Beiträge von Wolfram Newald

    Hey Jannik,

    das klingt ja echt spannend, darf ich fragen was deine Erfahrungen zum Streiflicht von der Sonne sind? Ich hätte es mich nicht getraut ein Terrarium so aufzustellen dass die Sonne es direkt anscheinen kann. Auch habe ich nicht die Erfahrung gemacht dass irgend eine extra Wärme (Lampe, Heizmatte etc.) notwendig wäre. Wie stehst du dazu?




    Servus Kira,


    18° macht ihnen im Normalfall nichts aus, ich halte alle meine Spinnen bei Zimmertemperatur also 18° im winter und im Sommer variabel da meine Fenster dann einfach konstant offen stehen. Aber im Maximalfall vermutlich um die 28-30° eher 25-26° durchschnittlich. Alles ohne Lampen, allerdings also bekommen sie bei mir keine extra Wärme untertags.


    Man kann auch ruhig mal im Winter 5 min durchlüften das halten sie gut aus, nur auf dauer würde ich nicht unter 16-18° gehen.


    Ich habe diese Art allerdings noch nicht also kann ich nur generell von meinen Erfahrungen mit verschiedensten Arten sprechen (Lasiodora, Pamphobeteus, Poecilotheria, Grammostola, Brachypelma, Ephebopus, etc.).


    Zu bepflanzten Terrarien kann ich nichts sagen da ich nur ein bepflanztes Terrarium besitze und dieses rein durch indirektes Sonnenlicht läuft. Außerdem ist es erst seit ca 5 monaten bepflanzt und ich kann erst mit Konfidenz sagen dass es wirklich funktioniert wenn die Pflanzen den Winter gut überstanden haben.



    Meinungen gehen bei diesem Thema auseinander aber zum Handling kann ich nur sagen dass ich es nicht empfehlen kann da es dabei leicht zu tödlichen Unfällen kommen kann (für die Tiere). Ich habe dabei schon von unzähligen Fällen gehört. Ich habe bislang in 3 1/2 Jahren keine meiner 26 Spinnen angefasst aber die Exuviae eignen sich hervorragend dazu ein völlig risikofreihes Anfassen zu ermöglichen.


    Oder hast du mit Handling was anderes gemeint?


    Viele Grüße,

    Wolfram

    Habe ich mir eh gedacht. Ich hatte eigentlich zu den Antworten nichts dazuzufügen aber da du fragst gebe ich dir gerne auch meine Meinung dazu.


    Hört sich alles normal an, Ich bin selbst allerdings noch nicht all zu lang im Hobby und habe im moment nur einen Lasiodora parahybana und einen Tliltocatl vagans bock bei mir sitzen. Auf Empfehlung eines Freundes auch in etwas kleineren Dosen/Terrarien als ich sie einem Weibchen der gleichen größe geben würde. Angeblich hilft das dabei dass sie etwas weniger aktiv sind und hoffentlich länger leben, aber dazu kann ich noch nichts aus eigener Erfahrung sagen.


    Mein T. vagans Männchen hatte die RH am 06.10. 2021 ist aber noch immer relativ inaktiv und am Strecken (post-molt gymnastics, wie ich es gerne nenne) . Mein L. parahybana männchen lässt die Schaben meist 2-3 Wochen unberührt, frisst dann aber doch immer wieder. Bei anderen Tieren würde ich die Futtertiere nicht so lange lebend herumlaufen lassen und sie wieder entfernen.

    Gratuliere! Richtig war Cyriocosmus hoeferi wie du wohl erkannt hättest wenn ich dich nicht mit der Ungenauigkeit meines Rätsels verwirrt hätte.


    Da muss ich mich wirklich entschuldigen. Ich wollte das Rätsel nicht zu schwer machen und allgemein zum Stöbern anregen, dabei sind mir wohl ein paar Unstimmigkeiten passiert. Den Kern des ganzen hast du Großartig erkannt :)


    Sowohl "Cosmonauten", "Zwerg" und "in den Tiefen des Alls" sollten auf die Gattung "Cyriocosmus" hindeuten.


    Bei dem Jahr bin ich bereits einen Kompromiss eingegangen. In dem Artikel des WSC gibt es dort den beschreibenden Artikel der Art C. hoeferi gelisted als 2016a obwohl wie du richtig sagst der erste männliche holotyp bereits 1992 entdeckt wurde und die Beschreibung der Art bereits 2014 eingereicht und 2015 anerkannt wurde. Ich bin davon ausgegengen dass eine Jahreszahl die vom beschreibenden Artikel in dem die Art verzeichnet ist abweicht es zu Schwierig bzw. Mühsam machen würde. Damit lag ich wohl Bombenfalsch.


    "roten" und "schwarz-weiß" verwießen dann auf die Farben der Spinne, wobei mich der rote Brennhaarspiegel zusätzlich an eine Sonne und die weißen Streifen an den Beinen an Sternschnuppen erinnert haben was nochmals gut zu den "weiten des Alls" passt.



    EIn Gutes Rätsel ist wirklich eine Kunst, Hut ab daher nochmal an dich Joachim dass du trotzdem so nah dran gekommen bist.



    Ich freue mich auf weitere Rätsel,

    Viele Grüße

    Wolfram

    Fast, du bist ganz dicht dran :)


    Ich bin bei schwarz-weiß mehr von der Färbung des Tieres ausgegangen, aber toll dass ich durch dich etwas Neues über die Flüsse in Südamerika lernen kann. Das schau ich mir gleich mal genauer an.


    MfG Wolfram

    Danke Joachim, Cool dass ich Anfangs richtig lag. :)


    Mir war beim Raten noch gar nicht klar wie schwer es ist ein gutes Rätsel zu erstellen!


    "Im Jahre 2016 entdeckten Cosmonauten einen roten Zwerg in Mitten der schwarz-weißen Tiefen des Alls."



    Ist mehr ein Wortspiel als ein Rätsel. Ich hoffe es ist ok so wie es ist.


    Grüße Wolfram :^)


    Ah ja, es handelt sich natürlich um eine Vogelspinne und gefragt währe das Binomial.

    Hi, dann versuche ich einmal mein Glück.


    Wenn ich nicht total daneben liege muss es sich um eine Hapalopus sp. handeln aber welche?


    Die wohl bekannteste Art unter Haltern ist wohl die Hapalopus sp. "Columbia" wobei man hier noch zwischen "groß" und "klein" unterscheiden muss. Die meisten Bilder die ich gefunden habe zeigen eine Verbindung zwischen den 3 Punkten im anterior-dorsal Bereich des Opisthosoma und einen eher herzförmigen Brennhaarspiegel während die unbekanntere Variante "klein" auf bildern eher der beschreibung entspricht. Beide Tiere weißen eher orange Färbung auf. Leider besitze ich keine der beiden genannten Arten, Unterarten oder Lokalitäten (ich kenne mich da leider nicht wirklich aus) und bin auch generell nicht bewandt mit dem Genus. Ich schätze die Zeichnung variert zwischen Individuen und eventuell auch mit jeder Häutung?


    Mit anderen Arten des Genus bin ich leider noch weniger bewandt daher bleibt es bei meinem Tipp auf.



    H. sp. "klein".


    Edit: Oh, ich habe mir nochmal die Beschreibung durchgelesen und musste feststellen das der Strich durch die 3 Punkte doch beschrieben war. In diesem Fall nehme ich meine Antwort zurück und tippe auf die Art:


    Hapalopus sp. Columbia "groß"


    (wie funktioniert die Apostrophsetzung bei doppelten Trivialnamen, ...)




    Grüße, Wolfram.

    Frostus

    Oh ja total, ich kenne die Publikationen, und es gibt sowieso riesige Unterschiede in der Färbung einzelner Arten.


    Beispiele dazu findet man auch in dieser Publikation zu T. vagans:


    https://www.researchgate.net/p…antula_Brachypelma_vagans


    Trotzdem war die Frage ja eher allgemein gestellt und man kann schon klar sagen dass es sich nicht um eine T. vagans handeln kann auch wenn es sich erst um ein juveniles Tier handelt.


    Grüße, Wolfram


    Edit:


    Wenn wir schon bei dem Thema sind würde ich noch gerne Fragen ob hier irgend jemand etwas zu den angeblichen Hybridisierungen von T. vagans weiß. Ich würde meinem frischen Männchen gerne die Möglichkeit geben sich fortzupflanzen aber habe gehört dass ein Großteil der T. vagans -Linien bereits durch Hybridisierungen "verseucht" sind und wenn dass auch bei meinem Tier der Fall sein sollte möchte ich natürlich keine reinen Zuchten vermuddln. Wenn sich jemand mit dem Thema befasst hat würde ich mich über eine PM freuen. Ich möchte erst so viel über die Herkunft der Gerüchte erfahren bevor ich eine Entscheidung zu meinem Tier treffe.

    man darf hier auch noch legal Angeln :P .

    Neid :böse2:


    Na ja ist schon gut wenn nicht jeder einfach Tiere rausfischen darf aber Umweltverschmutzung, Staudämme und Begradigungen sind trotzdem viel schlimmer für die Tiere und das passiert trotzdem....


    Zitat

    Wildfänge sind leider unausweichlich um

    a) Eine neue Art einzubringen (ich hoffe nur mit der Absicht, sie zu züchten)

    b) Bei vielen Tieren lässt sich die Herkunft nur vermuten. Es wird immer auf Vertrauensbasis sein.

    ja stimmt das darf man nicht vergessen, finde es grundsätzlich auch "ok" solange die Tiere einmalig und zum Zweck der Zucht entnommen werden. Ich will es trotzdem nicht direkt finanziel unterstützen, aber so zu tun als ob es nicht passieren würde ist auch nicht richtig.


    Basieren nicht eigentlich alle Zuchten im Hobby auf geschmuggelten Wildfängen? Meinungen gehen da auseinander...


    Zitat

    Cites Nachweis kriegt man eigentlich bei jedem seriösen Züchter ohne Anfrage, auch im Tuerfachhandel wird immer mehr Wert darauf gelegt.

    Na ja, es gibt was ich gehört habe genug schwarze Schafe, dass selbst ein guter Ruf "fake" sein kann. Ist also garnicht so einfach zwischen einem seriösen Züchter und so zu unterscheiden wenn man nicht schon Jahrelang in der Terraristk unterwegs ist.


    Wenn man die Gelegenheit hat die Verkäufer persönlich zu sprechen, und eventuell sogar vor dem Verkauf zu besuchen ist das an sich ein gutes Zeichen finde ich. So gesehen würde ich mir bei deinem Verkäufer deinen Außsagen her weniger bedenken haben LarsM. Aber hör natürlich auf deinen persönlichen Eindruck.


    Viel Glück bei deinem Unterfangen. Daumen sind gedrückt.

    MfG Wolfram

    Es scheint mir du bist da in ein Fettnäpfchen getreten. Ich kenne beide Meinungen bezüglich Umgang mit den Behörden. Ich persönlich kaufe nur Nachzuchten und keine Wildfänge aber halte persönlich nichts von der Staatlichen kontrolle da sich die zuständigen Ämter oft selbst nicht mit der Haltung dieser Tiere auskennt. An sich könnte dir jeder Halter der bereits selbst einen "Herkunftsnachweiß" für die entsprechenden Arten besitzt so ein Papier ausfüllen... kein besonders gutes System wenn es um Artenschutz geht da es dadurch sehr leicht umgangen werden kann. (zumindest in Ö)


    Ich persönlich finde es ist Eigenverantwortung nur Nachzuchten finanziell zu unterstützen und keine Wildfänge aber lege keinen Wert auf so ein Papier. Wie seht ihr das in der Schweiz bzw. Deutschland, würde mich echt interessieren.


    Was die Gesetzlichen mindestgrößen der Terrarien angeht sehe ich das genauso. Man kann ein 30x30 er Terra durchaus so einrichten das auch eine Größere Spinne Artgerecht gehalten werden kann aber es zeigen sich durchaus deutliche Verhaltensunterschiede zu Spinnen die mehr Platz bekommen. (Wie Jannik Eng bereits erwähnt hat).


    Wenn ich mit dem Post irgend einen faux-pas begangen habe dreht mir bitte nicht gleich den Hals um ich habe mich leider bisher noch nicht all zu oft in der deutschsprachigen Kommunity zu dem Thema unterhalten und lerne gerne neues dazu. :]


    Wolfram

    Ich war eine Zeit lang Abbonent von Wolfgang Dibiasi aber hatte leider meine Schwierigkeiten mit den Sensationalistischen Videos auf dem Kanal die eher nach einem Schrei nach Aufmerksamkeit geklungen haben. Teilweise macht er durchaus gute Videos aber ich möchte niemanden unterstützen bei dem die Videos einen derartigen Fokus haben.


    "Was passiert wenn dich die giftigste Schlange deutschlands beißt?"

    "Ich war nachts auf einer Insel- das ist passiert"

    "Hab mit 57 Spinnen im Zimmer übernachted - das ist passiert"


    Sowas ist einfach nicht mein Kaffee.

    Schade eigentlich weil es Anfangs noch recht informative Videos gab.




    birdspiders.ch hat da ne ganz andere Klasse! Schaue deine videos sehr gerne Martin, cool dass du auf diesem Forum unterwegs bist, ich bin gerade erst beigetreten aber deinen Kanal kenne ich bereits seit Jahren :) und ich muss sagen das sind die schönsten Spinnen-Terrarien die ich bisher gesehen habe. Hut ab.

    Servus, ist mein erster Beitrag hier.


    Ich habe ca. vor 3 Jahren mit der Spinnenhaltung angefangen und habe damals mit 2 Pamphobeteus sp. machala slings begonnen weil ich die damals direkt von einer Züchterin in Wien abholen konnte. Die waren einfach Klasse als Anfängertiere. Hatten immer Hunger, sind ur schnell gewachsen und sind großartig mit meiner Zimmertemperatur klargekommen die im Winter so zwischen 16-20°C geschwankt hat, untertags waren es meist 18-19°C. Mittlerweile sind beide subadulte-Weibchen und echt große Spinnen. Mindestens doppelt so groß wie meine 5 Jahre alte Grammostola rosea.



    Ziemlich bald sind auch 0.2 adulte Lasiodora parahybana dazugekommen die mit den Temperaturen auch gut umgehen konnten. Es wird sich den Winter herrausstellen ob meine Neuzugänge damit auch zurecht kommen vor allem da ich bei den steigenden Heizkosten nur ungern mehr Gas verbrauchen würde.


    Bei den Größen ist die Bestimmung durchaus recht einfach, und auch unwahrscheinlich dass es noch Männchen sind. Wenn der Preis gut ist währen das klasse Tiere. Eine A. geniculata hätte ich persönlich auch noch gern. :)


    MfG, Wolfram

    Servus Leute,

    Mein Name ist Wolfram1 und ich bin 24 Jahre alt.


    Ich bin mittlerweile seit etwas über 3 Jahren im Hobby und war bislang ab und an auf "arachnoboards" unterwegs. Habe mir aber gedacht es könnte nicht schaden auch bei einem deutssprachigen Forum Mitglied zu werden. Viele der interressanteren Entwicklungen im Hobby scheinen sich ja eher bei uns zu tun.


    Ursprünglich wollte ich Spinnen nur als einfache Einsteiger in die Reptilienhaltung anschaffen aber ich bin am Weg irgendwie hängen geblieben. Je mehr man sich mit den Tieren beschäftigt desto interessanter werden sie und mittlerweile möchte ich sowieso nur noch Spinnen und andere Arthropoden halten. :D


    Habe eine Zeit lang nur Beiträge gelesen aber es würde mich freuen mich auch ab und an in dieser tollen Gemeinschaft zu beteiligen =).


    MfG

    Wolfram1