Beiträge von Alveus

    Hallo.


    Anfänger Tiere sind wohl immer individuell. Meine zweite Vogelspinne war eine Poecilotheria metallica, danach kam schon eine Pterinochilus murinus.


    Zur A. geniculata: ich habe ja zwei Schwestern. Eine ist ein echtes Monster.... selbst wenn ich das Terrarium verschiebe, verzieht die sich nicht in ihre Höhle. Sie greift auch alles an und beisst sofort, weshalb ich da nurnoch mit einem Plastikröhrchen im Terrrarium manipuliere (den Chelizeren zuliebe). Und wehe sie erwischt es... die lässt nicht mehr los. Selbst wenn ich sie stark anpuste.... das beeindruckt sie generell kaum.

    Die andere düst ab, kaum komme ich zu unvorsichtig zum Terrarium. Das zeigt dass es auch innerhalb des gleichen Kokons extrem unterschiedliche Temperamente geben kann!


    Persönlich finde ich die Chromatopelma cyaneopubescens eine super "Anfänger" Spinne. Eher ein ruhiges Gemüt (meine Exemplare zumindest), schöne Färbung, relativ zeigefreudig, und spannendes Webeverhalten.

    Auch empfinde ich Wüstenterrarien eifacher zum Einrichten und in der Pflege.


    Gruss, Alveus.

    Hallo.


    Ich kann mich irren, aber wenn es in dem Kokon auch männliche Exemplare haben sollte, würde das ja bedeuten, dass die Spinne von Natur aus zur Parthenogese fähig ist.

    Bei einer, durch Mutation oder Wollbachainfektion wegfallender Meiose der Eizellen, müssten es alles Weibchen sein, welche diesen "defekt" wiederum aufweisen.


    Sollten es alles Weibchen sein würde ich auch direkt Exemplare der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Hier gibt es sicher Leute, welche gute Kontakte haben.


    Ich meine wenn sie beim Weissspitzriffhai erst kürzlich festgestellt haben, dass er zur Phartenogese fähig ist, wiso auch nicht bei einer Vogelspinne?


    Und Jannik hat ja erwähnt, dass dieses Thema genau bei dieser Spinne immer wieder aufkommt.

    Und ich kenne ja die Wehemenz, mit welcher in anderen Foren auf Stur gestellt werden kann, und Leute dadurch vergrault.


    Gruss, Alveus.

    Hallo.


    Eine Infektion mit Wollbachiabakterien kann bei Arthropoden zu einer Parthenogese führen woraus nur weibliche Nachkommen resultiere, welche wiederum parthenogen sind.

    Ob das auch bei Vogelspinnen bekannt ist, konnte ich in einer Kurzrecherche nicht ermitteln.


    Vorstellen kann ich mir auch eine Mutation ähnlich wie beim Mamorkrebs, welcher eine mutierte(?) Form des Amerikanischen Flusskrebses Procambarus fallax ist. Diese Form hat einen anderen Habitus und kann sich nur via Parthenogese vermehren, aber das dafür wie ein Weltmeister, pardon, Weltmeisterin.


    Aber das sind natürlich nur Vermutungen, da ich keine fundierten Fälle bei Vogelspinnen kenne.


    Wenn dein Spinnennachwuchs sich als rein Weiblich herausstellt, dann wird es echt spanned. Wenn nicht, würde ich dennoch einige Weibchen behalten und schauen, ob es sich wiederholt. Das währe noch spannender.



    Gruss, Alveus

    Hallo

    Kannst du der Kleinen die richtige Stelle fürs Gespinst nicht mit ein paar gut platzierten Zweigen schmackhaft machen?

    Genau das ist mein Plan.


    Deshalb habe ich schnell in meine Dekokiste geschaut, und so ein doofes Falltürterrarium entstaubt und das ganze zusammen improvisiert. Das Terri hat 25x25x40cm. Laut Literatur sollte dies für die Endgrösse reichen. Ob mir das reicht, wird sich zeigen (eher nicht).


    Aufgrund der "Funktionalität" und meiner Ungeduld ist nicht gerade eine Augenweide entstanden, aber immerhin kommt so meine selbstgebaute Rückwand doch noch zum Zug.


    Zur Idee:


    In der rechten Ecke habe ich ein trockene, verholzte Staude eingebracht, mit steil nach oben verzweigenden Ästen. Ideal um senkrechte Wohnröhren zu bauen.

    Diese Ecke werde ich eher trocken halten.



    In der linken Oberenecke habe ich eine Wurzel als fein verzweigten Ast eingeklebt. Da möchte ich noch das eine oder andere trockene Blatt ankleben. Ideal für eine waagrechte Wohnröhre.



    Unten drunter habe ich eine Grossblättrige Pflanze eingebracht, falls die Spinne lebende Pflanzen für das gespinst bevorzugen würde. Evt setze ich noch etwas Drachenbaumartiges dazu, damit sich die Spinne zwischen Blatt und Stängel einnisten könnte.

    Dies wird natürlich die Feuchte Ecke.


    In der Mitte ist ein hohler Ast. Gute 10cm Tief. Falls die Spinne eine gut geschütze Wohnröhre bevorzugt.

    Hier würde ich auch darauf tippen, dass sie sich am ehesten einrichten wird.


    Da oder an der Decke des Terrariums....


    Und falls sich einer wundert, wiso mitten auf der Rückwand ein Stück Rinde klebt.... diese deckt natürlich die blaue Filtermatte ab!







    Die ist dazu da, dass die Spinne sich nicht sofort hinter der hohlen Rückwand einnistet, und sich so meiner Kontrolle entzieht... sobald sie gross genug ist, wird das Astloch natürlich frei gegeben. So kann ich auch beobachten, wie sie selbstständig umzieht.


    Sollte das Experiment nicht gelingen, stehen schon normale Aufzuchtbehälter bereit.


    So, fehlt nurnoch die FH1-2 C. versicolor und es kann los gehen. Also wenn jemand hat -> PN.


    Gruss, Alveus

    Hallo.


    Vogelspinnen habe ich zwar noch nie konserviert, dafür anderen Krimskrams.


    Um die Lufteinschlüsse im Epoxy zu verhindern, vorallem bei unseren haarigen Freunden, kommst du um eine Vakuumkammer kaum herum. Gewisse "Bastelvereine"/ Gemeinschaftswerkstätte haben solche, da kann man anfragen.

    Wichtig ist auch, das die Exuvie fixiert wird, da sie sonst im Epoxy herumschwimmen könnte. Also Z.b einen Epoxyboden giessen, aushärten lassen, die Exuvie an den wüssen mit einem kleinen Kleks Sec-Leim draufkleben und dann den rest vorsichtig auffüllen.


    Alternativ zum Haarspray kannst du auch Klarlackspray (am besten Matt) nehmen. Dieser ist ein wenig Härter als Haarspray und beständig gegenüber Feuchtigkeit. Wichtig ist auch hier, einen grösseren Sprühabstand einhalten und nur sehr dünne dafür viele Schichten auftragen, da sonst die Haare zu verklebt aussehen. Macht die Exuvie aber nur geringfüger stabiler, dafür Gammelfest.


    Aber wie Karsten schon sagt, wird jede Methode die Optik negativ beeinflussen.


    Gruss, Alveus.

    Hallo Irene


    Das schwierigste wird sein, das Terrarium so einzurichten, dass sie ihr Gespinnst nicht an einer unerreichbarenstelle im Terrarium errichtet. So bald sie ihr Gespinnst errichtet hat, sollte es kein Problem sein. Wenn man den Kopf des geeigneten Futterinsekt zerquetscht zappelt es noch genug um die Spinne zu reizen, stellt aber keine weitere Gefahr dar. Bei meinen caribenas in der Büroklammerbüchse hat das auf jedenfall hervorragend funktioniert.

    Nur hat das Gespinnst irgendwann die komplette Dose übersponnen,so dass ich den Boden nicht mer befeuchten konnte....


    Gruss, Alveus

    Hallo Mike.


    Naja... in einem Fachgeschäft und in einem solchen Behälter wird es eher mühsam... da sich das Fachgeschäft kaum die Zeit nimmt die Spinne gezielt zu Füttern, oder den Behälter so Einrichtet, dass die Versicolor garantiert am Deckel ihr Wohngespinnst einrichtet.

    Auch für Private, welche ihre 100+ Tiere zu pflegen haben ist das Experiment eher nichts.


    Aber wenn mann sich die Zeit nimmt das Tier gezielt zu füttern und auch das Terrarium gescheit einrichtet, sehe ich kein Grund, wiso es nicht gehen sollte. Wie Sinnvoll es ist, ist natürlich eine andere Frage....

    Jetzt muss ich wohl eine auftreiben...


    Gruss, Alveus

    Hallo Roger.


    Auf dem Bild siehst du den Bereich des Wasserfalls. Der läuft zwar nicht durchgehend, aber die Kokosfasern sind immer nass. Sieht man auch schön bei der Silikonnaht, welche verhindert, dass das Wasser via Kapilarkraft das gesamte Terrarium flutet (habe ich zubeginn ordentlich unterschätzt).

    Auch hat es in dem Dickicht einige Epiphyten versteckt, welche einen feuchten Untergrund verlangen. Und die Kokosfassern ziehen auch Feuchtigkeit aus dem Substrat. Schimmelt aber nie irgend etwas.


    Was ich aber aus Recherchen herausgelesen habe, ist dass es wohl unterschiede in der Qualität gibt. Ich hatte wohl Glück und anständige Kokosfasern erwischt. Zudem ist das Terrarium Bioaktiv, wenn auch die Krabben den kleinen Helfern ordentlich zuleibe rücken ;).


    Appropos Caribena Aufzucht:

    Mir ist aufgefallen, dass die kleinen direkt nach der Häutung trinken müssen, da sie ansonsten innert kürzester Zeit verenden. Eine konnte ich retten, indem ich die zusammengekrümmte aber noch lebende Spinne (ca FH3-4) auf den Rücken drehte und ihr ein Wassertropfen auf den "Mund" gab. Nach einer halben Stunde war sie wieder munter. Für die zweite kam jede Hilfe zu spät. Beide sind aus dem Wohngespinst auf den Boden gewandert, was sie sonst nie taten, und bei Beiden konnte die Häutung nicht mehr als 4h zurück gelegen haben.

    Die erste ist mir leider danach an einer Fehlhäutung verstorben. Ob das im Zusammenhang mit dem beinahe Tod nach der vorhergegenden Häutung steht, währe eine gewagte Vermutung, aber Vorstellen kann ich es mir.


    Ich werde bei Gelegenheit das Experiment wagen, eine FH1-2 direkt in das Endterrariumsetzen und dieses mit unterschiedlichen Feuchtigkeitszonen auszustatten. Bei deren Netzwut sollte das gezielte Füttern kein grosses Problem darstellen.


    Gruss Alveus

    Hallo

    das Zeug schimmelt schneller als die alte Gurke in der Küche

    Also das kann ich so nicht unterschreiben. In meinem Krabbenterrarium habe ich alle Wände mit Kokosfasern beflockt. Auch den Wasserfall. Da schimmelt nichts.



    Gut... um Fair zu bleiben, auch die alte Gurke aus der Küche schimmelt da nicht! Das hat aber andere Gründe ;)


    Gruss, Alveus.

    Hallo


    Im Arachnoroom habe ich zugeschaut wie sie spasseshalber die FH1 Exuvie einer Pterinochilus murinus unter ihr Bino gehalten haben, und da hat man eine Spermathek erkennen können.


    Bei meiner Acanthoscurria geniculata konnte ich die Spermathek ab der 4/5 FH von blosem Auge erkennen, während ich bei der +/- subadulten Poecilotheria metallica nach wie vor am Rätseln bin, ob die beiden winzigen roten punkte eine Spermathek sein könnten.


    Mit der Xenesthis weiss ich es nicht. Meine X. immanis, welche ich letztes Jahr als Weibchen gekauft habe, ist nun doch ein Kerl....

    Und ob der Braune Fleck auf deinem Bild eine Spermathek ist, erkenne ich leider nicht.


    Gruss, Alveus

    Hallo


    Wenn das keine Brennhaare sind, währe ich überrascht.


    Und da ich heute eine überdurchschnittlich gehässige Acanthoscurria geniculata bei einer Bekannten aus dem Terrarium fangen "durfte", habe ich die Haare leider viel zu deutlich vor Augen. Und auch sonst überall...


    Gruss, Alveus.

    Hallo


    In meinen Tropenterrarien habe ich die Trauermücken immer nur zu Beginn.

    Nach einer Zeit verschwinden diese von selbst, wenn sich die Bioaktivität im Boden eingependelt hat.

    Bei einer Terrarienvergrösserung, packe ich auch immer die alte Erde mit in das neue Terri. Ob das nur mit Asseln und Springschwänzen funktioniert, kann ich nicht sagen. Ich verwende immer lebendes Waldmoos, da wuselt allerlei nützliches herum.


    Gruss, Alveus

    Hallo


    Zumindest für mein Gewissen ist es zufriedenstellen, da es wohl weniger an einem Haltungsfehler liegt.


    Meine Neugierde ist aber nicht zufrieden.


    Das fehlen von Fressfeinden kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

    Das würde ja voraussetzen, dass die Spinne über ein Langzeitgedächtniss verfügt und daraus Schlüsse für die Zukunft ziehen kann.


    Was ich mir eher vorstellen könnte ist, dass sie ihrem Grabtrieb im Terrarium nicht nachkommen kann und keine "Wohnkammer" anlegt und sich ab einer bestimmten Grösse im Freien häuten muss. Das würde aber bedeuten, dass sie sich absofort immer im Freien häutet. Zumindest bis sie ein grösseres Terrarium bekommt.


    Oder konntet ihr beobachten, dass sie sich im gleichen Terrarium doch wieder in den Bau zurückzog zur Häutung?


    Gruss, Alveus


    Ps: Die Hängematte ist echt der Hit!

    Hallo.


    Ich hab da mehr eine Frage aus Interesse.


    Meine A. geniculata hat sich heute gehäutet. Aber statt ihren Bau zu erweitern und sich darin zu verbunkern wie bisher, hat sie ihr Häutungsgespinst direkt vor den Eingang gepackt und sich so ausgesperrt und im Prinzip völlig ungeschützt gehäutet.

    Interessanterweise hat ihre Schwester letzte Woche bei meiner Kollegin das genau gleiche durchgezogen.


    Jetzt meine Frage:

    Ist das einfach eine Verhaltensanomalie? In der Natur würde das ja wohl den sicheren Tod bedeuten.


    Oder kann sie in dem Terrarium schlicht weg nicht ihrem natürlichen Trieb nachkommen, sprich sich an einem anderen Ort einen grösseren Bau anlegen? Mir ist nähmlich aufgefallen, dass sie in letzter Zeit kaum mehr ihren Bau aufgesucht hat, und wenn dann ist sie nie ganz hinein.


    Der Carapax der Exuvie ohne Chelizeren beträgt 2cm.

    Mein Terrarium hat vorerst 40x35cm und eine groszügige Wurzel, wo sie an einem anderen Ort graben könnte.

    Bei der Kollegin habe ich ein 80x40 Terri eingerichtet mit mehreren Wurzeln wo sie sich eigentlich auch problemlos einen neuen Bau anlegen könnte.


    Oder was habt ihr für Vermutungen?


    Gruss, Alveus

    Hallo Mike


    Es ist eigentlich auch einfach. Die ersten zwei drei mal bricht es evt nicht schön sauber. Aber man bekommt schnell das Gefühl dafür.


    Da ich das Plexiglass für "Dächer" von Spiderlingboxen brauche, werde ich das dünnste Plexiglas nehmen


    Bedenke einfach, dass je dünner das Plexi, desto schneller und stärker biegt es sich, wenn es auf einer Seite mehr Luftfechtigkeit abbekommt als auf der anderen.


    Edit:


    Die Führungschienenprofile oben/unten habe ich aus dem Obi. Im Hornbach gibts die auch. Coop B&H und Migros DI&G führen sie zumindest nicht Online.

    Die PVC U-Profile findest in allen, wenn auch meist nur in Weiss.


    Gruss, Alveus

    Hallo Mike.


    Eigentlich ähnlich wie man Glas schneidet.

    Ich ritze mit einem Cutter eine 1-2mm tiefe Kerbe in das Plexi. Da empfielt es sich eine rutschsichere Führungshilfe zu nehmen. Ein Anschlagswinkel z.B.


    Danach das Plexi mit der Kerbe auf die Tischkante legen. Die Kerbe nach oben!

    Ich klemme das Plexi gerne zwischen dem Tisch und einem Brett ein zur Sicherheit, das es auch an der Kerbe bricht. Danach das freihängende Stück langsam und gleichmäsig nach unten drücken. Nicht in einem Ruck wie bei Glas.

    Vorsicht! Wenn es bricht, gibt es einen ordentlichen Knall!


    Bei grossen Scheiben, lege ich diese auf zwei Bretter mit der Kerbe nach unten genau zwischen den Bretter. Dann lege ich ein drittes Brett oben auf die Scheibe an die Kerbe und stehe darauf. Dann hebe ich die andere Seite, wenn möglich samt Brett, nach oben bis es Knallt. Für ein normal grosses Vogelspinnenterrarium wird dies aer wohl kaum nötig sein.


    Wenn das Interesse Besteht, kann ich ha mal eine Dokumentation machen, wenn ich das nächste mal eines Baue.


    Gruss, Alveus