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Buckelfliegen

  • Pulchfiction
  • 16. Oktober 2024 um 10:25
  • Pulchfiction
    User
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    135
    • 16. Oktober 2024 um 10:25
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich habe eine Frage aus traurigem Anlass: ein Bekannter von mir hat einige Vogelspinnen, allerdings habe ich viele Buckelfliegen in seinem Raum festgestellt.

    Es sind mittlerweile schon 3 Tiere verstorben, aus denen auch Maden hervorgekrochen sind :(

    Die Frage ist nun: Gibt es Möglichkeiten

    a) zu überprüfen, welche Tiere befallen sind und welche nicht

    b) befallene Tiere (leicht-stark) zu retten?

    Es handelt sich um kleine Tiere (z.B. B. auratum mit 2cm KL) bis hin zu ausgewachsenen großen Tieren (Theraphosa, Xenesthis, Lasiodora...) - gibt es hier Unterschiede bzgl. Bedrohlichkeit der Buckelfliegen?


    Über praktische Antworten und Erfahrungswerte freue ich mich !

    Pulch

  • herbie
    Foren-Guru
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    • 16. Oktober 2024 um 10:48
    • #2

    Hallo Pulch,

    Gott sei dank habe ich selbst noch keine Erfahrungen mit Buckelfliegen, und habe nur darüber gelesen.

    Allgemein würde ich deinem Bekannten raten umgehend die Tiere in Quarantäne zu setzen und die Terrarien komplett grundzureinigen und mit kochendem Wasser zu desinfizieren. Alles was in dem Terrarium an Deko war würde ich wegschmeißen.

    Und ganz wichtig auch die Zangen zu reinigen und abzukochen. Und die Futtertiere können auch Buckelfliegen haben. Also auch da alles entsorgen und sauber machen. Wenn man ein befallenes Tier mit derselben Zange füttert wie ein gesundes, kann der Befall sich schon übertragen.

    Und dann hoffen dass die Spinnen in Quarantäne sich erholen: aber Achtung: hier möchte ich nichts falsches sagen, daher weiß ich nicht wie du die Spinnen selbst von einem Befall retten kannst.

    Aber die oberen allgemeinen Schritte würde ich schonmal befolgen.


    Ich drücke euch beiden die Daumen :thumbup:

  • Wolfram Newald
    Foren-Guru
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    • 16. Oktober 2024 um 11:49
    • #3

    Servus zusammen,

    wie hält er seine Tiere denn? Es ist oft schwer zu sagen ob die Tiere durch den Befall gestorben sind oder ob sie nicht doch zuerst tot waren und dann befallen wurden.

    Meiner Meinung nach sind lebende Tiere in gut eingerichteten, angemessen großen & vernünftig belüfteten/befeuchteten Terrarien nicht in großer Gefahr von Buckelfliegen befallen zu werden.

    Ist vielleicht aber auch eine Frage der Fliegendichte. Befallene Tiere kann man daran erkennen dass weiße Fliegeneier oder Eireste an den Setae der Spinne kleben, ähnlich Lauseiern im Haar. Dabei sind vor allem die Gebiete um die Gelenke relevant.

    Typisch ist jedenfalls eher dass schwächelde Tiere, in minimalistischer oder schlechter Haltung den Fliegen zum Opfer fallen.

    Dave, ein Britischer Youtuber, hat eine Reihe guter Videos zu einem Befall und der späteren gelungenen Behandlung einer Omothymus violaceopes die man sich zu dem Thema ansehen kann. Er geht dabei auch auf seine Haltungsfehler ein. (zu Feucht, zu wenig Belüftung) die ihm im Rahmen seines Umzuges passiert sind.

    Abgesehen davon liegt der eigentliche Buckelfliegenherd meist bei den Futtertieren, wenn man diese in buckelfliegen-dichten Behältern lagert/hält reduziert man das Risiko enorm, selbiges natürlich auch wenn die Spinnen Buckelfliegendicht gehalten werden, aber das gestaltet sich in Terrarien fast unmöglich.

    Im Idealfall entfernt man auch jede Futterquelle der Fliegen aber das ist wirklich eine Sissifuss-Arbeit.

    Ich hoffe das gibt dir einen Startpunkt um dich weiter schlau zu machen.

    MfG,

    Wolfram

    2 Mal editiert, zuletzt von Wolfram Newald (16. Oktober 2024 um 12:17)

  • BOPStoni
    User
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    Beiträge
    114
    • 16. Oktober 2024 um 11:57
    • #4

    wenn wofram mit dem engländer Dave's Little Beasties meint kann ich ihm nur beipflichten...der hat wirklich sehr gute vids zu dem thema gemacht.
    ein weiterer youtuber für den das gilt ist Tiny Venoms • der Terraristik-Kanal.

  • Steffen
    User
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    97
    Beiträge
    112
    • 16. Oktober 2024 um 18:20
    • #5

    Die Buckelfliegen sind weniger das Problem und i.d.R. nicht die Ursache das die Spinnen sterben.


    Bei Wildfängen findet man häufiger Larven und Puppen von Phoridae ohne das die Tiere sterben. Siehe hierzu auch:

    D. Weinmann, R. H. L. Disney (1997). Two new species of Phoridae (Diptera) whose larvae associate with large spiders (Araneae: Theraphosidae)

    Bei 3 toten Tieren in kurzer Zeit sollte man auch prüfen ob es Anzeichen für Nematoden gibt / gab. Es wird angenommen, dass diese namlich durch die Fliegen in den Beständen verbreitet werden.Siehe:

    Cuéllar-Balleza et al (2017) PARÁSITOS DE TARÁNTULAS (ARANEAE: THERAPHOSIDAE): ESTUDIO DE CASO EN QUERÉTARO


    "Cabe mencionar que los casos de infección se encontraron en los encierros de las tarántulas que se encuentran ventilados en comparación a otros recipientes donde las ventilas son muy pequeñas para que puedan entrar las moscas, siendo el caso de dispersión una foresis (= eine Art von Kommensalismus, bei dem Individuen einer Art die einer anderen Art als Transportmittel verwenden) del nematodo por los fóridos (=Phoridae = Buckelfliegen)."

  • Pulchfiction
    User
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    29
    Beiträge
    135
    • 17. Oktober 2024 um 22:04
    • #6

    Ich danke euch allen!

    Was die Haltung betrifft, würde ich sagen, dass es bzgl. Hygiene nicht optimal ist, aber schlimmer sein könnte. Futtertiere und Spinnen werden aufgrund weniger Zeit (Beruf & Familie) nur sporadisch versorgt, der Raum war im Sommer voller Buckelfliegen.

    Quarantäne halte ich deshalb für kaum umsetzbar. Aber mit euren Tipps kann ich schon einiges anfangen und werde mir beizeiten auch die Videos angucken - hoffentlich ist es nicht zu spät, denn es sind einige tolle Arten dabei (und es ist natürlich um jede VS schade)...

    Ich halte euch auf dem Laufenden und freue mich auch weiterhin über Erfahrungswerte und Tipps! :)

    LG

    Pulch

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