Beiträge von Wolfram Newald

    Hey Nicole,


    ist a auch total verständlich dass man es gerne möglichst bald nachprüfen möchte. Ich persönlich begebe mich garnicht erst in die Situation in dem ich nur sehr kleine, eindeutig noch unbestimmte Tiere kaufe.


    Ich finde es immer seltsam wenn Leute anscheinend nur Tiere unbestimmt ankaufen und dann, sobald wie möglich, als bestimmte Tiere wieder weiterverkaufen. Ich weiß eh dass es bei dir nicht so ist aber bei vielen der Kleinanzeigen in der "Spidercity" bekommt man schon diesen Eindruck.


    Ich mache daher schon aus Prinzip nicht bei diesen Mikroskopbestimmungen mit. Ich habe zum Beispiel gerade herausgefunden dass meine 7 1/2 Jahre alte G. rosea ein juveniles Männchen ist. Muss mich dann in 5 Jahren vielleicht mal nach einem Halter mit Weibchen umsehen und einen Kokon 50/50 teilen. ;)


    Auch spannend dass der holotyp von G. porteri jetzt endlich mit dem neuen holotyp von G. rosea synonomisiert wurde, macht es aber womöglich noch schwieriger ein passendes Weibchen zu finden... Ich denke wir kehren damit wieder zu den "Farbformen" zurück? Ist auch fraglich ob die Tiere im Hobby auch wirklich den Holotypen entschprechen. Mal sehen wie sich das entwickelt.


    Dieses Hobby braucht echt Geduld :S.


    Schöne Grüße,

    Wolfram.

    Hey Nicole,


    ich würde auch eher davon abraten Tiere ventral zu bestimmen.


    Klar gibt es ein paar Ausnahmen, manche Poecilotheria-Arten lassen sich ventral oft schon früher bestimmen als es ohne Binocular mit einer Exuvie möglich ist, aber auch hier gilt für mich ein Tier erst als Bestimmt, wenn ich eine/keine Spermathek gesehen habe.


    Es ist ganz nett sich an den eigenen Tieren auch so zu erproben, wie du es gerade tust, aber diesen Drang es immer früher wissen zu müssen finde ich nicht sinvoll.


    Grüße,

    Wolfram :)

    Hey Nicole,


    Ist echt kompliziert das Ganze.


    Ich fand diesen Artikel von "Michael Jakobi" super.


    http://kissmybighairyspider.bl…d-11-in-search-of-my.html


    Löst natürlich das Rätsel nicht :').


    Ich habe selbst ein Paar P. subfusca "Lowland", und sie sind meine bei weitem am schnellsten wachsenden Poecilotheria Spinnen.


    Würde mich auch interessieren was die langständigen Mitglieder zu den Schlussfolgerungen von Jakobi sagen? Stimmt ihr mit ihm überein, dass die eigentliche P. subfusca die "Lowland" Form ist und die "Higland" Form einen neuen Namen verdient? Oder lassen sich die Tiere im Hobby sowieso nichtmehr zu den Tieren in Situ zuordnen?


    Ich denke die Meisen von uns haben ja leider keine Tiere mit Fundort....


    Hier noch ein link zur ventralen Geschlechtsbestimmung meiner beiden Tiere:

    https://arachnoboards.com/gall…subfusca-lowland-2.80768/

    ist noch nicht mit einer Exuvie bestätigt worden aber ich bin zuversichtlich die Bestimmung stimmt, da sie auch in der nächsten Haut die gleichen Merkmale aufgewiesen haben.


    Dein Tier sieht für mich nach einem Männchen aus.


    MfG, Wolfram

    Hey Irene,

    daweilen sind sie noch im Inkubator und ich hätte sie echt auch noch gut ein Monat länger bei der Mutter lassen können. Wollte sie nur echt nicht einzelnd rausklauben müssen.


    Aber ja, da kommt ganz schön was auf mich zu :notarzt: und ich sags ehrlich, alle werde ich nicht aufziehen können. Ist aber bislang echt eine tolle Erfahrung.


    Danke,

    Wolfram

    Hey Nicole,

    ich denke du musst dir da überhaupt keine Sorgen machen.


    Ist zwar ne ganz andere Art aber ich habe z.B. vor kurzem meine Lasiodora parahybana verpaart und der Kokon war wie ein Käseleib geformt, oval und flacher auf der breiten Seite, auch recht steif und nicht so "locker" wie die Kokons die man oft auf YouTube sieht.


    Zwischenzeitlich dachte ich schon darüber nach dass die Eier innen einen festen Schimmelklotz gebildet haben könnten, aber alles war bestens trotz meinen anfänglichen Bedenken. Ich habe ihn dann 60 Tage nach der Ablege entnommen und lauter frisch gehäutete Larven vorgefunden :). Er war einfach prall-voll mit den kleinen.


    Wir können eh nur gute Rahmenbedingungen schaffen aber der eigentliche Entwicklungsprozess ist nicht in unserer Hand, also wozu unnötig Bangen.

    Das wird schon.


    MfG, Wolfram

    Servus Bro,


    Bin Naturfreund und weiss mit Tieren umzugehen.

    Hmmmm......


    Naturfreund hin oder her, man sollte niemals ein exotisches Tier was nicht bei uns in die Natur gehört einfach drausen laufen lassen. Ist auch besser Hunde oder Katzen einzuschläfern als auszusetzen, denn diese gehören auch bei uns nicht in die Natur. Abgesehen davon, wenn die Spinne dann auf einem Kinderspielplatz auftaucht ist der Haufen wirklich am Dampfen....


    Gefundenes Fressen für Medien und Politiker.


    Ich habe tatsächlich ein Verständniss dafür dass ein Auto-Normalbürger der von Vogelspinnen keine Ahnung bzw. sogar Angst vor ihnen hat sie einfach erschlägt, aber dass man als Tierliebhaber so achtlos damit umgeht und das Tier einfach rausschmeißt finde ich nicht ok. Man überfährt ja auch nicht einfach die Nachtbarskatze nur weil sie sich gerne in die eigene Einfahrt setzt.



    Ich weiß das war jetzt nicht sehr konstruktiv aber, dass du nach den Aussagen echt noch meinst die Mitglierder sollten "feinfühliger" sein ist schon krass.



    Wenn du sie nochmal sichtest, währe der beste Weg ein Tupperware oder einen Eimer drüber zu stülpen und dich dann gleich online in einem Forum, anderen Plattformen oder telephonisch bei einer Tierauffangstation zu melden. Am besten, wie eh schon beschrieben, zuerst auch noch die Nachtbarn abklappern.


    Ich kenne die Schweizer Gesetze nicht aber ich denke um etwaige Meldung beim Amt etc. müsste sich dann der neue Besitzer bzw. die Auffangstation kümmern.



    Griass Eich,

    Wolfram

    Servus Bro,

    Dürfte ich fragen was genau du mit dem Post erreichen möchtest? Zentral steht dabei die Frage, bei welchem Amt möchtest du dich den Melden? In welchem Land? Lebst du in Thailand, dort brauchst du soetwas vermutlich nicht melden? Oder wie Kommst du darauf dass es sich um eine "schwarze Thai-Vogelspinne" handelt?


    Es kommt mir doch sehr komisch vor dass jemand der sich mit den Tieren so halbwegs auskennt sie einfach "vom Balkon schmeißt", denn ungeachtet dessen ob sie nun der Jäger oder die Beute ist solle man ein solches Tier niemals in einem Land wie Deutschland etc. aussetzen (ich betrachte jetzt einmal das "vom Balkon schmeißen" als aussetzen) da währe es schon besser sie einzufrieren. Abgesehen davon kann ich Alveus nur rechtgeben ein Nachtbar dem das Tier entlaufen ist wird sich sicher nicht über deine Tat freuen.


    Ich bin echt unschlüssig ob dass ein schlechter Witz sein sollte oder ob du einfach vergessen hast ein paar notwendige Details anzugeben.


    MfG, Wolfram

    Servus Irene,


    soweit ich das gesehen habe ging aus der Literatur hervor, dass diese von der Mutter an die Jungtiere weitergegeben werden, wie genau das passiert weiß ich allerdings nicht.

    Generell würde ich mir da aber eigentlich keine Sorgen bezüglich einer Kontamination anderer Spinnen machen.


    Ich denke auch dass diese Bakterienstämme eher Artgebunden sein werden aber wer weiß, ich bin da ja auch kein Experte.


    MfG, Wolfram

    Morgen Irene,

    Danke für das Update, ich beneide dich echt nicht um das was dir da bevorsteht.


    Ich hatte gehofft es findet sich ein platz für sie in einer wiss. Einrichtung aber ich denke dein Engagement und die Tiere haben auch so zumindest anekdotisch zu zukünftigen Schlussfolgerungen beigetragen.


    MfG, Wolfram

    Servus Julia,


    ich würde mich Malte da anschließen. Ich habe in ähnlicher Größe nach Vergleichsbildern gesucht aber leider keine Beispiele für Männchen gefunden.


    Hier sieht man aber gut wie ein juveniles Weibchen in ähnlicher Größe aussehen müsste:

    https://arachnoboards.com/gallery/sazimai.58205/


    und hier ein anderes Tier wo die Spermathek zur Verdeutlichung noch mit einem Stück Papier hinterlegt ist:

    https://arachnoboards.com/gall…erinopelma-sazimai.68961/


    Ich hoffe du kannst dir damit selbst ein Bild machen.


    MfG,

    Wolfram

    Servus Zusammen,


    Anders als Jannik bin ich echt ein großer Fan von den Bra-Plas Dosen zur Aufzucht.


    Also wenn du nach vernünftigen Boxen suchst würde ich dir empfehlen diese direkt von einem Großhändler zu beziehen. Dazu braucht man dann zwar einen Gewerbeschein aber ich denke jeder hat irgendwo einen Bekannten den man darum bitten kann die Behälter zu bestellen.


    Ich habe damals einfach eine Großbestellung gemeinsam mit Freunden gemacht. Da haben wir z.B. bei EimerundBecherProfi (https://www.eimerundbecherprofi.de) in Deutschland bestellt. Dazu noch eine Stahlgaze und schon kann man für alle Größen und Typen tolle Aufzuchtboxen basteln und die Belüftung immer genau wie gewünscht anpassen.


    a la (

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    ) es reicht aber auch schon ein vernünftiges Messer und ein Lötkolben um gute ergebnisse zu erzielen.


    Weiß nicht ob ich das nicht eh schon mal geposted hab, ist aber super praktisch für alle Größen bis hin zu den ~20er Würfeln. Bei allem über 20x20x20 würde ich dann aber schon zu Glasterrarien tendieren und mir sind Aquarien sogar sympatischer, da ich immer lieber von oben zugriff auf die Tiere habe. Da muss mann dann hald noch besser auf ein gutes Verhältnis zwischen Belüftung und Feuchtigkeit achten, da es keinen Kamineffekt gibt ist aber gut machbar.


    hier ein paar Beispiele:


    MfG,

    Wolfram

    An sich nicht, nein.


    Moos kann schnell viel Wasser aufnehemen, gibt es aber durch die große Oberfläche auch sehr schnell wieder an die Luft ab. Es wird oft verwendet um die Luftfeuchtigkeit künstlich höher zu halten.


    Theoretisch könnte eine Spinne wahrscheindlich kurz nach Besprühen/Befeuchten des Mooses ein klein wenig davon trinken, wenn noch Wasserperlen darauf sind, aber eine Wasserschüssel ist eine viel konstantere Quelle an Frischwasser die einfacher und praktischer ist.


    Hoffe das hilft.

    Servus RockBottom,

    Das ist wirklich ein heiß umstrittenes Thema XD.


    Ich halte mittlerweile seit fast 4 Jahren Vogelspinnen und gehe das Thema durchaus anders an als die Meisten hier. Ich messe zum Beispiel nicht die Luftfeuchtigkeit noch beheize ich meine Tiere extra.


    Fast alle Vogelspinnen sind sehr tolerant was die Temperatur angeht und lassen sich generell ohne Probleme bei Zimmertemperatur halten (18-24°C). Das sind natürlich nicht umbedingt ideale Temperaturen für maximales Wachstum und manche Arten mögen es durchaus wärmer. Das ist jetzt nur generell gesagt und es lohnt sich in jedem Fall sich über ihre natürlichen, klimatischen Bedingungen und das Habitat zu informieren. Macht die Haltung aber für die meißten Arten, Jahr um, auch ohne Heizmittel möglich.



    Ich gieße die Terrarien eher entsprechen einer Zimmerpflanze, und je nach den bedürfnissen der Art mehr oder weniger und lasse den obersten Zentimeter meist antrocknen bevor ich wieder Wasser nachgebe. Natürlich flute ich die Erde dabei nicht so wie ich es bei einer Pflanze tun würde. Lieber weniger und dafür öfter ist meine Devise. Eine Trinkschale haben sie natürlich auch aber das ist nicht umbedingt notwendig. Dadurch schwankt dann die Luftfeuchtigkeit Woche zu Woche natürlich stark (nehme ich an, wie gesagt ich messe nicht). Das scheint aber weder den adulten Tieren noch den Spiderlingen etwas auszumachen. Denn auch in der Natur gibt es Trocken- oder Regenperioden und wenn sie es feuchter wollen können sie immer graben. Die Feuchtigkeit im Boden ist nicht dazu da, dass die Tiere sie direkt Aufnehmen, sondern lediglich um zuverhindern dass sie Austrocknen. Spinnen haben zwar eine schützende Schicht auf ihrem Exoskelett, aber wenn es zu trocken ist verlieren sie natürlich bei der Atmung passiv trotzdem Flüssigkeit.


    Tiere die nicht aus einer Wüstenregion kommen sind dann folglich weniger sparsam mit dem Flüssigkeitshaushalt und benötigen etwas mehr Luftfeuchtigkeit/Feuchtigkeit im Boden als jene die sich an sehr trockene Gebiete angepasst haben. Die genauen Zahlen sind da aber weniger relevant. Ein angefeuchteter Boden gibt zwangsläufig Feuchtigkeit an die Luft ab, egal was der Hygrometer genau anzeigt und verringert dadurch den passiven Wasserverlust.


    Viel kritischer ist meiner Ansicht nach die Belüftung. Zu viel Belüftung führt lediglich dazu dass die Feuchtigkeit im Boden schneller verdunstet, man muss also öfter nachgießen. Zu wenig Belüftung, gerade bei Arten die viel Feuchtigkeit benötigen kann im schlimmsten Fall zum Tod durch ersticken führen.


    Manche Arten kommen auch ganz gut mit weniger Frischluft zurecht, hauptsächlich Boden- und Erdbewohner. Wenn man sie allerdings sehr feucht hält ist auch hier eine gute Belüftung unablässig.



    Ich denke gerade weil jeder eine andere Vorliebe entwickelt bzw. ein anderes Belüftungsschema verwendet, kann es durchaus als Neueinsteiger sehr verwirrend sein sich hier zurecht zu finden. Ich habe ein "einfaches" System für mich entwickelt das gut für mich funktioniert aber das heißt nicht dass man nicht auch LF messen und sich daran orientieren kann.


    Was es noch komplexer macht ist dass die relative Luftfeuchtigkeit auch mit der Temperatur zusammen hängt. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Je wärmer es ist desto höher bzw. schneller ist auch die Verdunstung.


    Da ich lediglich alle paar Tage die Erde begutachte (an der Farbe sieht man gut wie feucht/trocken sie ist) und nach Bedarf gieße, spielt für mich weder die genaue LF noch die Temperatur eine Rolle.


    Wasser nehmen sie nur über die Nahrung oder über das Trinken von Frischwasser auf!


    Ich hoffe das war nicht zu verwirrend. :/


    MfG, Wolfram.

    Servus,


    Das wichtigste bei einem Spinnenbiss einer solchen Vogelspinnen-Art (Terrestrisch, Neuwelt) ist es in der Regel eine gründliche Wundversorgung durchzuführen.

    Der mechanische Schaden, also die Wunde ist hier vorrangig aka. Desinfektion, sauberer Verband/Pflaster etc., das kann man selbst machen oder auch vom Arzt versorgen lassen, wenn einem das ein sicheres Gefühl gibt.


    Das größte Risiko sehe ich in einer bakteriellen Infektion wie Tetanus, oder im schlimmsten Fall einer Blutvergiftung.


    Das Gift an sich ist für den Menschen in der Dosis ungefährlich, sogar von allergischen Reaktionen habe ich persönlich noch NIE gehört. Prophylaktisch kann man natürlich ein Antihistaminika nehmen ist aber nicht wirklich nötig.


    MfG, Wolfram

    Servus Irene,

    Danke für das Update.

    An Wolfram: Das erspart dir natürlich das Nachbestimmen. Meine Theorie vom rein weiblichen Nachwuchs stimmt schon mal nicht. War aber zu erwarten. Volker von Wirth hatte ja auch Männchen in seinem Kokon.

    Hahaha, ja das war auch eigentlich dazu gedacht deinem Fall Relevanz zu geben und er nicht einfach ohne genauere Betrachtung unter den Tisch gekehrt wird. Und es hätte ohnehin nichts bewirkt da du ja scheinbar beide Geschlechter vorgefunden hast.


    Durch den Beitrag von Volker ist das denke ich aber eh nicht mehr nötig, der Stein rollt schon.


    Bevor ich jetzt wieder wild spekuliere warte ich mal lieber ab.


    MfG, Wolfram