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Nachzucht von Vogelspinnen - Fragen und Vorüberlegungen

  • Jessica A.
  • 24. Juli 2026 um 13:01
  • Jessica A.
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    • 24. Juli 2026 um 13:01
    • #1

    Hallo zusammen,

    hier sind ja einige Menschen unterwegs, die mehr oder weniger regelmäßig Vogelspinnen züchten.

    Ich hatte eigentlich nicht vor, meine Spinnen zu verpaaren, allerdings haben sich in letzter Zeit einige meiner Tiere als adulte Männchen herausgestellt. Zwei habe ich zur Verpaarung verschenkt, die Person hat kurz darauf das Hobby aufgegeben und ich bin mir nicht sicher, was aus den verpaarten Weibchen (und meinen Männchen) wurde. Zwei weitere sind verstorben und zwei, eine Caribena versicolor und eine Avicularia "geroldi" sind noch übrig - Sind wohl gerade nicht so gefragt. Ihre Reifehäutung hatten sie im Januar, so langsam sind sie leider auch zu alt, als dass sie noch jemand übernehmen würde :(

    Für die Avicularia geroldi kann ich nichts weiter tun, wenn sie niemand haben möchte (außer sie ggf. auf der Börse im September zu verschenken, falls sie dann noch lebt), die Caribena hingegen könnte ich prinzipiell mit meinem Weibchen verpaaren. Sie hat sich vermutlich zwischen März-Juni gehäutet (kam Mitte Juni wieder aus ihrer Röhre heraus) und wird gerade fleißig gefüttert.

    Gut geplant und überlegt wäre aber anders. Ich habe keine Vorstellung davon, wie hoch der Zeit- und Materialaufwand und die Kosten sind, was vorzubereiten wäre und worauf ich achten müsste, falls die Spinne wirklich einen Kokon bauen sollte und der dann auch noch was wird.

    Im Artenteil finden sich ja bereits viele Informationen (Verpaarung, Zeitigungsdauer des Kokons, Aufzucht, etc.), aber meine Fragen setzen vorher an:

    1. Wie viele Dosen brauche ich zur Unterbringung? Laut Artenteil kann ich mit 80-150 Jungtieren rechnen, also bräuchte ich mindestens 150 Aufzuchtdosen, um für alle Fälle gewappnet zu sein 8| Oder kann man die Jungtiere noch eine Weile zusammen halten (wo? Braplast? Und bis zu welchem Zeitpunkt?), in Ruhe zählen und dann erst Dosen bestellen/vorbereiten?

    2. Welche Dosen? Wenn ich einen Teil der Tiere direkt in N1 abgebe, bieten sich wohl günstige Filmdosen an, aber wie lange kann eine kleine Caribena darin leben? Ist es sinnvoll, für einen Teil der Tiere bereits etwas größere Dosen (mit Seramis, Kunstpflanze/Stecken etc) vorzubereiten, damit sie ggf. ein paar Häutungen darin verbringen können, ehe ich sie abgebe?

    3. Kokon herausnehmen (wann? bzw. woran erkenne ich, dass er reif ist) oder im Terrarium belassen? Wo müsste ich das Terrarium abdichten, wenn ich sie im Terrarium schlüpfen lasse? Nur an der Falltür oder auch das Lochblech? Und sollte ich vorher Bewuchs/Äste entfernen? Das Weibchen lebt zwischen zwei senkrecht stehenden Rindenstücken, da sind einige Verstecke, die ich nicht öffnen kann, ohne ihr Netz zu zerstören. Bei der Entnahme des Kokons würde ich aber auch einiges zerstören...

    4. Wohin mit den Spiderlingen? Caribena versicolor wird ja doch recht häufig angeboten. Ich könnte sie im März mit nach Hamm nehmen oder ggf. versenden, das geht aber nur bei entsprechenden Temperaturen. Am liebsten würde ich einen großen Teil auf einmal abgeben - Aber nehmen Händler überhaupt so verbreitete Arten wie Caribena versicolor? Oder bleibt man auf ihnen sitzen? Wahrscheinlich wird es eine ganze Weile dauern, bis die Tiere ausgezogen sind. Damit wären wir auch schon bei

    5. Aufwand. Gut, solange das Weibchen den Kokon hat, ist es ja vermutlich noch entspannt. Aber spätestens das Rausfangen der Spiderlinge wird einiges an Zeit verschlingen. Sind das erfahrungsgemäß Stunden oder mehrere Tage? Ist es planbar? Oder muss man das machen, sobald sie ausschwärmen?
    Hängt jetzt ein bisschen mit 1. zusammen, aber müssen sie dann auch direkt vereinzelt und von da an regelmäßig gefüttert werden? 150 Dosen täglich bewässern und Mikroheimchen/Fruchtfliegen einfüllen verschlingt vermutlich einiges an Zeit.

    6. Kosten. Als (noch) Studentin habe ich aktuell relativ viel Zeit (wobei sich das bis zum Schlupf ändern kann - evtl. arbeite ich dann auch), aber Geld sitzt nicht so locker. Ist es üblich, zumindest mit einer Nullrechnung bzw. einem nicht zu großen Minus aus der Sache herauszugehen?
    Ich kenne nur die Einzelpreise für Caribena versicolor (~5-7€), nicht die Bulk-Preise (wahrscheinlich eher so 1€/Sling?) - Bei günstigen Aufzuchtdosen würde es ja reichen, 6-10 Einzeltiere zu verkaufen, um zumindest den Aufzuchtdosenkauf (30-70€?) wieder auszugleichen, aber wenn da noch Ausgaben dazu kommen, die ich nicht bedacht habe, könnte das ggf. knapp werden?

    7. Ist das überhaupt eine gute Idee? Caribena versicolor ist ja sehr verbreitet und wird oft nachgezogen. Ich hatte trotzdem den Eindruck, dass sie weiterhin gesucht werden, anders als Lasiodora spp. Und es sind einfach richtig tolle Spinnen. Das heißt ja aber nicht, dass unbedingt "nachproduziert" werden muss. Schon gar nicht von Menschen, die davon (noch) keine Ahnung haben...

    Meine Nachzuchterfahrungen beschränken sich bisher auf Phasmiden (Cryptophyllium oyae, wobei die diesjährige Nachzucht nicht so gut läuft, Extatosoma tiaratum und Lamponius guerini), und selbst 48 wandelnde Blätter sind wahrscheinlich nichts im Vergleich zu 150 Spiderlingen. Sie kommen fertig aus dem Ei, sind langsame, springen nicht, müssen nur täglich kurz besprüht werden und essen direkt frische Blätter. Und sie müssen auch nicht vereinzelt werden. Höchstens die Abdichtung des Terrariums wäre vergleichbar.

    Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen. Oder möchte jemand zufällig ein altes, kleines Caribena versicolor Männchen oder eine Avicularia geroldi? Sie sind allerdings beide recht dünn, fressen nicht mehr und ich habe Sorge, dass sie den Versand nicht mehr überstehen...

    Liebe Grüße,
    Jessica

  • Irene Kirbs
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    • 24. Juli 2026 um 18:55
    • #2

    Hallo Jessica,

    Versuch es ruhig mal mit einer Nachzucht. Ist eine spannende Sache. Allerdings bin ich etwas skeptisch mit dem alten Kerl. Ich hatte vor kurzem das perfekte Paar, beide fit und jung, und dann trotzdem einen eingetrockneten, unbefruchteten Kokon.

    Aber zu deinen Fragen, die ich nur nach meinen persönlichen Erfahrungen beantworten kann, also quasi ohne Gewähr🙂.

    1. Fürs erste gehen sicher Filmdöschen, danach die meisten abgeben, wenns viele sein sollten, sonst wird es ja auch eine Platzfrage.

    2. Zusammen aufziehen ist ein Risiko, würde ich nicht machen. Lieber in N1 abgeben, selbst wenn sie noch nicht gefressen haben. Sollte der Empfänger aber wissen. Dann kannst du sie auch zusammen versenden. Einfach mit Küchenpapier eine Art Labyrinth in eine Heimchenbox falten und leicht anfeuchten. Darin verteilen sie sich ein bisschen. Dann versandgerecht verpacken.

    3. Ich würde sie bei der Mutter schlüpfen lassen. Caribena versicolor Spiderlinge sind gar nicht so klein, durch das Lochblech passen sie nicht und in den Türspalt kannst du einen Kartonstreifen klemmen. Dann rausfangen, wenn sie anfangen, sich im Terrarium zu verteilen. Erst die Mama fangen, dann die Kleinen in vorbereitete Filmdöschen.

    Zeitbedarf: Schwer zu sagen. Beim Einfangen merkt man aber schnell: läuft die Art nach oben oder Richtung Dunkelheit. Das muss man dann nutzen.

    Füttern: C. versicolor nehmen frisch totes Futter an. Kleine Heimchen einfrieren und bei Bedarf entsprechende Menge auftauen. Aufgetautes Heimchen mit Federstahlpinzette in die Filmdose. Fertig. Sprühen würde ich nicht, sondern mit einer Spritze einen Tropfen Wasser ins Gespinst.

    7. Verkauf: Zieh möglichst viele auf, bis du das Geschlecht bestimmen kannst. Nur die bringen Geld. Das liegt vermutlich daran, dass es bei Jungtieren doch viele Ausfälle gibt. Die restlichen verkauf an Händler, gerne an solche, die Mysteryboxen anbieten. Oder frag, ob sie an einem Tausch interessiert sind.

    Ich bin schon mal mit einem Korb voll Nachzuchten (andere Art) in Weinstadt von Tisch zu Tisch marschiert und hab getauscht. Was für eine tolle Erfahrung!

    Also leg los. Und viel Erfolg.

    Liebe Grüße

    Irene

  • Jessica A.
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    • 24. Juli 2026 um 22:51
    • #3

    Hallo Irene,


    danke für deine Antwort! Das ist alles sehr hilfreich. Zum Gruppenversand noch eine kurze Frage - Geht nur direkt beim Vereinzeln oder auch hinterher, wenn sie schon in Filmdosen saßen (aber noch in N1 sind)?

    TK-Heimchen machen die Sache natürlich einfacher und Filmdöschen gibt es gebraucht auch recht günstig. Danke auch für die Hinweis mit der Aufzucht, bis sie bestimmt sind - Da muss ich mal in mich gehen, wie viele Tiere machbar sind. Immerhin bekomme ich dann Übung im Bestimmen :D

    Die Zeitigungsdauer ist ja temperaturabhängig. Je nach dem, in welchem Teil ihrer Röhre das Weibchen sitzt, ist es zwischen 19-26°, also deutlich kühler als im Artenteil angegeben. Wahrscheinlich würde die Entwicklung dann deutlich länger dauern, falls sie den Kokon bodennah bauen/halten würde (warm ist es nur direkt unterm Halogenspot), oder könnte es dadurch Probleme geben?

    So richtig zuversichtlich bin ich auch nicht, was das Männchen angeht - Aber er soll schon noch eine Chance bekommen. Schlimmstenfalls hat er ein blitzschnelles Ende oder das Weibchen verbraucht unnötig Energie für einen unbefruchteten Kokon - Aber anders als in der Wildnis sollte sie ihre Reserven hinterher aber schnell wieder auffüllen können.

    Schade, dass es bei dir letztens nicht geklappt hat. Da steckt man wohl nie drin.

    Liebe Grüße und nochmal vielen Dank,

    Jessica


    P.S. Viel Glück mit den Lasiodora parahybana! Da kommen ja nochmal ganz andere Dimensionen an Spiderlingen auf dich zu

  • Jessica A.
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    • 24. Juli 2026 um 23:01
    • #4

    Erstmal muss sie aber noch ein bisschen zunehmen...

    Mit Blitz kommt ihre Färbung gar nicht so richtig zur Geltung. Es sind einfach wunderschöne Spinnen, und die Verwandlung vom blauen Fussel in metallic grün/rot-schwarzen Flauschball war toll mit anzusehen. Und so ruhig! Kein Mucks, wenn ich die Falltür für Fotozwecke entferne...

  • Irene Kirbs
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    • 24. Juli 2026 um 23:25
    • #5

    Hallo Jessica,

    Gruppenversand von älteren Tieren hab ich noch nie versucht. Wenn ich sie erst mal vereinzelt hab, verpacke ich sie einzeln in so einer Art Pipette (gibts billig bei Laborbedarf, Zentrifugenzeugs). Der große Vorteil vom Gruppenversand ist ja, dass ich Tiere, die in einer Ecke zusammen sitzen, einfach in die Dose „pinseln“ kann.

    Die Dauer der Zeitigung ist ja eigentlich egal. Das Weibchen weiß schon, wenn es den Kokon öffnen sollte.
    Falls du ihn doch vorher entnehmen willst, würde ich etwa 6 oder 7 Wochen warten. Dann hast du aber zusätzliche Arbeit.

    Die Weibchen merken übrigens selber, wenn ein Kokon nichts ist, und legen ihn dann ab. Dann die Kleine ordentlich füttern, dann ist ihr Energieverlust überschaubar.

    Auf die Parahybana bin ich auch gespannt. Ich halte dich auf dem Laufenden, wenn das soweit ist. Die sind ja wirklich ein anderes Kalieber.

    Wie planst du die Verpaarung? Ich stelle ja gerne einfach die beiden Terrarien mit offenen Türen aneinander, wenn es sich nicht um sehr aggressive (oder teuere) Tiere handelt. Dann können sie sich gegenseitig besuchen. Und der Kerl zurück ins eigene Revier flüchten.

    LG, Irene

  • Jessica A.
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    • 25. Juli 2026 um 00:16
    • #6

    Hallo Irene,

    Zitat von Irene Kirbs

    Der große Vorteil vom Gruppenversand ist ja, dass ich Tiere, die in einer Ecke zusammen sitzen, einfach in die Dose „pinseln“ kann.

    Ah, das ergibt Sinn. Ich glaube, diese kleinen Röhrchen habe ich schonmal gesehen - wahrscheinlich bei Spiderlingen von dir :)

    Ja, das mit der Dauer stimmt wohl. Ich dachte, es ist vielleicht gut, den ungefähren Zeitpunkt zu wissen,um vorbereitet zu sein. Aber so lange die niedrigeren Temperaturen nicht schaden, sondern nur verlangsamen, ist das ja kein Problem.

    Zitat von Irene Kirbs

    Wie planst du die Verpaarung?

    Da habe ich noch nicht so richtig drüber nachgedacht. Das Männchen wohnt tatsächlich noch in einer Aufzuchtdose - so eine Runde mit Gazedeckel. Er ist aber auch ziemlich klein, gerade mal 3cm.

    Ich hatte ursprünglich vor, ihn umzusetzen, aber dann stellte er sich adultes Männchen heraus und ich habe es wegen potenziellem Verkauf/Versand herausgezögert. Igendwann wollte ich ihn dann nicht mehr aus seinem gewohnten Netz reißen.

    Die Dose würde ich dann wohl mit offenem Deckel ins Terrarium des Weibchens stellen und ihn herauslocken bzw. von selbst rauslaufen lassen (ggf. mit ein paar Spinnfäden des Weibchens angefixt, damit die Pheromone wirken können).

    Wahrscheinlich ergibt es Sinn, das Terrarium offen zu lassen, damit er fliehen kann? Auch wenn die Art eher friedlich sein soll.

    Ich würde ihn nach der Verpaarung jetzt nicht um jeden Preis retten wollen (er hat ja eh keine Zukunft), aber würde schon mit einem Pinsel dabei sitzen und ihn unterstützen, wenn es sich ergibt. Ggf. auch zwecks zweiter Verpaarung ein paar Tage später?

    LG,

    Jessica

  • Irene Kirbs
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    • 25. Juli 2026 um 07:26
    • #7

    Bei meiner Versicolor war der Kerl zwei Wochen unbeschadet beim Weibchen, hat sich mehrfach gepaart und wollte gar nicht ins eigene Terrarium zurück. Er hatte sich einfach sein eigenes Gespinst neben dem des Weibchens gebaut. Deshalb denke ich, du kannst ihn auch einfach drin lassen, wenn er ohnehin nur in einer Dose war.

    Letztendlich hab ich meinen dann rausgefangen, zurück gesetzt, gefüttert und für lau verkauft. Hoffentlich war er beim nächsten Weibchen erfolgreicher. Redlich bemüht hatte er sich ja.

    Falls du erfolgreich bist, kauf ich dir gerne einige der Kleinen ab. Dann hast schon mal ein paar weg👍.

    LG, Irene

  • Ralf_Reuter
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    • 25. Juli 2026 um 10:58
    • #8

    Hallo,

    Gutes Thema, bei mir war es so das ich letztes Jahr kein Glück mit NZ hatte, dieses Jahr habe ich dann einiges an Avis verpaart und es hat richtig geknallt, hab mir auch schon Gedanken gemacht wie ich das alles am besten geregelt bekomme.

    Ich mache das Hobby auch schon Jahrzehnte, aber dieses Jahr ist wirklich Krass, zumindest für mich der das ganze nur im kleinen als Hobby betreibt und auch noch andere Hobbys hat.

    Ich habe mir als Limit ein Regal an NZ gesetzt, und einige Gruppen, dazu habe ich schon viel getauscht, zb. einige meiner variegata gegen geroldi usw. Am ende will ich einiges meiner gehaltenen Avis selbst abdecken und mir großziehen. Also war das mein Ziel einiges meiner eigenen NZ gegen andere zu Tauschen.

    Einige Kokons sind schon durch und einige liegen noch, einiges ist aber auch noch verpaart.

    8 oder 9 Kokons waren es bisher.

    Früher hat man viele seiner NZ an befreundete Spinner verschenkt, hier und da mal 10 oder 20 weg, ist ja nur Hobby. Geld verdiene ich im Job.

    Aber ich musste jetzt auch echt überlegen wie ich das nun mache. Wegen der Menge, aber geht schon irgendwie. Viele sind schon ausgezogen und Stand jetzt habe ich nur die NZ hier die ich erstmal behalte oder später Tausche.

    Ein purpurea Kokon würde auch noch bleiben, wenn er was wird, die anderen kommenden Kokons gehen weg, schon alles geklärt.

    Und im Gegensatz zu vielen anderen Haltern ist es noch überschaubar mit den paar NZ.

    LG, Ralf

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  • Jessica A.
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    • 25. Juli 2026 um 18:37
    • #9

    Hallo Ralf,

    da hast du ja wirklich einiges an Avis nachgezogen! Das klingt nach sehr viel Arbeit, aber schön, dass es dieses Jahr so gut geklappt hat.

    Sehe ich das richtig, dass du die Tiere in Gruppen aufziehst? Oder sind in den Heimchendosen noch jeweils Filmdosen? Oder wohnen die Spiderlinge einzeln in Heimchendosen? Auf jeden Fall eine beeindruckende Sammlung.

    Mein gesamter Bestand ist aktuell auf 1/2 Kallax-Regal beschränkt, es müssen aber immer mehr Bücher, Kisten und Schubladen umziehen, damit Platz für größere Terrarien ist. Potenzielle Spiderlinge sollten bei mir maximal in ein Regalfach passen bzw. sich irgendwo dazuquetschen lassen (es gibt genügend Lücken zwischen/über den Terrarien).

    Verschenken/tauschen steht in kleinem Maßstab auch auf dem Plan, großen Gewinn brauche ich nicht machen - Nur das Minus durch den Aufzuchtdosenkauf hätte ich gern wieder drin. Leider bin ich nicht allzu gut vernetzt - Im Forum kann ich die Tiere natürlich anbieten (sofern die Verpaarung klappt und der Kokon etwas werden sollte).

    Du möchtest nicht zufällig dem Avicularia geroldi Männchen noch eine Chance geben? :saint: edit: Ah, sehe gerade in deiner Bestandsliste, dass du schon ein Pärchen hast.

    Liebe Grüße!

  • Jessica A.
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    • 25. Juli 2026 um 18:50
    • #10

    Hallo Irene,

    dass die beiden zusammen wohnen, wäre natürlich ein Traum. In der Natur sind die Gespinste ja teils auch sehr nah aneinander - Mal gucken, wie mein Weibchen so drauf ist.

    Sie frisst auf jeden Fall fleißig Grillen und sollte in ein paar Tagen ausreichend gesättigt sein. Vielleicht stelle ich den Kerl vorm Zusammensetzen kurz auf den Balkon - Da sollte es nächste Woche heiß genug sein, dass er kurzzeitig schneller wird als das Weibchen. Natürlich in den Schatten, er soll ja nicht verbrutzeln... Nur auf ca. 29-30° statt ~24°, die ich in meinem Zimmer trotz Hitzewelle hoffentlich halten kann.

    Heute Morgen kam sie mir schon dicker vor, lag vielleicht auch an der Perspektive. Ein bisschen darf sie aber trotzdem noch zulegen.

    Wenn es was wird, bekommst du natürlich ein paar Spiderlinge ab! Vielleicht können wir dann sogar schon gegen Lasiodora parahybana tauschen. Für ein so großes Terrarium habe ich zwar eigentlich keinen Platz... Aber sie fangen ja klein an :engel:

    Liebe Grüße!

  • Michael Fischer
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    • 25. Juli 2026 um 19:28
    • #11

    Hallo miteinander... Also Spinnen nachziehen ist von der Sache immer gut. Nur muss man immer überlegen das wir hier in der Schweiz einen recht kleinen Markt haben und es durchaus bis zu 2 Jahre dauern kann die Tiere an die Leute zubekommen, insbesondere, wenn es noch weitere Nachzuchten gibt. Und das man alle Nachzuchten behalten will ist für die meisten aus Platzgründen gar nicht möglich. Tiere zu verschenken bzw. immer mal welche beim Verkauf einer anderen Spinne mit zugeben hat früher super geklappt. Wird aber immer mehr abgelehnt heutzutage. Sei es weil die Kunden, den Platz nicht haben oder extra Futter (bei 1-4FH) kaufen müssen oder weil sie einfach keine zusätzliche Spinne haben wollen.

    Wenn man Spinnen nachzüchtet muss man sich im Klaren sein das es dann auch ein paar mehr Mäuler zum sättigen hat. Es braucht zusätzliche Behältnisse und auch da müssen gute Klimatische Verhältnisse drin sein. Sonst sind die Nachzuchten auch schnell mal alle tot.

    Ich habe für alle Slings Dosen, sei es von Zwergvogelspinnen bis hin zu Riesenkrabbenspinnen.

  • Ralf_Reuter
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    • 25. Juli 2026 um 20:20
    • #12

    Hi Jessica,

    in dem Regal sitzt in jeder Heimchendosen ein Tier, hab da entsprechend viel Erde drin was die Luftfeuchtigkeit lange hält.

    Im Spinnenzimmer habe ich dann noch Gruppen stehen, allerdings werden die ab der 3 FH auch einzeln gesetzt.

    geroldi habe ich tatsächlich auch noch einen Bock und die Dame ist Verpaart.

    Wie Michael schon gesagt hat ist verschenken heute auch nicht mehr so einfach, in den 90ern zb. war das unter Züchtern, Haltern wie auch immer sehr verbreitet, da hat man sich auch als Grundstock mehr Slings gekauft, mache ich heute noch so um Zuchtgruppen zu haben.

    Da hat sich das "Verhalten" tatsächlich verändert, was ja auch ok ist.

    Bei mir wohnen die (Avi) Paare immer länger zusammen, die Böcke bauen ihr Spermanetz auch in den Terras der Damen , vorgestern hat ein braunshauseni Bock vor der Dame seine Bulben geladen, hab auf FB noch das Video hochgeladen, gefressen wurde bei mir erst ein purpurea Bock, die Terras sind recht gross, wenn die Böcke günstig sitzen nehme ich sie wieder raus, natürlich keine Garantie das es immer klappen muss.

    Die beiden braunshauseni und ein rufa Paar teilen sich Aktuell sogar die Röhre bzw. Gespinnst.

    LG, Ralf

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  • Jessica A.
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    • 26. Juli 2026 um 22:29
    • #13

    Hallo Michael Fischer , danke für deine Antwort!

    Ich habe vergessen, es im Eingangspost zu erwähnen, aber ich wohne tatsächlich in Deutschland.

    Deine Punkte treffen natürlich trotzdem zu. Ich muss mir da ganz genau überlegen, wieviele Tiere ich behalten und aufziehen kann - 150 Tiere über 2 Jahre sind bei mir nicht machbar.

    Ich habe mich nochmal mit meinen beiden "Spinnenmenschen" unterhalten und sie haben mich daran erinnert, dass ich 3x im Jahr bei einem Stand in Hamm mithelfe und potenziellen Nachwuchs dort an Händler abgeben könnte (teils auch ins EU-Ausland).

    Zitat von Michael Fischer

    Es braucht zusätzliche Behältnisse und auch da müssen gute Klimatische Verhältnisse drin sein.

    Welche Behältnisse würdest du für Caribena versicolor verwenden?

    Am günstigsten wären natürlich Filmdosen, aber ich habe meine Avicularia sp. und auch drei Caribena versicolor in größeren Dosen mit Seramis als Bodengrund aufgezogen, damit konnte ich die Luftfeuchtigkeit am besten konstant halten (es gab auch nur einen Ausfall allerdings habe ich auch erst 15 Tiere aufgezogen).

    Die Tiere, die ich behalte, würde ich wahrscheinlich auch ihn Dosen mit Gazedeckel oder ggf. so 100ml Probenbechern unterbringen.


    Danke auch an Ralf_Reuter für die Antwort!

    Heimchendosen hätte ich auch zur genüge - Das kam mir bei baumbewohnenden Spinnen gar nicht in den Sinn. Aber wenn es funktioniert, ist das natürlich super.

    Danke auch für die vielen tollen Bilder! Die scheinen ja erstaunlich gesellig zu sein :) Dann hoffe ich mal, dass mein Weibchen den Kerl auch bei sich einziehen lässt.

    Aktuell steht seine Dose schon bei ihr im Terrarium, allerdings noch verschlossen. Ich hatte gehofft, ihn so schon etwas auf die Paarung einzustimmen, dass er ggf. nochmal ein frisches Spermanetz baut und einen gewissen "Lebenssinn" verspürt - nicht, dass er kurz vor der Verpaarung noch stirbt.


    Liebe Grüße!

    Jessica

  • Michael Fischer
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    • 27. Juli 2026 um 07:42
    • #14

    Filmdosen habe ich nur für Zwergvogelspinnen -Slings. Da einige nicht bzw nicht viel grösser als Springschwänze sind.

    Das Ding ist halt ich halte Slings schon in grösseren Behältern, damit sie nicht nach jeder Häutung wieder umgesetzt werden müssen.

  • Jessica A.
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    • 27. Juli 2026 um 09:23
    • #15

    Das ergibt Sinn! Das deckt sich mit den größeren Dosen für die Slings, die bei mir bleiben. Caribena versicolor muss man ja zum Glück nicht mit der Lupe suchen.

    Die Slings, die ich hoffentlich in N1 schon abgebe, würde ich möglichst günstig unterbringen wollen - Am besten wirklich zusammen in einer versandfertigen Heimchendose wie von Irene beschrieben.

    Falls tatsächlich ein Kokon gebaut werden sollte, würde ich Kontakt zu ein paar Händlern aufnehmen. Vielleicht haben die ja auch ihre Präferenzen (und ggf. genügend eigene Boxen?).

    Ralf_Reuter Verkaufst du deine Tiere zufällig auch in Hamm? Ich kann mich an einen Stand erinnern, der sehr viele Avi-Slings in Heimchendosen angeboten hat. Ich hatte dort auch ein Tier gekauft... Wahrscheinlich eine A.purpurea oder eine A.geroldi? Kann natürlich euch ein Händler gewesen sein, der dir viele Tiere abgenommen hat. Oder einfach jemand, der auch Heimchendosen nutzt.

  • BOPStoni
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    • 27. Juli 2026 um 09:46
    • #16

    moin, frag doch mal hier nach...meines wissens kaufen die nachzuchten. die beiden haben in den communities in denen ich mich rumtreibe durchweg einen guten ruf.
    die beiden sind fair, kompetent und grundsolide...und zu allem überfluss sind sie auch noch wirklich freundlich! :)
    ich habe mehrere tiere von denen, und es lief immer alles perfekt ab!

    Zoohaus W&S
    Wir sind Ihr kompetenter Ansprechpartner und Spezialist für Vogelspinnen und andere Wirbellose. Zoohaus W&S wurde im Jahr 1999 gegründet und wird seit dem…
    www.zoohaus-ws.de
  • Jessica A.
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    • 27. Juli 2026 um 09:53
    • #17

    Danke BOPStoni ! Den Link habe ich direkt abgespeichert.

    Die haben zwar schon Caribena versicolor aus 2026 im Angebot, aber wer weiß, wie es in ein paar Monaten aussieht. Vielleicht brauchen sie ja auch noch mehr, es sind schließlich tolle Anfängerspinnen.

    Dem Männchen hat das Umsetzen ins Terrarium des Weibchens gut getan, auch wenn der Deckel noch zu ist. Er ist deutlich aktiver, viel am Deckel unterwegs und gerade auch am Spinnen - vielleicht gibt es ein neues Spermanetz? Keine Spur mehr vom resignierten Männchen, das nur in der Ecke hockt. Allein dafür lohnt es sich.

  • Ralf_Reuter
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    • 27. Juli 2026 um 10:38
    • #18

    Hi Jessica,

    nein, das war ich nicht, ich fahre schon ewig nicht mehr nach Hamm.

    Die einzige Börse die ich Besuche ist Weinstadt.

    LG, Ralf

  • BOPStoni
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    • 27. Juli 2026 um 11:51
    • #19
    Zitat von Jessica A.

    Dem Männchen hat das Umsetzen ins Terrarium des Weibchens gut getan, auch wenn der Deckel noch zu ist. Er ist deutlich aktiver, viel am Deckel unterwegs und gerade auch am Spinnen - vielleicht gibt es ein neues Spermanetz? Keine Spur mehr vom resignierten Männchen, das nur in der Ecke hockt. Allein dafür lohnt es sich.

    hast du vor die beiden länger zusammen zu lassen?

  • Jessica A.
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    • 27. Juli 2026 um 12:10
    • #20
    Zitat von BOPStoni

    hast du vor die beiden länger zusammen zu lassen?

    Noch sind sie nicht richtig zusammen, ich warte noch ab, bis das Weibchen sein Heimchen verdaut hat und würde den Deckel vermutlich morgen öffnen, damit das Männchen zu ihr kann.

    Danach werde ich sie aber zusammen lassen, denke ich. Zumindest sofern das Männchen die Paarung überlebt und das Weibchen nicht zu gestresst durch ihn wirkt. Er hat sowieso nicht mehr lang zu leben. Die RH war im Januar, er frisst seit einiger Zeit nicht mehr und ist wirklich sehr sehr dünn. Aber vielleicht baut er ja ein neues Spermanetz, wenn er im selben Terrarium ist, und sie verpaaren sich ein zweites Mal.

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