Beiträge von AracKnight

    Die Größe ist genauso wenig wie die Farbe ein sicheres taxonomisches Merkmal, von daher sagen diese Bilder nach wie vor nichts aus. Es ist gut möglich, dass es sich um 2 verschiedene Arten handelt, aber nur weil die Tiere sich optisch und in der Größe unterscheiden, muss das nicht sein, das können auch populationsbedingte Variationen sein.
    Ich gebe dir Recht, dass man erstmal davon ausgehen sollte, dass es unterschiedliche Arten sind. Interessant wäre jedoch, woher das mit der Farbvariante von O. aureotibialis kommt und welche Belege es dafür gibt. Von definitiv unterschiedlichen Arten würde ich erst sprechen, wenn man taxonomisch relevante Unterschiede gefunden hat. Vlt. hat das auch schon jemand, ich weiß es einfach nicht.


    Ich hab keine E-Mail-Adresse von Volker, über Facebook könnte man ihn aber erreichen. Ansonsten zur Not über die Adresse der DeArGe.
    Falls du kein FB hast, kannst du mir auch gerne deine Mail-Adresse (per PN) geben und ich schreib ihn an und gebe ihm deine Adresse.


    Wenn du Exuvien von deinen Tieren hast, kann er da sicher weiterhelfen, vorausgesetzt er hat Zeit dafür.

    Schau dir mal Pterinochilus murinus oder Haplopelma albostriatum an.
    Die Zeichnungen/Färbungen dieser Tiere unterscheiden sich teilweise auch erheblich, dennoch sind sie conspezifisch. Ich kenne die beiden "Arten" nicht gut und kann daher keine genaueren Angaben machen, ob es sinnvoll ist, hier von gleichen oder unterschiedlichen Arten auszugehen, aber nur die Fotos sagen in dem Fall nicht viel.
    Ich gebe dir ansonsten aber Recht, Hybridisierungen sollte man möglichst vorbeugen, entsprechend sollte man Farbformen erstmal nicht mischen. Wenn man sich sicher ist, dass sie zu einer Art gehören, kann man darüber diskutieren, sonst sollte man es lassen. Ich weiß aber wie gesagt nicht, wer bereits Material dieser Tiere untersucht hat und wie die Ergebnisse waren. Da könnte man mal Volker von Wirth fragen, evtl. weiß der mehr :)

    Ich hab mich jetzt auch nochmal durch die Arbeit gewühlt und kann eig. nur den Kopf schütteln:


    1. Lampropelma violaceopes: Über den Transfer wird nur geschrieben "On examining this material in the BMNH, it is immediately obvious that the female should have been described as a new species of Cyriopagopus". Ist das jetzt die Art und Weise wie wissenschaftliche Argumentationen geführt werden, "ist offensichtlich so"?
    Er geht nur ein weiteres mal auf dieses Thema ein und da steht dann auch nur "The female holotype of this Malaysian mainland arboreal has all the charcteristics of the genus Omothymus". Ja, und welche sind das? Keine Erläuterungen, keine Skizzen der taxonomisch relevanten Merkmale.


    2. Die Gattungs"beschreibung" von Omothymus: "Low caput, wide ocular tubercle, a spermathecae with twin seminal receptacles, single tibial apophysis capped with a comp of spines, stout leg 1. The key features that seperates the two genera are the presence of dictinctive grooves and apical keels on the embolus of the palpal bulb in all of the Malaysian Omothymus males."
    Da gibt es Beschreibungen aus dem 19 Jh. die detaillierter sind. Schön dass man mit diesen Ausführungen Phormingochilus und Omothymus unterscheiden kann, aber was ist bspw. mit Lampropelma? Vor allem ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal der Gattungen die genitale Morphologie der Männchen, wenn weiter unten angemerkt wird "until all of the Phormingochilus males have been described"?! Da wird also das wesentliche Unterscheidungsmerkmal an Material geknüpft, das weitgehend unbekannt ist?!


    3. Die Gattung Phormingochilus: Das ganze Ding heißt Revision und da kommt dann so ein Satz "The type material [of P. fuschi] was examined, but analysis of this species is not included in this paper." Wenn man vorher die Passage "As P. everetti has now been bred in captivity, and it has been ascertained that the males have a tibial apophysis (aka "spur"), we propose that Pocock's [sic] specimen is not the male of P. everetti" ist das schon ein beinahe sträfliches Versäumnis. Es fällt nicht ein Wort darüber, ob man taxonomische Unterschiede zwischen dem Holotyp und Paratyp von P. everetti gefunden habe. Da ist sowas schon eine steile These, wäre ja nicht die erste falsch identifizierte Art im Hobby. Lustiger wird das ganze ja noch mit dem Statement am Ende: "Although we have not technically examined any pet trade material". Aber mit Hobbymaterial die Synonymisierung rechtfertigen, oder wie?!
    "[T]he absence of a tbial apophysis in the male of Phormingochilus" ist also kein ausreichendes Merkmal für die Gattungsunterscheidung, "the presence of dictinctive grooves and apical keels on the embolus of the palpal bulb in all of the Malaysian Omothymus males." aber schon? Zumal diese Merkmale nach Aussage des Senior-Autors in abgeschwächter Form teilweise auch bei Phormingochilus zu finden seien. Das wirkt mir doch ziemlich willkürlich. Mit einer kladistischen Analyse, die das stützen würde, wäre das noch mal was anderes, aber so?


    4. Die Synonymisierung von Haplopelma: "[...] have a raised caput [...], a small round ocular tubercle, wide clypeus and a fused spermathecae." Weder werden diese Merkmale in der Arbeit skizziert, noch werden die anderen wesentlichen Merkmale von Haplopelma erwähnt, die C. paganus dann ja eig. auch haben müsste. Genauso wird verschwiegen, dass teilweise auch Spezies der Gattung Ornithoctonus diese Merkmale haben können. Alles stützt sich auf einen Idenitifikationsschlüssel, der inzwischen gut 30 Jahre alt ist. Darüber hinaus wurde nicht ein Exemplar der Gattung Haplopelma untersucht. Dass soll eine solche Synonymisierung rechtfertigen?


    5. Cyriopagopus: "albostriatu[m]", "hainanu[m]", "lividu[m]", "robustu[m]" Ernsthaft? Nichtmal eine simple Umbenennung klappt problemlos?



    Wenn das jetzt die Qualitätsstandards sind, um an unseren Terrarien die Namensschilder zu ändern, schicke ich die Tage glaube ich auch mal einen Text an die DeArGe, ich wollte schon immer mal ein paar Arten/Gattungen umbenennen...

    Ungedüngte Erde kriegt man heut zu Tage eig. nicht mehr. Ist aber nicht so schlimm, gedüngte geht nämlich genauso.
    Problematisch wären nur Pestizide, das ist aber selten und würde wenn auch drauf stehen.


    Man trifft allerdings sehr häufig auf Angaben, dass Vogelspinnen (ja richtige, nicht umgangssprachlich falsch betitelte Spinnen aus anderen Familien) in Portugal vorkämen.

    Dazu noch gibt es bei Uns Deutschland/Schweiz überhaupt einheimische Vogelspinnen Arten?


    Nein. Innerhalb Europas gibt es ohnehin nur wenige Gebiete, in denen Vogelspinnen vorkommen. So weit ich weiß nur in Portugal, Spanien und Zypern.

    Gibt nen guten Artikel von Dr. Krehenwinkel dazu in der Arachne.
    Eine der Ausgaben von 2015, müsstest du mal über die Webseite gucken, welche genau das war.

    anoque dürfte ano mit angehängtem -que sein.
    Ano heißt After und -que ist ein Suffix, das "und" bedeutet. Wird gerne in Aufzählungen und ähnlichem benutzt. "et" und ähnliche Wörter haben die Römer eigentlich nur benutzt, wenn ein "und" zwischen längere Wortgruppen gesetzt werden sollte.


    Hab jetzt nicht alles gelesen, aber ergibt das Sinn?

    Ich verstehe dein Problem immer noch nicht.


    a) Er schreibt: "Vermutlich handelt es sich bei diesen zwei Formen um kryptische Arten". Damit widerspricht er doch nicht seinem Gedanken eine der beiden Arten wieder als P. bara zu beschreiben?
    b) Dass er "vermutlich" schreibt, bedeutet doch nicht, dass ihm jetzt gerade erst auffällt, dass es ja zwei Arten sein könnten. Das dürfte viel mehr darauf basieren, dass mangels einer taxonomischen Beschreibung der "Lowland-Variante" eben wissenschaftlich nicht geklärt ist, wie es sich mit dem Artstatus dieser Formen verhält, unabhängig davon, was er glaubt, was richtig wäre.
    c) An dem Umstand, dass es Material aus den Verbreitungsgebieten braucht, hat sich doch nichts geändert. Mit dem Material aus der Terraristik lässt sich eben keine wissenschaftliche Publikation machen, das dürfte seit Schmidt jedem klar sein.
    d) Was ist denn mit der Möglichkeit, dass er während seiner Arbeit an P. bara/P. subfusca festgestellt hat, dass es sich vlt. doch um eine Art handelt oder auch nur, dass sie nicht so leicht zu differenzieren sind, wie angenommen, was dann ja zu der Vermutung von zwei kryptischen Arten führen würde?


    Gerade vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gehört es doch nun mal dazu, auch mal eine Hypothese verwerfen zu müssen. Abgesehen davon, dass ich wie gesagt keinen Widerspruch in den Äußerungen damals und heute erkennen kann. Nach dem, was er in der ARACHNE veröffentlicht hat, ist es doch immer noch möglich, dass Poecilotheria sp. "lowland" wieder als Poecilotheria bara beschrieben wird, vlt. sogar von ihm selbst. Ich meine alleine die Tatsache, dass diese Variante als Poecilotheria sp geführt wird, impliziert ja eigentlich schon, dass da eine Erstbeschreibung/Neubeschreibung kommen kann.

    warum sollte das Becken für eine Poeci-Gruppe nicht geeignet sein? Es gibt kein zu groß.


    Wie gesagt, ich habe bereits oft gehört, dass Poecilotheria-Gruppen in großen Becken dazu neigen sich untereinander aggressiv zu verhalten, weil sie dann alle einen Teil des Terrariums als ihr Revier beanspruchen, welches dann entsprechend verteidigt wird. Es geht wohl auch oftmals gut, es soll aber in größeren Becken deutlich öfter zu Ausfällen kommen.

    Doch, ich heiße wirklich so.
    Meiner Kenntnis nach ist es bei Poecilotheria-Gruppen so, dass das Becken nicht zu groß sein darf. Wenn die Tiere zu viel Platz haben, bilden sie eigene Reviere, die sie dann auch verteidigen, während Vergesellschaftungen in kleineren Becken gut funktionieren.


    Holothele incei könnte evtl. in Frage kommen. Die mögen es etwas feuchter, ich bin mir aber unsicher, ob so feucht und vor allem, ob auch so warm. Außerdem weiß ich auch nicht, wie gut das mit so kleinen Tieren in so einem großen Terrarium geht, allein schon vom Futter her. Da müsste man jemanden fragen, der mehr Erfahrung mit Gruppenhaltung und H. incei im speziellen hat.

    Gruppenhaltung ist fürchte ich nicht möglich in dem Terrarium. Für ne Poeci-Gruppe ist es zu groß, ansonsten fielen mir nur noch Monocentropus ein, die sich in Gruppen halten ließen, dafür ist das Becken aber deutlich zu feucht.
    Ich finde 28-32°C allerdings auch generell bedenklich warm, denn auch wenn es in den Biotopen so warm wird, bedeutet das nicht, dass es auch in den Unterschlüpfen der Spinnen so warm wird. Dieses Mikroklima stellt sich aber in einem Terrarium nicht so gut ein, so dass es zumindest möglich ist, dass es schlicht zu warm wird.
    Ich würde auch erwägen das Becken oben noch zu unterteilen, denn 1,5m ist schon ziemlich groß und gerade Baumvogelspinnen brauchen ja kaum Grundfläche. Ansonsten kannst du im Prinzip jede baumbewohnende Spinne darin halten. Ich persönlich würde bei dem Platzangebot eine große bevorzugen, sowas wie Lampropelma violaceopes.

    Tut mir Leid für dich, dass du dich von deinen Tieren trennen musst :(


    Acanthoscurria brocklehursti gibts nicht mehr. Die Art wurde mit A. theraphosoides synonymisiert, wobei unklar ist, welcher Art das Hobbymaterial angehört.
    Ich würde mich daher hier erstmal an den Preisen von A. geniculata orientieren, da würde ich ~45€ veranschlagen.


    BrachYpelma albopilosum als unbestimmtes Tier kannst du so um die 15€ ansetzen.
    B. boehmEi ~50€
    B. auratum ~40€
    B. vagans ~35€
    GramMostola rosea ~15€
    Lampropelma sp. "Borneo Black ~40€
    Lasiodora klugi ~55€


    Jeweils Preise pro Tier ohne Terrarium. Für 40er Würfel kannst du je nach Zustand zwischen 15-30€ rechnen, für die 60x40x50 würde ich je nach Zustand 25-45€ veranschlagen.
    Das wären zumindest in Deutschland recht übliche Preise, die für beide Seiten fair sein sollten. Verhandeln kann man ja trotzdem immer noch :)