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Brauche Tipps für meine Grammostola rosea!

  • Simon Vonlanthen
  • 13. Oktober 2013 um 20:10
1. offizieller Beitrag
  • Simon Vonlanthen
    User
    Beiträge
    7
    • 13. Oktober 2013 um 20:10
    • #1

    Hallo zusammen!

    Ich bin seit gestern stolzer Besitzer einer Grammostola rosea und habe mich daraufhin sogleich hier im Forum angemeldet, um mich mit anderen VS-Besitzern austauschen zu können.

    Bis jetzt ist grundsätzlich alles gut gelaufen (Transport, Einrichten des Terrariums, etc.). Sie wohnt in einem 45x45x45 Terrarium mit ca. 10 bis 15cm Bodenstreu aus Kokosfaser und Regenwaldtorf. Als Einrichtung hab ich ihr mehrere Versteckmöglichkeiten gegeben (deren 3) sowie eine Wasserschale hineingestellt. Hygro- und Thermometer sind natürlich auch drin.  ;)
    Pflanzen folgen dann eventuell noch...

    Nun zu den 2 Dingen, welche mir im Moment noch Bauchschmerzen bereiten:

    Einerseits habe ich momentan eine mehr oder weniger konstante Luftfeuchtigkeit von 80%, was, sofern ich nicht fehlinformiert bin, um einiges zu hoch ist, da die LF um die 55-70% sein sollte. Das liegt daran, dass der Torf in Wasser aufgeweicht werden musste. Ich habe ihn sehr wohl kräftig ausgepresst und dann mit den trockenen Kokosfasern gemischt, es scheint jedoch trotzdem zu viel des Guten gewesen zu sein. Meine Frage an Euch wäre, ob ich die VS wieder herausnehmen sollte, um in der Zwischenzeit den Torf mit etwas mehr Kokosfasern anzureichern oder auf sonstigem Wege zu trocknen, oder ob ich hier ohne schlechtes Gewissen abwarten kann, bis die LF von alleine zurückgegangen ist.

    Die zweite Sache betrifft die Temperatur: Ich habe im Moment keine Wärmelampe o.ä., weshalb das Terrarium Zimmertemperatur besitzt (ca. 23 Grad), welche sich in der Nacht auf ungefähr 20 Grad senkt. Auch hier ist der Parameter gemäss meines Wissens nicht ideal, da die Temperatur für den Tag zwischen 25 und 30 liegen sollte. Hier wäre die Frage, ob ich mir eine Wärmelampe zutun sollte, oder ob es andere Wege gibt, die Temperatur zu erhöhen (Ich könnte gleich morgen nachmittags einkaufen gehen...).

    Die Grammostola selbst zeigt sich relativ aktiv und spinnt fröhlich ihre Spinnweben (ein Viertel des Terras ist bereits voll  :) ). Fressen wollte sie noch nichts, ich werde es in den nächsten Tagen dann wieder versuchen...

    Ich wäre um jeden Ratschlag dankbar!  ;)

    MfG
    Simon

  • Christof Mazenauer
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    85
    • 13. Oktober 2013 um 20:51
    • #2

    Guten Abend Simon,

    Ich habe zwar eine G. Porteri, aber soweit ich informiert bin nehmen sich die zwei bei der Haltung nicht viel.

    Was ich bemerken musste ist, dass diese ganzen Hygrometer quasi nichts taugen. Sie geben dir zwar einen ungefähren Wert, der aber sehr variiert bzw. teilweise schon unrealistisch ist. Generell ist es besser einfach selber die Erde zu prüfen. Die darf gerne relativ trocken sein, Trinknapf ab und an überlaufen lassen reicht völlig.

    Die Temperatur von 23° sollte eigentlich auch ausreichen, ich habe bei meiner G. Porteri noch eine kleine Stromsparlampe hängen die noch ganz wenig mehr wärme gibt, generell sind aber 24° vorhanden, und damit fühlt sie sich offenbar wohl.

    Mein Tierchen frisst fleissig und häutet sich auch fein, von daher denke ich, dass das alles soweit gut ist.

    Was ich allerdings anmerken muss ist, dass der Bodengrund nicht optimal ist. Eigentlich reicht ganz normale Walderde oder auch Rosenerde oder Blumenerde. Dieses Kokoszeugs schimmelt soweit ich weiss gerne. Zudem ist 45 cm fast etwas hoch für einen Bodenbewohner, sie klettern doch ab und zu - leider nicht besonders gut. ;)


    Gruss,
    Christof

    P.s.: Ein Foto des Terrariums ist immer gut. :)

    Gruss,
    Christof

  • Simon Vonlanthen
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    7
    • 13. Oktober 2013 um 21:02
    • #3

    Danke für die rasche Antwort!

    Ich gebe Dir Recht, 45 cm sind nicht unbedingt ideal und habe daher auch dafür gesorgt, das sie auf nichts spitziges fallen könnte.

    Bin froh zu hören, dass meine Parameter keine Katastrophe darstellen!  ;)
    Dann sollte also eine klassische Beleuchtung (habe ich eben noch nicht...) ausreichen?

    Zum Hygrometer: Wenn ich richtig informiert bin, sollte man sowohl bei der LF als auch bei der Temperatur dafür sorgen, dass man im Terra einen Gradienten erzeugt, damit sich die Spinne gegebenfalls selbst aussuchen kann, was sie im Moment möchte. Stimmt das?

    MfG
    Simon

    P.S. Foto wird voraussichtlich morgen folgen...

  • Christof Mazenauer
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    • 13. Oktober 2013 um 21:12
    • #4

    Hallo Simon,

    Im Prinzip wäre es ratsam wenn du die Erde gegen hinten schön ansteigen lässt, damit der "Fallschaden" gering bleibt. Klar - die Chance das was passiert ist relativ gering, aber man will ja auf Nummer sicher gehen. ;)

    Und ja, die klassische Beleuchtung am Tag reicht völlig aus. Evtl. dann eine Zeitschaltuhr nehmen, aber das ist auch schon fast übertrieben. Ich mach das eher damit es hübsch aussieht am Tage. ;)

    Zur LF kann dir sicher jemand anderes mehr sagen, ich habe mir das mit den Hygrometern abgewöhnt und halte einfach immer ein Auge auf das Ganze. Die LF ist soweit ich weiss sowieso je nach Ort im Terrarium abweichend.


    Gruss,
    Christof

    Gruss,
    Christof

  • Simon Vonlanthen
    User
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    7
    • 13. Oktober 2013 um 21:32
    • #5

    Alles klar ;)

    Danke für die Antworten und Tipps!

    MfG
    Simon

  • Bastian Rast
    Gründer
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    • 13. Oktober 2013 um 23:35
    • Offizieller Beitrag
    • #6

    Hi,

    Hm... Eigentlich wäre es sinnvoll gewesen, du hättest das Terrarium vorher gekauft, es einlaufen lassen und dann erst das Tier gekauft. Aber da hat dich der Verkäufer sicher drauf hingewiesen oder? :rolleyes:

    Ich würde die Kokosfasern und den Regenwaldtorf (würde ich schon der Ökologie wegen nicht benutzen) aus dem Terri nehmen, die kleine in einen anderen Behälter stecken und das Terrarium mit anständiger Erde füllen. Dann richtig einrichten und warten, bis der Bodengrund recht trocken ist. Anschliessend die Spinne wieder einsetzen. Aber das mit dem Torf und den Kokosfaser hat dir der Verkläufer sicher auch gesagt :rolleyes: :)

    Über die Höhe des Terris würde ich mir mal keine Gedanken machen. In der Natur kann sie tatsächlich auch über 45cm klettern, und fällt auch nicht überall runter. Wenn du den Bodengrund so bei 15-20cm einfüllst, erübrigt sich das mit den 45cm sowieso. Bei der Höhe gehe ich von einem Exoterra aus, welche ich für eher ungeeignet halte.

    Die Temperatur passt doch, Grammostola rosea wird eh nur unruhig und wehrhaft, wenn sie es zu warm haben.

    Gruss Basti

    • Nächster offizieller Beitrag
  • Simon Vonlanthen
    User
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    • 14. Oktober 2013 um 12:51
    • #7

    Hallo Basti!

    Leider zweimal nein! Ich wurde von der Verkäuferin nicht daraufhin gewiesen. Ich habe als Bodensubstrat das gleiche genommen, wie meine Rosea im Terrarium des Ladens hatte. Und natürlich wäre es rückblickend idealer gewesen, das Terra vorher einzurichten (ging wohl bei der Aufregung vergessen  :S ...)

    Aber Danke vielmals für den Tipp, ich werde das Substrat gleich heute Nachmittag noch wechseln. Ich werde sicher noch eine Lampe installieren, dann sollte das mit der Temperatur geklärt sein. Es ist gut zu wissen, dass eine niedrigere Temperatur nicht schlimm ist!
    Das mit der Höhe dachte ich eben auch: Wenn ich das Substrat genügend hoch schichte, sollte die Verletzungsgefahr minimiert werden.
    Warum hälst Du ExoTerras für eher ungeeignet?


    Auf heute hatte sich meine Rosea gehäutet. Ich war im allerersten Moment ein wenig schockiert, die Spinne einfach so auf dem Rücken liegend anzutreffen. Aber mit der "Hängematte", welche sie sich gesponnen hatte, war es mir dann klar!   :D


    Hier noch wie angekündigt ein paar Fotos des Terras inklusive Grammostola. Die Exuvie habe ich ebenfalls noch fotografiert. Falls man Google Images und Günter Schmidts "Die Vogelspinnen" trauen kann, dann sollte meine Spinne ein Weibchen sein (?).

    Gruss Simon

    Bilder

    • DSC_5679 (640x360).jpg
      • 78,46 kB
      • 640 × 360
    • DSC_5683 (640x360).jpg
      • 60,42 kB
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  • Joachim Borkenhagen
    Foren-Guru
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    • 14. Oktober 2013 um 18:07
    • #8

    Tag Simon
    Wenn ich dein Spinnlein auf Bild 2 richtig erkenne, handelt es sich dabei um eine rote Chile. Hierzu eine kleine Anmerkung. Zitat:

    Das [lexicon='Verbreitungsgebiet',''][/lexicon] der typischen Grammostola rosea RF liegt südl. von Santiago in den winterfeuchten Subtropen Chiles. Typisch für diese Ökozone sind neben der Vegetation...der Winterregen. Das Klima ist im Sommer nur mäßig heiß, im Monatsdurchschnitt nur 20° C. Aber auch die Winter sind mit +5° C nur mäßig kühl,wobei es jedoch gelegentlich auch zu Bodenfrost kommen kann.
    Die Trockenzeit im genannten Gebiet ist von September bis April und die Regenzeit von Mai bis August. (Nach der Klimatabelle)

    Fundstelle:
    Boris F. Striffler Die rote Chile-Vogelspinne Grammostola rosea + andere Grammostola-Arten
    Natur und Tier-Verlag
    ISBN 3 - 937285 - 41 - 5
    Gruß
    Joachim B.

  • Simon Vonlanthen
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    • 14. Oktober 2013 um 19:48
    • #9

    Hallo Joachim

    Ja das hast Du richtig gesehen, es ist eine Grammostola rosea!  ;)
    Danke für die Info sowie für den Buchtipp!
    Es erscheint mir irgendwie schwierig, rundum verlässliche Literatur zu den Theraphosidae zu finden?   ?(


    Was mich jedoch noch interessieren würde, wäre, ob ich das Geschlecht richtig bestimmt habe. Ich bin ja noch ein blutiger Anfänger und daher nicht so sicher, ob die Struktur auf Bild 1 auch wirklich die Spermathek ist!


    MfG
    Simon

  • Bastian Rast
    Gründer
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    • 15. Oktober 2013 um 06:39
    • Offizieller Beitrag
    • #10

    Hi Simon,

    Ja ist eindeutig ein Weibchen.

    Gruss Basti

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • Simon Vonlanthen
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    • 15. Oktober 2013 um 19:31
    • #11

    Hi Basti

    Danke für die Bestätigung!

    MfG
    Simon

  • Joachim Borkenhagen
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    • 16. Oktober 2013 um 00:37
    • #12

    Tag Simon
    Wenn du mit dein Spinnlein oder die Exuvie hantierst, vergiß die Reizhaare nicht. Grammostolen haben Reizhaare vom Typ III und IV. Seitlich am Opisthosoma sind die etwas Kürzeren vom Typ IV, und mehr zur Mitte die Längeren vom Typ III. Die Dinger an Arm, Hals und Hände geht noch, aber wenn die beim Einatmen in den Rachen/Halsbereich oder auf Schleimhäute in der Nasen oder Augengegend kommen, siehst du nicht gut aus. Bei Befall Arme, Hals, Hände usw. hilft Aloe Vera Creme oder Aloe First Spray. Zum Vorbeugen helfen ein paar Tropfen Baby Oel auf Arme, Hals usw. Da können sich die Reizhaare nämlich erst garnicht festsetzen.
    Gruß
    Joachim B.

  • Andrea Heinz
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    • 16. Oktober 2013 um 14:49
    • #13

    Hallo,

    wenn sich Deine G. rosea grad über Nacht erst gehäutet hat, dann lass ihr noch zwei drei Tage Zeit zum Aushärten eh Du sie umtopfst. So frisch nach der Häutung würde ich sie nicht gleich dem Stress des Umsetzens aussetzen.

    Gruss Andrea

  • Simon Vonlanthen
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    • 16. Oktober 2013 um 20:29
    • #14

    Hallo zusammen!

    @Joachim: Beim Handling der Spinne habe ich daran gedacht, eine Schutzbrille zu tragen, aber bei der Exuvie ist es mir irgendwie nicht in den Sinn gekommen...   :whistling: Jedenfalls Danke für die Tipps bezüglich der Creme/ des Sprays.


    Andrea: Ein guter Punkt, welchen ich jedoch erst heute gelesen habe. Ich habe sie gestern Abend umgetopft, was durchgehend problemlos verlief. Das bedeutet dennoch, dass sie knapp 2 Tage hatte zum Aushärten hatte.


    Wenn ich korrekt informiert bin, sollte ich ca. 1 Woche warten, bis ich ihr wieder Heuschrecken gebe, damit die Chelizeren bis dann auch sicher ausgehärtet sind.


    MfG Simon

  • Andrea Heinz
    User
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    • 19. Oktober 2013 um 19:28
    • #15

    Steht Deine Spinne direkt am Fussboden? Wäre für mich nicht so optimal. Man kann sie ja gut bei Raumtemperatur halten, allerdings denke ich, dass es am Fussboden doch etwas kühler ist, da Wärme ja bekanntlich nach oben steigt. Auch hat man am Boden sehr viel Zugluft, einfach durch Tür öffnen schliessen und eigenes Hin- und Hergehen.

    Gruss Andrea

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