Beiträge von Joachim Borkenhagen

    Hallo Wolfram


    Deine Lösung "H. sp. klein" (die aus Venezuela) ist richtig.


    Im Unterschied zur Frage, findet sich bei deiner Korrektur "Hapalopus sp. Columbia groß" die Beschreubung.


    Färbung der Beine und Taster sowie des Carapax dieser bis zu 4 cm großen Art, ist ein helles Braun. Auf dem Carapax befinden sich zusätzlich ein schwarzes Oval um Augenhügel und Thoraxgrube herum. Die Oberseite des Opisthosoma zeigt eine schwarze, fischgrätenähnliche Zeichnung auf der ansonsten orange Grundfärbung.


    Die neue Frage geht somit nach Wien!


    Gattung: Hapalopus
    < (gr.) hapalós = weich, zart, jung + ho pús = der Fuß
    => "zarter/s Fuß/Bein"
    Art: H. triseriatus
    < (lat.) tri- = drei- + series = die Reihe, Kette, das Glied < seriatus (Adj.) "dreifach gereiht, dreireihig"


    Gruß

    Joachim B.

    Das neue Rätsel


    Vom Augenhügel ausgehend zieht sich eine birnenförmige,gelbliche Zeichnung spitz zulaufend bis zur Thoraxgrube. Diese ist ebenfalls gelblich gefärbt, mit strahlenförmig abgehenden Linien auf dem schwarz-braunen Carapax.Grundfarbe des Opisthosoma ist Schwarz und die Beine sind hellbraun. Zwischen Petiolus und Brennhaarfeld befinden sich drei gelbe Flecken, die mit ebenso gefärbten Linien verbunden sind. Seitlich am Opisthosoma sind fünf gelbe Flecken bzw. Streifen unterschiedlicher Stärke vorhanden. Das Brennhaarfeld ist dreieckig und hat längere Haare. Wer bin ich.

    Gruß

    Joachim B.

    Hallo Rätselfansin


    Ich bin einer der großen Schrecken
    Gattung Megaphobema: gr. megas = groß; gr. phobema = der Schrecken

    Mein Bruder ist stämmig und stark
    M. robustum lat. robustus = stämmig, stark

    Ich kam erst später dazu -- Und bin in der Mitten schwarz
    M. mesomelas gr. meso = mitten; gr. melos = schwarz

    Wer beschrieb mich als Erster
    O. Packard-Cambridge, 1892

    Und wie hieß ich damals
    Eurypelma mesomelas


    Hier noch eine andere (Teil) Lösung


    Megaphobema:
    < (gr.) mégas = groß + tò phóbema = der Schrecken => "großer Schrecken"

    mesomelas -- < (gr.) mésos = mitten, in der Mitte + mélas = schwarz
    "in der Mitte schwarz"

    robustum -- < (lat.) robustus = fest, stark "von kräftigem Körperbau"


    Gruß

    Joachim B.

    Hänggi, A., Bobbitt, I., Kranz-Baltensperger, Y., Bolzern, A. & Gilgado, J. D. (2021). Spiders (Araneae) aus Schweizer Gewächshäusern, mit Nachweisen von vier für die Schweiz neuen Arten. Arachnologische Mitteilungen


    Zusammenfassung. Spinnen (Araneae) aus beheizten Gewächshäusern der Schweiz, mit Erstnachweisen von vier Arten für die Schweiz. Bei Aufsammlungen von Invertebraten in neun Warm-Gewächshäusern (Tropenhäusern) in der Schweiz wurden Spinnen als Beifänge ausgewertet. Von den 136 Individuen konnten 65 bis zur Art bestimmt werden. Die 14 ermittelten Arten verteilten sich auf sechs Familien. Neun der Arten stammen von anderen Kontinenten (alien species), eine stammt aus dem Mittelmeerraum und vier sind zentraleuropäischen Ursprungs Arten. Vier Arten stellen Erstnachweise für die Schweiz dar:


    Nesticidae:

    Nesticella mogera (Yaginuma, 1972),


    Oonopidae:

    Diblemma donisthorpei O. Packard-Cambridge, 1909,

    Ischnothyreus peltifer (Simun, 1892)

    Prida sechellensis (Benoit, 1979).


    Diese vier Arten werden kurz besprochen und mit Bildmaterial belegt


    https://wsc.nmbe.ch/reference/16089


    Gruß

    Joachim B.


    Yu, K., Zhang, S. Y., Zhang, F., Li, Z. M. & Yang, Z. Z. (2021b). Taxonomische Studien zu fünf Arten der Selenocosmiinae aus China (Araneae, Theraphosidae). Faunitaxys 9(33):


    Zusammenfassung. - Es werden vier neue Arten der Selenocosmiinae mit beiden Geschlechtern beschrieben:


    Chilobrachys lubricus sp. nov.,

    Selenocosmia anubis sp. nov.,

    Selenocosmia qiani sp. nov.,

    Selenocosmia longiembola sp. nov.,


    Chilobrachys hubei Song & Zhao, 1988 wird neu beschrieben und diagnostiziert und das Weibchen von Chilobrachys hubei , wird zum ersten Mal beschrieben.


    https://wsc.nmbe.ch/reference/16082


    Gruß

    Joachim B.

    Wenn man mal den Begriff "Arachnophobie = meißt unbegründete Angst vor Spinnen - der sich sachlich besehen lediglich als Ekel definieren läßt - mal außen vor läßt und den mythologischen Hintergrund betrachtet, bleibt in Kurzform nicht viel übrig.


    Erwähnt wurde er in etwas abgewandelter Form von Homer in der Ilias wo die griech. Götter Phobes = Furcht und Deimos = Schrecken zusammen mit Ares allerlei Hader verbreiteten, der überhaupt nicht soldatisch ist. Sie - die Soldaten - hauten ab und gingen nach hause. Weit kamen sie allerdings nicht, denn die Ilias handelt nur von den letzten 10 Tagen des trojanischen Krieges.


    Die Sache mit Arachne und Pallas Athene, ist eine andere Angelegenheit und ging nicht besonders gut für sie aus. Man soll sich eben nicht mit allzueng mit Götter anlegen. Übermut tut selten gut. Sie krabbelt aber noch allerorten herum und sorgt für Freud und Leid. Sie kann sich den schwarzen Fleck auf ihrer Weste eben nicht wegwischen.


    Gruß

    Joachim B.

    Kaderka, R.. Bulantova, j., Heneberg, P. & Rezac, M. (2019) Urticating setae of tarantulas (Araneae: Theraphosidae): Morphologie, Revision der Typologie und Terminologie und Implikationen für die Taxonomie.


    Zusammenfassung: Urticating Setae sind modifizierte Setae auf dem Abdomen oder den Pedipalpen, die einen wirksamen Verteidigungsmechanismus gegen Wirbeltier- oder Wirbellose-Räuber und Eindringlinge darstellen. Außerdem sind sie als morphologische Merkmale nützliche taxonomische Hilfsmittel, die die Klassifizierung der Theraphosidenspinnen der Neuen Welt erleichtern. In der vorliegenden Studie wurde die Morphologie der Urticating Setae an 144 Taxa von Neuwelt-Theraphosiden untersucht, einschließlich der ontogenetischen Stadien ausgewählter Arten, mit Ausnahme von Arten mit Urticating Setae des Typs VII. Die Typologie der Urticating Setae wurde überarbeitet, und die Typen I, III und IV wurden neu beschrieben. Die Urticating Setae bei Spinnen mit Setae des Typs I, die ursprünglich zum Typ III gehörten oder als Setae mit intermediärer Morphologie zwischen den Typen I und III angesehen wurden, werden nun als ontogenetische Derivate des Typs I betrachtet und als Subtypen beschrieben. Die bei Iridopelma hirsutum und Antillena rickwesti gefundenen Seten mit einer Morphologie, die zwischen der von Körperseten und der von Typ II liegt, könnten ein weiterer Beweis dafür sein, dass sich die Seten von Typ II aus den Körperseten entwickelt haben. Es wird vermutet, dass die Verschmelzung der Widerhaken mit dem Schaft zur Morphologie der Typ-II-Sätze führen kann. Da sich die Typ-II-Sätze der Aviculariinae unabhängig von den UrS der Theraphosinae entwickelt haben und beide Unterfamilien zwei Nichtschwestergruppen darstellen, dürfte dies die Unterschiede in der Morphologie der Körpersätze bei Aviculariinae und Theraphosinae erklären. Die Terminologie der "Widerhaken" und "umgekehrten Widerhaken" wurde überarbeitet und neu definiert, wobei die tatsächliche Richtung der Widerhaken neu betont wurde


    UrS = Lastenheft - User Requirement Specification


    https://wsc.nmbe.ch/reference/16078


    Gruß

    Joachim B.

    Hast du auch eine Erklärung warum einige spinnen versterben und aber völlig "lasch" sind?

    Hallo Nando


    Nein, habe ich nicht. Dazu mangelt es mir zu sehr an nachprüfbare Angaben hinsictlich Gattung, Art und sonstige Hinweise zu Herkunft und Haltungsbedingungen.


    Hier die Frage:


    Welche Vogelspinnengattung setzt sich aus ---- das Lied, der Psalm und ----

    dichten, singen = Psalmensänger zusammen, und welcher Arachnologe verwendete Stridulationsorgane als taxonomisch wichtige Strukturen.


    Was andere Autoren offenbar nicht immer taten, sonst hätte er nicht darauf hingewiesen.


    Gruß

    Joachim B.

    Grüazi


    Die meißten Gelenke der Spinnen funktioniere mechanisch über die Muskulatur der Beuger und Strecker. Außnahmem sind die Gelenke von Femur-Patella und Tibia-Metatarsus.


    Diese besitzen nur mechanische Beuger, hingegen werden die Strecker hydraulisch über Heben und Senken des Hämolymphedruckes gesteuert.


    Stirbt die Spinne, sinkt der Hämolymphedruck und die Spinne "zieht die Beine unter" wie es sich nennt.


    Quelle: Raine F. Foelix, Biologie der Spinnen

    Thieme Verlag, Stuttgart 1979


    Gruß

    Joachim B.

    Sherwood, D. & Gabriel, R. (2021b). Eine neue Art von Spinosatibiapalpus Gabriel & Sherwood, 2020 aus Peru (Araneae: Theraphosidae).


    Eine neue Art der Gattung Spinosatibiapalpus Gabriel & Sherwood, 2020 wird aus Peru beschrieben.


    Spinosatibiapalpus bora sp. nov., basierend auf der Morphologie des Palpenkolbens eines männlichen Exemplars aus Pebas, einem Ort und Distrikt der Provinz Mariscal Ramón Castilla in Peru.


    https://wsc.nmbe.ch/reference/15975


    Gruß

    Joachim B.

    Sherwood, D., Gabriel, R., Kaderka, R., Lucas, S. M. & Brescovit, A. D. (2021c). Stabilisierung einer chaotischen Taxonomie: Neubeschreibung und Neudefinition der Gattungen Lasiodorides Schmidt & Bischoff, 1997 und Thrixopelma Schmidt, 1994 (Araneae: Theraphosidae).

    Die Gattungen Lasiodorides Schmidt & Bischoff, 1997 und Thrixopelma Schmidt, 1994 werden vorläufig revidiert, und ihre Taxonomie wird stabilisiert.


    Beide Geschlechter von Lasiodorides polycuspulatus Schmidt & Bischoff, 1997, und das Männchen von Lasiodorides striatus (Schmidt & Antonelli, 1996) werden neu beschrieben, und die Gattung Lasiodorides wird neu eingeordnet.


    Lasiodorides rolinae Tesmoingt, 1999 wird als Junior-Synonym von Lasiodorides polycuspulatus syn. nov. vorgeschlagen, basierend auf Färbung und Morphologie des Spermathek.


    Lasiodorides remotus Schmidt, 2007 wird als jüngeres Synonym von Lasiodorides polycuspulatus syn.nov. vorgeschlagen, basierend auf der Morphologie der Spermathek.


    Thrixopelma aymara (Chamberlin, 1916) und Thrixopelma lagunas Schmidt & Rudloff, 2010 werden neu beschrieben.


    Thrixopelma ockerti Schmidt, 1994 wird aus der Syntypenserie abgebildet und anhand eines Nicht-Typ-Weibchens aus Iquitos, Peru, aus den Sammlungen des Museo de Historia Natural, Universidad Nacional Mayor de San Marcos, Lima, Peru, neu beschrieben.


    Thrixopelma longicolli (Schmidt, 2003) comb. nov. wird aufgrund der Morphologie des Palpenkolbens von Lasiodorides zu Thrixopelma transferiert und das Holotypus Männchen wird neu beschrieben.


    Die Probleme, die mit den Paratypus-Exuvien dieses Taxons verbunden sind, werden ebenfalls diskutiert.
    Thrixopelma peruvianum (Schmidt, 2007) comb. nov. wird nach Untersuchung der holotypischen weiblichen Exuvie und einer kon-spezifischen nicht-typischen weiblichen Exuvie neu von Euathlus Ausserer, 1875 übertragen.


    Thrixopelma cyaneolum Schmidt, Friebolin & Friebolin, 2005 wird anhand der syntypischen weiblichen Exuvien diskutiert und illustriert.


    Thrixopelma pruriens Schmidt, 1998 wird anhand der weiblichen Exuvien des Holotyps diskutiert und illustriert, und das problematische Nicht-Typusmaterial wird diskutiert.


    Abschließend argumentieren wir, dass die zukünftige Benennung von Exuvien als Typusexemplare von neuen theraphosiden Spinnen als inakzeptable Praxis in der Arachnologie angesehen werden sollte.


    https://wsc.nmbe.ch/reference/15967


    Gruß

    Joachim B.