Beiträge von Karsten

    Hallo Joachim,


    ja - diese Begrifflichkeiten haben es manchmal wirklich in sich (oder eben nicht). Sandig heißt ja z.B. auch nicht unbedingt zwangsläufig "trocken" - es gibt auch nassen Sand, der dann eben nicht mehr rieselfähig ist, sondern eher als Klumpen agglomeriert.
    Ich denke mal, so eine botanische "fast-Jeder-versteht-das-intuitiv" Beschreibung oder Abstufung, wie z.B. trocken, halbtrocken <-> halbfeucht, feucht, nass (also beinahe triefend) passt da schon ganz gut, wenngleich es auch immer wieder Raum für Diskussion gibt... ist halt so


    Grüße

    Feucht - nass halte ich die auch... in deren Heimat regnet es ja quasi ständig.
    Hast du alle deine Weibchen verpaart?


    Ich finde es schon merkwürdig mit denen - die Verpaarung geht relativ einfach, aber den Kokonbau zum erfolgreichen Ende zu bringen ist mir bis jetzt nicht gelungen.

    Hallo Sven,
    nur 3 noch!? Das ist heftig. Jedenfalls, wenn sie Röhren bauen, sieht es ja erstmal nicht schlecht aus. Es sind nicht „die großen“ Fresser - ich gebe denen gerade immer noch nur Ofenfische - aber eine gehandicapte Schabe am Röhreneingang geht sicher auch. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die auch ohne Netz/Röhre was nehmen...?


    Stimmt, die Herkunft und passende Klimadiagramme sprechen bei den Schmidtis für eine recht kühle Überwinterung - habe ich bisher nie wirklich drüber nachgedacht. Ich hoffe, meine „automatische“ Winterabkühlung hat gereicht; zumindest hat mein großes Weibchen diese Nacht die Höhle verschlossen...

    Hallo,
    man sieht leider nicht, wie hoch das Substrat wirklich ist - aber der es hat den Anschein, dass es nicht viel mehr als 5 cm sind, oder?
    (Je mehr vernünftiges Substrat im Terra ist, desto stabiler bildet sich das für die Spinnen so wichtige Mikroklima aus!)


    Jedenfalls wird es sicher nicht verkehrt sein, das Tier nach der Paarung ordentlich zu füttern - meine damaligen, trächtigen Blondi Weibchen haben alles vom kleinen Mehlwurm bis zur ausgewachsenen Maus gefressen. Mittlerweile füttere ich aber auch nur noch verschiedene Schabenarten - die gibt es ja in jeder notwendigen Größe im Handel, um einen Zuchtansatz zu starten. Sicherlich ist auch eine leichte(!!!) Anhebung der Temperatur um ca. 1-2°C im Mittel und ein tägliches Besprühen des Terras (am besten mit weichem Osmosewasser oder destilliertem Wasser) förderlich, um den Kokonbau anzuregen.
    (In Hinblick auf Besprühen und eher "Nicht-Stören" der Spinne in dieser Phase wäre eine etwas tiefere, schützende Höhle wirklich nicht schlecht. Vielleicht kannst du noch ein großes Stück Korkrinde einigermaßen kipp-sicher über den vorhandenen Unterschlupf legen in der Hoffnung, nicht zu viel Stress zu verursachen und dem Tier ein höheres Sicherheitsgefühl zu verschaffen?)

    Hallo Sven,
    wie hat es sich entwickelt mit den verbliebenen Tieren - sind die über den Berg?
    Ich brauchte bis jetzt zum Glück keine weiteren Verluste beklagen. Ich habe auch noch einmal meine Haltungsparameter etwas genauer unter die Lupe genommen: immer leicht feuchte Haltung bei nachts bis auf 18°C abfallende und tags wieder auf bis zu 21°C ansteigende Temperatur... im Sommer läuft quasi das gleiche Spiel, nur dann eben bei etwa 2-3 K höherer Temperatur. Schimmelbildung ist auch bei meinen Slings Thema, ganz einfach, weil z.B. Ofenfische bei diesen Temperaturen auch nicht zu lange leben und dann eben schimmeln - da muss man hinterher sein (kontrolliere ich jetzt aber auch verstärkt jeden zweiten Tag).
    Mein größeres Weibchen frisst jetzt auch wieder ganz normal, bei identischen Haltungsbedingungen - logisch, weil alle Behälter nebeneinander stehen.


    Frage: du überwinterst deine Schmidtis bei 15°C???

    Hi Sven,
    das ist wirklich ärgerlich - tut mir sehr Leid!!! So etwas wirft mich z.B. immer etwas zurück, aber letztlich lernt man ja meist daraus...


    Es kann sein, dass tatsächlich die Temperatur das Problem war - meine stehen zwar nie wirklich warm, aber eigentlich auch nie unter 18*C. Das deckt sich auch mit Informationen von jemandem, der schon einmal im Originalhabitat war (also nicht nur 1 Woche lang, oder so!).


    Ich drücke die Daumen, dass du die restlichen Tiere „über den Berg bekommen“ hast!

    Ja ok... das sieht auch logisch aus. Auf jeden Fall sind solche Boxen auch mal schnell woanders hingestellt, was bei der Suche nach dem richtigen Standort von Vorteil sein kann.


    Ich halte meine Weibchen nach wie vor in Glasterrarien, denke aber mittlerweile, den richtigen Standort gefunden zu haben... im Keller in Fussbodennähe, durch Spotbeleuchtung wird es tags gute 17-18*C „warm“ und nachts kühlt es auf etwa 14-16*C ab. Im Sommer sieht es ähnlich aus, allerdings etwas wärmer, aber bisher nie über 22*C zum Glück.

    Hallo Sven,
    schön zu lesen dass es mit dieser Art auch bei dir voran geht - ich meine, die sehen ja echt schön aus und sind grad auch durch ihre Lebensbedürfnisse eine schon recht ungewöhnliche Art!
    Alle bisherigen Verpaarungen bei meinen Tieren (mittlerweile über 3 (oder sogar schon 4???) Jahre!) mit verschiedenen Weibchen und vielen Männchen) liefen auch immer recht friedlich, wenngleich auch nicht so schnell ab, wie du es beobachtet hast. Allerdings bisher und bis zum Schluss aber auch leider nicht erfolgreich. Ich bleibe aber dran, bis es klappt! Zumindest hat sich mein aktuelles, reifes Männchen mit allen 3 Weibchen offensichtlich erfolgreich verpaart und mein größtes Weib, welches ja auch schon 2 Kokons gebaut hatte, hat sich aktuell auch wieder eingegraben - abwarten ist jetzt angesagt, weil bei dieser Art ja leider nichts wirklich schnell geht...


    Ich würde erstmal davon ausgehen, dass eine Bulbenfüllung auch für einen Paarungsakt reicht und danach erst wieder aufgefüllt werden muss... den Tieren scheint das auch "bewusst" zu sein, denn eine mehrfache Paarung innerhalb von 2-3 Tagen konnte ich nie beobachten. Allerdings hat mein Männchen tatsächlich erst letzte Woche im Terrarium des Weibchen ein Spermanetz gebaut; konnte ich auch im letzten Jahr schon einmal in einem anderen Terrarium - auch so etwas passiert also auch.

    Hallo,
    meine restlich verbliebenen Jungspinnen sind nun alle frisch gehäutet in der 2.FH "angekommen" und haben gut Hunger. Ich habe schon einmal vorsorglich größere BraPlast Boxen vorbereitet (nicht nur für diese Art, aber eben auch ;-) ).
    Das Zuchtweibchen hat sich auch vorgestern frisch gehäutet und alles ganz gut überstanden - war aber scheinbar ein ganz schöner Kraftakt für ein so noch relativ junges Tier; das Abdomen ist nun vglw. winzig.

    Diese 3 frisch adulten Weibchen stammen aus einer Gruppenaufzucht von 6 Jungtieren. 2 letzten Sommer adult gewordene Männchen habe ich letzten Herbst verkauft und die 4 jetzt adulten Weibchen (eines davon sieht man leider nicht im Bild) sind immernoch friedlich zusammen...


    Hallo Joachim,
    ich gebe zu - über die Jahre bin ich da immer nachlässiger geworden. Früher habe ich Ordner-weise Dokumentation zu genau diesen Daten angelegt... grundsätzlich auch aus Freude an diesem Aspekt des Hobbys. Vor gut 15 Jahren habe ich dann allerdings die Aquaristik wieder für mich entdeckt und vor 10 Jahren kam noch ein Kind und Eigenheim dazu - keine Zeit also mehr, auch noch viel Buch zu führen.


    Aber natürlich, über die Jahre entwickelt man ja doch einen Sinn für die Bedürfnisse der Pfleglinge und daraufhin würde ich mal ganz locker postulieren, dass sich die Nahrungsaufnahme pro Masse-Spinne bzgl. Wachstum/ Stoffwechselverbrauch pro Häutungsphase zwischen den Arten (die ich kenne) nicht wesentlich voneinander unterscheidet.
    Es gibt natürlich Ausnahmen, wie z.B. Lasiodora oder bestimmte Hysterocrates spp., die scheinbar exponenziell schnell an Körpergröße zulegen können, oder welche wie z.B. Aphonopelma chalcodes oder A.bicoloratum, die manchmal gefühlt sogar „rückwärts wachsen“... das kann aber auch nur gefühlt so sein - da fehlen mir verlässliche Aufzeichnungen.


    Speziell diese Art (Cyr. robustus) fällt für mich deshalb auf, dass sie in jedem Wachstumsschritt recht groß wirken/sind, auch relativ viel fressen (in der 1.FH waren es pro Spiderling ca. 7-10 Ofenfische und 1-2 Minischaben), aber sehr lange Zeit von Häutung zu Häutung vergeht. Allerdings halte ich sie auch bei gerade mal 18-20*C. Ich weiß es nicht ganz genau, aber bis zum Adulti vergehen etwa 10-12 Häutungen (versuche ich nochmal zu eroieren).
    Grüße

    Hallo Lukas,
    ein massenhaftes Auftreten von irgendwelchen „Schädlingen“, oder eher ungewollten Pfleglingen deutet oft auf ein generelles Problem bei der Unterbringung hin. Beurteilen kann man das aus der Ferne aber meistens nur sehr schlecht bis gar nicht.
    Bei der Sachlage, so wie du es beschreibst, wird hier ein Problem durch ein neues abgelöst. Auch wenn es viel Aufwand ist, würde ich dir zum gründlichen Reinigen deiner Anlage und Austausch des Substrats raten.
    Zur Identifikation der neuen Plagegeister könntest Du evtl auch ein kleines Video machen und den Tube-link dann hier einstellen.
    Grüsse

    Hallo Günther,
    schön dass du wieder zurückgefunden hast zum Hobby - jetzt wirst du dich sicher auch noch tiefer reinknien, oder? Die Gattung Theraphosa zum Restart ist sicherlich eine gute Wahl. :thumbsup:
    Ich selbst war seit 1989 nie ohne eigene VS und könnte mir das eigentlich auch nicht ohne weiteres vorstellen :/

    Tja Nando, für diese Gattung bin ich auch alles andere als ein Experte... manchmal wünsche ich mir die 90er zurück - da war die Artauswahl bei Vogelspinnen noch relativ überschaubar, es gab nur 1 Poecilotheria, 5-6 Haplopelmen, 1Theraphosa etc pp ;) :D :D :D


    Vllt meldet sich ja doch jemand mit Aussagekraft, ich drücke die Daumen!

    Hallo Lukas,
    sofern es wirklich Trauermücken sind, machst du schon das Richtige, aber vermutlich in zu kleinen Ausmaß - hänge einfach noch mehr Klebefallen u.ä. auf... Bier- oder Radlerflaschen mit etwa 2-3 cm Restneige + ein Tropfen Spülmittel geht auch. Ansonsten wirst du nicht darum herum kommen, den Bodengrund möglichst vieler deiner Terrarien innerhalb möglichst kurzer Zeit zu tauschen, einfach um die schiere Anzahl dieser Plagegeister zu minimieren.


    Für Zimmerpflanzen werden auch Nematodenansätze empfohlen und die helfen auch gut, aber bei wirbellosen Pfleglingen würde ich das vllt nicht machen...