Beiträge von Joachim Borkenhagen


    Breitling, R. (2021b). Zur Urheberschaft und den Erscheinungsdaten von Theraphosa und Theraphosidae: (Araneae, Mygalomorphae): Eine Klarstellung


    Das kontroverse Erbe . Teil 2


    Ich würde daher argumentieren, dass Theraphosa Thorell kein Ersatzname im Sinne des Kodex ist. Dass diese Interpretation richtig ist, wird durch den Text von Thorell bestätigt.


    Dieser Text enthält die Aussage: "Theraphosa (Walck.) nob. ist also = Mygale (Walck.) C. Koch 1850."


    In der modernen Breitling - Bionomina 24 © 2021 Magnolia Pressterminology - könnte diese Aussage mit "Theraphosa Thorell, 1870 (nec Theraphosa Walckenaer, 1805)" - bezeichnet daher die Gattung Mygale im Sinne von C. Koch (1850), - nicht von Walckenaer (1802: 249) und Latreille (1802a)" übersetzt werden.


    Mit anderen Worten: Theraphosa, wie von Thorell aufgestellt, ist nicht dasselbe wie Theraphosa im Sinne von Walckenaer; stattdessen ist es ein neu gebildeter Name für die Arten, die in Mygale im Sinne von C. Koch, der nicht mit Mygale im Sinne von Walckenaer (und Latreille; der Name wurde von Walckenaer in der Société Philomatique mündlich vorgestellt, bevor er von Latreille erstmals im Druck veröffentlicht wurde) identisch ist, da Kochs Gattung keine der ursprünglichen Mygale-Mitglieder enthält (die alle in andere Gattungen überführt wurden).


    Danksagung:


    Ich möchte Alain Dubois, Michael Schmitt, Tobias Bauer und drei anonymen Gutachtern für ihre hilfreichen Kommentare zu einer früheren Version dieses Artikels danken. Danniella Sherwood und Theo Blick haben mir sehr offen Hintergrundinformationen über die Entstehung und die Absicht ihrer Arbeit an der Theraphosa-Nomenklatur mitgeteilt; auch wenn ich ihre Schlussfolgerungen nicht teile, wäre dieser Artikel ohne ihre vorläufige Analyse nicht begonnen und ohne ihre Unterstützung und Ermutigung nicht beendet worden.


    https://wsc.nmbe.ch/reference/16155


    Gruß

    Joachim B.

    Sunil Jose, K. (2021b).Schieferrote Vogelspinne (Poecilotheria rufilata) in den Western Ghats, Indien.


    Die schieferrote Baumspinne Poecilotheria rufilata Pocock, 1899, ist eine extrem seltene, endemische, wenig bekannte Vogelspinne, die anhand eines weiblichen Exemplars aus Thiruvananthapuram in Kerala, Indien, beschrieben wurde.


    Diese baumbewohnende Spinne kommt hauptsächlich in abgestorbenen Rotkiefern, Jackfruchtbäumen und Weißkiefern vor und wurde im Biosphärenreservat Agasthyamala, am Peppara-Damm, in Kallar und Ponmudi in 900-1200 m Höhe in Kerala nachgewiesen (Charpentier 1996).


    Sie ist morphologisch ähnlich wie Poecilotheria ornata Pocock, 1899, die in Sri Lanka verbreitet ist.


    https://wsc.nmbe.ch/reference/16198


    Gruß

    Joachim B

    Breitling, R. (2021b). Zur Urheberschaft und den Erscheinungsdaten von Theraphosa und Theraphosidae: (Araneae, Mygalomorphae): Eine Klarstellung


    Nomen est omen: Demnächst hier im Forum


    Die Gattung Theraphosa wurde von Thorell (1870) als Typusgattung der gleichzeitig veröffentlichten Familie Theraphosidae, der vielfältigsten Gruppe der mygalomorphen Spinnen, aufgestellt. Diese Autorenschaft und das Veröffentlichungsdatum wurden lange Zeit von der Mehrheit der Autoren akzeptiert. Eine Minderheit vertritt jedoch seit langem die Ansicht, dass der Gattungsname Walckenaer (1805) zugeschrieben werden sollte, und das Datum der Veröffentlichung des Familiennamens wurde auf 1869 geändert.


    Eine kürzlich erschienene Veröffentlichung hat diesen Fall untersucht. Auf der Grundlage einer begrenzten Auswahl der einschlägigen Literatur bemühten sich die Autoren um eine sinnvolle Auswertung ihrer Quellen und kamen vorschnell zu dem Schluss, dass die Minderheitsmeinung tatsächlich richtig sein könnte. Sie übersahen dabei die potenziell destabilisierenden Auswirkungen dieser Zuschreibung.


    In dieser Abhandlung werden die Beweise im Lichte einer viel breiteren Palette einschlägiger Veröffentlichungen erneut geprüft, in den wichtigen historischen Kontext eingeordnet und auf der Grundlage der aktuellen Nomenklaturregeln der Schluss gezogen, dass der traditionelle Konsens tatsächlich richtig war.


    So ist Theraphosa Thorell, 1870 die Typusgattung der Theraphosidae Thorell, 1870 und ein Nomen protectum, während Theraphosa Schinz, 1823 ein Nomen oblitum ist, das sich hauptsächlich auf die deutsche Lehrbuchliteratur des frühen 19.Jahrhundert. Teraphosa Eichwald, 1830 und Teraphosa Gistel, 1848 sind Junior-Synonyme von Avicularia Lamarck, 1818 (syn. nov.), Theraphosa Walckenaer, 1805 ist ein supragenerischer Name der Klassenreihe (synonym zu Mygalomorphae) und nicht auf Gattungsebene verfügbar.

    https://wsc.nmbe.ch/reference/16155


    Gruß

    Joachim B.

    A - Im Chapada Park ist dem Klimadiagramm zu entnehmen, dass P. sazimani im Winter im Schnitt über 4 Monate 16-18°C ausgesetzt ist.


    B - Die Fundorte – der Nationalpark Chapada Diamantina und der Nationalpark Serra do Cipó – befinden in Gebieten, welche 'campo rupestre' – 'das steinige Land' genannt werden. Charakteristisch für diese Regionen ist ihre hohe Lage von 900m ü. M. In den Wintermonaten Juni/Juli betragen die Durchschnittstemperaturen 18-20°C mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 70%. In den Nächten kann es in diesen höheren Lagen doch empfindlich kalt werden und Nachtabsenkungen bis auf 4°C sind keine Seltenheit.


    C - Davon abgesehen ging es ja um die Durchschnittstemperaturen im Winter. --- dein Beitrag kam mir gerade etwas überheblich vor


    Hallo Wolfram
    Den Link habe ich als Zusatzinformation für die Vielfalt zum Bereich Klima/Temperetur gegeben. Wenn du dich dabei lediglich an Durchschnittstemperaturen im Winter aus einem Klimadiagramm orientierst ohne die Gesamtheit im Detail zu berücksichtigen, ist es schon mehr als oberfläch.


    Ein Hinweis darauf, ist keineswegs überheblich wie du meinst.


    Gruß

    Joachim B.

    Quispe-Colca, O. M. & Ferretti, N. E. (2021). Erstnachweis der Vogelspinnengattung Euathlus (Araneae: Theraphosidae: Theraphosinae) in Peru, mit der Beschreibung einer bedrohten neuen Art


    Zusammenfassung: Eine neue Art von Euathlus Ausserer, 1875 (Araneae: Theraphosidae: Theraphosinae), Euathlus vanessae sp. nov. wird beschrieben und diagnostiziert.
    Die Gattung ist aus Chile und Argentinien bekannt, und Euathlus vanessae sp. nov. stellt den Erstnachweis der Gattung in Peru dar, der die neue nördlichste Grenze ihrer bekannten Verbreitung darstellt. Es werden Daten zur Verbreitung und zur Naturgeschichte geliefert. Außerdem wird der Erhaltungszustand der neuen Art erörtert und sie wird nach den Kriterien der IUCN als gefährdet (EN) vorgeschlagen.


    Gruß

    Joachim B.


    https://wsc.nmbe.ch/reference/16144



    Ferretti, N. E. (2021). Erstnachweis der Vogelspinnengattung Bumba (Araneae: Theraphosidae) aus Bolivien, mit der Beschreibung einer neuen Art. Iheringia,


    Zusammenfassung:. Eine neue Art von Bumba Pérez-Miles, Bonaldo & Miglio, 2014 wird beschrieben und illustriert. Diese Art ist der erste Nachweis der Gattung für Bolivien. Bumba paunaka sp. nov. unterscheidet sich von den anderen Arten der Gattung durch das schwarze Längsband auf dem Abdomen, durch den langen und schlanken Embolus des Palpenkolbens und durch den dünnen und langen subapikalen Stachel des retrolateralen Zweiges der Tibiaapophyse. Die Weibchen unterscheiden sich außerdem in der Morphologie der Spermathek. Schließlich wird eine Verbreitungskarte für alle bekannten Bumba-Arten vorgestellt.


    Gruß

    Joachim B.


    https://wsc.nmbe.ch/reference/16143

    Sherwood, D., Ferretti, N. E., Gabriel, R. & West, R. C. (2021d). Neubeschreibung der Theraphosine Hapalotremus albipes Simon, 1903 und Beschreibung von vier neuen Arten von Hapalotremus Simon, 1903 aus Peru und Bolivien (Araneae: Theraphosidae).

    Zusammenfassung: Der Holotypus von Hapalotremus albipes Simon, 1903 wird neu beschrieben. Vier neue Arten der Gattung HapalotremusSimon, 1903 werden beschrieben:

    Hapalotremus apasanka sp. nov,
    Hapalotremus hananqueswa sp. nov. und
    Haplotremus kaderkai sp. nov.aus Peru, und
    Hapalotremus yuraqchanka sp. nov. aus Bolivien.


    Die Morphologie der palpal bulben, die ontogenetische Morphologie der Spermathek und die Biogeographie werden diskutiert. Außerdem werden historische Informationen über Sammler und Kommentare zu den Akzessionsnummern und anderen Etiketteninformationen historischer Exemplare gegeben.


    Gruß

    Joachim B.


    https://wsc.nmbe.ch/reference/16122

    Hallo!


    Demnächst hier im Forum


    Ferretti, N. E. (2021). First record of the tarantula genus Bumba (Araneae: Theraphosidae) from Bolivia, with the description of a new species. Iheringia, Série Zoologia 111(e2021025): [pdf not yet available]. doi:10.1590/1678-4766e2021025 upload pdf


    https://www.scielo.br/j/isz/a/…DVBPPKXBYvkgS7sR/?lang=en

    Quispe-Colca, O. M. & Ferretti, N. E. (2021). First record of the tarantula genus Euathlus (Araneae: Theraphosidae: Theraphosinae) in Peru, with the description of a threatened new species. Iheringia, Série Zoologia 111(e2021026): [pdf not yet available]. doi:10.1590/1678-4766e2021026 upload pdf


    https://www.scielo.br/j/isz/a/…qnmVvkkMVBGVN6my/?lang=en

    Sherwood, D., Ferretti, N. E., Gabriel, R. & West, R. C. (2021d). Redescription of the theraphosine Hapalotremus albipes Simon, 1903 and description of four new species of Hapalotremus Simon, 1903 from Peru and Bolivia (Araneae: Theraphosidae). Arachnology


    https://wsc.nmbe.ch/reference/16122


    Gruß

    Joachim B.

    Hallo aus der Arthropodenfauna des Baruther Urstromtals

    Platen, R. (2021). Bemerkenswerte Webspinnenarten und eine Weberknechtart.
    In: Barndt, D.: Beitrag zur Arthropodenfauna des Baruther Urstromtals und Umgebung:
    FFH Zarth, NSG Schöbendorfer Busch,
    FFH Sperenberger Gipsbrüche u.a. (Bundesland Brandenburg)
    (Coleoptera, Heteroptera, Hymenoptera, Saltatoria, Araneae, Opiliones, Diplopoda, Chilopoda u.a.).
    Märkische Entomologische Nachrichten 23: 158-166.

    https://wsc.nmbe.ch/reference/16118

    Gruß aus Berlin
    Joachim B.

    Candia-Ramírez, D. T. & Francke, O. F. (2021).Ein weiterer Streifen auf dem Tiger macht keinen Unterschied? Unerwartete Vielfalt bei der weit verbreiteten Tiger Tarantula Davus pentaloris (Araneae: Theraphosidae: Theraphosinae).


    Mit 10 interspezifische Variation adulter Männchen des dorsalen Färbungsmusters der Männchen des Artenkomplexes Davus aff. pentaloris


    Abbildung 1. Verbreitungskarte der besammelten Fundorte von Davus aff. pentaloris in den Bundesstaaten Guerrero, Oaxaca, Veracruz und Chiapas in Mexiko, Guatemala und El Salvador. Es sind Aufzeichnungen von Exemplaren enthalten, die für molekulare Daten und morphologische Untersuchungen entnommen wurden. Vier Lokalitäten wurden aufgrund fehlender geografischer Koordinaten ausgeschlossen.


    Abbildung 11. Geografische Verteilung der Kandidatenarten innerhalb des Artenkomplexes Davus aff. pentaloris


    https://wsc.nmbe.ch/reference/16113


    Gruß

    Joachim B.

    Die Rater - Ergänzung zur Frage


    Etymologie der Art: Der spezifische Beiname ist ein lateinisches Adjektiv, welches sich auf das zweifarbige Abdomen bezieht, mit einem dorsalen dunkelbraunen Chevron, das mit hellbraunen lateralen Seiten und ventral kontrastiert.


    Etymologie: ------ ist ein Substantiv in Anlehnung an die------ - eine Sprache des Tupi-Sprachstammes


    Gruß

    Joachim B.

    Ich habe gesehen, dass manche Vogelspinnen eventuell eine "Linse"

    Hallo Alex
    Vogelspinnen haben keine Linsen in den Augen. In welche auch immer.Sie können allerdings "polarisiertes Licht" wahrnemen.


    Die Lichtwellen des Sonnenlichts schwingen in der dunstigen Erdatmosphäre in jedem bestimmten Himmelspunkt vorzgsweise in einer Richtung. Sie werden mithin polarisiert. Daraus folgert ein vorgegebenes Polarisierungsmuster des Himmels, das sich mit dem Sonnenstand verändert.


    Ob das auch dem Beutefang dienlich ist, sei mehr als fragwürdig. Dazu haben sie bedeutend effektivere Sinne. Es gibt jedoch im Leben einer Vogelspinne mannigfaltige Gründe und Situationen, für die sich eine Nutzung dieser Fähigkeiten anbietet.


    Gruß

    Joachim B.

    Gabriel, R. (2020b). Einige Notizen und Beobachtungen zur Variation der Abdominalzeichnung, Farbe und anderer Merkmale bei Arten der Gattung Davus O. Pickard-Cambridge, 1892 (Araneae: Theraphosidae).

    Beschrieben werden:


    Davus fasciatus Pickard-Cambridge. 1892, Panama und Costa Rica
    Davus pentaloris (Simon, 1888), Mexico bis Honduras
    Davus ruficeps Simon, 1891 Costa Rica bis Nicaragua

    Davus santos Gabriel, 2016 Panama.


    https://wsc.nmbe.ch/reference/16111


    Gruß

    Joachim B.

    Die Gemeinde


    Werde mal den Fokus der Frage auf eine Form setzen, die inhaltlich und themenspezifisch mehr von taxonomischer Relevanz ist. So werden auch Halter angesprochen, die häufig schon seit Jahren relativ seltene Arten pflegen und auch erfolgreich nachzüchten. Die Brüder und Schwestern klucken eben nur wie die Geizhälse auf ihre Schätze und reden nicht darüber.


    Die Frage:
    Das diagnostische Hauptmerkmal ist das Vorhandensein eines subapikalen, lanzettförmigen Kiels auf der männlichen Palpalknolle, der unter den basalen Taxa von Theraphosinae mit Typ III-IV urtikating setae einzigartig ist.


    Die weiblichen Spermatheken bestehen aus zwei kugelförmigen Gefäßen mit trichterförmigen Hälsen, die jeweils einen sklerotisierten Bereich tragen.


    Bei beiden Geschlechtern ist die Spermathek bemerkenswert gemustert. Sowohl der Bulbus-Lanzettenkiel als auch das Spermathekenmuster, werden als Synapomorphien der Gattung angenommen.


    Etymologie der Art: Der spezifische Beiname ist ein lateinisches Adjektiv, das sich auf - - - - - - bezieht, mit einem dorsalen dunkelbraunen Chevron, das mit - - - - - - - lateralen Seiten und - - - - - kontrastiert.

    Gruß

    Joachim B.

    Dann Cyriocosmus aueri

    Doch außerhalb des Rätsels, klick doch mal den Link Titel Cyriocosmus hoeferi - Das erste Exemplar - ein Männchen - wurde 1994 von Hubert Höfer und Thierry Gansnier gesammelt usw.


    Öffne nun rechts das Foto mit der Spinne und dem Schwarz-weiß und roten Teilbereich auf dem Opisthosoma die den Titel "Zwerg-Vogelspinne Cyriocosmus hoefer" trägt. Wenn du das Foto jetzt auch noch zu dir auf den Rechner lädst wirst du feststellen, daß sie dort als Cyriocosmus ritae angekommem ist. Was allerdings nicht ganz sein kann, denn die ist von Pérez-Miles, 1998


    https://www.smnk.de/forschung/…ddd07ccdfdd4c593ead0a18b0


    Gruß
    Joachim B.

    Hallo Wolfram 1


    Wie wär´s hiermit.


    Im Jahre 2016 entdeckten Cosmonauten einen roten Zwerg in Mitten der schwarz-wei8en Tiefen des Alls.

    roten Zwerg = Cyriocosmus peruvianus Kaderka, 2016 Der spezifische Name leitet sich von einem Verbreitungsgebiet ab, das einen Teil des peruanischen Amazonas-Regenwaldes umfaßt.

    Tiefen des Alls = Cyriocosmus
    < (gr.) kýrios = (be)herrschend + ho kósmos = die Welt
    => "die Welt beherrschend, Weltbeherrscher; Kosmopolit"

    in Mitten = C. peruanus, ist nur aus der Provinz Maynas in der Region Loreto, Rio Nanay bei Iquitos in Peru bekannt.

    Schwarz-weiße = Der Río Nanay ist ein linker Nebenfluß des Amazonas im Nordosten von Peru in der Provinz Maynas der Region Loreto. Er gehört zu den Schwarzwasserflüssen. die neben Weißwasserflüssen und Klarwasserflüssen drei in den Tropen vorherrschende Flußtypen sind.


    Gruß

    Joachim B.