Poecilotheria subfusca (Variante Highland)

  • Hallo,
    nachdem ich von meinen beiden Jungtiergruppen (DNZ 2016 & 2017) im Grunde nur Weibchen erhalten habe (das einzige Männchen hatte eine katastrophale Fehlhäutung hingelegt), habe ich also ein blutfremdes Männchen gekauft und heute mit einem jungen Weibchen (2017er) verpaart. Es ging, glaube ich zumindest, ganz gut - eine schöne Verfolgungsjagd teilweise:

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    Hier noch eins von den größeren Weibchen:

  • blutfremdes Männchen


    Hallo Karsten


    Da mir bei "Varietät" und "blutsfremd" im Zusammenhang mit einer Reproduktion noch niemals etwas Brauchbares für eine neue Art eingefallen ist, so ist mir - wie kürzlich meinen Vorfahren als er den Faustkeil erfand, es kann schon etwas länger her sein - u. U. doch etwas gelungen: Poecilotheria pendanti sp. nov. Müßte doch gehen. Nix weis woher, aber trotzdem da.


    Kankuamo marqueza, hat es ja mit seinen neuen Reizhaaren vom Typ VII und seinen divergierenden männlichen Genitalien, sogar zu einer neuen Gattung mit nur einer Art gebracht. Und da weis auch keiner, wo denn nun das Männchen seine "von einander abweichenden" - divergieren - Genitalien her hat.


    Gruß
    Joachim B.

  • Hallo Karsten


    Mein Schriftstück war in Teilen, mehr ironisch gedacht. Als ich "Var" und "blutsfremd" las, war das natürlich kein Material für eine Habilitation, mehr so in Richtung Improvisation. Und so sah das dann auch aus. Ich krabbelte mir aus allen möglich Ecken was zusammen, undd hatte nun meinen Artikel.


    Var. = Varietät bedeutet, in einen oder mehreren Merkmalen von einem Standardtyp abweichende Form...Dazu benötigte ich dann noch ein "Gegenstück bzw.Ergänzung". Ein Pendant. Dazu kam das "blutsfremd" mit auch nicht besonders bekannten Inhalten. Nun konnten sie soviel Kungeln und Kuscheln wie sie wollten. Da konnte man nichts mehr falsch machen. Sie hatte ihre mehrere Merkmale und eine abweichende Form, und er wußte mit sein fremdes Blut auch nicht so genau wo er herkam. Hierfür und für die lieben Kleinen, kreierte ich dann Nam und Art. Poecilotheria pendanti sp. nov.


    Der zweite Absatz, ist inhaltlich natürlich genau das Gegenteil jeglicher Ironie.


    Gruß
    Joachim B.

  • Aha - aha... verstehe (halbwegs ;-) :D ). Das ist halt nicht immer leicht zu lesen, ohne den "roten Faden" zu verlieren und gespickt mit so vielen Randinfos, dass ich thematisch oft die Segel streichen muss. Sorry dafür noch einmal! ;-)


    Zumindest habe ich mal den Titel des Beitrags so angepasst, wie ich es eigentlich gemeint hatte (mit dem Smartphone schreiben macht mir nicht so richtig Freude und deshalb kürze ich halt manchmal ab) und mit blutsfremd war so gemeint, dass das Männchen nicht aus meiner eigenen Aufzucht stammt, also auch zumindest kein Geschwister meiner Weibchen (meine DNZ 2016 & 2017 stammen auch je von unterschiedlichen Haltern/ Züchtern) ist. Ob ER aus der gleichen, genetischen Linie stammt, kann ich natürlich nicht beurteilen - vielleicht entstammen ja auch alle in D gehaltenen Tiere dieser Art aus einem einzigen Import, oder so ähnlich; dann hätte sich jegliche Diskussion darüber ohnehin ad absurdum geführt ... keine Ahnung?


    Vielleicht noch eine kleine Randbemerkung von mir zum eigentlichen Thread, die mir im Nachhinein recht lustig erschien - die Terrarien der Weibchen stehen im Grunde alle nebeneinander auf dem gleichen Regalboden. Tagsüber ist diese Art eher recht passiv, aber als das Männchen sein Werben begann, wurden auch die eigentlich nicht beteiligten Weibchen sehr unruhig und liefen in ihren Terrarien herum. Deshalb konnte ich auch mal ein etwas genaueres Bild von einem der großen Weibchen machen - ich finde, eine unheimlich schöne Art und für mich nach wie vor die hübscheste Poeci von allen :engel:

  • Hallo,
    kleine Info am Rande... das Männchen ist jetzt mit 4 Weibchen erst einmal "durch", d.h. jeweils hat er etwa 12-24 Stunden im anderen Terrarium verbracht und hat jeweils danach in der eigenen Unterkunft erst einmal eine kleine Grille oder Schabe gefressen und spätestens nach 2 Tagen wieder ein Spermanetz gebaut -> der Knabe ist echt fleißig!
    Die Tage wird er noch zu meinem fünften Weibchen gesetzt und dann beginne ich sicherheitshalber die Runde noch einmal von vorn. Mal sehen, ob die dann folgende "Trockenzeit" und dann die Erhöhung der Feuchte + Temperatur einen Kokonbau auslösen.

  • Guten Morgen,

    ein kleines update...

    Nachdem das Männchen jedes der Weibchen bis in den Spätherbst hinein mindestens noch einmal besucht hatte (zwischendurch habe ich ihm immermal noch eine kleine Schabe angeboten), ist er Anfang Dezember 2020 relativ schnell ohne Fremdeinwirkung gestorben - der hat seinen "Job" wohl echt geliebt und alles dafür gegeben ;) :thumbup: .


    Jedenfalls nach einer "Trockenzeit" bis Ende Januar 2021 habe ich die Beleuchtung verstärkt und besprühe nun täglich mit destiliertem oder weichem Osmosewasser . Die Weibchen sind alle kaum einmal zu sehen - sie haben sich alle je im unteren Bereich eingesponnen. Gestern konnte ich einen kurzen Blick erhaschen auf etwas, das wie ein Kokon aussah - ich werde dem heute mal noch nachgehen...


    Ein junges Männchen (DNZ 2019) der Art ist Ende letzten Jahres noch dazu gekommen.

  • Hallo,

    ein (freudiges) Update...

    Ich hatte die Terrarien aller 4 Weibchen kontrolliert und bei insgesamt 2 von 4 Tieren einen Kokon festgestellt. Den Kokon vom Bild aus dem vorherigen Beitrag habe ich am 21.04.21 entnommen und zur Kontrolle geöffnet (in der Hoffnung, dass er doch schon mind. 4 Wochen alt war); den Kokon bei dem anderen Weibchen dort belassen. Es waren aber nur (relativ große) Eier drin, etwa 60-70 Stück...


    Ich habe den Kokon , wie üblich in einer gesäuberten Heimchendose mit leicht feuchten, sterilisierten Küchentüchern plaziert und täglich kontrolliert. Gestern am 28.04.21 finde ich dann endlich folgendes Bild vor...

    Was ich erst für Schimmel gehalten hatte, sind nun die ersten Gliedmaßen der Prälarven! Die etwas längere Kokonzeitigung von 6-7 Wochen bei dieser Poecilotheria-Art scheint sich also zu bewahrheiten. Das liegt imho sehr wahrscheinlich an den tendenziell niedrigeren Haltungstemperaturen, die für diese Art nötig sind.

  • Hallo,

    Es sind nun alle aus dem ersten Kokon im Prälarvenstadium und ich habe die Larven auf 2 Behälter verteilt... bisher sieht es da gut aus.


    Leider gibt es auch eine schlechte Nachricht - der Kokon vom zweiten Weibchen wurde von ihr gestern vor der Höhle abgelegt und darin haben leider 2-3 Eier angefangen zu faulen... die restlichen "Jungen" waren auch bereits Prälarven, haben sich aber schon zum Großteil nicht mehr bewegt. 8 Stück habe ich gesäubert (dest.Wasser) und nochmals separiert, weil ich meinte noch Bewegung erkennen zu können - da werde ich wohl heute nach der Arbeit wissen, ob es sich der Aufwand gelohnt hat.

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