Aufzucht Caribena versicolor

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  • Hallo

    Kannst du der Kleinen die richtige Stelle fürs Gespinst nicht mit ein paar gut platzierten Zweigen schmackhaft machen?

    Genau das ist mein Plan.


    Deshalb habe ich schnell in meine Dekokiste geschaut, und so ein doofes Falltürterrarium entstaubt und das ganze zusammen improvisiert. Das Terri hat 25x25x40cm. Laut Literatur sollte dies für die Endgrösse reichen. Ob mir das reicht, wird sich zeigen (eher nicht).


    Aufgrund der "Funktionalität" und meiner Ungeduld ist nicht gerade eine Augenweide entstanden, aber immerhin kommt so meine selbstgebaute Rückwand doch noch zum Zug.


    Zur Idee:


    In der rechten Ecke habe ich ein trockene, verholzte Staude eingebracht, mit steil nach oben verzweigenden Ästen. Ideal um senkrechte Wohnröhren zu bauen.

    Diese Ecke werde ich eher trocken halten.



    In der linken Oberenecke habe ich eine Wurzel als fein verzweigten Ast eingeklebt. Da möchte ich noch das eine oder andere trockene Blatt ankleben. Ideal für eine waagrechte Wohnröhre.



    Unten drunter habe ich eine Grossblättrige Pflanze eingebracht, falls die Spinne lebende Pflanzen für das gespinst bevorzugen würde. Evt setze ich noch etwas Drachenbaumartiges dazu, damit sich die Spinne zwischen Blatt und Stängel einnisten könnte.

    Dies wird natürlich die Feuchte Ecke.


    In der Mitte ist ein hohler Ast. Gute 10cm Tief. Falls die Spinne eine gut geschütze Wohnröhre bevorzugt.

    Hier würde ich auch darauf tippen, dass sie sich am ehesten einrichten wird.


    Da oder an der Decke des Terrariums....


    Und falls sich einer wundert, wiso mitten auf der Rückwand ein Stück Rinde klebt.... diese deckt natürlich die blaue Filtermatte ab!







    Die ist dazu da, dass die Spinne sich nicht sofort hinter der hohlen Rückwand einnistet, und sich so meiner Kontrolle entzieht... sobald sie gross genug ist, wird das Astloch natürlich frei gegeben. So kann ich auch beobachten, wie sie selbstständig umzieht.


    Sollte das Experiment nicht gelingen, stehen schon normale Aufzuchtbehälter bereit.


    So, fehlt nurnoch die FH1-2 C. versicolor und es kann los gehen. Also wenn jemand hat -> PN.


    Gruss, Alveus

  • Hallo Alveus,

    Sieht super aus und ist auch gut durchdacht👍.Da hat deine kleine Spinne das große Los gezogen. So exquisit wohnen wohl nur wenige Spiderlinge.

    Ich hätte zwar eine Versi für dich, will aber bei den Temperaturen nicht mehr ins Ausland versenden. Ansonsten gäbe ich dir gern ein Tier für dieses Luxushotel.

    Grüße

    Irene

  • Hallo

    Nach 5 Tagen hat die C. versicolor die Entscheidung getroffen, wo sie ihr Wohngespinst baut.


    Eigentlich überrascht es mich nicht wirklich. Naja.


    Ich bin mal echt gespannt ob sie da bleiben wird, oder sich nach der Häutung einen neuen Platz sucht.



    Auf der Suche nach einem geeigneten Platz, hat sie sich wohl noch schnell eine weisse Assel gegönnt. Das ist auch Okay, denn die Heimchen brauchen noch ein paar Tage, bis die ersten Schlüpfen.


    Jetzt nervt mich aber die Falltüre dieses Terrariums ungemein, da ich das Terrarium jedesmal aus der Vitrine nehmen muss zum öffnen.

    Da werde ich wohl noch etwas basteln müssen...


    Gruss, Alveus

  • Hallo.


    Die kleine hat sich ja mittlerweile häuslich eingerrichtet und auch schon problemlos gehäutet.

    Natürlich wurde die Wohnröhre an der Decke gebaut und nicht irgendwo sonst!


    Richtig spannend ist es zu beobachten, wie sie die Wohnröhre ständig erweitert und vergrössert (auch im Durchmesser) und nachträgliche Ausgänge einbaut.


    Generell ist die Pflege bisher nicht intensiver als bei einer adulten Vogelspinne.


    Gruss, Alveus.

  • Hallo.


    Mein Experiment zur Aufzucht der C. versicolor im Endterrarium kam zu einem jähen Unterbruch.

    Nicht weil es schief ging, sondern weil ich dem Terrarium auch auf der Rückseite eine Türe verpassen wollte, um hinter dem hohlen Baumstamm Zugriff zu erhalten. Leider ist mir dabei die Scheibe zerbrochen, weshalb ich die Versicolor für eine längere Zeit als geplant Umsiedeln musste.


    Das habe ich natürlich gleich für ein neues Experiment genutzt:


    Dazu hab ich dieses hohle Wurzelstück mit Angelsilk in einer Plastikbox aufgehangen und den Silk mit Kokosfett eingerieben. In das Loch habe ich ein Stück des alten Gespinstes gestopft und die Spinne auf das Holz gesetzt.

    Innerhalb einer Stunde hat sie bereits mit dem Bau ihrer Wohnröhre in der Wurzel begonnen!


    Da ich sie aber nicht in der nackten Box für eine unbestimmte Zeit belassen wollte, bin ich ein kleines Risiko eingegangen und habe die Wurzel in das Terrarium der Xenesthis immanis gepackt.


    Diese hat kürzlich ihre Höhle für eine Häutung zugebunkert, was ein aufeinandertreffen ziemlich unwahrscheinlich macht. Zumal sie auch ansonstem höchstens mal in der Nacht die Beine aus der Höhle reckt.

    Zudem habe ich in dem Terrarium wegen der da kommend Häutung die Feuchtigkeit erhöt, was der Versicolor auch zugute kommt.


    Das soll unter keinem Umstand ein Experiment zur dauerhaften Vergesellschaftung sein, sondern nur eine temporäre Notlösung!!!




    Jedenfalls zeigt die Versicolor keinerlei Ambitionen ihre neue Behausung zu verlassen. Und bis ende Woche sitzt sie hoffentlich wieder in ihrem Terrarium.


    Zum eigentlichen Versuch bisher:

    Generell habe ich aber das Gefühl, dass sie in dem grossen, volleingerichteten Terrarium bisher ein deutlich schnelleres Wachstum an dem Tag legte, als bei meinen bisherigen Versuchen in kleineren Aufzuchtdosen. Natürlich ist das nur ein Gefühl und keine ausreichend fundierte Behauptung! Der Aufwand die richtigen Bedingungen für die Aufzucht zu schaffen ist aber meines erachtens deutlich geringer, als im einer kleinen Dose. Sofern man keine probleme mit der gezielten Fütterung hat. Aber mehr als eine passende Beute mit der Pinzette in die Wohnröhre zustopfen ist es eigentlich nicht.


    Zu dem konnte ich beobachten, wie sie, ziemlich kurz (+-1h) nach der letzten Häutung, ihr Gespinst verlies um Wassertropfen von den darunterliegenden Pfanzenblätter zu trinken. Ansonsten hat sie ihr Gespinst nie auch nur eine Sekunde verlassen.


    Gruss Alveus.

  • Hallo Alveus

    Die beiden zusammen setzen hätte ich mich nicht getraut. Wäre mir zu unsicher. Was wenn deine Immanis denkt: „Ach, Häuten kann ich mich ja immer noch. Jetzt nehm ich erst mal einen Mitternachtssnack!“ 😳

    Ich hätte da keine ruhige Minute. Hab schon öfters eine Häutung erwartet, und dann war das Tier doch wieder unterwegs. Ungehäutet.


    Hoffentlich ist die Versicolor schlau genug, nicht nachzusehen, wer in der großen Höhle wohnt.

    Viel Glück der Kleinen und nix für ungut.

    Irene

  • Servus Alveus, dein eigentliches Experiment fand ich ganz spannend und die Terrarien sehen auch toll aus aber hattest du nicht die Möglichkeit sie temporär einfach in eine kleinere Dose umzusetzen? Oder ging es rein darum dass sie ihr Wohngespinnst nicht verlassen muss?


    Na ja, ich finde es nicht sehr sinnvoll aber Daumen sind gedrückt dass sie es überlebt und nicht zum Snack wird.


    MfG,

    Wolfram

  • Hallo Wolfram.


    Ursprünglich hätte sie einfach nur zwei Nächte in einer Dose verbringen müssen, bis das Terrarium fertig umgebaut worden währe. Da mir aber die Scheibe zerbrach musste ich sie längerfristig umsiedeln, aber ich wollte dafür ähnliche Bedingungen wie beim eigentlichen Experiment.


    Die Standorttreue zu ihrem Wohngespinst ist ja eine länger bekannte Tatsache, wird diese Spinne doch sogar genau deswegen gerne in der Freihaltung gepflegt... ansonsten hätte ich es nicht gewagt. Das Prozedere mit der Plastikbox war eigentlich nur ein aufzwingen der Höhle, damit sie nicht erst durch das fremde Terrarium wandert um sich einen Platz zu suchen.

    Das Terrarium der Xenesthis war aber das einzige, welches in Frage kam. Die Xenesthis verlässt ihre Höhle auch nie und mindestens für die nächsten 3 Wochen ist der Bau sowiso dicht. Wenn die Versicolor nicht plötzlich zum Höhlenforscher wird, werden sich die 2 nie begegnen.

    In allen anderen klimatisch passenden Terrarien hätte ich es nie gewagt.

    Jedendalls kann ich heute mit den Reparaturen beginnen. Am Freitag sollte die Kleine wieder in ihr Terrarium zurück können.


    Gruss, Alveus.

  • Hallo.


    Die C. Versicolor wurde gefressen....





    Ähhh ich meine sie hat gefressen!

    Und zwar ein dickes Heimchen in ihrem renovierten Zuhause.


    Leider kann ich jetzt nicht mehr beobachten, wie sie ihr Gespenst immer weiter ausbaut, dafür wie lange es geht, bis sie in die nun offene grosse Baumhöhle umzieht.

    Und vielleicht ist es ja ein Männchen, dann kann ich das ganze wiederholen!


    Und wegen dieser Türe das ganze Theater.


    Gruss, Alveus.

  • Hallo



    Die kleine wächst und gedeiht. Nach wie vor wächst sie schneller, als ich es von den Aufzuchtdosen gewohnt bin.

    Und das ohne, dass ich mehr Aufwand als bei einer Adulten Vogelspinne betreiben muss. Mittkerweile hat sie eine KL von etwa >2cm erreicht.


    Ich hoffe ja "heimlich" auf ein Männchen, dass ich das Experiment wiederholen kann.



    Hier noch ein Bild des gesamten Terrariums.

    Gruss, Alveus.

  • Hallo Alveus

    Toller Erfolg.

    Hast du ihr die Schabe mit der Pinzette gegeben oder hat sie die selber erjagt? In dem großen Terrarium müssten es ja mehrere Futtertiere sein, damit sie eines erwischt, oder?

    Wunderschön eingerichtet übrigens.

    Viele Grüße

    Irene

  • Hallo Irene.


    Ich hab die Schabe mit der Pinzette gereicht. Sie reisst sie regelrecht von der Pinzette, kaum berührt die Schabe das Netz um das Astloch.

    Das mag für einige wohl mühsam sein, aber ich praktiziere dies noch bei einigen Vogelspinnen. Besonders bei jene, welche eher heikle Fresser sind, oder nur ungern aus ihren Bauten kommen.


    Danke für das Kompliment, Irene.


    Gruss, Alveus.

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