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Vogelspinnen anfassen oder lieber nicht?

  • Tino81
  • 3. August 2026 um 23:08
  • Tino81
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    29
    • 3. August 2026 um 23:08
    • #1

    Hallo zusammen

    Ich habe eine Frage, bei der ich im Internet sehr unterschiedliche Meinungen gefunden habe.

    Wie steht ihr dazu, Vogelspinnen bewusst auf die Hand zu nehmen oder sie absichtlich anzufassen?

    Die einen sagen, man sollte es grundsätzlich vermeiden zum Schutz des Tieres und auch wegen des Verletzungsrisikos. Andere zeigen regelmässig Videos, in denen sie ihre Spinnen auf der Hand haben und vermitteln den Eindruck, dass das völlig normal sei.

    Mich würde interessieren, wie ihr das handhabt:

    • Fasst ihr eure Vogelspinnen überhaupt an? Wenn ja, in welchen Situationen?
    • Macht ihr das nur, wenn es wirklich notwendig ist, zum Beispiel beim Umsetzen oder Reinigen des Terrariums?
    • Oder seid ihr der Meinung, dass man Vogelspinnen grundsätzlich nicht in die Hand nehmen sollte?

    Mich interessieren vor allem eure Erfahrungen und die Gründe hinter eurer Haltung.

  • Irene Kirbs
    Foren-Guru
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    • 4. August 2026 um 00:05
    • #2

    Hallo Tino,

    Ich gehöre zur Fraktion „Anfassen nur wenn unbedingt nötig“. Die Spinne ist mein Haustier und wird so gut wie möglich behandelt. Ich will ihr keine Angst machen.

    Auf die Hand nehme ich sie gar nicht. Und in die Hand nur, wenn z. B. eine Verletzung, ein Häutungsproblem, Milben oder sonst was ist, wo ich wirklich eingreifen muss.

    Terrarien reinigen: Ich entferne große Futterreste, tote Tiere und auch Exuvien. Außerdem putze ich ab und zu die Frontscheibe und wechsle das Wasser im Wasserschälchen. Das restliche Terrarium gehört der Spinne.

    Umsetzen: Vom kleinen Behälter in den größeren helfe ich mit einem kleinen Pinsel nach. Einfach ein bisschen anschubsen reicht schon.

    Beim Rausfangen aus dem großen Terrarium (z. B. für Verkauf) stülpe ich den Becher über das Tier und schieb dann den Deckel drunter. In die Hand nehmen wäre da kein Vorteil. Da hätte ich ein schnelles Tier ja noch immer nicht sicher im Becher. Dafür eine panische Spinne und überall Brennhaare.

    Für mich ist das in die Hand nehmen von Vogelspinnen in erster Linie Show.

    Einen Grund gibt’s allerdings, den ich leider nicht beherrsche: Geschlechtsbestimmung anhand der Spinnenunterseite. Ich bewundere jeden, der ein Tier in die Hand nimmt, umdreht und dann sofort das Geschlecht nennen kann :demütig:

    Liebe Grüße, Irene

  • Karin
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    133
    • 4. August 2026 um 08:09
    • #3

    Hi Tino

    Meiner Meinung nach, ist vieles was man im Internet sieht, nichts anderes als eine gestellte Momentaufnahme, die nicht die Realität wiederspiegelt. Ein paar wenige warnen davon das Tiere beim Handling verletzt werden können oder gar sterben...

    Als ich vor 3-4 Jahren mit Vogelspinnen angefangen habe, war mir klar das ich sie nicht auf die Hand nehme, wenn sie von selbst kommen, ist es ok.

    Es hat bis vor kurzem gut funktioniert, hatte nie solchen Kontakt... nun kam mir der Gedanke, was wenn doch mal eine Spinne auf neine Hand kommt und ich weiss nicht wie es sich anfühlt?! Erschreck ich mich?!🤔

    Plan, beim nächsten Umsetzen, versuche ich es mal, ohne Druck, wenn sie nicht will, dann ist das ok.

    Also der d.diamantensis Mann war so lieb und kam fast von selbst😍 und es war toll.🥰

    Bald darauf konnte ich meine b.hamoris umsetzen und ich konnte nicht wiederstehen, habs angeboten und beide noch jüngere Tiere krabelten auf mir🥰

    Bei der p.cancerides habe ich freiwillig darauf verzichtet😬 sie ist da ein anderes Kaliber😅

    Vermutlich habe ich mich unbewusst auf das nächste Tier vorbereitet, als ich meine b.emilia in ihr Terrarium setzen wollte, schlüpfte sie aus dem Böxli auf meinen Arm, ich hab nur gegrinst. Habs irgendwie erwartet😉

    Ist die erste die das so gemacht hat bei mir🥰

    Aber bei aller Liebe, ein Tier das bereits in seiner Box/Terri ist, würde ich nie nur zum hämpfele, handling rausnehmen, müsste ein triftiger Grund sein. Finden meine Besucher, die die Tiere sehen wollen vielleicht nicht so toll, ist mir aber egal😬

    Liebe Gruess

    Karin

  • Lindner
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    141
    • 4. August 2026 um 11:16
    • #4

    Hallo!

    Und immer dran denken, dass auch die ruhigste Spinne mal`n schlechten Tag hat.

    Mir geht es gar nicht um einen Biss, sondern eher an das Risiko, dass das Tier einen plötzlichen Luftzug abkriegt, sich erschreckt, und von der Hand hopst.

    Grad Bodenbewohner reagieren auf Stürtze aus grösserer Höhe äusserst empfindlich.

    Gruss!

    Gabor

  • Shiro
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    69
    • 7. August 2026 um 11:07
    • #5

    Es gibt für mich hundert Gründe die Spinnen nicht zu händeln.
    Spinnen sind Wildtiere - keine domestizierten Haustiere. Man kann sie auch nicht an die Hand "gewöhnen".
    Wie bei JEDEM Tier, kann auch, wie Lindner schon schrieb, das liebste Tier mal einen doofen Tag haben. Sei es, dass das Tier doch beißt, man selbst erschreckt sich weil das Tier sich doch schnell bewegt oder das Tier erschrickt und "teleportiert" sich weg. Spinnen finden uns zudem schlichtweg "ekelhaft". Die Wärme und unser Körpergeruch/Schweiß sind einfach nichts, was sie mögen.

    Natürlich passiert es auch mal, dass ein Tier sich beispielsweise beim Umsetzen/Reinigen doch mal über dich drüber bewegt aber das ist eine völlig andere Situation. Aber auch nicht Risikofrei.

    Wenn es nicht sein MUSS (siehe Irene's Beispiele) würde ich ein Tier nicht auf die Hand nehmen. Gibt einfach einiges, was dagegen spricht - nicht zuletzt das Wohlbefinden des Tieres.

  • User J.
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    52
    • 8. August 2026 um 13:22
    • #6

    Persönlich halte ich es beim Handling meiner Tiere und der Tiere meiner Kinder gleich - wer nicht angefasst werden will, wird es nicht. Ganz gleich, ob Chamäleon oder Hamster. Um die Tiere artgerecht zu pflegen muss man sie nicht auf die Hand nehmen oder anfassen. Bei Spinnen mache ich bei hochpotent giftigen eine Ausnahme. Auch wenn diese mir auf die Hand klettern wollen würden, weiß ich dies im Handling zu verhindern (Maculata, Hati Hati, z.B.).

    Die meisten meiner Spinnen meiden die Hand bzw. das Verlassen ihres Terras. Das sehe ich durchaus als Kompliment, da die Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Inneren offenbar den klimatischen Bedingungen entsprechen, in denen sie sich wohlfühlen und es macht Bock Entsprechendes ihnen zu ermöglichen.

    Selbst meine Caribena versicolor verlassen nur kurz ihre Terris, wenn ich darin Wasser wechsel. Meist drehen sie eine Runde über meine Hand und Arm und wuseln dann recht schnell zurück in ihr Zuhause. Beim Umsetzen meiner Brachypelma hamoriis und albiceps nehme ich auch meist eine Korkrinde, obgleich sie sehr zutraulich sind und sie mir auch schon von selbst auf die Hand gekrabbelt sind. Manche Spiderlinge wuseln mir auch kurz auf die Hand - wobei ich auch hier das bei hochpotent giftigen von vorne weg verhindere.

    So habe ich mit Spinnen bislang keine Bissunfälle gehabt und das soll so bleiben.

    Wenn ich mir so manche Beiträge von Usern bei Social Media anschaue, die ihre Tiere sich ins Gesicht legen und damit Views und Likes generieren auf ihrem Content, dann hat dies mit Tierwohl und Coolness in meinen Augen am wenigsten zu tun.

    Greetz

    Jack

    Einmal editiert, zuletzt von User J. (8. August 2026 um 14:13)

  • Tino81
    User
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    29
    • 8. August 2026 um 22:20
    • #7
    Zitat von User J.

    Wenn ich mir so manche Beiträge von Usern bei Social Media anschaue, die ihre Tiere sich ins Gesicht legen und damit Views und Likes generieren auf ihrem Content, dann hat dies mit Tierwohl und Coolness in meinen Augen am wenigsten zu tun.

    Greetz

    Jack

    Darum habe ich diesen Thread gestartet, auf YT sind diverse Videos von Züchtern und Haltern, welche noch zeigen wie man die Spinnen richtig auf und in die Hand nimmt. Oder noch besser, der Kollege welche zeigt wie lange es geht bis einen Spinne zubeisst.

    Ich wollte die Haltung, dem gegenüber, hier vom Forum wissen.

    LG Tino

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