gibt dem Tier die Möglichkeit es selbst zu richten.


    Auf die Distanz oder Platzierung kommt es dabei eigentlich kaum an. Meine adulte Lasiodora parahybana hat sich z.B. ein paar Tage nach der Häutung auf den Weg gemacht in die andere Ecke des Terrariums, so ca. 80cm entfernt, zur Trinkschale zu machen und ist dann gleich am direkten Weg wieder Zurück auf die Matte um noch weiter Auszuhärten.


    Das ganze hat ca. 10 Minuten gedauert und wenn ich nicht zufällig im Zimmer gewesen währe hätte ich es leicht verpasst.


    Mfg,

    Wolfram

    Danke für deine Antwort Basti,


    sehr spannend dass es bei dir nie mehr als 50 waren. Ich sehe das genauso wie du. Ich würde sogar spekulieren dass die Gesellschaftsfähigkeit ein evolutionäres Nebenprodukt sein könnte dass mit der evulotion der längeren Brutpflege und dem 3. Larvenstadium gekoppelt ist.


    Irgendow muss das Verhalten ja herkommen (genetisch) aber in der Natur scheinen sie Berichten zu folge nicht in Gruppen zu leben.


    Vielleicht ist auch der Drang in der Gruppe zu bleiben,der häufig beobachtet wird, wie eine Garantie, dass auch von jungen Nympfen in kargen Jahren zumindest eine Spinne überlebt.


    Alles Spekulation natürlich aber die extremen Umweltbedingungen hatten sicherlich einen großen Einfluss auf die evolution der Art.


    Falls noch jemand Ideen hat wie es zu dem Verhalten kommt, nur zu, ich finde das alles sehr spannend :).


    Viele Grüße,

    Wolfram

    Servus,


    danke nochmal für eure Tipps, ich war damit bereits spät dran gewesen, er hat selbst in anbetracht des laufenden Kannibalismus der Larven bereits folgendes probiert:


    Grillen, Schaben, Ovenfischchen, und 2 Drosophila. Alles bis auf die Drosophila tot und zerstückelt. Ohne Erfolg!

    (Alles wurde nach jeweils einer Nacht wieder entfernt damit es nicht anfängt zu verwesen)


    Auch auf die paar Larven die eines natürlichen Todes gestorben sind haben sie nicht reagiert, nur auf lebende Artgenossen. Mittlerweile haben sie wohl um die 20+ Larven Kannibalisiert. damit fällt die Anzahl aber noch immer gut über die, in dem deutschen Wikipedia-Artikel angegebenen, 20-40 Eiern was mir sehr wenig scheint wenn man bedenkt hier waren es ursprünglich 100 Eier, 92 fruchtbar.


    Wisst ihr vielleicht in welchem Larvenstadium der Sack normalerweise von der Mutter eröffnet wird?


    Wenn dies in der Regel erst im 3.ten Larvenstadium erfolgt könnte dies die Diskerepanz erklären, sonst bin ich überfragt.


    MfG,

    Wolfram

    Servus Irene,

    warum würdest du sie vorher einfrieren? Damit beim frosten die Zellen schon mal vorbeschädigt werden und dann leichter zugänglich sind oder eher damit man sie gut zerschneiden kann?


    Ich denke wenn es so weitergeht werden wir eh probieren sie mit getötetem Futter zu versorgen, darauf sollen sie ja recht gut ansprechen, aber ob das wohl in L3 schon geht?


    Ich recherchiere hier nur noch seperat, so können wir uns dann immer über den Vortschritt mit seinen Spinnen und neue Ideen austauschen die dem Anderen eventuell entgangen sind. Und wenn ich in der Zukunft dann auch mal welche halte bin ich dem Prozess schon vertraut :).


    Wie groß sollen die Schaben denn sein, ich denke er züchtet um um die 10 Arten in verschiedensten größen, oder doch lieber Grillen oder Mehlwürmer? Gibt es einen besonderen grund weshalb Schaben bevorzugt werden?


    Spannender weise scheinen anfangs 1-2 Larven in L2 noch natürlich verstorben sein, diese wurden aber ignoriert und lebende angefressen.



    Sehr interessant das ganze mitzuverfolgen finde ich.


    MFG,

    Wolfram

    Soweit ich weiß ist Kannibalismus im Larvenstadium normal und kommt sogar bei Arten vor die dann in der eigentlichen 1.FH keine Nahrung zu sich nehmen. Die genaue Spinne bei der das vorkommt fällt mir jetzt nicht ein.


    Außerdem füttert das Muttertier ja die Larven normalerweise auch mit einem "Brei" den sie hochwürgen kann, meist noch bevor diese dann von ihr Beute bereitgestellt bekommen.


    Da dieser Sack aus der Gruppe entnommen wurde fehlt ihnen vielleicht die übliche Zusatznahrung und sie fressen sich verstärkt gegenseitig als Vorbereitung auf eine harsche Welt.


    Wäre mal eine Theorie, vielleicht passiert es aber eh immer und wird nur nicht bemerkt da die Meisten den Sack bei der Mutter zu lassen scheinen.


    Viele Grüße,

    Wolfram

    Hi Basti,


    mir ist bewusst dass es normalerweise nur 1-2 Larvenstadien gibt, es kann sein dass ich mich da falsch erinnere aber bei M. balfouri hatte ich denke ich von einem 3.Larvenstadium gelesen und auch optisch sehen sie noch sehr nach Larven aus und nicht nach einer 1.FH


    Die L3 fressen sich munter weiter, vor allem leider scheinbar die weiter entwickelten gegenseitig. Also L3 frisst L3.


    Nur dass wir alle vom selben reden. Ei > Prälarve > L1 > L2 > L3 > 1.FH

    wenn ich mich da vertan habe lasst es mich wissen, wie gesagt sie sitzen bei einem Freund ich habe also im Moment nur Photos und seine Beschreibungen


    MfG,

    Wolfram

    Hi zusammen, ein kleines Update.


    Der zweite Eierkokon ist leider über Nacht verschwunden, vermutlich wurde er gefressen. Echt schade.


    Die Larven entwickeln sich weiterhin gut, und viele sind jetzt bereits im dritten Larvenstadium.


    Jetzt kam es auch hier zu dem ersten Kannibalismus, jeweils 3-4 L.3 fressen dabei gemeinsam an einigen Nachzüglern die sich noch in L.2 befinden. Das scheint ja eh normal zu sein. Wir werden sehen wie viele von ihnen es schlussendlich in die 1.FH schaffen.


    Nun zu der Frage, mit der wir uns im Moment beschäftigen. Kann man diese dann wieder unbedenklich zurück in die Gruppe setzen oder gibt das Komplikationen? Wenn es jemand schon mal versucht hat was war das Ergebniss?


    Viele Grüße,

    Wolfram

    Hallo

    Manchmal ist es ja Absicht, dass auf genaue Ortsangaben verzichtet wird. Herr Schmidt wollte bei Pamphobeteus ultramarinus so verhindern, dass diese wunderschöne Art komplett abgesammelt wird.

    Davon habe ich auch schon gehört, und dennoch hat es die Art in die Haltung geschafft... Ich habe sie schon mehrmals für meiner Ansicht nach exorbitante Preise angeboten gesehen. Irgendjemand scheint also auch hier wieder ein Geschäft zu machen.


    Hoffentlich hat es was gebracht.

    So genug geplaudert, komm dann lieber mal auf ein Bier vorbei, das grenzt an den Philosophie-Unterricht in der Schule (oder so stelle ich ihn mir vor, da ich nie welchen hatte :f)


    Haha, ja würde echt gerne mal beim Stammtisch vorbeikommen, besonders wenn es auch wieder einen Vortrag vom Martin gibt, leider wohne ich in Wien und das ist ganz schön weit weg. Vielleicht mal in ein paar Jahren oder wenn es sich anderweitig ergibt. Es freut mich aber dass du dir die Zeit genommen hast mir deine Meinung zu dem Thema zu sagen.


    Das wage ich mal zu bezweifeln bzw. bestätige nur sein VERMUTLICH. Dies stützt auf keinerlei wissenschaftliche Untersuchung und ist munteres Rätselraten. Innerartliche Varianz ist ja bei allen Tieren festzustellen. Warum sollte das bei Vogelspinnen nicht so sein. Nur weil wir es von blossem Auge manchmal halt nicht sehen können, heisst es nicht, dass sie nicht da ist :). Bei Brachypelmen ist sie halt einfacher sichtbar. Das ist auch der Grund, warum ich entschieden gegen Erstbeschreibungen an lediglich einem Exemplar bin. Um genau diese innerartliche Varianz zu kennen, benötigt man mehrere Tiere in unterschiedlichen Grössen und Stadien. Nur dann kann man die Beschreibung tatsächlich brauchen.


    Ja eh klar dass es nicht ganz so einfach ist aber es ist wenigstens mal eine Hypothese die man "wenn mal Geld dafür da währe" testen könnte es gibt vermutlich ganz viele

    verschiedene Phänotyp-Kluster.



    Logisch. Man kann auch nicht von jedem Haustierhalter erwarten, dass er sich derart wissenschaftlich interessiert, sodass er eine Bestimmung auf Artebene durchführen könnte. Bei manchen, gut untersuchten Arten mag das ja noch gehen, da die Bestimmungsschlüssel einigermassen gut gemacht sind. Nur hier mal ein Minibeispiel einer Erstbeschreibung. Wenn du mir sagen kannst, wie jemals irgendjemand das wieder anhand dieser Informationen bestimmen kann, wäre ich auf deine Antwort gespannt :grins:


    Also wenn die "Wissenschaftler" es schon teilweise nicht so recht können oder schlechte Voraussetzungen schaffen, wie soll das der 0815 Hobbyhalter dann können?


    Ich bin sicher kein experte auf dem Feld der Taxonomie, mehr ein interessierter Laie. Dabei versuche ich in der Regel die beschriebenen Merkmale an den Exuviae meiner Spinnen zu erkennen und dass ist schon recht schwierig. Mit so einer Beschreibung hab ich keine Chance! Kann mir aber auch gut vorstellen dass damit niemand Freude hat.



    Also wenn die "Wissenschaftler" es schon teilweise nicht so recht können oder schlechte Voraussetzungen schaffen, wie soll das der 0815 Hobbyhalter dann können?


    Ja ich tue mir auch echt schwer, sogar mit den Arten die ich selbst jederzeit betrachten kann. Ich möchte dich jetzt aber nicht speziell zu deiesem komplexen Thema löchern :) das währe dann vermutlich schon mehr als eine philosophische Diskussion.


    Viele Grüße,

    Wolfram

    während B.hamorii eine Zeit lang sehr stark eingeführt wurde

    Das ist genau die art Information die ich gesucht habe, Danke.


    Wenn man erst später zu dem Hobby gekommen ist hat man es echt schwer etwas über solche Marktbewegungen herauszufinden. Ich nehme einmal an dass dies kurz nach der Beschreibung von B. hamorii passiert ist?


    Wie du bin auch ich mir nicht sicher ob die Wilfange dabei wirklich richtig bestimmt wurden da es ja in der Natur abgesehen von der geographischen Barriere eine wie erwäht große Varianz in ihrer Zeichnung gibt. In der Dokumentation von Andrew Smith beschreibt er auch dass dies vermutlich mit der Geologie der Region zu tun hat an die sich die Tiere "angepasst" haben. (Bereiche mit rotem Grundgestein/Sediment --> kräftigeres Rot in der Zeichnung)


    im Hobby spielt das gar nicht so eine Rolle, da die Tiere nicht wieder ausgewildert werden.

    Teilweise gebe ich dir recht Für mich als Besitzer ist es auch egal ob ich jetzt eine B. smithi oder eine B. hamorii oder irgendetwas dazwischen sitzen habe, denn die Tiere gefallen mir einfach. Ich finde aber dass es schade ist, dass gerade wenn es um die Haltung von Vogelspinnen geht so wenig Dokumentiert wird dass nichteinmal der Fundort notiert und weitergegeben wird. Dadurch wird das beste Wissen und Gewissen auf "na die schaut wie eine B. hamorii aus" reduziert. Ist zum glück nicht bei allen Species so aber auch bei den noch unbestimmten Pamphobeteus, Phormictopus etc. lasse ich mittlerweile lieber die Finger weg. Ist einfach ein ungutes Gefühl finde ich.


    MfG.

    Wolfram




    Danke für die Antwort Irene,


    das heißt bei dir vermehren sie sich auch in der Gruppe? Die Gruppe besteht im Moment aus 8 Tieren (6 Weibchen, 2 Männchen) mit 2 Blutlinien, wobei 2 der Weibchen und die beiden Männchen (wenn mich nicht alles täuscht) etwas jünger sind als die anderen 4.


    Der Plan war von anfang an die Gruppe etwas zu vergrößern und wenn der Sack in der Gruppe überlebenschance hat ist dass vermutlich besser als Jungtiere aus dem ersten Sack wieder zurück in die Gruppe zu setzen.


    Dass mit den Männchen werde ich ihm sagen.


    Ich bin mir nicht sicher wie viele Jungtiere pro sack normal sind aber im Ersten sind es bereits 92-93. Sieht so aus als ob ich auch in ein paar Monaten stolzer Besitzer einer kleinen Gruppe werde.


    MfG, Wolfram

    Servus Leute,


    ich hätte eine Frage an alle Halter einer M. balfouri Gruppe. Ein Freund von mir hat vor kurzem einen Sack entnommen und die Larven entwickeln sich prächtig. Nun ist aber ein zweiter Sack gelegt worden und wir haben disskutiert ob man den Sack bei der Mutter lassen kann und ob dieser dann in der Gruppe von der Mutter gepflegt werden kann und ob andere Tiere bei der Aufzucht eventuell helfen könnten, oder ob es eher durch die Mutter oder eines der anderen Tiere zum Kannibalismus des Sacks oder der geschlüpften Larfen kommt?



    Hat jemand von euch schon mal einen Sack in der Gruppe gelassen? Was waren eure Erfahrungen damit?


    Ich freue mich über alle Antworten :)


    MfG, Wolfram.


    PS: sorry hatte es zuerst in "Allgemein" geposted

    Servus,

    Spinnen kommen in der Regel mit sehr vielen verschiedenen Situationen/Substraten gut zurecht. Ich mische dabei einfach immer etwas zusammen das mir für die Art und die Größe des Tieres angemessen erscheint.


    Ich bevorzuge dabei ebenfalls Maulwurfserde gemischt mit Blumenerde, wobei auch hier Maulwurfserde nicht gleich Maulwurfserde ist. Der Maulwurf lockert schließlich nur auf was vorher schon da ist. Es ist mir auch aufgefallen dass weniger Gestaltung oft besser ist da es der Spinne optisch ja egal ist wie es aussieht und Gestalterische Elemente ihr eher Platz wegnehmen. Mit Lehmpulver habe ich noch nicht gearbeitet, macht optisch sicher etwas her aber hey.


    Das wichtigest ist dass man mit der Feuchtigkeit im Boden und der Belüftung in einem angemessenen Bereich ist und je nachdem was man als Substrat verwendet muss man den Umgang anpassen. Dabei muss man aber nicht zwingend ein Hygrometer benutzen! Ich persönlich verwende keines und gehe rein optisch von der Farbe des Substrats aus und wie es sich bei Berührung anfühlt. Andere haben aber vielleicht lieber ein exaktes System für sich entwickelt.



    Jeder macht das anders.


    Als Grundregel würde ich sagen, lieber etwas trockener und eine Wasserschale wo das Tier trinken kann als zu feucht!


    Ob die Tiere graben ist in der Tat von Individuum zu Individuum verschieden, hängt aber natürlich auch stark von den allgemeinen Bedingungen ab.





    Stell doch mal ein paar Bilder vom gesammten Setup rein damit man auch genau sieht wovon du sprichst.


    Konkrete Fragen sind immer leichter zu klären.


    MfG,

    Wolfram



    PS: Was Hygrometer angeht hab ich auch schon das Gegenteil gehört, ein Britischer Macro Photograph der auch mit einem sehr teuren, geeichten Hygrometer arbeitet verwendet für die Bewahrung seiner Kameralinsen z.B. billige Hygrometer aus der Terraristik weil sich diese, in seinem Vergleich anderen billigen elektrischen und teureren mechanischen Hygrometern, am besten herausgestellt haben. Aber da gibt es sicher generell große Qualitätsunterschiede und ein geeichtes Gerät ist natürlich unschlagbar.

    Danke für die Antwort Basti,

    dann ist es eh in etwa so wie ich es mir vorgestellt habe. So gesehen eigentlich ein Glücksfall, dass B. annitha "fälschlich" lange als eigene Art galt wobei das ganze Artkonzept bei Vogelspinnen ja sowieso eine ganz eigene Interpretation hat. So werden manche Arten die sehr großflächig Vorkommen ja völlig unbedacht und ungeachtet des Fundortes verpaart und bei anderen kommt es wieder ganz genau darauf an.


    Finde es nur spannend dass es bei B. hamorii quasi alles in einen Topf geworfen wird und bei B. smithi dann wieder genau darauf geachtet wird ob es ein "reines" Tier ist.


    Ich werde mich dann einfach weiter an meinem Tier erfreuen :). Schade nur dass ich es wohl nicht verpaaren werde können.


    Viele Grüße,

    Wolfram