Sicherung von Giftspinnen

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  • Hallo zusammen,


    gibt es hier jemanden, der giftigere Arten wie Phoneutria spp. oder Loxosceles spp. hält? Ich würde gern mal wissen, wie ihr die entsprechenden Terrarien gesichert habt (auch gegen unbefugte Zugriffe) bzw. in was ihr die entsprechenden Spinnen überhaupt haltet. Könnt ihr mir diesbezüglich ein paar Erfahrungen oder Empfehlungen geben?


    Danke euch im Voraus.


    Liebe Grüße


    Janis

    Mein Bestand:


    0.0.2 Hysterocrates cf. gigas

    0.0.6 Lasiodora parahybana

    0.0.2 Macrothele holsti

    1.0 Pamphobeteus sp. "machala"

    0.1 Pseudhapalopus sp. "kurzhaar"

    0.0.1 Pterinochilius murinus "rcf"

    0.0.1 Theraphosa apophysis

  • Hallo


    Ich denke, da hat jeder seine eigenen Vorlieben. Ich kenne Leute, welche selbst extrem Standorttreue Spinnen hinter Schloss und Riegel halten, wobei es bei denen nicht mal eine Terrarientüre bräuchte, und andere betreiben erfolgreich Freihaltungen...


    Um unbefugten Zugriffe zu verhindern, kommt es auf die Umstände an. Reden wir von Kindern im Haushalt, oder neugierigem und nicht sehr respektvollem Besuch. Oder ist die Spinne gar öffentlich zugänglich z.B. Schulzimmer. Bei Letzterem würde ich definitiv von einer solch potenten Spinne absehen.


    Mit Phoneutrien habe ich keine eigene Erfahrung, mich jedoch mit ihnen interessehalber auseinander gesetzt.

    Da ich immer wieder Berichte gelesen habe, wonach sich die Biester fast oder ganz aus dem Terrarium Teleportiert haben, kaum öffnete man die Türe, währe für mich persönlich eine Futterlucke ein absolutes Pflichtprogramm.


    Bei meiner Monocentropus balfouri -Gruppe habe ich eine solche Futterlucke eingebaut (sorry, die Beleuchtung ist noch provisorisch).

    Das ganze ist ein DIY Falltürenterrarium mit Plexideckel, welche man Herausziehen könnte. In den Deckel habe ich wiederum eine kleine Schiebetüre verbaut.


    Bei den Balfouris geht es eher darum, dass ich über die Lucke mehrere Beutetiere wie Grillen oder Schockoschaben einbringen kann, ohne das diese sich auf der Stelle umdrehen und eine Stampede durch die Wohnung anzetteln.


    Bei einer Phoneutria hi gegen hat eine solche Lucke den Vorteil, das Futter und Wasser eingebracht werden kann, ohne dass dir die Spinne sofort entgegen fliegt, und dir ein Küsschen auf die Wange gibt....


    Wenn du nicht gleich ein komplettes Terarium selber bauen kannst oder möchtest, kann man so eine Futterlucke auch bei einem Exoterra verbauen, wenn man die Meschabdeckung durch Plexi ersetzt.

    Die Exoterras, welche ich kenne, haben auch immer die möglichkeit ein Drahtschloss anzubringen.





    Gruss, Alveus.

  • Hallo


    Momentan habe ich noch drei Phoneutria fera (leider alles böcke) und die habe ich aufgezogen in einer Fauna Box mit Futterluke.


    Gesprüht wird durch die Gitterabdeckung, es sind alles Schnappverschlüsse.


    Tagsüber sitzen sie in ihrem Unterschlupf und Wässern, füttern stellt kein Problem dar.

    Finden wird sie das Futter alle mal.


    Ja, sie können schnell sein und springen, diese Haltung ist aber ausbruchssicher.


    Alveus

    Besuch ist hoffentlich nicht so dreist, sonst ist noch ein dicker Aufkleber mit dem Totenkopf drauf und das Umfeld ist informiert.


    An Loxoscele und Latrodectus traue ich mich nicht. Mag paranoid sein aber da hätte ich Angst die Kontrolle zu verlieren.


    Grüsse

  • Hallo

    Besuch ist hoffentlich nicht so dreist, sonst ist noch ein dicker Aufkleber mit dem Totenkopf drauf und das Umfeld ist informiert.

    Naja. Kommt stark auf das Soziale Umfeld an. Da habe ich Beruflich bedingt schon Dinge gesehen...

    An Loxoscele und Latrodectus traue ich mich nicht. Mag paranoid sein aber da hätte ich Angst die Kontrolle zu verlieren

    Wie meinst du das? Gestützt auf meinen Recherchen hätte ich Loxoscele (laeta) und Wittwen als deutlich weniger offensiv und unberechenbarer als eine Phoneutria (nigriventer)eingeschätzt.


    Gruss, Alveus

  • Hallo Alveus


    Deine Begründung ist so, keine Frage.

    Die zurückgezogene Lebensweise und der Ruf als Kokonschleuder lösen in mir einfach Unbehagen und Kopfkino aus.


    Im Umgang mit Ctenidae fühle ich mich sicher und habe bestimmte Erfahrung, die einen sicheren Umgang gewährleistet.


    Kurz und knapp, Geschmackssache.


    P.s. Phoneutria kann sehr gemein und unberechenbar sein, was nicht heisst, dass sie es immer sind. Das hat auch André versucht klar zu stellen, dass ihr Ruf weitaus schlimmer ist.

    Solange wir nicht von nigriventer sprechen, habe ich sehr ruhiges und defensives Verhalten beobachtet. Auch die Sterblichkeitsrate liegt irgendwo zwischen 0-1%.

    Da mache ich gerade mit den Afrikanern weit schlimmere Erfahrungen, was Nervosität und agressives Verhalten anbelangt.

  • Hi zusammen,


    Ich habe gerade mal wieder 9 P.nigriventer zur Aufzucht gekauft. Die haben momentan eine KL von ca. 2.5cm. Ich halte sie in 1l-Dosen welche oben mit einem einfachen Deckel gesichert sind. Beim Sprühen muss man halt etwas vorsichtig sein, damit man sie nicht direkt trifft, dann sind sie super schnell. Ich traf schon sehr oft auch im Urwald (im natürlichen Habitat) auf diese Tierchen (in der Regel P.boliviensis) und noch keine hat einen überdurchschnittlich defensiven Eindruck gemacht. Nicht mal beim hindrapieren mit dem Stöckchen für ein Foto. Ich hatte auch schon des öfteren zu Hause in einem Fototerrarium (Schale mit Gegenständen aber 4 Seiten offen) Tiere sitzen, welche weder Drohgebärden machten noch versuchten schnell abzuhauen. Ich denke auch, dass da etwas viel Wind um die Sache gemacht wird. Nichts desto trotz finde ich es gut, dass man sich vor einem möglichen Kauf tatsächlich Gedanken macht. Nichts heizt die Verbotshysterie der Politik mehr auf, als gebissene Spinnenhalter.


    @Janis: Ich denke die von Alveus gestellten Fragen sind wichtig für eine genauere Empfehlung. Vielleicht kannst du da ja mal noch was zu schreiben.


    Gruss Basti

  • Hallo,


    tut mir leid, dass ich mich jetzt erst melde. Ich hatte in der letzten Zeit leider viel privaten Stress.

    Erstmal vielen Dank für eure zahlreichen und hilfreichen Antworten.

    Hallo


    Um unbefugten Zugriffe zu verhindern, kommt es auf die Umstände an. Reden wir von Kindern im Haushalt, oder neugierigem und nicht sehr respektvollem Besuch. Oder ist die Spinne gar öffentlich zugänglich z.B. Schulzimmer. Bei Letzterem würde ich definitiv von einer solch potenten Spinne absehen.

    Die Spinne wäre nicht öffentlich zugänglich. Der Grund für die Sache mit der Sicherung ist hauptsächlich eine Gefühlssache meines Verlobten, der sich dann etwas besser fühlen würde. ;) Und natürlich weiß man auch immer nicht, was Besuch mal macht, wenn man ihn mal aus den Augen lässt.

    Ich denke, ich werde die Idee mit den Faunaboxen umsetzen und diese entsprechend mit einem Totenkopf und einem Etikett kennzeichnen. Ich denke, eine Faunabox ist auch aufgrund der Futterluke oben am sinnvollsten.

    Sollten die Tiere hierfür zu groß werden, ist die Idee mit dem Modifizieren des Exoterras natürlich auch eine gute Idee.


    Alveus: Wie kostenaufwändig ist es denn, wenn ich mir ein ähnliches Terra (die Einrichtung natürlich ausgenommen) bauen würde?


    Danke nochmals.


    Liebe Grüße


    Janis

    Mein Bestand:


    0.0.2 Hysterocrates cf. gigas

    0.0.6 Lasiodora parahybana

    0.0.2 Macrothele holsti

    1.0 Pamphobeteus sp. "machala"

    0.1 Pseudhapalopus sp. "kurzhaar"

    0.0.1 Pterinochilius murinus "rcf"

    0.0.1 Theraphosa apophysis

  • Hallo Janis


    Ich denke, ich werde die Idee mit den Faunaboxen umsetzen und diese entsprechend mit einem Totenkopf und einem Etikett kennzeichnen. Ich denke, eine Faunabox ist auch aufgrund der Futterluke oben am sinnvollsten.

    Sollten die Tiere hierfür zu groß werden, ist die Idee mit dem Modifizieren des Exoterras natürlich auch eine gute Idee

    Ich denke eine Faunabox zur Aufzucht ist sicher nicht verkehrt. Aber ein schön grosszügiges Endterrarium, wo man die Wanderspinne bei ihren Nächtlichen Streifzügen beobachten kann, fände ich für mich besser.

    Wie kostenaufwändig ist es denn, wenn ich mir ein ähnliches Terra (die Einrichtung natürlich ausgenommen) bauen würde?


    Das ist schwierig zu sagen. Generell ist es günstiger, wenn man ein Terrarium auf Mass bestellt, statt selber aus Neuglas baut.

    Ich baue meine aus Altglas (Von Aquarien über Vitrinen bis zum Fensterglas) zusammen und so belaufen sich die Materialkosten auf keine 20.- Chf pro Terrarium. Aber wenn man nur eines Baut wird es wider teurer, dank dem Materialüberschuss.


    Die Einrichtung war übrigens gratis ;)


    Gruss, Alveus

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