Beiträge von Irene Kirbs

    Hallo

    Schon klar, dass man bei vielen Arten mehr Männchen hat. Bei meinen Balfouris, die ich in Gruppe halte, kenne ich nur die Anzahl der adulten Männchen. Scheint aber recht ausgeglichen zu sein. Bei den 120 in N1 vereinzelten Albopilosus war es sehr ausgeglichen. Und bei diesen Irminia jetzt kommt ein Mädchen auf 10 Jungs? Da hab ich mich gewundert. Ich werde sie sicher bei der nächsten Häutung nachbestimmen. Vielleicht liegt der Fehler ja bei mir.

    Bei den letzten Nachzuchten von Omothymus schioedtei habe ich viele unbestimmt verkauft. Von den verbliebenen Tieren, die ich bestimmt und dann teilweise verkauft habe, war übrigens die Mehrzahl Weibchen.


    Übrigens habe ich die Irminia erst gar nicht als unbestimmte Tiere angeboten. Ich dachte, die werde ich eh nicht los. Also lieber selbst aufziehen und dann als bestimmte Tiere verkaufen. Hab natürlich auf viele Mädels gehofft :grins:. Wenn es jetzt wirklich so viele Kerle sind, wird das auch nix.


    Wichtig war mir bei dem ganzen Thema eigentlich nur, dass der Männerüberschuss nicht an der „natürlichen Auslese“ liegt. Und das scheint ja nach Philis Erfahrungen nicht so zu sein.

    Viele Grüße

    Irene

    Hallo Spinnenzüchter


    Da aktuell viel über die Reduzierung von überzähligen Nachzuchten diskutiert wird, hab ich mal eine Frage an alle, die Erfahrung mit der „natürlichen Auslese“ haben. Ich meine diejenigen von uns, die die Jungtiere einfach ein bisschen länger zusammen lassen, so dass sich die Stärkeren und Fitteren durchsetzen. Irgendeine Auswahl muss man ja treffen, da bei aller Liebe niemand 2000 Lasiodora parahybana aufziehen kann.


    Jetzt die Frage: Bleibt die Geschlechterverteilung gleich? Gibt es dazu irgendwelche Daten?


    Ich habe mich ja an der Gruppenaufzucht von Psalmopoeus irminia versucht und habe es bald wieder abgebrochen. Für mich war dabei zu wenig Kontolle möglich, obwohl die Tiere sehr gut gewachsen sind. Sie haben sich dabei aber wohl auch gegenseitig gefressen, wenn auch nicht im großen Stil.

    Jetzt fange ich langsam an, die Geschlechter zu bestimmen. Es ist zwar noch nicht ganz zuverlässig, da die Tiere erst N4 sind, aber es scheinen vorwiegend Männchen zu sein.


    Drei Möglichkeiten:

    1. Es gibt bei Psalmopoeus irminia vor allem Männchen.

    2. Die Männchen wachsen schneller und häuten sich deshalb jetzt vor den Mädels. Am Ende bestimme ich dann die ganzen Weibchen.

    3. Die Jungs sind stärker und haben in der Gruppe die Mädchen verspeist. Kann aber nicht der ganze Grund sein, da die Ausfälle nicht so hoch waren.


    Was denkt ihr? Kann es sein, dass sich bei unterschiedlichen Arten dann vor allem ein Geschlecht durchsetzt?


    Viele Grüße

    Irene

    Hallo

    Vielleicht noch ein weiterer Gedanke dazu: Sogar Zoos züchten mit Tieren, deren Nachwuchs sie nicht brauchen können. Der Sinn dahinter ist (neben niedlichen Jungtieren für Besucher):

    Man will den Tieren ein möglichst naturnahes Leben bieten, inclusive Paarung und Aufzucht von Jungtieren.


    Für mich ist das schon auch ein Anreiz. Einmal der tollen Spinne eine Paarung und Kokonbau ermöglichen. Ein Leben im Terrarium ist ja sowieso recht langweilig.

    Und in der Natur hätte sie ja auch ihren evolutionären Sinn erfüllt, wenn zwei bis drei ihrer Nachkommen geschlechtsreif werden. Ich muss also nicht alle Spiderlinge aufziehen.

    (Wobei es mir sehr schwer fällt, eine der Nachzuchten zu töten.)

    Viele Grüße

    Irene

    Hallo Leute


    Meiner Meinung nach geht es hier um zwei unterschiedliche Themen und beide kann man differenziert sehen:


    SM: Der Umgangston in den sozialen Medien lässt zu wünschen übrig und vielen, die sich da im Ton vergreifen, ist das noch nicht mal bewusst.

    Dennoch konnte man noch nie so viel so schnell über Spinnenarten und ihre Haltung erfahren. Ihr solltet nur mal die alten Bücher über Vogelspinnenhaltung sehen! Was für eine Verbesserung, gerade auch durch Foren wie dieses.


    Nachzucht und Vermarktung: Was viel Nachgezogen wird, sinkt im Preis. Das können auch keine künstlich geschaffenen Untergrenzen verhindern, wie auch immer das in der Praxis umgesetzt werden sollte. C. versicolor wird in ihrem Habitat geschützt. Nachzuchten verhindern Wildfänge und erhalten dennoch die genetische Vielfalt, selbst wenn nicht alle Tiere aufgezogen werden können. Natürlich ist es nicht schön, einen Teil der Tiere zu töten. Ich persönlich sehe aber keine Alternative. Jemanden deshalb als „Kindermörder“ zu beschimpfen, ist unfair. Wahrscheinlich aber einfach unüberlegt.


    Ich friere öfter mal Schaben und Heimchen ein, als bequeme Futterreserve. Die Heimchen auch als Futter für Spiderlinge. Und natürlich füttere ich meine Spinnen auch mit lebenden Futtertieren. Gerade große Schaben sterben dabei nicht schnell. Bin ich jetzt auch ein Kindermörder, weil ich kleine Heimchen verfüttere?

    Heute habe ich 20 kleine, zuvor gefrostete Heimchen an Avicularinae Spiderlinge verfüttert. Sind die kleinen Heimchen ethisch weniger wert, als wenn ich 20 frisch geschlüpfte, überzählige Parahybanas eingefroren hätte?


    Viele Grüße

    Irene

    Hallo Spreisel

    Mein Vorschlag wäre: ordentlich Haferflocken und Katzentrockenfutter rein. Und für das Wasser eine Dochttränke: dazu brauchst du ein Gurkenglas oder ähnliches mit Blechdeckel in den du ein kleines Loch machst. Da einen dicken Faden oder Stick durchziehen. Glas mit Wasser füllen, so dass der Strick Wasser zieht. Strumpf über das Glas als Klettermöglichkeit, aber darf den Docht nicht berühren. Sollte doch für drei Wochen reichen. Ich kontrolliere meine Schaben zwar öfter, aber wirklich was machen brauche ich mit dieser Methode selten. Ich mach mal ein Foto von der Tränke.

    Hallo Nicole


    Es gibt schon Tiere, die ich auch bei einer Verpaarung allein lasse. Aber eine Xenesthis sp. blue? Jetzt ist euer Männchen tot, und ihr wisst noch nicht mal, ob die Paarung geklappt hat.

    Dass das Männchen danach stirbt, ohne gebissen worden zu sein, und auch noch so schnell, kann ich mir nicht erklären. Ich würde den Thorax nochmal genauer anschauen. Muss ja keine große Wunde mit viel Sekret sein.


    Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man den Tod des Männchens nicht immer verhindern kann. Bei diesen beiden wäre ich aber schon mit Kochlöffel und extra langer Pinzette in „Hab Acht Stellung“ daneben gestanden. Spinnen, die sich paaren wollen, lassen sich meiner Erfahrung nach nicht von jemandem stören, der ruhig daneben steht oder sitzt. Kann natürlich manchmal dauern, bis sich was tut. Lese ich halt solange was.🤷‍♀️


    Viele Grüße

    Irene

    Noch eine kleine Ergänzung wegen der Betrugswarnung: Vor einiger Zeit bekam ich ein Pterinochilus murinus Männchen statt eines Weibchens. Ich hab den Verkäufer angeschrieben. Er reagiert prompt, entschuldigte sich und erklärte sehr glaubhaft, dass er das Tier selber als Weibchen gekauft hatte.

    Er bot sogar an, mir mein Geld zurück zu geben. Das wollte ich dann auch nicht. Mit der Entschuldigung war die Sache für mich erledigt. Fehler und Verwechslungen können passieren, das nehm ich keinem Übel. Aber Betrug? Da bin ich richtig angefressen!

    Ich habe ihm geschrieben, aber ohne Foto. Mit Foto landet die Mail womöglich im Spamordner. Hab aber keine Antwort bekommen.

    Er ist Mitglied in der „Weißen Liste Spinnenhalter“. Da hab ich auch eine Meldung hingeschickt.


    Falls jemand Brachypelma boehmei für lau haben möchte: Ich bin im Oktober auf der Börse in Weinstadt und kann sie mitbringen. Sie sind jetzt umgefärbt, schöne Tiere. Ein Männchen werde ich aufziehen. Das Weibchen und die anderen beiden Jungs wäre ich gerne wieder los.


    Der Verkäufer hatte jetzt auch lange genug Zeit, die Sache zu klären. Deshalb: Er heißt Dennis Staats und ich rate dringend davon ab, ihm Brachypelmen abzukaufen!


    Viele Grüße

    Irene

    Hallo Chris

    Das mit dem Abstürzen von Scheiben stimmt schon, aber junge Tiere verletzen sich dabei bei weitem nicht so leicht wie schwere adulte Weibchen.


    Meine Tiere bekommen immer mehrere Versteckmöglichkeiten, auch Rindenstücke oder Hohlräume unter Wurzeln. Letztendlich erweitert die wachsende Spinne dann schon ihre Höhle entsprechend. Es ist dann aber manchmal so, dass die Spinne meine schöne, ästhetisch ansprechende Terrariengestaltung komplett überarbeitet. Das muss ich dann auch aushalten 🤨.


    Das ist übrigens auch ein Tipp an den Anfänger: Aushalten, was die Spinne schön findet. Ich putze zum Beispiel nur die Frontscheibe ab und zu. Alles andere versuche ich nicht zu verändern, damit ich keine Spinnfäden zerstöre, die die Spinne braucht um sich zu orientieren.


    Viele Grüße

    Irene

    Hallo

    Also ich beheize meine Hamorii, die im Wohnzimmer steht, tagsüber mit einer 20W Lampe, direkt überm Terrarium.

    Im Sommer lass ich die Lampe aus. Kommt halt darauf an, wie warm es am Standort des Terrariums ist.


    Hauswurz könnte gehen, ist aber nicht sehr authentisch. Wie wäre es mit einer kleinen Aloe?

    Mein Hamorii Männchen hat seine Pflanze allerdings schon länger entfernt und die Wasserschüssel steht auch nicht mehr wie anfangs in der Ecke. Spinnen dekorieren auch schon mal um.

    Mein Terrarium ist ein 30er Würfel. Für ein Weibchen darf es aber auch deutlich größer sein. Das hier ist das absolute Minimum.

    Hallo Chromatopelma

    Bein Einrichten eines Terrariums für Brachypelma hamorii brauchst du einen hohen Bodengrund mit grabfähiger Erde, die du fest andrücken solltest. Dann eine Höhle vorbauen, deren Eingang aber kaum größer als die Spinne sein sollte, sonst nimmt sie die Höhle nicht an.

    Hamorii läuft nicht gerne über losen Boden, also keine Laubhaufen oder Moos oder irgendwelche Granulate zur Deko verwenden. Sie mag das Substrat auch eher trocken. Ich gieße nur immer eine Ecke des Terrariums, wo auch die Wasserschüssel steht. Als Pflanze am besten eine Sukkulente, nix stachliges.

    Und weiße Asseln ins Terrarium geben, die fressen Reste von Futtertieren und sorgen auch dafür, dass nichts schimmelt.

    Und lass dich nicht irritieren, wenn die Hamorii anfangs öfter mal an der Scheibe hängt. Das machen die gerne und muss kein Zeichen sein, dass was nicht stimmt.

    Dabei kann die Spinne auch mal abstürzen. Du willst ja ein großes Weibchen. Deshalb darf dein Terrarium auch nicht zu hoch sein, damit sich die Lady beim Absturz nicht verletzt. 30cm genügen.

    Als Anfänger neigt man dazu, seine Spinne zu überfüttern. Wenn der Hinterleib fast doppelt so groß ist wie der Rest, ist sie definitiv satt!

    Viel Spaß

    Irene

    Hallo Chromatopelma

    Vor dem Beantworten deiner Fragen eine kurze Gegenfrage: Das adulte Auratum Weibchen wird sicher sehr teuer sein und auch schwer zu bekommen. Warum dann nicht als erste Spinne doch die billigere und leichter erhältliche Hamorii? Oder doch die auch billigere und verfügbarere Chromatopelma? (Meine Erfahrung für Deutschland, kann in der Schweiz ganz anders sein.)


    Für mich ist die Auratum keine typische Anfängerspinne. Viel zu teuer!

    Aber wenn es doch diese Art sein soll: Etliche deiner Fragen werden im Artenteil beantwortet.

    Wärmelampe ja, tagsüber und je nach Jahreszeit.

    Bodengrund: hoch und grabfähig, z. B. Maulwurfshügelerde.

    Luftfeuchtigkeit: Wasserschüssel rein und gelegentlich überlaufen lassen.

    Futtertiere: eine Zucht lohnt sich nicht für nur eine einzige Spinne. Ich würde eine Packung mittlere Heimchen kaufen, in eine große Critterbox umquartieren und mit Haferflocken, Katzen- oder Fischfutter und etwas Feuchtfutter versorgen. Dann hast du wochenlang Futtertiere.


    Soweit mein Rat. ( Ich selbst wurde vor kurzem mit Auratum Spiderlingen ordentlich übers Ohr gehauen, waren schon als Winzlinge teuer. Und dann waren es noch nicht mal welche!)

    Viele Grüße

    Irene

    Hallo Wolfram

    Was meinst du: Ob da wohl mit Sprühpflaster was zu retten wäre? Regelmäßig aufgetragen bis zur nächsten Häutung. Und natürlich ein Wechsel auf weiches Substrat, keine Steine, kein raues Holz oder ähnliches im Terrarium?

    So als letzten Versuch?

    Viel kaputt kann man wohl nicht mehr machen, so wie das Abdomen aussieht.

    Viele Grüße

    Irene

    Hallo Leute

    Dieses kleine Früchtchen hab ich mit 5mm Körperlänge als Brachypelma auratum gekauft. Aber nie im Leben ist das eine Auratum, oder? Das ist doch eine Böhmei. Oder bin ich blind? Hab noch weitere drei solche Tiere, die jetzt die gleiche Färbung annehmen.

    Was meint ihr?

    Mit Brachypelma Nymphen wird man halt leicht betrogen. Die sehen ja erst mal alle gleich aus.

    Viele Grüße

    Irene

    Wurde heute umgesetzt, kein Spaziergänger :grins: