Beiträge von Frostus

    Guten Morgen Nucleolus


    Grundsätzlich möchte ich mich den Vorschreibern anschliessen und würde gerne Ergänzen.


    Im Artenteil finden sich folgende Werte:

    Temperatur Tag: 25° - 27°C

    Temperatur Nacht: 20°C

    Luftfeuchtigkeit: 60 - 70%


    Natürlich handelt es sich dabei um Durchschnittswerte und mit den 27,5° C bewegst du dich am oberen Ende der Bandbreite. Wie gesagt Durchschnitt und auf Martinique liegen die Werte im September/Oktober bei 23 - 32° C. Ebenfalls regnet es zu dieser Zeit mehr als im restlichen Jahr, wodurch sich die LF eher bei 70% und darüber bewegt.

    Zitat

    Die Luftfeuchtigkeit ist während der Regenzeit mit 87 % extrem hoch. Der milde Passatwind macht die Schwüle aber etwas erträglicher.

    Quelle: https://www.wetter-atlas.de/klima/amerika/martinique.php

    Also aus diesem Blickwinkel wären seine Werte mit 27,5° C und um die 80% optimal für die Jahreszeit.


    JETZT sind dies aber kaum Wildfänge und kommen aus dem Klima des Züchters/Vermehrers. Darum würde ich mich anfangs an diesen Daten orientieren und dann versuchen langsam an die natürlichen Gegebenheiten anzugleichen. Wichtig finde ich persönlich, dass du da nicht zu grosse Veränderungen auf einmal vornimmst und nach Möglichkeit auch nicht alles gleichzeitig mit grossen Sprüngen, sondern Eines nach dem Anderen in kleineren Schritten, sonst ist es als hättest du eine Nacht, die kalt und trocken beginnt und plötzlich ist es heiss und feucht.


    Noch anzumerken gibt es, dass ich jetzt oft angetroffen habe, dass Züchter Tiere in diesem Stadium in Dosen halten mit einer Klettermöglichkeit und einem Wattepad oder ähnlichem drin. So hat man die LF besser im Griff und einen bessern Überblick, für unser Auge als Halter ist das natürlich nichts, deshalb musst du bei diesen Bechern und so vielen Lüftungsmöglichkeiten die LF gut im Auge behalten.


    Liebe Grüsse


    Roger

    WoW, mir brummen die Auge, hin und her und suchen, abgleichen, Zahlen hier und da. Mensch Mayer!


    Nach all meinen Recherchen komme ich auf Kukulcania hibernalis oder ehemals Filistata hibernalis.


    Jetzt muss ich meinen Augen aber eine dicke Auszeit gönnen :-)


    Liebe Grüsse


    Roger

    Hoi Zämme


    Also ich wurde zwischenzeitlich zum Carnivorenspezialisten im Florabereich. Bei mir stehen im Spinnenzimmer fleischfressende Pflanzen und als äusserst effizient und dadurch nützlich hat sich bei mir der Sonnentau (Drosera-Arten) rausgestellt.


    Einmal habe ich eine "Raubmilbenkur" durchgeführt, weil ich nicht wusste ob ich Futtermilben oder andere doofe Milbies hatte und die Predatoren haben sicher auch zur Dezimierung in dem Zeitraum beigetragen. Naja Springschwänze habe ich jetzt auch nicht mehr aber die Pflanzen waren vorher da und sind es immernoch :-)


    Edit: Raubmilbenkur habe ich aus Angst und Vorsicht gemacht, keine meiner Spinnen hatte sichtbarte Milben an Chelicere oder Körper.


    Liebe Grüsse


    Roger

    Hoi Zämme


    Auf Grund unserer Aktivität in den sozialen Medien ist die "Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft" auf mich aufmerksam geworden.


    Dort gibt es eine Rubrik "Tierisch gute Freunde" auf der Website. Verständlicherweise finden sich dort viele Hunde und Katzen und da kam dann ich ins Spiel.


    Langer Rede kurzer Sinn, hier findet Ihr den Artikel. Viel Spass beim Lesen:

    Roger und die Vogelspinnen


    Liebe Grüsse


    Roger

    Hoi Zämme


    Meine Slings, die nun langsam aber sicher halbwüchsig sind, sollen umziehen und ich habe folgendes Terrarium vorbereitet:




    Ziel ist keine weitere Diskussion über die Haltung von M. balfouri! Hier zieht erst einmal meine halbwüchsige (wahrscheinlich noch ein Tick kleiner) Kolonie ein und ich habe mich mit meinem Züchter des Vertrauens kurzgeschlossen. Auf eine Nennung verzichte ich bewusst, gerade bei balfouri (oder bei gemeinschaftlich haltbaren Spinnen) stösst man doch auf sehr diametrale Meinungsrichtungen.


    Gerne lasse ich euch hier teilhaben

    Der Bodengrund ist ein Gemisch aus einem Sandsubstrat von, für oder aus glücklichen Reptilien (jaja die Firmennamen :P) und einem Regenwaldsubstrat von selbiger Firma, der australienorientierte Sand ist mir jetzt zu dunkel aber ich hole die 20 Liter da nicht mehr raus, vielleicht gibte es jedoch gerade mit dem hellen der balfouri einen netten Kontrast, die andere Kolonie lebt auf hell, somit ist hier auch ein Versucht auf dunkel gerechtfertigt. Er (der Bodengrund) wurde von 20 bis 40 cm hoch aufgefüllt und 3 Teile Holz eingearbeitet. Weiter habe ich 2 stark verästelte Zweige eingebracht, um das Sokotra-Feeling etwas zu verstärken. Hier habe ich mich gefragt, ob und wie ich es schaffen könnte das Blattwerk eines Drachenbaumes nachzustellen, da mir aber der grüne Zweig sprichwörtlich verwehrt wurde, stehen in diesem Terri nun zwei verdorrte Exemplare. Ich mag natürliches in meinen Terris und Moos würde in kürzester Zeit vertrocknen.


    Der Wassernapf ist auch imme ein beliebter "Streitpunkt". Beide meiner Kolonieen konnte ich schon beim Trinken beobachten, daher ist für mich klar ein Wassernapf dabei.


    Die Grösse des Terris gibt ebenfalls immer wieder Anlass für angeregte Diskurse. Naja in dieser Hinsicht habe ich nun bald beide Beispiele im Zimmer. Die andere Kolonie besteht aus 5 sub-adulten Tieren, die sich momentan einen 30er Würfel teilen und sich auf Grund von zu wenig Platz (gemäss der einen Partei) an die Gurgel sollte und hier werden bald 11 2-2,5 cm KL (eben halbwüchsige) Tiere einziehen, welche auf Grund von zuviel Platz Reviere bilden und sich deshalb an die Gurgel sollte. Was ich jedoch von beiden Seiten immer wieder lese ist, dass M. balfouri so ziemlich die sozialste Spinne sei und sollte das so sein, dann dürfte der "Goldene Mittelweg" doch einiges an Toleranzen in beide Richtungen bieten.


    Für die Bepflanzung werde ich beim vertrauenswürdigen Biber noch ein paar stachellose Sukkulenten beschaffen und einbringen. Leider habe ich wenig Hoffnung, dass ich da etwas endemisches aus Sokotra finden werden.


    Das Terri steht in unserem neuen Spinnenzimmer (Büro wurde entfernt, damit die Spinnen genug Platz haben :jumper: ) auf einem alten, schönen Möbel, welches dann mit der anderen Hälfte als Arbeitsfläche und für unsere YouTube-Videos hinhält.


    Was gibt es noch zu sagen?

    Wer im Hintergrund oder in einer Spiegelung noch Unordnung sieht, darf gerne vorbeikommen und diese beseitigen :demütig:


    An dieser Stelle hoffe ich jemendem etwas Inspiration auf den Weg gegeben oder Freude bereitet zu haben und bin trotzdem offen für etwaige Kritik.


    Edit: Sorry, wenn der Beitrag eher in den Terri-Teil sollte.


    Liebe Grüsse


    Roger

    Hoi Mänu


    Gern geschehen und ja, wenns was wird mit dem Kokon darfst du dich gerne wieder melden. Habe keine Reservationen oder so und werde erst publizieren, wenn es soweit ist :)


    Um es nicht zu verpassen, kannst du gerne auf FB, Insta und/oder Youtube "Swiss Theraphosidae" abonnieren 8)


    Liebe Grüsse


    Roger

    Salü Mänu


    Ja die Phidippus regius sing sehr schöne und überaus interessante Tiere.


    Meine habe ich von jemandem in Fribourg aber mittlerweile hat Color Spiders auch einen Zuchtbestand aufgebaut. Auf der Page findest du alle Koordinaten. Sag dann einen lieben Gruss 😁


    Ich habe momentan keine zur Abgabe aber ich habe gerade einen Kokon gesehen bei unserer Dame 😁


    Liebe Grüsse

    Roger

    Hoi Mike


    Hahaha, so guet, meine metallica (0.1) hält auch alle ihre Wände, etc. peinlichst sauber.


    Bei den anderen Poeci (regalis und rufilata) bei mir ist es so, dass die Böcke jeweils eine saubere Stube pflegen, da muss man keine Scheibe putzen aber die Weiber sch(m)eissen sogar Muster und Kunstwerke an die Wände 8o .


    Dark_Den hat mal eines seiner Tiere seziert und dann festgestellt, dass da "zu viel" drin war (sehr subjektiv) und daraus geschlossen, dass sie wegen Problemen mit der Verdauung, aber ich glaube da kamen auch noch Eier dazu, verstorben ist. So oder so stellt sich die Frage, könnte man etwas dagegen tun oder wäre man gezwungen dem Niedergang zuzuschauen bzw. selber ein Ende zu setzen?


    Unsere B. boehmei hat nun schon seit 6 Monaten nicht mehr gefressen. Das Abdomen hat zwar abgenommen aber lange nicht so viel wie man erwarten sollte und es hat weiterhin eine anständige Grösse. Trotz keinen Manipulationen im Terri hat sie einen blanken Hintern, was mich "Stress" vermuten lässt und deshalb habe ich einen Standortwechsel vorgenommen und das Terri in einer ruhigere Zone gestellt. gefressen hat sie noch nicht wieder aber ich habe den Eindruck, dass sie sich im Terri ruhiger verhält.


    Hmm, das hilft glaube ich nicht wirklich weiter :(


    Rede = lang; Sinn = kurz:

    Wenn jemand etwas mehr weiss, wäre ich auch an einer Diagnose und entsprechender Therapie interessiert. Gibt es das nicht, müssen wir beide das beste hoffen und auf einen guten Ausgang vertrauen. Immer im Hinterkopf behalten, Spinnen könne extrem lange ohne Fresschen!


    Liebe Grüsse


    Roger

    Hoi Michael


    Danke für deine Meinung, welche ich super finde! Hier hat jedoch keiner über die Exo-Terra geschimpft, Basti hat sogar klar gesagt, dass es auf die untergebrachte Art ankommt.


    Selbstverständlich, grosse offene Fläche oben = viel LF, die schneller entfleucht und wenn da ein Gittergeflecht ist, besteht das Risiko, dass sich eine Spinne da im Schreck etwas abreisst, wenn die gerade da oben hängt und davonspringen will oder dooferweise sonst runterfällt


    Risikobeurteilung ist immer "Eintretenswahrscheinlichkeit" x "Schadensausmass". Ich bin der Meinung Risiko reduzieren mit Priorität auf Eintretenswahrscheinlichkeit. 😁


    Liebe Grüsse


    Roger

    Hi Zämme


    Hier ein Dendrocopos major bzw. Buntspecht in der Langen Erle in Basilea:



    Ja, das ist halt, wenn man in einem Forum postet, der Datenplatz ist eben begrenzt. :P


    Liebe Grüsse


    Roger

    Hoi Zämme


    Bastian Rast : Ich habe die grosse Fläche oben mit einem Plexiglas verschlossen und da Löcher drin, zum einen dass die kleinen nicht an das Geflecht oben rankommen und zum anderen wegen der LF, bis jetzt funktioniert das. Siehst du das trotzdem noch als kritisch an? Ich kaufe auch keine Exo-Terras mehr aber die die ich habe, die habe ich eben schon :|


    Liebe Grüsse


    Roger

    Hoi Nando


    Jo der Meinung bin ich auch aber fürs Endterri ist sie dann meiner Meinung nach noch zu klein, musste jetzt schon wieder 15 Minuten suchen, bis ich sie gefunden habe :)


    Auf jeden Fall ist das Terri jetzt besser als der "doofe" Becher und sie kann sich anständig ausstrecken. Ich hoffe mindestens 1 Jahr sollte das Terri nun reichen.


    Liebe Grüsse


    Roger

    Hoi Zämme


    Danke Alveus für deine Bestätigung, das war meine bevorzugte Variante, habe ich nun so gemacht und dabei festgestellt, das das Tier doch noch grösser ist, der Blick durch den doofen Becher in schlaftrunkenem Zustand war dann doch nicht so zuverlässig. Die Spinne hat doch schon ca. 3 cm KL und ist somit sogar die grösste der 4. Habe sie schonend umgesetzt im aktuellen Netz und sie dann zur Kontrolle da kurz rausgestuppst, sehr schönes Tier. Wenn du die Studie zum Stress wieder findest, wäre ich sehr interessiert.


    @Nando: Nein, das ist ein Übergangsterri. Es wäre für alle 4 Varianten eher knapp, finde ich. Obwohl man für die victori und die schioedtei durch aus auch Angaben mit einer Grundfläche von 20x20 findet.


    Liebe Grüsse


    Roger


    Edit: Folgendes habe ich schon einmal gefunden

    Hoi Zämme


    Leider hat es unsere kleine Caribena versicolor nicht aus der Haut geschafft und ist verstorben ;(


    Jetzt steht das kleine Exo-Terra (20x20x30) frei und ich habe mich gefragt, welche Spinne da Nachmieter werden soll und bin gespannt auf eure Meinungen.


    1. Psalmopoeus victori (ca. 2-2.5 cm KL)

    Sie hätte das älteste Recht aber ich habe sie erst vor etwa 1 Monat in einen grösseren Behälter umgesetzt. Hier habe ich Bedenken betreffend Stress. Gibt es zur Resilienz von Vogelspinnen irgendwelche wissenschaftlichen Erkenntnisse / Grundlagen? Man sagt ja, Spinnen seien Impulsgesteuert und weil kein Gehin, kann ja auch kein Gedanke oder Emotion gespeichert werden. Körperlich kann ich mir dennoch vorstellen, dass es stressbedingte Auswirkungen geben kann, auch bei uns Menschen ist ja ein dauerhauft erhöhter Herzschlag nicht gesund.


    2. Psalmopoeus cambridgei (ca. 2 cm KL)

    3. Omothymus schioedtei (ca. 2 cm KL)

    Diese beiden sind eigentlich gleich. Die cambridgei ist schon länger bei uns und etwas kleiner aber beide wohnen schon längere Zeit in ihren momentanen Behältern und könnten beide umziehen müssen aber noch nicht. Hier wäre die cambridgei mein Favorit, weil schioedtei eher dafür bekannt ist, sich im unteren Bereich aufzuhalten und sich im Terrarium eher wie ein Röhrenbewohner verhalten kann.


    4. Stromatopelma calceatum (ca. 1.8 cm KL)

    Sie ist unser neuster Zugang und erst seit gestern bei uns. Letzte Nacht konnte ich sie sehen, wenn auch nur schlecht in dem doofen Becher (7-10x5-8x10; wird von unten nach oben breiter). Schätungsweise ist sie ähnlich gross bis etwas kleiner als die victori. Auch hier ist die Frage wegen dem Stress (gestern erst übernommen, nicht bekannt was vorher wann gemacht wurde), ein Argument könnte aber auch sein, dass sie jetzt eh schon im Stress ist und deswegen grade jetzt noch umgesetzt werden sollte, könnte. Im Vergleich KL zu momentanem Behälter wäre hier am ehesten Handlungsbedarf in meinen Augen.


    Jetzt freue ich ich auf eure Inputs, im Speziellen zum Thema Stress.


    Liebe Grüsse



    Roger