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Naturholz fürs Terrarium – macht ihr das auch? Eure Erfahrungen und Tipps interessieren mich!

  • Tino81
  • 2. August 2026 um 20:38
  • Online
    Tino81
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    • 2. August 2026 um 20:38
    • #1

    Hallo zusammen

    Ich habe eine Frage zur Einrichtung von Terrarien und hoffe auf eure Erfahrungen.

    Bei einer Wanderung durch ein Bachbett habe ich ein paar richtig schöne Holzstücke gefunden, die sich meiner Meinung nach perfekt als Dekoration im Terrarium eignen würden.

    Ich habe das Holz bereits gründlich mit Wasser gewaschen und mit einer Bürste gereinigt. Sauberer bekomme ich es ehrlich gesagt kaum noch. Als Nächstes würde ich es vollständig trocknen lassen und danach ins Terrarium legen.

    Jetzt frage ich mich aber, ob ich mir damit möglicherweise Probleme ins Terrarium hole. Könnten trotz der Reinigung noch Bakterien, Pilze, Parasiten oder andere unerwünschte Dinge im Holz sein? Oder ist das bei trockenem Holz kein Thema?

    Mich würde interessieren, wie ihr das handhabt:

    ● Verwendet ihr Naturholz aus Wald oder Bachbett?

    ● Reinigt ihr es nur oder behandelt ihr es zusätzlich (z. B. Backofen, Abkochen oder Einfrieren)?

    ● Habt ihr schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht oder funktioniert das bei euch seit Jahren problemlos?

    Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Tipps.

    Bilder

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  • Gerrit
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    • 2. August 2026 um 20:59
    • #2

    Hi Tino,


    Ich habe das früher für die Schlangenterrarien schonmal gemacht wenn das Holzstück passte.
    Totes Holz ist i.d.R. kein Problem wenn es schön trocken ist.
    Bei den Stücken auf deinem Bild nehme ich mal an dass die locker in den Backofen passen, ich würde die darin einfach mal bei 60-70 Grad ne halbe Stunde „sterilisieren“.

  • Irene Kirbs
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    • 2. August 2026 um 21:31
    • #3

    Hallo,

    Ich verwende alles mögliche aus dem Wald, ohne Sterilisation. Aber ohne Ameisen, Hundertfüsser oder andere erkennbare Tiere. Und keine frische Rinde oder Holz von Nadelbäumen, die gasen wohl irgendwas Schädliches aus. Und harzen außerdem.
    Meine Terrarienerde stammt größtenteils von Maulwurfshügeln, aber gut gesiebt.

    Deine Holzstücke sind perfekt, würde ich höchstens abbürsten.

    Probleme mit Sachen aus der Natur hatte ich eigentlich nur einmal: muss wohl eine Ameisenkönigin mitgebracht haben. Ameisen überall, aber einfach zu beheben. Ich musste nur die Erde austauschen. Dann waren sie schnell wieder weg. Seitdem pass ich da besser auf :grins:

    LG, Irene

  • Wolfram Newald
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    • 2. August 2026 um 21:52
    • #4

    Servus,

    Ich kann Irene nur zustimmen. Meine einzigen schlechen Erfahrungen habe ich mit Treibholz aus den Donauauen gemacht, da sind mir dann die Trauermücken explodiert. Schimmelpilze sind auch hier und da ein problem (eher mit holz als mit Rinde) aber das liegt auch eher an schlechter Belüftung als am Holz selbst. In trockenen Terrarien ist das sowieso kein Problem.

    Ich beforzuge generell Rindenstücke, damit habe ich eigentlich noch nie schlechte Erfahrungen gemacht und auch Nadelholzrinden waren nie ein problem, sie sind allerdings nur selten so schön wie Rinden von Eiche und co.

    Ich hab ursprünglich auch gehöhrt dass Nadelgehölze im Harz natürliche Insektizid wirksame Stoffe enthält die flüchtig sind und so in geschlossenen Terrarien ein problem sein könnten. Allerdings konnte ich durch Erfahrungsberichte von Freunden und mittlerweile auch eigenen Erfahrungen sagen, dass das übertrieben ist. Meine Futterschaben halte ich jetzt schon Jahrelang auf gemischten Rinden und Weichholzbrettern (Sie fressen diese auch) und habe diese auch schon Jahrelang verfüttert ohne je probleme damit zu haben. Zu harzige, oder frische Stücke würde ich aber trotzdem eher vermeiden.

    Ein toller Platz zum sammeln sind aufgestapelte Baumstämme die im Wald nach dem Schlag noch trocknen. Diese sind immer umgeben von einer Menge gut nutzbarer Rindenstücke und sind oft auch in einem besseren Zustand als die Rinden alter, verfallener Bäume die im Wald auch ökologisch noch eine wichtige rolle Spielen und somit von mir nur ungern geerntet werden.


    MfG,

    Wolfram

  • BOPStoni
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    • 3. August 2026 um 08:28
    • #5

    ich sammel auch das meiste im wald, und verwende es auch ohne sterilisation...ist bei moos auch nicht anders möglich. dazu sollte man aber erst ein gespräch mit dem waldpächter oder dem zuständigen förster führen. zu mindest bei uns in deutschland darf man nicht beliebig sachen aus dem wald entnehmen. bei moss kommt noch dazu, dass viele arten geschützt sind.
    noch ein kleiner tip zu rinde...lärchenrinde sieht nicht nur toll aus. das harz besitzt außerdem antimikrobielle und somit auch fungizide wirkung. du beugst damit also ganz einfach schimmelbildung vor!

  • Irene Kirbs
    Foren-Guru
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    • 3. August 2026 um 09:46
    • #6

    Es stimmt schon, dass man in Deutschland nicht beliebig Sachen aus der Natur entnehmen darf. Dennoch würde sich der Förster wohl ziemlich wundern, wenn er ein Gespräch über ein paar alte Rindenstücke oder wenige Quadratzentimeter Moos für ein Spinnenterrarium führen soll. Der denkt dann vermutlich, du kommst mit dem LKW..

    Ich hab mal mit der Waldbesitzerin gesprochen, wo ich meine Brombeerranken im Winter hole. Die erfreute Antwort ihrerseits war: Nimm alle. Je mehr desto besser!

    Wenn ich sehe, was mit Moos passiert, wenn Wildschweine auf Futtersuche sind..

    Ich glaube, da braucht ein Spinnenfreund kein schlechtes Gewissen haben, wenn er für sein Terrarium ein bisschen was aus der Natur sammelt.

    Liebe Grüße, Irene

  • Online
    Tino81
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    • 3. August 2026 um 12:03
    • #7

    Vielen Dank euch allen für die Feedbacks und eure Tipps.

    Ich werde mir das Holz heute nochmals ganz genau anschauen dieses Mal sogar mit einer Lupe. 😄 Wenn ich nichts Krabbelndes entdecke, kommt es heute Abend ins Terrarium.

    Falls ich doch Zweifel habe, werde ich es im Backofen sterilisieren.

    Die grössere Herausforderung wird allerdings sein, meiner Frau zu erklären, weshalb plötzlich ein Stück Holz aus dem Bachbett im fast neuen Backofen liegt.

    Mal schauen, ob mich die Spinnen oder meine Frau zuerst kritisch anschauen. 😂

  • Lindner
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    • 4. August 2026 um 11:11
    • #8

    Hallo!

    Das mit dem Backofen würde ich lassen. Zum einen wegen der Frau, zum Anderen wegen der trockenen Hitze.

    Koch die Stücke einfach mal kurz ab, und gut.

    Grüsse!

    Gabor

  • JulianD
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    • 5. August 2026 um 11:00
    • #9

    Hatte jetzt bislang zwei schlechte Erfahrungen: einmal schlüpften hunderte Prozessionsspinner aus einer Korkeichenrinde, die ich in Portugal gesammelt hatte. Das war echt uncool mit einem Neugeborenen im Haus. Und zuletzt habe ich mir Ameisen eingefangen und werde sie nicht endgültig los. Zum Glück aber eine Art, die sich nicht groß entfernt und außerdem nicht an die Tiere geht. Seitdem kommt alles in den Backofen. Ich bin gerade wieder in Portugal und hier liegt einfach alles voll mit tollen Korkröhren.

  • Online
    Tino81
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    • 5. August 2026 um 12:03
    • #10

    Hallo zusammen

    Ich habe das Holz schlussendlich sicherheitshalber im Backofen sterilisiert 30 Minuten bei 75 °C mit Umluft.

    Meine Überlegung war einfach, dass ich mir nicht aus Versehen Milben, Parasiten oder andere unerwünschte Mitbewohner ins Terrarium einschleppe. Lieber einmal etwas vorsichtiger sein.

    Hier noch ein Foto vom Terrarium unserer Springspinne.

    Bilder

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  • Biohazard
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    • 6. August 2026 um 00:09
    • #11

    Sieht echt gut aus ...


    Ich friere das immer für ein paar Tage ein und lasse das noch mal trocknen und hatte noch nie Probleme ...

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