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Abgebrochene Chelizeren

  • Irene Kirbs
  • 20. September 2024 um 17:01
1. offizieller Beitrag
  • Irene Kirbs
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    • 20. September 2024 um 17:01
    • #1

    Hallo

    Gestern bekam ich ein adultes Chilobrachys natanicharum (ex electric blue) Weibchen geschenkt. Sie hatte bei einer Häutung vor etwa 5 Wochen beide Chelizeren abgebrochen, ist aber ansonsten fit. Trinken kann sie wohl auch, d.h. der Saugmagen wurde vermutlich korrekt gehäutet.

    Ich habe sie in ein spartanisch eingerichtetes Terrarium mit Höhle unter einer Steinplatte gesetzt. Die Höhle nahm sie sofort an.

    Anschließend hab ich ihr was zum Essen gemacht: Totenkopfschabe ohne Schale, zermatscht und verdünnt. Hat ein bisschen gedauert. In der Zwischenzeit hat sie den Höhleneingang zugesponnen.

    Hab das Gespinnst zerstört und ihr die Suppe in den Eingang geschoben. Später sah ich sie am Napf sitzen.

    Ich glaube, ihr Abdomen nahm etwas zu.

    Jetzt ist die Höhle zugesponnen und ich werde sie drei Tage in Ruhe lassen. Dann der nächste Versuch. Sie ist noch immer sehr schlank.

    Meine Frage: Werden Chelizeren bei der nächsten Häutung regeneriert, ähnlich wie Beine, oder sind wir von Vornherein chancenlos, die Spinne und ich?

    Hat schon mal jemand Erfahrung mit abgebrochenen Chelizeren gesammelt? Es sind übrigens noch nicht mal mehr Stümpfe da.

    Viele Grüße

    Irene

  • Irene Kirbs
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    • 20. September 2024 um 19:43
    • #2

    Ich hab sie gerade beim Putzen beobachtet und erfreut festgestellt: Es sind schon noch rudimentäre Stümpfe vorhanden. Sieht viel besser aus als befürchtet. :)

  • herbie
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    • 21. September 2024 um 01:32
    • #3
    Zitat von Irene Kirbs

    Ich hab sie gerade beim Putzen beobachtet und erfreut festgestellt: Es sind schon noch rudimentäre Stümpfe vorhanden. Sieht viel besser aus als befürchtet. :)

    Vielleicht mal ein mittleres Heimchen ohne Beinchen anbieten? Vllt reichen die Stümpfe ja :)

  • Irene Kirbs
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    • 21. September 2024 um 09:03
    • #4

    Durch die Chitinhülle kann sie sicher nicht beißen. Beim nächsten Mal gibt es aber einfach eine längs halbierte Schabe. Hab immer einen Vorrat eingefroren.

  • Alveus
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    • 21. September 2024 um 12:57
    • #5

    Hallo Irene.

    Wenn du sie bis zur nächsten Häutung durchbringst, sollten die Chelizeren wieder Nachwachsen. Bis auf die inneren Organe, können sie eigentlich alles regenerieren.

    Hoffe es klappt!

    Gruss, Alveus.

  • BOPStoni
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    • 21. September 2024 um 13:02
    • #6

    hi irene,

    versuch es doch mal mit rinderherz. ich füttere das meinen spinnen gelegentlich auch ohne beschädigte chelizeren....die nehmen das sehr gerne.

    grüße, boris

  • Marie Senne
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    • 21. September 2024 um 14:00
    • #7

    Ich muss irgendwie grad an die Mangospinne denken….

    Theoretisch, solange sie es trinken kann und es die passenden Nährstoffe enthält, dürfte das doch klappen oder?

    Ist es zwingend notwendig, dass es außerhalb des Magens in Kontakt mit Verdauungsflüssigkeiten kommt?

    Hydrolisiertes Eiweiß kann man doch meine ich z.B als Pulver kaufen und dann in Wasser lösen.

    „Einfach“ das Wasser mit Nährstoffen anreichern 🤔

    lieben Gruß,

    Marie

  • Irene Kirbs
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    • 22. September 2024 um 00:21
    • #8

    Hallo Boris

    Rinderherz hab ich noch nicht versucht. Da ich kein Fleisch esse, müsste ich ja etwa10 Gramm davon kaufen. Das bekomme ich bestimmt nicht so einfach. Aber vielleicht geht ja Mäusefleisch? Ich werde mal mit meinem Kater reden. Dann gibts Mäusefilet. Ganz frisch. Muss bestimmt nicht Herz sein, oder?

    Auffällig an meiner behinderten Spinne ist übrigens auch, dass sie sich ständig putzt. Kann sie Schmerzen an den abgebrochenen Chelizeren haben? Jedenfalls sehe ich nichts, was sie wegputzen könnte. Keine Häutungsreste, auch kein Schmutz oder Essensreste.

    Wenn die verletzten Chelizeren recht schmerzempfindlich sein sollten, wäre das ein Problem. Zahnweh bei Spinnen? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Aber warum dann das endlose Putzen, stundenlang?

    Viele Grüße

    Irene

  • Irene Kirbs
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    • 23. September 2024 um 10:09
    • #9

    Hallo

    Juhu!! Sie nimmt eine getötete halbe Schabe 😅

    Viele Grüße

    Irene

  • BOPStoni
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    • 23. September 2024 um 13:29
    • #10

    na prima...dann wird das bestimmt wieder. übrigens gehen mäusefilets natürlich auch. ;)

    grüße, boris

  • Bastian Rast
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    • 25. September 2024 um 10:04
    • Offizieller Beitrag
    • #11

    Hi zusammen,

    Zur Fragestellung muss man sich zuerst einmal überlegen, für was die Chelizeren denn überhaupt da sind. Prinzipiell kann man sagen, dass diese hauptsächlich zum Ergreifen der Beute (zusammen mit den Pedipalpen), zum mechanischen Festhalten, zum Abgeben von Gift (zum Töten oder Sedieren der Beute) und zum Öffnen des Exoskeletts bei Wirbellosen (essbares hervorbringen) benötigt werden.

    Wenn sie alles dies nicht machen muss und der Verdauungsapparat nicht beschädigt ist, kann sie weiterhin Nahrung zu sich nehmen. Ist halt etwas mühsamer aber naja. :)

    Somit bist du auf dem richtigen Weg. Getötetes und geöffnetes Futter anbieten. Was auch noch ginge ist etwas Blut. Das hat auch Nährstoffe drin, welche sie gut gebrauchen kann. Alles andere wurde bereits erwähnt. Es gäbe auch noch flüssige Ergänzungsnahrung für Hunde und Katzen, welche ich auch schon verabreicht habe.

    Beobachten ob sie zunimmt. Wenn sie das macht, dann hat sie gute Chancen, nach der nächsten Häutung wieder mit "normalen" Chelizeren anständig zu fressen.

    Halte uns auf dem Laufenden :)

    Gruss Basti

  • Irene Kirbs
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    • 11. Oktober 2024 um 14:36
    • #12

    Kleines Update: Sie frisst weiterhin bereitwillig halbe Schaben. Daher bin ich erst mal dabei geblieben und hab kein anderes Futter wie Blut oder so probiert. Schaben gefrier ich immer ein, wenn meine Zucht recht ausufert. Da hab ich bestimmt noch ein Kilo in der Kühltruhe.

    So sieht sie aktuell aus:

    Das ist zwar noch immer recht schlank für eine meiner Spinnen, aber ich denke, dass es schon passt.

    Anfangs war sie öfter mal in der Höhle, die ich für sie gebaut hatte. Inzwischen hat sie aber alles, auch den Höhleneingang, komplett mit Spinnseide überzogen. Da sitzt sie mittig drauf und droht, sobald man auch nur an die Falltür kommt. Tolles Tier.

    Viele Grüße

    Irene

  • BOPStoni
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    • 11. Oktober 2024 um 14:56
    • #13

    ich finde die sieht prima aus...das wird bestimmt klappen!!! :)

  • herbie
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    • 11. Oktober 2024 um 15:36
    • #14

    wirklich ein schönes Tier, Daumen sind gedrückt ☺️

  • Irene Kirbs
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    • 4. November 2024 um 16:02
    • #15

    Hallo

    Kleines Update: Das Füttern mit halben Schaben klappt weiterhin sehr gut. Ich habe allerdings festgestellt, dass ich das doch recht engmaschig machen muss, etwa alle fünf Tage, damit sie ihre gute Figur hält.

    Und ich habe sie verpaart! Bevor die große Empörung einsetzt, ob man das dem armen Tier jetzt auch noch zumuten muss: Ich hab das nicht ausprobiert, weil ich unbedingt C. natanicharum züchten will.

    Der Gedanke dahinter war vielmehr, dass ja auch mal eine sehr seltene, wertvolle Spinne so eine Behinderung haben könnte. Und die darf dann ja nicht für die Zucht verloren gehen. Und ich könnte dann meine Erfahrungen beisteuern.

    Also: Sie hat sich sehr bereitwillig hochstemmen lassen. Dabei konnte ich gut sehen, dass von den Chelizeren noch große Stümpfe vorhanden sind. Zubeißen kann sie damit sicher nicht (schön fürs Männchen ;) ), aber doch besser als befürchtet.

    Jetzt bekommt sie so viele Schabenhälften, wie sie annimmt. Bin selber gespannt, wie es weitergeht. Das Männchen war schon etwas älter, aber sehr bemüht und geduldig. Nach der Paarung haben sie übrigens die Terrarien getauscht und sind sehr entschieden auch so geblieben. Auch gut🤷‍♀️.

    Viele Grüße

    Irene

  • Irene Kirbs
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    • 5. Dezember 2024 um 13:10
    • #16

    Hallo

    Eigentlich wollte ich mal wieder ein Bild von meiner kleinen Sorgenspinne machen, aber ich kann sie nur noch mit Mühe erkennen. Gelegentlich schiebe ich eine halbe Schabe in diese Schneelandschaft. Und ab und zu sehe ich auch Teile einer gut genährten Spinne. Es scheint also noch alles zu funktionieren.

    Viele Grüße

    Irene

  • Irene Kirbs
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    • 6. Januar 2025 um 14:53
    • #17

    Hallo

    Gute Nachrichten:

    Das Natanicharum Weibchen hat sich heute gehäutet. Ich fand sie noch auf dem Rücken liegend vor und konnte deutlich erkennen, dass sich die Chelizeren vollständig regeneriert haben. Sie hat sich also nach gerade mal 5 Monaten gehäutet und wird bald wieder normal jagen und fressen können.

    Fazit:

    1. Der Aufwand, ein Tier mit abgebrochenen Chelizeren bis zur nächsten Häutung durchzubringen, ist überschaubar. Das Tier häutet sich deutlich früher, als der eigentliche Rhythmus vorgibt.

    2. Eine Verpaarung lohnt sich nicht. Das Tier nutzt alle seine Resourcen zur Häutung.

    Ich hoffe, mein Bericht macht Mut, auch solchen Tieren eine Chance zu geben und sich die Mühe mit der Extrafütterung zu machen. Ich würde es jederzeit wieder so machen. Und auch wieder ein derart verletztes Tier übernehmen und pflegen.

    Viele Grüße und euch allen ein gutes neues Jahr

    Irene

  • herbie
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    • 6. Januar 2025 um 21:37
    • #18

    Danke für das Update und Hut ab für Deinen Einsatz! Definitiv gut zu wissen, sollte man das Problem mal haben

  • Alveus
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    • 7. Januar 2025 um 08:48
    • #19

    Hallo Irene.

    Schön hat es geklappt, und danke für den Bericht!

    Den beschleunigten Häutungsinterall, bei verlorenen Gliedmassen, ist auch in der Literatur vermerkt.

    Selber konnte ich das auch bei meiner Idiothele mira beobachten, welche, aus mir unbekannten Gründen, ein Bein verloren hatt. Sie legte zwei relativ kurz aufeinander folgende Häutungen hin, um das Bein vollständig zu regenerieren.

    Gruss, Alveus

  • Pulchfiction
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    • 7. Januar 2025 um 18:37
    • #20

    Hallo Irene, das ist ja erfreulich!

    Ich erinnere mich an einen Stirmi-Sling, dessen Chelizeren total verbogen waren nach der Häutung, trotz Heimchenmatsche und Blut vom Metzger war da nichts zu machen. Ist also auch immer ein bisschen Glückssache :)

    LG

    Pulch

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