Beiträge von Insomnia

    Guten Abend!


    Ich bin seit längerem stille Mitleserin hier im Forum und profitierte in der Vergangenheit bereits sehr vom der hier präsenten Kompetenz und Begeisterung für die Achtbeiner. Auch der sehr angenehme Umgangston miteinander ist für mich abgesehen vom geballten Schwarmwissen ein guter Grund, sich hier anzuschließen.


    Zu mir, ich heiße Insomnia (und bleibe hinter diesem Nickname versteckt), lebe in Österreich direkt am Bodensee und bin 26 Jahre alt. Beruflich habe ich weniger mit Tieren als mit Menschen zu tun. An Vogelspinnen fasziniert mich einerseits die unglaublich unterschiedliche Lebensweise der Tiere aus verschiedensten Teilen der Welt als auch dass sie zu mir als Halterin eben keinen Bezug aufbauen, sondern so sind, wie sie eben sind und ihre Spinnensachen treiben. Für mich ist es richtig meditativ, die Tiere in ihren Terrarien zu betrachten. Abgesehen von der Spinnenhaltung befasse ich mich privat mit Musik und Büchern, größtenteils meiner Zeit bin ich jedoch beruflich sehr eingebunden.


    Ich biete derzeit einem adulten Brachypelma Hamorii Weibchen (KL 7,5 cm), einem unbestimmten Jungtier der Art Lasiodora Parahybana (KL 4 cm) als auch einer 5er Gruppe Monocentropus Balfouri (eine Mutter mit 4 Kindern von KL 2-3 cm) ein Zuhause.


    Insbesondere die Gruppenhaltung der Monocentropen fasziniert mich momentan sehr da ich beobachten kann wie die Tiere untereinander interagieren. Leider hatte ich da einen Ausfall, die anderen sind aber in friedlicher Koexistenz und arbeiten gerade an einer gemeinsamen Höhle. Jeden Abend bei meiner "Visite" ist etwas umgestellt, verändert und optimiert, sie sind äußerst fleißig:)


    Die Brachypelma ist kletterfreudig, aber stellt sich trotz 8 Beinen eher ungeschickt an. Sie war mein erstes Tier und durch die wunderschöne Färbung und ihr überwiegend gelassenes Gemüt (wenn man sie also einfach in Ruhe lässt:)) ebenfalls ein besonderes Juwel der Tierwelt. Ich habe sie mit 7 Beinen erhalten und jetzt nach 4 Häutungen ist dieses komplett regeneriert und nicht mehr vom gegenüberliegenden Bein zu unterscheiden. Die Häute habe ich, um diesen Prozess zu dokumentieren, nach Bastians Anleitung hergerichtet und aufbewahrt. Diese Spinne hat auch trotz hohem Bodengrund keine Höhle gegraben sondern ein "Rindenhäuschen" bezogen.


    Die Lasiodora ist am entspanntesten, sie ist primär mit der Ausgestaltung ihrer Höhle beschäftigt. Sie legt unglaubliche Wachstumssprünge bei den Häutungen hin, im Gegensatz zur sehr ordentlichen Brachypelma bringt sie mir die Haut aber nicht zur Terrarientüre damit ich diese abmessen könnte.


    Mir gefällt auch, dass man bei der Gestaltung der Terrarien mit dem natürlichen Lebensraum der Tiere beschäftigt ist um dies so gut als möglich nachzuempfinden.


    Ich freue mich sehr auf viele informative Stunden hier im Forum, vielleicht auch den ein oder anderen persönlichen Austausch und ein angenehmes Miteinander mit anderen Arachnophilen.


    Liebe Grüße,


    Insomnia