Beiträge von Joachim Borkenhagen

    Warum Joachim noch nicht geantwortet hat, ist mir ein Rätsel, er ist sonst immer sehr fix. Aaaaaber vielleicht weiss er ja auch mal etwas nicht


    Hallöle


    In der Tat, so ist es. Irgendwann bin ich irgendwo mit all meinen Theorien immer steckengeblieben. Bei dem Hinweis "Zumindestens die Weibchen meiner Art machen diesem Namen alle Ehre!... außerdem trage ich weiße Ringe" ging dann garnichts mehr. Aber vielleicht habe ich im Gegensatz zur gesuchten Spinne, in meiner Jugend nicht genug Zeit in einer Hängematte verbracht.


    Gruß

    Joachim B.

    Sherwood, D. & Gabriel, R. (2021). Eine neue Art von Guyruita Guadanucci , Lucas, Indicattii & Yamamoto , 2007, aus Französisch-Guayana (Araneae. Theraphosidae).


    Zusammenfassung: Eine neue Art der schismatothelinae Gattung Guyruita Guadanucci, Lucas, Indicatti & Yamamoto, 2007, Guyruita guadanuccii sp. nov., wird basierend auf ein weibliches Exemplar aus Französisch-Guayana beschrieben.


    https://wsc.nmbe.ch/reference/15707


    Gruß

    Joachim B.

    Feucht - nass halte ich die auch.


    Hallo Karsten


    Bei "feucht - nass", ist mir in Bezug auf Terrarienerde - was immer das auch sein mag - einiges per Definition nicht ganz klar. Hierbei nehme ich Bezug auf ganz profane Begriffe wie "erdfeucht" und "handfeucht", was durchaus auch auf Terrarienerde übertragbar ist.


    Bei "erdfeucht", fällt mir ein Begriff aus dem Bauwesen ein. Die "Schneeballprobe". Zerfällt der Schneeball = zu trockene Konsistenz. Zerfällt er nicht = optimale erdfeuchte Konsistenz.


    "Handfeucht" hingegen ist auf mannigfaltige Gebiete anwendbar, und als subjektives Empfinden zu deuten. Ist die Erde sandig, so ist sie sehr trocken. Bleiben Reste kleben "handfeucht" und dann mit Abstufungen, ist Pampe "sehr feucht bis nass".


    Gruß
    Joachim B.


    Izquierdo, M. A. (2021). Eine tetralogische Spinne mit verdoppelten Fortpflanzungsorganen


    Im Allgemeinen betreffen Fehlbildungen bei Spinnen Cheliceren, Pedipalpen, Laufbeine und Augen, aber solche, die weibliche Fortpflanzungsstrukturen betreffen, sind nicht so häufig.


    Zusammenfassung: Es wird ein tetralogischer Fall einer Spinne mit einer duplizierten Fortpflanzungsstruktur beschrieben. Das weibliche Exemplar hat die typische Epigyne und eine zweite in der Nähe der Spinnenwarzen. Die zweite Epigyne ist weniger entwickelt und scheint nicht funktionsfähig zu sein. Ähnliche Fehlbildungen wurden für Amaurobiidae und Salticidae berichtet und werden hier für Gnaphosidae vorgestellt.


    Obwohl es allgemein bekannt ist, daß Temperatur und Feuchtigkeit unter experimentellen Bedingungen Anomalien hervorrufen können, sind die Ursachen für tetralogische Genitalen bei wildlebenden Weibchen unbekannt. Dieser Fall wirft die Frage nach dem Ursprung einer solchen Fehlbildung und der Ontogenese der weiblichen Fortpflanzungsorgane bei Spinnen auf.


    https://wsc.nmbe.ch/reference/15694


    Gruß
    Joachim B.


    Bertani, R. & Almeida, M. Q. (2021). Yanomamius n. gen., ist eine neue Gattung von Vogelspinnen aus dem brasilianischen und venezolanischen Amazonasgebiet (Araneae, Theraphosidae), mit Beschreibung von drei neuen Arten


    Zusammenfassung: Die neue Gattung Yanomamius n. gen., wird beschrieben mit drei neuen Arten aus Brasilien.


    Yanomamius franciscoi n. sp. (Typusart),
    Yanomamius raonii n. sp.,
    Yanomamius neblina n. sp.


    Die rätselhafte venezolanische Art, die als Holothele waikoshiemi Bertani & Araujo, 2006 beschrieben wurde und derzeit in Guyruita Guadanucci et al. (2007) enthalten ist, wird in die neue Gattung übertragen, macht die neue Kombination Yanomamius waikoshiemi (Bertani & Araujo, 2006) n. comb.


    Yanomamius n. gen. ist eng mit den schismatothelinen Gattungen Schismatothele Karsch, 1879 und Euthycaelus Simon, 1889 verwandt, die als wahrscheinliche Synapomorphien eine Gruppe von kurzen Stacheln auf der retrolateralen distalen Tibia der männlichen Palpen und die Form des Bulbus teilen. Sie unterscheiden sich durch die Position der Stacheln in einer kompakten Gruppe statt in Reihen und durch einen spitz zulaufenden Embolus.


    Die Weibchen unterscheiden sich von Schismatothele und Euthycaelus durch die schwach sklerotisierten Spermatheken. Eine Reihe neuerer Phylogenien, die auf molekularen Daten basieren, legen eine enge Verwandtschaft zwischen schimatothelines und psalmopoeines nahe. Die männlichen Tibia I der Yanomamius n. gen. Arten, haben eine Reihe von Graten oder eine einzelne Ausstülpung hinter den Tibiaapophysen, die denen der psalmopoeines ähneln und damit die Idee einer engen Verwandtschaft der beiden Unterfamilien verstärken.


    Etymologie: Der Gattungsname ist eine Ehrung an die Yanomami-Indianer


    https://wsc.nmbe.ch/reference/15687


    Gruß
    Joachim B.


    Vanuytven, H. (2021). Die Theridiidae der Welt. Ein Schlüssel zu den Gattungen mit ihrer Diagnose und einer Studie über die Körperlänge aller bekannten Arten.


    Zusammenfassung. Dieser Beitrag besteht aus drei Teilen.


    In Teil A wird ein Schlüssel für die Gattungen der Spinnennetzspinnen oder Theridiidae gegeben. Dieser Schlüssel befaßt sich in erster Linie mit den Männchen da es oft unmöglich ist, weibliche Spinnen der richtigen Gattung zuzuordnen, wenn sie nicht von einem korrespondierenden Männchen begleitet werden.


    Teil B enthält eine kurze Beschreibung der einzelnen Gattungen. Für jede Gattung werden die Merkmale in der gleichen Reihenfolge dargestellt, um den Vergleich zwischen den verschiedenen Gattungen zu erleichtern.


    In Teil C werden die Ergebnisse einer Untersuchung der Körperlänge aller 2515 beschriebenen Spinnennetzspinnen vorgestellt. Alle 9969 Referenzen, die auf der Webseite der World Spider Catalog Association (WSCA, 2019) angegeben sind, wurden überprüft und die Daten in einer Tabelle dargestellt. Die minimale und maximale Größe der Männchen und Weibchen wird pro Art und Gattung berechnet. Für letztere ist auch der Durchschnitt angegeben. Es werden einige Anmerkungen zur Genauigkeit der Messungen gemacht. Einige fragwürdige Messungen oder Arten werden diskutiert.


    https://wsc.nmbe.ch/reference/15684


    Gruß
    Joachim B.


    Extreme Miniaturisierung eines neuen Amnioten-Wirbeltieres und Einblicke in die Evolution der Genitalgröße bei Chamäleons.


    Zusammenfassung: Die evolutionäre Reduktion der adulten Körpergröße, (Miniatisierung) hat tiefgreifende Konsequenzen für die Biologie von Organismen und ist ein wichtiger Gegenstand der Evolutionsforschung. Anhand von zwei Individuen beschreiben wir ein neues, extrem miniaturisiertes Chamäleon, das möglicherweise die kleinste Reptilienart der Welt ist.


    Der männliche Holotyp von Brookesia nana sp. nov. hat eine Schnauzenlänge von 13,5 mm (Gesamtlänge 21,6 mm) und besitzt große, scheinbar voll entwickelte Hemipenes, was es offenbar zum kleinsten jemals aufgezeichneten reifen männlichen Amnioten macht. Der weibliche Paratyp misst 19,2 mm Schnauzenlänge (Gesamtlänge 28,9 mm) und ein Mikro-CT-Scan zeigte sich entwickelte Eier in der Körperhöhle, was ebenfalls auf die Geschlechtsreife hinweist. Das neue Chamäleon ist nur aus einem abgebauten montanen Regenwald im Norden Madagaskars bekannt. Molekulare phylogenetische Analysen, platzieren es als Schwester von Brookesia karchei der größten Art in der Klade der miniaturisierten Brookesia-Arten, für die wir Evoluticauda Angel, 1942 als Untergattungsname wieder aufleben lassen.


    https://www.nature.com/articles/s41598-020-80955-1


    Gruß
    Joachim B.


    Kaderka, R. (2020). Neischnocolus iquitos, eine neue Art aus Peru. (Araneae: Theraphosidae:Theraphosinae). Revista Peruana de Biologia


    Zusammenfassung: Neischnocolus iquitos sp. nov. aus der Region Loreto, Peru, wird beschrieben, diagnostiziert und abgebildet. Die Männchen von Neischnocolus iquitos sp. nov. unterscheiden sich von allen bekannten Artverwandten durch das Vorhandensein von zwei retrolateralen Fortsätzen an der palpalen Tibia, in Kombination mit dem Vorhandensein eines retrolateralen Kiels am Embolus und dem Fehlen von Granulationen oder Mikrospitzen am Embolus oder Tegulum.


    Die Weibchen von Neischnocolus iquitos sp. nov. unterscheiden sich von allen Neischnocolus Weibchen durch die Morphologie der Genitalien, die aus einem unteren sklerotisierten Teil mit zwei kurzen, separaten Spermenrezeptoren und einem oberen Teil, der transparent und gekerbt ist, bestehen.


    Etymologie: Der spezifische Name bezieht sich auf die im oberen Amazonasgebiet lebenden Ureinwohner, die von den Spaniern "Iquitos" genannt wurden. Der Name bezieht sich auch auf die Typlokalität, die in der Nähe von Iquitos, der Hauptstadt der peruanischen Provinz Maynas und der Region Loreto, vorkommt.


    https://wsc.nmbe.ch/reference/15639


    Gruß
    Joachim B.

    Verhaltensversuche zum Beutefang unter UV-Licht verliefen zum Teil positiv, zum Teil negativ.


    zum Teil positiv (Young, M. R., F. Wanless 1967) → Young, M.R., F. Wanlass: Observation on fluorescence and function of spider´s eyes. J. Zool. Proc. Zool. Soc. Lond. 151 (1967) 1


    zum Teil negativ (Kaestner) 1950 → Kaestner, A. Reaktionen der Hüpfspinnen (Salticidae) auf unbewegte farblose und farbige Gesichtsreize. Zool. Beitr. 1 (1950)12-50


    Springspinne Maevia eine spektrale Empfindlichkeit von 330 bis 700 nm nachgewiesen (Peaslee & Wilson 1989) → Peaslee, A. G., G. Wilson: Spectral sensitivity in jumping spiders (Araneae, Salticidae) j. comp. Physiol. A 164 (1989) 359-363


    Gruß
    Joachim B.

    Hi


    Für welche Sehleistungen die Springspinnen ihre Ultravioletrezeptoren (maximale spektrale Empfindlichkeit bei 360 nm) einsetzen, ist noch nicht geklärt. Verhaltensversuche zum Beutefang unter UV-Licht verliefen zum Teil positiv, zum Teil negativ. Für Rotlicht sind wohl die meisten Spinnenaugen ebenso wie die meisten Insektenaugen unempfindlich.


    Allerdings wurde für die Sprringspinne Maevia eine spektrale Empfindlichkeit von 330 bis 700 nm nachgewiesen, also auch im Rotbereich (700 nm), doch ist dort die Empfindlichkeit stark reduziert.


    Rainer F. Foelix - Biologie der Spinnen 2015 S. 125


    Gruß
    Joachim B.

    Hallo Alveus


    Du hast lediglich die technische Möglichkeit der 4ten Diodenart deiner Fernbedienung erklärt und was du als Ergebnis siehst keineswegs jedoch, ob die Poecilotheria metallica auch rotes Licht wahrnimmt oder nicht. Klar ist lediglich, mit eine Woche Rotlicht Spinne weg und bei Rotlicht aus, Spinne wieder da. Summe: Spinne reagiert auf eine Wellenlänge die als Rot bezeichnet wird. Ob die Spinne auch weis daß das Rot sein soll, ist nicht sicher. Sicher ist, daß sie auf eine bestimmte Wellenlänge reagiert und sonst nix.


    Gruß
    Joachim B.

    Entweder gibt das LED nicht nur Roteslicht ab, welches die anderen Spinnen aber nicht stört, oder die Poecilotheria metallica nimmt auch rotes Licht wahr.
    Weiss da jemand evt mehr dazu?


    LED=Licht emittierende Diode. Leuchtdioden werden als Halbleiter genutzt. Sie können unterschiedliche Lichtformen abstrahlen, wenn elektrischer Strom durch sie fließt.


    RGB=bedeutet Rot-Grün-Blau, die 3 Grundfarben aus denen alle erdenklichen Farbvarianten gemischt werden. RGB Leuchtdioden vereinen einen roten, grünen und blauen Chip in einem LED Gehäuse und können sämtliche Farbvarianten darstellen.


    Hallo Alveus


    Ich habe mal LED und RGB übersetzt was das eigentlich ist. (Bei Gugel abgeschrieben und in Kurzform zusammengestoppelt :) ) Nun stell dir mal vor, was da so alles an Gemisch auf deine arme Poeci drauf zu kommt. In Sonderheit, sie doch selbst im unterschiedlichsten Blau gekleidet ist und nach ihrer Ansicht mehr Ahnung von Blau hat, als das ganze LED und RGB Zeug zusammen.


    Da die Längsleisten der blauen Haare lamellär aufgebaut sind, ergeben sich zwischen den Cuticulalamellen, schmale mit Luft gefüllte Zwischenräume. An den Grenzflächen von Cuticula und Luft entsteht die blaue Farbe beim Eintreten von Weisslicht, da diese dort reflektiert wird. → Interferenz. Steht so hier im Forum :D


    Gruß
    Joachim B.

    Hallo Nando


    Da ist mir noch ein schönes Stückchen eingefallen, das man auch unter "Wissensträger" einfügen kann. Es findet sich jedoch nicht unter "Acknowledgements", sondern unter "Etymologie".


    Lyrognathus giannisposatoi


    Ein Patronym zu Ehren von Herrn Gianni Sposato, der den Autoren in den letzten 8 Jahren wertvolles Selenocosmia-Material, Daten und Unterstützung zur Verfügung gestellt hat.


    Gruß
    Joachim B.