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  1. Vogelspinnenforum Schweiz
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  3. Jessica A.

Beiträge von Jessica A.

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 17. August 2026 um 21:31

    Update: Ich komme gerade vom Kurzurlaub zurück. Das Männchen ist weiterhin nicht zu sehen (ich bin mir recht sicher, dass er gefressen wurde), aber das Weibchen auch nicht.

    Sie hat sich fast vollkommen eingesponnen, zwei Beinchen gucken noch aus der Röhre. Sehr untypisch für sie. Für Häutungen verschließt sie ihren Eingang normalerweise nicht, sondern verkriecht sich im unteren Bereich der Röhre...

    Es bleibt spannend! :blume:

    Ab kommendem Wochenende werde ich für ca. 2 Wochen Katzensitten und nur sporadisch zum Gießen und Füttern vorbeikommen. Das Weibchen wird also jede Menge Ruhe haben. Ich hoffe, das erleichtert ihr den Kokonbau.

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 10. August 2026 um 22:44

    Viel Erfolg dir, Karin !

    Meine beiden wohnen jetzt seit ca. zwei Wochen zusammen. Oder wohnten?

    Anfangs gab es ein paar Berührungen, dann wohnte das Männchen im unteren Teil der Röhre des Weibchens und das Weibchen verbrachte viel Zeit draußen. Irgendwann schien sie sich aber an ihren neuen Mitbewohner gewöhnt zu haben und sie saßen viel gemeinsam in der Röhre und an der Rückwand, teils sogar Fuß an Fuß.

    Was genau sie in der Röhre veranstaltet haben, konnte ich von außen nicht sehen. Ich glaube aber nicht, dass genug Platz für eine Paarung war. Auch verließen sie die Röhre immer (sie oben, er unten), z.B. um zu trinken.

    Vor zwei Tagen entdeckte ich das Männchen unten an der Lüftung. Ich dachte, er sei auf der Suche nach Wasser und habe ihm Wasser in Form von Sprühnebel angeboten (die Wasserschale war nicht mehr weit entfernt). Er trank aber nichts, sondern machte sich auf den Weg zur Röhre und sah recht wacklig aus dabei. Das Weibchen saß oben, sie haben sich kurz berührt, es wurde aber nicht gezittert.

    Ich musste dann zur Arbeit und habe ihn seitdem nicht mehr gesehen. Allerdings habe ich ein Bein und ein Büschel rote Haare in der Müllecke mit den Grillenbällchen gefunden. Das könnten aber auch Reste einer Häutung sein.

    Das Weibchen hat auf jeden Fall deutlich zugenommen (es gab aber auch Grillen im Terrarium, die jetzt verschwunden sind...). Sie benimmt sich wie immer - kein stundenlanges Abtauchen oder ausgedehnte Wandertouren tagsüber.

    Jetzt heißt es abwarten, ob die Paarung erfolgreich war. Das Männchen hatte hoffentlich einen schnellen Tod. Und die Zeit seines Lebens die zwei Wochen davor. So wacklig wie er war, hätte er nicht mehr lange durchgehalten...

  • Zu viele Futtertiere, kennt ihr das auch?

    • Jessica A.
    • 10. August 2026 um 22:18

    Blaptica dubia sind wirklich angenehme Futtertiere.

    Ich halte meine nicht wie typische Futtertiere (auf Waldboden mit Rinden, Laubschicht und Flechtenzweigen als Futter und Verstecke), deshalb ist es nicht immer einfach, die perfekt große Schabe zu finden, aber sie vermehren sich gut und die Vermehrung ist gut steuerbar durch Proteingabe und Temperatur.

    Ich finde sie auch hübsch und toll zu beobachten - Und es sind keine Scheibenläufer, also bräuchte es nicht mal einen Deckel und die Terrarien müssen nicht luftdicht verschlossen sein :D

    Meine Baumbewohner (Psalmopoeus und Avicularia sp.) gehen da aber nicht so recht dran, sondern leben teils mit mehreren Schaben friedlich zusammen. Vielleicht sind am Boden zu viele Versteckmöglichkeiten... Grillen, die direkt vor die Wohnröhre klettern, werden direkt erbeutet.

    Gebt ihr die Schaben von der Pinzette oder sind eure Spinnen einfach futtermotivierter? Die einzige, die da zuverlässig dran geht, ist meine Tapinauchenius plumipes. Die beißt aber in alles, was sich bewegt - auch Wasserstrahl und Moos...

  • Welche Art ist es? Was meint ihr?

    • Jessica A.
    • 10. August 2026 um 21:56

    Hey,

    für mich sieht es auch nach einer Caribena versicolor aus. Die Weibchen färben sich recht früh um und sind dann auch adult, wachsen aber danach noch 3-4cm.

    Ich habe dir mal Bilder meiner kleinen Versis im Umfärbeprozess angehängt, die waren teils auch grünlich mit roten Haaren, bis sie mit ca. 2,5cm aus gefärbt waren. Vielleicht kommt das ja hin. Die Färbung variiert jedenfalls sehr, bis sie schließlich aus gefärbt aussahen wie deine Spinne.

  • Wer hat sich heute gehäutet?

    • Jessica A.
    • 5. August 2026 um 22:27

    Heute war richtig viel los! Regelrechtes Häutungswetter. Ich kann Amazonius germani, Avicularia avicularia, Avicularia cf. juruensis, 2x Brachypelma auratum, Brachypelma albiceps, Brachypelma emilia und Brachypelma klaasi verbuchen ^^

    Besonderes Highlight war die B.auratum, die gerade wie auf einer Streckbank liegt:

    Und die B.klaasi, die sich fix im Stehen gehäutet hat:

    Die Avicularia ist überraschend nach nur einer Häutung aus ihrem Übergangsterrarium entwachsen. Dabei hatte sie vor zwei Wochen endlich eine Wohnröhre gesponnen (nicht im Bild). Die hat einen richtigen Schub gemacht. Wahrscheinlich muss sie noch bis zur Messe im September darin ausharren, wenn ich vorher kein gebrauchtes Terrarium finde. Aber die Farben... Wunderschön, kommen auf dem Foto gar nicht zur Geltung:

    Da haben die 28-30° in der Wohnung immerhin einen netten Nebeneffekt... mal schauen, ob einige der anderen Spinnen noch nachziehen und sich auch häuten.

  • Terrarium für T. albopilosus

    • Jessica A.
    • 2. August 2026 um 23:25

    Da ist wirklich eine professionelle Baumeisterin am Werk :) Immer wieder erstaunlich, wie gut sie die Erde transportieren können.

    Ich kann mir vorstellen, dass sie sich den Eingang vornimmt, sobald sie ihre Wohnröhre schön tief gebuddelt hat. Manchmal benutzen sie den Aushub dann weiter und bauen einen Wall. Einige spinnen auch etwas zu... Es bleibt spannend.

    Ist sie schon an einer Seitenscheibe angelangt? Wenn du da Pappe davorklebst, hast du später evtl. ein kleines Guckloch in die Wohnröhre, das finde ich immer sehr spannend.

    Zum Wassernapf: Ich finde beim Umsetzen meiner Spinnen bzw. beim Ausräumen der alten Boxen immer mal wieder mehrere Näpfe in einer Box. Gerade, wenn ich mehrere Tiere neu habe, kommt da oft nur ein "Huch? Habe ich da gar keinen Napf reingestellt? Oder war da einer? Aber wo? Ach, dann gibt es halt jetzt einen neuen..."

    Bei einer kleinen Brachypelma sind aktuell sogar vier drin, die sehe ich manchmal beim Gießen durch die Scheibe :S

    Also am besten rausnehmen, wenn du an der Schüssel hängst, aber stapeln funktioniert auch (so lange die Schale der Spinne jetzt nicht den Weg versperrt).

    Viel Spaß beim Beobachten!

  • Hallo aus der Schweiz

    • Jessica A.
    • 30. Juli 2026 um 23:53

    Hallo Tino,

    willkommen im Forum und herzlichen Glückwunsch zu deinen neuen Mitbewohnern!

    Brachypelmen sind ganz tolle Spinnen. Die B.hamorii ist die einzige der "gängigen" Brachypelma sp., die in meinem Bestand noch fehlt, aber ich bin mir sicher, dass sie genau so toll ist wie die anderen Arten. Meine sind eigentlich immer zu sehen und selbst "Laien" haben einen kleinen Erfolgsmoment, weil sie sie aus Filmen wiedererkennen.

    Meine frisch gehäutete B.emilia im neu eingerichteten Terrarium ist sogar der Grund dafür, dass meine Mutter seit ihrem letzten Besuch eine zweite Vogelspinne haben möchte :D Lange bleibt es selten bei einer - die nächste Börse kommt bestimmt :)

    Nachdem sich immer mehr Menschen aus Deutschland ins Forum verirren (mich eingeschlossen), ergibt der Titel etwas mehr Sinn :D Die Schweizer hier wird es aber bestimmt interessieren, aus welcher Ecke du kommst. Die Community scheint bei euch viel kleiner zu sein und Stammtische gar nicht so unerreichbar wie in vielen Gegenden Deutschlands. Für Einsteiger und Experten ein Traum!

    Ich schätze das Forum aus ähnlichen Gründen wie du - Der Artenteil ist einzigartig und das Wissen aus Jahrzehnten abrufbar (anders als kurzlebige SM-Posts). Gut, das ein oder andere Foto geht verloren und viele interne Links sind tot, aber ich wühle mich auch nach Jahren noch gern durch uralte Threads und Terrarien-Fotos.

    Der angenehme Umgangston ist es auch, der mich weg von deutschen und englischsprachigen Foren hierher gelockt hat.

    Liebe Grüße,
    Jessica

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 29. Juli 2026 um 23:25

    Hallo Irene,

    ja, langweilig wird es hier nicht :D Wobei ich zwischendurch schon das Gefühl habe, dass wirklich gar nicht passiert. Ich habe auch kaum was von dem geschafft, was ich heute tun wollte - Musste immer wieder Spinnen gucken gehen.

    Die beiden bleiben auf jeden Fall zusammen, das ist einfach zu schön anzuschauen, wie sie interagieren :liebe2:

    Gerade im Dunkeln dachte ich aber kurz, sie hat ihn geschnappt - Es hing aber nur ein Heimchen zwischen ihren Chelizeren.

    Krallt die sich seelenruhig einen Snack, während das Männchen 10cm entfernt sitzt :huh: Vielleicht ist sie doch nicht so bemüht wie gedacht. Hoffentlich wird das Männchen jetzt nicht auch noch zum Snack, wenn sie mit ihrem Futter zu ihm in die Höhle kriecht...

    Aufstehen musste ich nachts nicht, die Spinnen stehen direkt am Fußende meines Betts. Brauchte nur eine Taschenlampe am Nachttisch und ein halb geöffnetes Auge - Das dicke Weibchen an der Frontscheibe sehe ich auch ohne Brille :D

    Edit: sie kam, sah, dass die Röhre besetzt ist und machte es sich stattdessen mit ihrem Mitternachtssnack unter der Rinde gemütlich. Was ein friedliches Tier (das Heimchen würde mir wohl nicht zustimmen).

  • Terrarium für T. albopilosus

    • Jessica A.
    • 29. Juli 2026 um 22:51

    Hallo Gerrit,

    ein hübsches Terrarium hast du da zusammengestellt :)

    Mit gefällt das viele Grün, mal gucken, ob es deiner Spinne genauso geht. Meine eine T.albopilosus lässt die Inneneinrichtung in Ruhe. Die Pflanzen gedeihen richtig gut, obwohl ich eher kümmerliche Pflanzen eingesetzt hatte, weil meine andere T.albopilosus alles herausreißt, bedeckt(mit Vorliebe Moos und teures Farn) und/oder stapelt, sogar die Kunstpflanzen.

    Beide sind große so Höhlenbaumeisterinnen, dass ich ihnen im nächsten Terrarium wahrscheinlich noch mehr als die aktuellen 15cm Bodengrund anbieten werde. Richte dich also auf ordentlich Aushub ein, der wahrscheinlich direkt vor der Frontscheibe landet :)

    Wahrscheinlich baut sie sich früher oder später einen Wall aus dem Aushub, um den Eingang zu verkleinern, aber wie Irene schon sagte, wird sie einen von vornherein kleineren Höhleneingang besser akzeptieren.

    Hier das Terrarium der eigenwilligen Innenarchitektin vor ihrem Einzug vor ein paar Jahren und heute. Sie hat vor ein paar Tagen umgestaltet, nachdem ich ihre Häutungsphase genutzt hatte, um etwas aufzuräumen... Gestern Nacht hat sie dann noch ihren Tunnel erweitert (Leider im Dunklen mit Blitz):

    Und hier das der zweiten T.albopilosus. Bei ihre hatte ich die Öffnung auch zu groß gelassen und wollte eigentlich noch einen passenden Stein suchen und vorlegen, aber sie hat innerhalb einer Nacht eine Zwischenwand eingezogen und nutzt die große Höhle und den Eingang als Vorraum:

    Viel Spaß beim Beobachten deiner Spinne im neuen Heim!

    Auch wenn mein Geschmack manchmal sehr von dem meiner Spinnen abweicht, finde ich es trotzdem immer wieder faszinierend, wie gezielt sie ihre Umgebung neu gestalten.

    Liebe Grüße,

    Jessica

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 29. Juli 2026 um 22:22

    So, die beiden sind jetzt über 24h zusammen und so richtig geschickt stellen sie sich nicht an. Über Nacht haben sich beide nicht bewegt (zumindest nicht zu den drei Zeiten, an denen mein Wecker ging).

    Dafür gab es am Nachmittag einige Kontakte, die durchaus nach Paarungsversuchen aussahen (nicht erfolgreich, aber die Absicht war da)

    Leider ist dabei immer einer der beiden rückwärts in die Röhre gelaufen und sie haben sich verloren - einer trommelte oben, einer unten.

    Einmal ist das Weibchen bei Berührung vom Männchen erschrocken und geflüchtet, und es brauchte viel Trommeln, bis sie zurückkehrte. Daraufhin lief das Männchen in die ehemalige Wohnröhre des Weibchens, wo sie leider nicht vollständig durch passte... :S

    Es sah schon vielversprechend aus...

    Aber da hinten passt sie leider nicht durch

    Und hier sind sie mal wieder am falschen Ende...

    Stellen die beiden sich außergewöhnlich ungeschickt an oder ist das zeitlich im Rahmen? Sie bemühen sich beide zwischendurch sehr, aber den Großteil der Zeit sitzen sie still nebeneinander (ohne sich zu bemerken?).

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 29. Juli 2026 um 00:39

    Update: Die beiden sind seit ca. 5,5h zusammen. Das Männchen ist recht zielstrebig durch eine sehr kleine Öffnung im unteren Teil der Wohnröhre des Weibchens geklettert.

    Zugriff durch mich ist unmöglich an der Stelle, aber er hat fleißig getrommelt und sie hat geantwortet - allerdings saß sie am oberen Eingang der Röhre, und je mehr er trommelte und zitterte, desto weiter kam sie heraus :S

    Das ging jetzt seit 19 Uhr so, vor ca. 15 Minuten lief das Weibchen einmal rund ums Terrarium und blieb an der Scheibe neben dem Loch der Wohnröhre sitzen. Er wiederum zittert inzwischen am Röhreneingang, sie haben also Plätze getauscht ?(

    Sie wirken beide sehr interessiert und friedlich, ich habe keine große Angst ums Männchen, wenn ich jetzt schlafen gehe... Aber ich bin zu neugierig. Hoffentlich finden sie sich bald :liebe:

    Die Caribena versicolor ist übrigens nicht die einzige interessierte Spinne - Auch mein kleines Avicularia avicularia Weibchen (im Regalbrett unter dem Versicolor-Terraroum) sitzt an der Decke und trommelt mit. Die Tapinauchenius plumiles (ca. 30cm entfernt) ist auch unruhiger als sonst und dreht Kreise durchs Terrarium. Das Avicularia geroldi Männchen trommelt auch wieder zum ersten Mal seit Wochen. Richtig was los hier! :popcorn:

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 27. Juli 2026 um 12:10
    Zitat von BOPStoni

    hast du vor die beiden länger zusammen zu lassen?

    Noch sind sie nicht richtig zusammen, ich warte noch ab, bis das Weibchen sein Heimchen verdaut hat und würde den Deckel vermutlich morgen öffnen, damit das Männchen zu ihr kann.

    Danach werde ich sie aber zusammen lassen, denke ich. Zumindest sofern das Männchen die Paarung überlebt und das Weibchen nicht zu gestresst durch ihn wirkt. Er hat sowieso nicht mehr lang zu leben. Die RH war im Januar, er frisst seit einiger Zeit nicht mehr und ist wirklich sehr sehr dünn. Aber vielleicht baut er ja ein neues Spermanetz, wenn er im selben Terrarium ist, und sie verpaaren sich ein zweites Mal.

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 27. Juli 2026 um 09:53

    Danke BOPStoni ! Den Link habe ich direkt abgespeichert.

    Die haben zwar schon Caribena versicolor aus 2026 im Angebot, aber wer weiß, wie es in ein paar Monaten aussieht. Vielleicht brauchen sie ja auch noch mehr, es sind schließlich tolle Anfängerspinnen.

    Dem Männchen hat das Umsetzen ins Terrarium des Weibchens gut getan, auch wenn der Deckel noch zu ist. Er ist deutlich aktiver, viel am Deckel unterwegs und gerade auch am Spinnen - vielleicht gibt es ein neues Spermanetz? Keine Spur mehr vom resignierten Männchen, das nur in der Ecke hockt. Allein dafür lohnt es sich.

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 27. Juli 2026 um 09:23

    Das ergibt Sinn! Das deckt sich mit den größeren Dosen für die Slings, die bei mir bleiben. Caribena versicolor muss man ja zum Glück nicht mit der Lupe suchen.

    Die Slings, die ich hoffentlich in N1 schon abgebe, würde ich möglichst günstig unterbringen wollen - Am besten wirklich zusammen in einer versandfertigen Heimchendose wie von Irene beschrieben.

    Falls tatsächlich ein Kokon gebaut werden sollte, würde ich Kontakt zu ein paar Händlern aufnehmen. Vielleicht haben die ja auch ihre Präferenzen (und ggf. genügend eigene Boxen?).

    Ralf_Reuter Verkaufst du deine Tiere zufällig auch in Hamm? Ich kann mich an einen Stand erinnern, der sehr viele Avi-Slings in Heimchendosen angeboten hat. Ich hatte dort auch ein Tier gekauft... Wahrscheinlich eine A.purpurea oder eine A.geroldi? Kann natürlich euch ein Händler gewesen sein, der dir viele Tiere abgenommen hat. Oder einfach jemand, der auch Heimchendosen nutzt.

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 26. Juli 2026 um 22:29

    Hallo Michael Fischer , danke für deine Antwort!

    Ich habe vergessen, es im Eingangspost zu erwähnen, aber ich wohne tatsächlich in Deutschland.

    Deine Punkte treffen natürlich trotzdem zu. Ich muss mir da ganz genau überlegen, wieviele Tiere ich behalten und aufziehen kann - 150 Tiere über 2 Jahre sind bei mir nicht machbar.

    Ich habe mich nochmal mit meinen beiden "Spinnenmenschen" unterhalten und sie haben mich daran erinnert, dass ich 3x im Jahr bei einem Stand in Hamm mithelfe und potenziellen Nachwuchs dort an Händler abgeben könnte (teils auch ins EU-Ausland).

    Zitat von Michael Fischer

    Es braucht zusätzliche Behältnisse und auch da müssen gute Klimatische Verhältnisse drin sein.

    Welche Behältnisse würdest du für Caribena versicolor verwenden?

    Am günstigsten wären natürlich Filmdosen, aber ich habe meine Avicularia sp. und auch drei Caribena versicolor in größeren Dosen mit Seramis als Bodengrund aufgezogen, damit konnte ich die Luftfeuchtigkeit am besten konstant halten (es gab auch nur einen Ausfall allerdings habe ich auch erst 15 Tiere aufgezogen).

    Die Tiere, die ich behalte, würde ich wahrscheinlich auch ihn Dosen mit Gazedeckel oder ggf. so 100ml Probenbechern unterbringen.


    Danke auch an Ralf_Reuter für die Antwort!

    Heimchendosen hätte ich auch zur genüge - Das kam mir bei baumbewohnenden Spinnen gar nicht in den Sinn. Aber wenn es funktioniert, ist das natürlich super.

    Danke auch für die vielen tollen Bilder! Die scheinen ja erstaunlich gesellig zu sein :) Dann hoffe ich mal, dass mein Weibchen den Kerl auch bei sich einziehen lässt.

    Aktuell steht seine Dose schon bei ihr im Terrarium, allerdings noch verschlossen. Ich hatte gehofft, ihn so schon etwas auf die Paarung einzustimmen, dass er ggf. nochmal ein frisches Spermanetz baut und einen gewissen "Lebenssinn" verspürt - nicht, dass er kurz vor der Verpaarung noch stirbt.


    Liebe Grüße!

    Jessica

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 25. Juli 2026 um 18:50

    Hallo Irene,

    dass die beiden zusammen wohnen, wäre natürlich ein Traum. In der Natur sind die Gespinste ja teils auch sehr nah aneinander - Mal gucken, wie mein Weibchen so drauf ist.

    Sie frisst auf jeden Fall fleißig Grillen und sollte in ein paar Tagen ausreichend gesättigt sein. Vielleicht stelle ich den Kerl vorm Zusammensetzen kurz auf den Balkon - Da sollte es nächste Woche heiß genug sein, dass er kurzzeitig schneller wird als das Weibchen. Natürlich in den Schatten, er soll ja nicht verbrutzeln... Nur auf ca. 29-30° statt ~24°, die ich in meinem Zimmer trotz Hitzewelle hoffentlich halten kann.

    Heute Morgen kam sie mir schon dicker vor, lag vielleicht auch an der Perspektive. Ein bisschen darf sie aber trotzdem noch zulegen.

    Wenn es was wird, bekommst du natürlich ein paar Spiderlinge ab! Vielleicht können wir dann sogar schon gegen Lasiodora parahybana tauschen. Für ein so großes Terrarium habe ich zwar eigentlich keinen Platz... Aber sie fangen ja klein an :engel:

    Liebe Grüße!

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 25. Juli 2026 um 18:37

    Hallo Ralf,

    da hast du ja wirklich einiges an Avis nachgezogen! Das klingt nach sehr viel Arbeit, aber schön, dass es dieses Jahr so gut geklappt hat.

    Sehe ich das richtig, dass du die Tiere in Gruppen aufziehst? Oder sind in den Heimchendosen noch jeweils Filmdosen? Oder wohnen die Spiderlinge einzeln in Heimchendosen? Auf jeden Fall eine beeindruckende Sammlung.

    Mein gesamter Bestand ist aktuell auf 1/2 Kallax-Regal beschränkt, es müssen aber immer mehr Bücher, Kisten und Schubladen umziehen, damit Platz für größere Terrarien ist. Potenzielle Spiderlinge sollten bei mir maximal in ein Regalfach passen bzw. sich irgendwo dazuquetschen lassen (es gibt genügend Lücken zwischen/über den Terrarien).

    Verschenken/tauschen steht in kleinem Maßstab auch auf dem Plan, großen Gewinn brauche ich nicht machen - Nur das Minus durch den Aufzuchtdosenkauf hätte ich gern wieder drin. Leider bin ich nicht allzu gut vernetzt - Im Forum kann ich die Tiere natürlich anbieten (sofern die Verpaarung klappt und der Kokon etwas werden sollte).

    Du möchtest nicht zufällig dem Avicularia geroldi Männchen noch eine Chance geben? :saint: edit: Ah, sehe gerade in deiner Bestandsliste, dass du schon ein Pärchen hast.

    Liebe Grüße!

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 25. Juli 2026 um 00:16

    Hallo Irene,

    Zitat von Irene Kirbs

    Der große Vorteil vom Gruppenversand ist ja, dass ich Tiere, die in einer Ecke zusammen sitzen, einfach in die Dose „pinseln“ kann.

    Ah, das ergibt Sinn. Ich glaube, diese kleinen Röhrchen habe ich schonmal gesehen - wahrscheinlich bei Spiderlingen von dir :)

    Ja, das mit der Dauer stimmt wohl. Ich dachte, es ist vielleicht gut, den ungefähren Zeitpunkt zu wissen,um vorbereitet zu sein. Aber so lange die niedrigeren Temperaturen nicht schaden, sondern nur verlangsamen, ist das ja kein Problem.

    Zitat von Irene Kirbs

    Wie planst du die Verpaarung?

    Da habe ich noch nicht so richtig drüber nachgedacht. Das Männchen wohnt tatsächlich noch in einer Aufzuchtdose - so eine Runde mit Gazedeckel. Er ist aber auch ziemlich klein, gerade mal 3cm.

    Ich hatte ursprünglich vor, ihn umzusetzen, aber dann stellte er sich adultes Männchen heraus und ich habe es wegen potenziellem Verkauf/Versand herausgezögert. Igendwann wollte ich ihn dann nicht mehr aus seinem gewohnten Netz reißen.

    Die Dose würde ich dann wohl mit offenem Deckel ins Terrarium des Weibchens stellen und ihn herauslocken bzw. von selbst rauslaufen lassen (ggf. mit ein paar Spinnfäden des Weibchens angefixt, damit die Pheromone wirken können).

    Wahrscheinlich ergibt es Sinn, das Terrarium offen zu lassen, damit er fliehen kann? Auch wenn die Art eher friedlich sein soll.

    Ich würde ihn nach der Verpaarung jetzt nicht um jeden Preis retten wollen (er hat ja eh keine Zukunft), aber würde schon mit einem Pinsel dabei sitzen und ihn unterstützen, wenn es sich ergibt. Ggf. auch zwecks zweiter Verpaarung ein paar Tage später?

    LG,

    Jessica

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 24. Juli 2026 um 23:01

    Erstmal muss sie aber noch ein bisschen zunehmen...

    Mit Blitz kommt ihre Färbung gar nicht so richtig zur Geltung. Es sind einfach wunderschöne Spinnen, und die Verwandlung vom blauen Fussel in metallic grün/rot-schwarzen Flauschball war toll mit anzusehen. Und so ruhig! Kein Mucks, wenn ich die Falltür für Fotozwecke entferne...

  • Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

    • Jessica A.
    • 24. Juli 2026 um 22:51

    Hallo Irene,


    danke für deine Antwort! Das ist alles sehr hilfreich. Zum Gruppenversand noch eine kurze Frage - Geht nur direkt beim Vereinzeln oder auch hinterher, wenn sie schon in Filmdosen saßen (aber noch in N1 sind)?

    TK-Heimchen machen die Sache natürlich einfacher und Filmdöschen gibt es gebraucht auch recht günstig. Danke auch für die Hinweis mit der Aufzucht, bis sie bestimmt sind - Da muss ich mal in mich gehen, wie viele Tiere machbar sind. Immerhin bekomme ich dann Übung im Bestimmen :D

    Die Zeitigungsdauer ist ja temperaturabhängig. Je nach dem, in welchem Teil ihrer Röhre das Weibchen sitzt, ist es zwischen 19-26°, also deutlich kühler als im Artenteil angegeben. Wahrscheinlich würde die Entwicklung dann deutlich länger dauern, falls sie den Kokon bodennah bauen/halten würde (warm ist es nur direkt unterm Halogenspot), oder könnte es dadurch Probleme geben?

    So richtig zuversichtlich bin ich auch nicht, was das Männchen angeht - Aber er soll schon noch eine Chance bekommen. Schlimmstenfalls hat er ein blitzschnelles Ende oder das Weibchen verbraucht unnötig Energie für einen unbefruchteten Kokon - Aber anders als in der Wildnis sollte sie ihre Reserven hinterher aber schnell wieder auffüllen können.

    Schade, dass es bei dir letztens nicht geklappt hat. Da steckt man wohl nie drin.

    Liebe Grüße und nochmal vielen Dank,

    Jessica


    P.S. Viel Glück mit den Lasiodora parahybana! Da kommen ja nochmal ganz andere Dimensionen an Spiderlingen auf dich zu

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