Beiträge von Martin Hüsser

    Hi zusammen


    Noch ein Input von meiner Seite. Bei der hier beschriebenen Homoeomma bicolor handelt es sich um 99.9% um die kürzlich beschrieben Homoeomma chilensis. Die Autoren selbst machen im letzten Abschnitt des Artikels darauf aufmerksam (Editors Note).
    Leider gab es hier eine Überschneidung mit den Publikationen, wobei zwei unabhängige Teams dieselbe Vogelspinnenart wissenschaftlich beschrieben haben.


    Beste Grüsse
    Martin

    Hi Tim!


    Schön dich hier im Forum begrüssen zu dürfen :-) :band: :dance:
    Bei technischen Fragen zum Forum darfst du dich gerne an Basti oder mich wenden.


    Viel Spass hier!


    Gruss
    Martin

    Hi zusammen


    Zwei neue Vogelspinnenarten wurden beschrieben. Homoeomma chilensis und Homoeomma orellanai.
    Die im Hobby unter dem Namen "Euathlus sp. Red/Fire/Rot" oder "Homoeomma sp. Red/Fire/Rot" heissen nun offiziell Homoeomma chilensis. Die andere Art heisst Homoeomma orellanai und ist im Hobby unter dem Namen "Euathlus sp. Yellow/Gelb" oder "Homoeomma sp. Yellow/Gelb" bekannt. Auch diese könnt Ihr nun bei euch zu Hause umbenennen.

    • Montenegro V., R., Aguilera, M. A. & Casanueva, M. E. 2018. First record of Homoeomma Ausserer, 1871 in Chile and description of two new species (Araneae, Theraphosidae). Spixiana 41 (1): 13-25.

    Die Arbeit wird es demnächst auch im World Spider Catalog geben, dann werde ich diese entsprechend hier verlinken.


    Beste Grüsse
    Martin

    Hoi Manuel


    Xenesthis sp. machen relativ grosse Wachtumssprünge. Ich würde empfehlen Sie bereits in Ihr Endterrarium setzen, sollte sie bereits 3.5cm KL haben.
    Ab 40x40x40cm würde ich für die Art empfehlen. die Tiere werden ziemlich gross.


    Beste Grüsse
    Martin

    Hallo zusammen


    Zwei neue Arten innerhalb der Gattung Tapinauchenius wurden beschrieben. Einmal Tapinauchenius polybotes Hüsser, 2018 von der Insel St. Lucia. Diese Art ist/war im Hobby unter den Namen Tapinauchenius sp. "St. Lucia", Tapinauchenius sanctivincenti oder Tapinauchenius cf. sanctivincenti bekannt. Eine weitere neue Art stammt von Union Island, benannt nach Bastian Rast, unserem Forenmeister :-) - Tapinauchenius rasti Hüsser, 2018 war/ist unter dem Namen Tapinauchenius sp. "Caribbean Diamond" oder Tapinauchenius sp. "Union Island" bekannt.


    Durch die Kombination von klassicher morphologischer Kladistik und molekulargenetischen Analysen war es möglich eine neue Gattung innerhalb von Tapinauchenius zu identifizieren, bzw. diese Gruppe als eigene Gattung zu definieren: Pseudoclamoris Hüsser, 2018 . In diese Gattung gehören nun Tapinauchenius gigas und Tapinauchenius elenae, neu also Pseudoclamoris gigas und Pseudoclamoris elenae


    Aufgrund weiteren Analysen zur nahen Verwandtschaft der Gruppen wurde festgestellt, dass die Unterfamilie Psalmopoeina wieder neu aufgestellt werden muss - es zeigte sich eine unabhängige Evolution aus den bodenbewohnenden Schismatothelinae und eine nahe Verwandschaft zu den Aviculariinae wurde ausgeschlossen. Neu gibt es also wieder die Unterfamilie Psalmopoeinae mit den Gattungen, Tapinauchenius, Psalmopoeus, Pseudoclamoris und Ephebopus.


    Nun zum etwas komplizierterem Teil:
    Tapinauchenius subcaeruleus, ursprünglich aus Ecuador bekannt, gibt es nicht mehr. Neu beschrieben ist Pseudoclamoris burgessi, Typusmaterial aus Kolumbien, Verbreitungsgebiet Kolumbien&Peru,
    Da sich der Grossteil unsere im Hobby befindlichen Tiere von Tapinauchenius subcaeruleus aus Peru befinden, gehören diese höchstwahrscheinlich alle zu P. burgessi - bei allen von mir untersuchten war es zumindest so. Selbiges gilt für Tapinauchenius sp. "Kolumbien", diese heisst nun ebenfalls Pseudoclamoris burgessi.

    Den Link zum Originaldokument gibt es HIER

    Bei Fragen, einfach fragen :-)


    Beste Grüsse
    Martin

    Umbyquyra gen. nov., eine neue Theraphosinae Gattung mit stridulatorischen Borsten auf dem Palpaltrokanther des Pedipalp-Trochanter und dem ersten Bein, wird vorgeschlagen. Die Gattung unterscheidet sich von den anderen Gattungen mit stridulatorischen Borsten auf den gleichen Segmenten, Acanthoscurria Ausserer, 1871, Cyrtopholis Simon, 1892, Longilyra Gabriel, 2014 und Nesipelma Schmidt & Kovarik, 1996, durch eine Palpalknolle mit einem sehr kurzen und spitzen Embolus und vier kurzen Kielen; getrennte tibiale Apophyse; und weibliche Spermien, die denen von Cyrtopholis ähneln, mit zwei Samengefäßen mit länglichen Kanälen, die aus einem gemeinsamen Bereich austreten. Cyrtopholis palmarum Schiapelli & Gerschman, 1945 und C. schmidti Rudloff, 1996 aus Brasilien und Acanthoscurria acuminata Schmidt & Tesmoingt in Schmidt, 2005 aus Bolivien werden auf die neue Gattung übertragen. Das Weibchen von Umbyquyra palmarum (Schiapelli & Gerschman, 1945) gen. et comb. nov. und das Männchen von U. schmidti (Rudloff, 1996) gen. et comb. nov. werden erstmals beschrieben. Cyrtopholis zorodes Mello-Leitão, 1923 gilt als Junior-Synonym für Acanthoscurria gomesiana Mello-Leitão, 1923 und Cyrtopholis meridionalis (Keyserling, 1891) als Nomen dubium. Acht neue Arten aus Brasilien werden beschrieben: Umbyquyra paranaiba gen. et sp. nov., U. cuiaba gen. et sp. nov., U. araguaia gen. et sp. nov., U. sapezal gen. et sp. nov., U. belterra gen. et sp. nov., U. caxiuana gen. et sp. nov., U. tucurui gen. et sp. nov. and U. tapajos gen. et sp. nov. Daten und Karten zur geografischen Verteilung werden zur Verfügung gestellt.


    Link zum Artikel: HIER

    Gruss
    Martin

    Hi Kevin


    So wie deine Frage formuliert ist, kennst du offenbar die Seite von Eddy Hijmensen mit all den Infos zu Brachypelma bereits -> http://mantid.nl/tarantula/Albiceps.html
    Bei naturnahen Terrarien ist immer darauf zu achten, das man sich nicht zu sehr in Details des Lebensraumes verliert, da es aufgrund des Massststabs teils unmöglich ist diese 1:1 kopieren zu können. Wirkliche Bodendeckerpflanzen hat es im Habitat von B. albiceps augenscheinlich nicht, deshalb wird es schwierig mit der richtigen Wahl zur Flora in deinem Terrarium.
    Sukkulenten gehen jedoch immer, bevorzugt ohne Stacheln -> diese halten dir aber nicht sehr lange, da sie auf sehr viel Licht angewiesen sind. Versuchs einfach :-) Im schlimmsten Fall kannst du auch einen kleinen Ficus sp. in einer etwas feuchteren Ecke des Terrariums einpflanzen und so das Habitat nahe an einem Gewässer simulieren ;-)


    Grüsse
    Martin

    Hi Kevin


    Das Terrarium ist hübsch eingerichtet, nutzt jedoch die Höhe nicht komplett. C. versicolor fühlt sich Erfahrungsgemäss am höchsten Punkt am wohlsten, sprich sie wird ihr Gespinst mit grösster Wahrscheinlichkeit in einer der vier oberen Ecken des Terrariums anlegen. Welche das sein wird, könntest du mit Einrichtungsgegenständen auf der Höhe beeinflussen, ein Astlock in einem der Ecken und zack, wird sie sich vermutlich dort am wohlsten fühlen.


    Schau dir mal diesen Thread inkl. Link zur Homepage an, da gibts spannende Habitatbeobachtungen von C. versicolor und allenfalls noch etwas Inspiration zur Einrichtung deines Terrariums.
    Martinique


    Beste Grüsse
    Martin