Beiträge von Marco Fritz

    Hi Luna,
    ich habe das früher auch zT bei meinen Vogelspinnen beobachtet, war aber immer in einer Zeit, in der das Wetter verrückt spielte... Dass es an dem krabbelnden Futter glaube ich persönlich nicht, aber an was es liegt, vermag ich auch nicht zu sagen ;-).


    Jedenfalls bist du nicht die Einzige, die sowas erlebt.

    Zitat

    Original von Fenriswolf
    Würdest du, wenn du die einzige Person bist, die solche Spinnen nachzüchten kann, nicht auch höhere Preise verlangen?


    Hallo Fenriswolf,
    ich persönlich finde trotzdem, dass es was mit Gier zu tun hat. Natürlich kann jeder das machen wie er will, solange es Leute gibt, die einen hohen Preis dafür zahlen, soll es so sein.
    Ich will nicht S. terrosus mit P. metallica vergleichen, aber: Ich und ein Hobbykollege hatten, an der letztjährigen Börse in Olten, S. terrosus-Jungtiere zum Verkauf. Und m.E. waren wir dazumals die Einzigen in der Schweiz mit Jungtieren, welche sich auch gut verkauften (einfach nur an 18-Jährige), aufgrund ihrem interessanten Verhalten. Trotzdem haben wir, aus meiner Sicht, die Tiere zu einem "anständigen" Preis abgegeben, obwohl wir mehr hätten verlangen können. Deshalb: Ich werde auch mit meinen zukünftigen NZten letztendlich kein Geld damit verdienen (auf die Hobbyausgaben bezogen) und das ist auch gut so, denn mir es wichtiger, dass die Halter zu einer interessanten Spinne kommen, als dass ich damit zu einem Gewinn komme.
    Aber wie gesagt: Jedem sein Weg.


    PS: Sorry, dass ich dein Zitat grammatikalisch korrigiert habe, das ist ein Zwang ;-)


    Edit Basti: Thema geteilt der besseren Übersicht halber.

    @Zoran
    Danke für den Bericht. Frauen sind uns halt nicht immer voraus ;-)


    @Johan Hegg ;-)
    Soviel ich weiss, häuten sich nach Erreichen der Geschlechtsreife nur die orthognathen Spinnen weiterhin, bei den labidognathen Spinnen ist dies nicht der Fall. Es soll aber da auch wenige Ausnahmen geben, gefunden hab ich da im Internet zB die Eresidae.

    Luna Selina
    Ja, Nachbarn sind wir nicht gerade ;-). Kein Problem, ich werde mit Sicherheit an der Börse in Cham sein. Ja, Gordon hatte Macrothele calpeiana und S. terrosus dabei, ich hatte Cupiennius getazi und ebenso Sicarius terrosus dabei.
    Da du hier Macrothele ansprichst, die gehören dann aber zu den Trichternetzspinnen (Hexathelidae) ;-).

    Hallo,

    Zitat

    Original von Fenriswolf
    Würde ja auch bedeuten dass diese Gattung auch durchaus tödlich für den Menschen wäre.


    Ja, es existiert auch ein Antivenin. Man sollte aber nicht verheimlichen, dass die meisten (ca. 90%) Bissunfälle glimpflich ausgehen, da die Spinnen bei einem Verteidigungsbiss meist mit der Giftmenge sparsam sind. Aber man müsste sicher auch bei einem leichten Ausgang mit sehr starken Schmerzen (LOKAL: kaum erträgliche, weit ausstrahlende, brennende Schmerzen...) rechnen.


    Zitat

    Original von Fenriswolf
    Wohl nicht das geeignete Haustier


    Das würde ich nicht sagen, ich halte ja schliesslich auch ein paar dieser Tiere ;-). Man muss einfach wissen, das so etwas Verantwortung mit sich bringt, aber das sollte im Spinnenhobby immer Wichtigkeit haben. Schon mal vorweg: Ich halte diese Spinnen nicht aufgrund ihres starken Gifts (obwohl das beeindruckend ist), sondern aus Interesse und Faszination. Ausserdem halte ich durchaus auch die mindergiftigen Cupiennius. Mit Sicherheit werden in Zukunft aber wohl auch Phoneutria-Arten erhältlich sein, die nicht so eine hohe Giftpotenz aufweisen (und auch "freundlicher" sind), wie P. nigriventer. Ich nenne mal als Beispiel hier Phoneutria boliviensis (ich werde mal ein Bild in den Bilderthread stellen).


    PS: Hier ein interessanter Bericht über die Gattung Phoneutria, von einem versierten Halter aus Deutschland:
    http://www.dghtserver.de/foren…1534&highlight=phoneutria

    Hi Fenriswolf,

    Zitat

    Original von Fenriswolf
    Sind die Dipluriden prinzipiell giftiger als VS oder eher nicht.


    Eben genau das, ist aufgrund dem fehlendem Wissen über die Giftigkeit der diversen Arten, schwer zu sagen. Trechona venosa wird ein starkes Gift nachgesagt, nachzulesen hier: http://www.toxinfo.org/framese…nfo.php?genic=TRECHONA+SP
    Wenn man den Text liest, merkt man schon, dass da einiges unsicher zu sein scheint. Das obige Bissbeispiel einer Linothele zeigt aber, das nur Schmerzen die Folge waren und keine systemischen Auswirkungen (muss aber nichts heissen). Genauso gut ist es möglich, dass zwischen den verschiedenen Arten genauso die Giftigkeit variiert, ist ja bei Vogelspinnen auch so (und auch bei anderen Familien). Genau deshalb sollten Spinnen, bei denen man nichts über das Toxin weiss, vorsichtig behandelt werden. Ausser man will selbst zum Bissunfallbeispiel werden ;-).


    Zitat

    Original von Fenriswolf
    Ist dies die gleiche Gattung wie die sogenannte Bananenspinne?


    Bananenspinne? Dieses Synonym wird zT für verschiedene Spinnen benutzt. Ich gehe aber mal davon aus, dass du die Gattung Phoneutria meinst. Sie gehören in die Familie Ctenidae (Kammspinnen). Diese Spinnen sind im Vergleich zu den Dipluridae aktive Jäger, welche kein Gespinnst bauen. Auch sonst macht es keinen Sinn, da Vergleiche zu ziehen. Sie besitzen ein Neurotoxin, wobei auch bei den verschiedenen Arten die Giftpotenz variiert. Phoneutria nigriventer ist zB sehr stark giftig (mehr darüber hier: http://www.toxinfo.org/framese…ptframe=/tier/index.html, wobei Cupiennius (welche auch aus dieser Familie kommt) mindergiftig ist.

    Nachtrag:
    Ich habe inzwischen Antwort von Bastian D. bekommen und wie ich es eigentlich erwartet habe, gibt es so gut wie nichts, sprich spärliche Informationen über die Giftigkeit. Trechona venosa soll letal sein, jedoch gibts auch da keine Belege dafür. Ausserdem hat er mir über ein Bissunfall berichtet, einer jungen Linothele spec. ex Bolivien: Der gebissene Finger hat eine Woche lang geschmerzt, aber sonst keine weiteren Symptome.


    Mein Fazit: Sicher ist sicher, wenn man nichts über die Giftigkeit weiss. Nicht mit blossen Händen hantieren, sondern mit Pinzette ;-). Dipluridae sind aber interessante, hübsche Spinnen, welche man sicher risikofrei halten kann.


    PS: Luna Selina: Den kompletten Text der Antwort schicke ich dir per PN.

    Hallo Luna,
    ich weiss zwar nicht, ob in meiner Nähe wohnst (wenn man das Profil nicht vollständig ausfüllt ;-)), aber du kannst gern mal bei mir vorbeikommen (ich halte Linothele spec.).


    Zu der Giftigkeit kann ich leider auch nicht viel sagen, bei den Quellen im Internet weiss man nie so genau, wie sicher die sind. Ich hab diesbezüglich mal Bastian Drolshagen angefragt (ich gebe Bescheid, wenn ich eine Antwort habe). Wenn dir Dipluriden gefallen, kommst du um einen Besuch auf seiner Homepage (http://www.dipluridae.de) nicht rum.


    Ich sehe, wenn du sowieso schon Vogelspinnen hast, eigentlich keinen Grund, die Tiere nicht zu halten. Ausserdem sehe ich noch weniger ein Problem, wenn du mit Pinzette "arbeitest". Also trau dich ruhig an so eine Schönheit ran :tongue:

    Hallo Stammtischler/innen,
    danke, ich schmeiss gleich mal ein Lob in die Runde für dieses angenehme Forum. Ich hoffe, ich kann hier gut mithelfen, informieren und natürlich selbst auch dazulernen. Ausserdem wärs schön, wenn sich dadurch noch mehr Leute für die "anderen" Spinnen begeistern werden (nein, nicht um meine NZten zu verscherbeln ;-)), damit dieser Bereich der Spinnenhaltung auch mehr Beachtung bekommt.
    (Ich entschuldige mich aber schon jetzt für meine kommenden Bilder. Ich hatte einen Komplettabsturz (Windows was never on my side) und eigentlich ist alles futsch (auch das teure, geliebte Bildprogramm), aber die Erinnerung bleibt.)


    In diesem Sinne sehe ich das hier auch als Neuanfang und wünsche mir und allen Beteiligten viel Spass, eine gute Zeit und einen guten Hobbyaustausch.