Wildfänge ja oder nein?

      Wildfänge ja oder nein?

      Was haltet Ihr davon wenn das einmalige kaufen von Wildfängen der eigenen Nachzucht dient?
      Eigentllich habe ich kein Interesse am Handel mit Wildfängen. Und das aus sozialpolitischen Gründen. Ich kenne einen Afrikaner der diverse Tiere aus diversen Ländern aus Afrika im Angebot hat. Sein Inserat war auf T-T zu finden.
      Wie Ihr wisst ist das Hobby Spinnentiere zu halten auf dem aufgebaut dass mindestens einmal (in dem Meisten Fällen mehr) Wildfänge gemacht wurden.
      Da ich nicht weiss wie der Markt darauf reagiert weiss ich auch nicht ob es Sinnvoll ist ein Tier aus Afrika zu bestellen aus a.) eigenem Interesse und b.) erfolgreich nachzuzüchten. Jedenfalls braucht man mehrere Tiere um sie nachzuzüchten.
      Ich habe die Negativen und Positiven Aspekte die es gibt (jene die mir Eingefalllen sind) mal notiert.

      Negativer Aspekte
      Wenn ich ein Tier importiere, nachzüchte wird der Mark darauf aufmerksam, das Interesse steigt und die Wildfangrate steigt auch.

      Positive Aspekte
      Wenn ich nun Nachzüchten könnte, würde es die Tiere in der Terraristik-Szene verteilen und so würden WF automatisch ausgeschlossen.


      Ich bin sicher nicht Interessiert an Wildfängen!!!

      Der Grund das ich frage ist folgender!
      Am Wochenende habe ich einen Käufer der auf mein Inserat antwortete von mene L. hesperus slings (NZ) gebracht.
      Er fragte mich ob ich Latrodectus indistinctus möchte. Ich fragte Ihn darauf hin wo er sie her hat. Seine Antwort war dass es sich um Wildfänge handelt. Er habe einen Kokon bestellt. Er verkaufe einen Teil, einen Teil züchtet er nach.

      Aber mich interessiert trodzdem was Ihr zu dem ganzen Denkt und mit welcher Argumentation??

      Thanks
      Edit Basti: Topic ausgebessert. So findet man auch was in der Suchmaschine ;)
      MfG Päscu

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Hesperus“ ()

      Hi,

      Grundsätzlich bin ich auch gegen Wildfänge. Manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden. Ab und an muss bei nicht so gut etablierten Arten wieder frisches Blut in die Linie kommen. Natürlich sind am Anfang auch die neuen Arten alles Wf da es ja nicht anders ginge.
      Ich verstehe dein Problem und kann dir auch keine pauschale Antwort geben. Wenn du weisst, dass von deinen Wf noch ettliche mehr, also wie z.B. bei G.rosea 13'000 Stück, eingefangen wurden, sollte man sie nicht kaufen. Wenn aber jemand wie bei dir bloss einen Kokon mal aus der Natur entnimmt, halte ich das für nicht so schlimm. Es ist immer das Mass, welches den Ausschlag gibt wie ich finde.

      Beste Grüsse

      Basti
      Der Typ kommt aus Kamrun und handelt mehrheitlich mit Schnecken, Spinnen sind nicht sein Gebiet, offenbar.
      Er bekommt Wahrscheinlich nur subadulte Böcke und 20 adulte Weibchen. Da sie mit dem Schiff kommen kostet die Reise schon ziemlich viel.
      Eigentlich kenne ich den Käufer nur flüchtig, aber er kann mir 3 subadulte Böcke und 2 adulte Weibchen für 100Sfr. verkaufen.

      Ich bin irgendwie in einer Moralisch Zwickmühle gelandet und weiss nicht ob es sinnvoll ist wenn ich teilhabe wenn eine Neue Art von Latrodectus importiert werden soll. Eigentlich bin ich nicht direkt daran beteiligt, ich organisiere ja nichts, unterstütze aber mit meinem interesse das ganze.

      Ich wäre sehr daran interessiert diese Art nachzuziehen.
      Was würdet Ihr tun wenn ihr ein solches Angebot mit Skorpionen oder anderen Spinne erhalten würdet.

      Gruz Päscu
      MfG Päscu

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Hesperus“ ()

      Hallo,

      meine meinung bez. wf bei vogelspinnen: sie gehören nicht in unsere hände... eigentlich. weil sie zum einen unnötig sind (z.b. g.rosea, b.smithi etc.) zum anderen weil - das ist jetzt eine unterstellung - hier (fast) niemand (sonst bitte melden ;) ) genug ahnung von einer familie od. gattung hat, sei es jetzt im biologischen oder taxonomischen bereich, um die zucht zu "übernehmen". es macht auch absolut keinen sinn, EIN päärchen zu kaufen und dann zu meinen, man werde gross erfolg haben... wenn man sich richtig damit befassen will, muss man viel zeit, geuld und v.a. geld hineinstecken, da sicher mehrere tiere in verschiedenen entwicklungsstadien notwendig sind um eine vernünftige zuchtgruppe zu bilden! zudem ist es sinnvoll wenn man dann auch eine genaue ortsangabe kennt und fundierte kenntnisse über die parameter (lf, temp. etc.) im habitat hat.
      ausserdem sollten die tiere imho zuerst mal bei einem fähigen taxonomen zu besuch gehen, damit wenigstens mal die gattung bekannt ist...

      ich finde das argument "gegen wf" von uns "hobbyhaltern" ohne grosse zuchterfahrung eher alibimässig...

      bei den labidognathen sehe ich das ganze etwas weniger eng mit den wildfängen aber auch hier stellt sich die frage ob es sinn macht, ein paar latrodectus xy auf den markt zu bringen, die vermutlich nie jemand bestimmen wird. ausserdem ist es mit einer generation immer etwas schwierig längerfristig erfolg zu haben...
      schlussendlich musst du es selber wissen! ich hätte jetzt nicht unbedingt das problem das es wildfänge sind, sondern würde denn sinn nicht sehen (siehe argumente oben).

      mfg
      joel
      Das bestimmen ist weniger das Problem (Nicht bei Witwen)

      Der Händler wäre von Kamerun.
      (Ich habe Kontakt mit dem der die Tiere importieren will, den Händler kenne ich nicht).
      Infos über das Klima in Kamerun können von jensten Reisebüros angefordert werden.
      Ich habe mich im Internet erkundigt, in den grössten Teilen Kameruns ist die Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 68% und die Temperatur im Schnitt bei 29 Grad.

      Das grössere Problem darin ist, wenn diese neue Art dann langsam für Aufsehen in de Szene sorgt, so dass eine Art Marktlücke darin entdeckt wird, und die Anzahl an Wildfängen dadurch steigt weil die Händler die ebenfalls die richtigen Kontakte haben nicht zögern und auch WF einführen.

      Keine Ahnung wie ich darüber denken soll. Es gibt Pro und Kontra.
      MfG Päscu

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Hesperus“ ()

      Hallo,
      ich schliesse mich da Joel an. Bei den Labidognathen, sind WF zT wirklich noch nötig. Wichtig dabei ist einfach, dass man dann mit importierten Tieren (welche eigentlich immer befruchtete Kokons bauen) dann auch weiter züchtet und nicht einfach eine Art hält, weil sie selten ist. Ansonsten macht das Ganze nämlich null Sinn. Dass unbestimmte Arten eingeführt werden, ist gerade in der Labidognathen-Szene nichts Neues. Und solange diese Spinnenarten nicht populärer werden, wird sich daran auch nichts ändern.

      Grundsätzlich bin ich auch gegen Wildfänge, aber wenn Wildfänge dafür genutzt werden, einen Zuchtstamm aufzubauen, dann steckt Sinn und Zweck dahinter.
      Hallo

      Ich kenne mich ja bei Labidognaten nicht so aus jedoch: Ist es denn klug eine unbestimmte Art zu verpaaren? Ich meine am ende kannst du ja nicht mal beurteilen ob es sich um die gleiche Art Spinne handelt? Und Verkäufer, vor allem solche die irgendwelche WF verkaufen, erzählen manchmal noch viel ;)
      Ich persöhnlich würde die Finger absolut von Wilfängen lassen.

      LG

      Philipp
      Visit my flickr

      Die Welt in 2D...
      Da hasst Du recht, Fenriswolf.

      Klar ich kann 100% bestimmen ob es sich um L. indistinctus Weibchen handelt, schon alein anhand der Zeichnung, das wären dan drei oder vier rote Striche nacheinander auf dem Abdomen/der Kugel.

      Ich weiss nicht wie die Böcke aussehen.

      Wenn ich einen reinwerfen würde, sehe ich dann ob die Spinne befruchtete Kokons oder unbefruchtete macht.
      Zum Paarungsritual würde es mit jensten Böcken kommen, danach werden sie gefressen, ausser sie schaffen es abzuhauen, und ich kann sie rechtzeitig entfernen.

      Bei einem Adulten Weibchen habe ich die Angst das sie nicht mehr zu verpaaren ist.

      Und ob es überhaupt sinn macht eine solche Spinne zu kaufen, dass frage ich mich schon die letzten Tage.
      Das muss ich wohl für mich selber wissen.
      MfG Päscu
      Hallo Fenriswolf,

      Original von Fenriswolf
      Ich kenne mich ja bei Labidognaten nicht so aus jedoch: Ist es denn klug eine unbestimmte Art zu verpaaren?

      Ich kenne bei den allg. gehaltenen labidognathen Spinnen kein Beispiel, wo es geklappt hätte, verschiedene Arten untereinander zu verpaaren. Wen jemand einen Link hat, der das Gegenteil beweist, dann her damit! Ausserdem bauen wirklich die meisten WF befruchtete Kokons, somit kann es gar nicht zu einer Hybridisierung kommen, man zieht einfach die NZ auf und verpaart diese dann untereinander.

      Original von Fenriswolf
      Und Verkäufer, vor allem solche die irgendwelche WF verkaufen, erzählen manchmal noch viel ;)

      Ja, da hast du recht, das ist Verkaufspolitik ;)

      Original von Fenriswolf
      Ich persöhnlich würde die Finger absolut von Wilfängen lassen.

      Als Vogelspinnenhalter kommt man damit durch, als Labidognathen-Liebhaber leider nicht, ausser man will nur C. salei oder Heteropoda venatoria halten. Kleines Beispiel: Einige Halter hier im Forum erfreuen sich ab ihren interessanten S. terrosus. Wären diese Tiere nie als Wildfänge importiert worden, wäre dem nicht so, was mE schade wäre. Und das Schöne daran: Solche interessante Spinnen werden auch weiter in der Schweiz erhältlich sein, es muss einfach Leute geben, die sich die weitere Zucht von solchen Spinnen auf die Fahnen schreiben, genügend Exemplare um zu züchten, wirds im Land haben!

      Und wenn Tiere eingeführt werden, und es womöglich NZ gibt, welche vielleicht so aussehen könnten:
      schlangenforum.ch/wbb2/4images…image_id=5865&mode=search
      Ist es dann nicht im Nachhinein nicht lohnenswert?
      Schliesslich sind wohl alle Vogelspinnenarten, welche gezüchtet werden, mal als Wildfang irgendwo eingetrudelt. Aber bitte versteht mich nicht falsch, WF die absolut keinen Sinn ergeben, unterstütze ich keineswegs.
      Hallo,

      ich denke man sollte hier vor vornherein die Begrifflichkeiten differenzieren. IMO ist es ein bedeutender Unterschied ob man von Massenimporten oder WF spricht.

      Ich pers. bin nicht gegen WF, da es einiges gibt, was dafür spricht. Wie hier auch schon erwähnt wurde, ist eine Blutauffrischung, sicherlich nicht verkehrt, weiterhin kann man bei WF z.T. relativ sicher sein, dass es sich um echte Arten und keine Kreuzungen etc. handelt. Nicht zu vergessen, dass es ohne WF keine neuen Arten im Handel gäbe.

      Massenimporte, wie hier auch angesprochen wurden, wie z.B. von Grammostola rosea finde ich ebenfalls überflüssig und unnötig. Leider werden diese auch in Zukunft nicht groß eingeschränkt werden, da der Großteil der Importe/WF im Zoo/Großhandel verkauft werden.
      beste Grüße
      Timo Raab

      HI,


      Massenimporte, wie hier auch angesprochen wurden, wie z.B. von Grammostola rosea finde ich ebenfalls überflüssig und unnötig.

      Nun, dies ist Ansichtssache, immerhin ist G. rosea ein beliebtes Tier bei Anfängern!

      Auch wiederspricht sich deine aussage etwas, zu dieser hier:


      Ich pers. bin nicht gegen WF, da es einiges gibt, was dafür spricht. Wie hier auch schon erwähnt wurde, ist eine Blutauffrischung, sicherlich nicht verkehrt, weiterhin kann man bei WF z.T. relativ sicher sein, dass es sich um echte Arten und keine Kreuzungen etc. handelt. Nicht zu vergessen, dass es ohne WF keine neuen Arten im Handel gäbe.

      Wobei das mit dem neuen Blut schon richtig ist, doch darf auch hier nicht vergessen werden, das Vogelspinnen auf der ganzen Welt gehalten werden!


      gruß
      Fabi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Fabian Lange“ ()

      Hallo Fabian,

      Auch wiederspricht sich deine aussage etwas, zu dieser hier:


      Nunja, wenn du den Text richtig gelesen und verstanden hättest, wäre dir sicherlich aufgefallen, dass er sich eben nicht widerspricht.

      immerhin ist G. rosea ein beliebtes Tier bei Anfängern!
      Was hat es damit zu tun, dass diese Art ein beliebtes Anfängertier ist? Dies wird meine Meinung zu dem Thema sicherlich nicht ändern.

      Dass sich meine Meinung nicht auf die anhaltenden Importe auswirkt, habe ich ja ebenfalls erwähnt. :winken:
      beste Grüße
      Timo Raab

      Hi Timo,


      Was hat es damit zu tun, dass diese Art ein beliebtes Anfängertier ist?

      So wie es bei der Zucht ist, wird es diese Tiere auch massenhaft in der Natur geben!
      Also ist es doch relativ wieviele dieser Tiere der Natur entnommen werden.

      Dies wird meine Meinung zu dem Thema sicherlich nicht ändern.

      Ich würde auch niemals deine Meinung in frage stellen oder sie gar beeinflussen! :super:


      Gruß
      Fabi
      @F.L:
      So wie es bei der Zucht ist, wird es diese Tiere auch massenhaft in der Natur geben!


      Soso, das würde ich aber in Frage stellen....weißt Du denn weshalb manche Tiere so viele Nachkommen/Jungtiere haben?
      Vielleicht überlegst Du mal und korrigierst dann Deine obige Aussage etwas ab...

      Roseas werden zu Tausenden in der Natur gefangen und importiert, auch bei dieser gewöhnlichen Art ist es nicht ausser Acht zu lassen dass WF stark den naturellen Bestand dezimieren...und zwar relativ rapide.

      Ich finde man sollte eben auch diese Tiere versuchen nachzuziehen, auch wenn es "nichts" besonderes ist, tragen wir immerhin so dazu bei dem WF entgegen zu wirken.
      Denn bei uns hier stehen die Überlebenschancen etwas besser als in der Natur (@F.L :super:)!

      Greetz
      Pascal
      Hi zusammen!

      So wie es bei der Zucht ist, wird es diese Tiere auch massenhaft in der Natur geben!

      Ach ja? Schnell für dich was zum allgemeinen Verständnis: Je mehr Tiere ein Kokon enthält, umso mehr Tiere werden gefressen oder gehen sonst wie ein. Die Rate der adulten Tiere, die aus einem Kokon herausgeht, ist dann eben relativ ziemlich ähnlich wie bei Arten, die weniger Tiere im Kokon haben. Somit ist deiner Aussage nichts mehr zuzufügen. :rolleyes:

      Wobei das mit dem neuen Blut schon richtig ist, doch darf auch hier nicht vergessen werden, das Vogelspinnen auf der ganzen Welt gehalten werden!

      Was meinst du damit?

      Gruss Basti
      Je mehr Tiere ein Kokon enthält, umso mehr Tiere werden gefressen oder gehen sonst wie ein.


      Genau das meinte ich.....

      Hohe Rate an Nachkommen = Hohe Mortalitätsrate bzw. Prädatorendruck...also absolut nicht korrekt zu behaupten dass es die Tiere "massenhaft" in der Natur gibt, mit den Wf schon zweimal nicht!

      Greetz
      Pascal
      Da stellt sich doch die Frage, was wir als Sozial angagierte Tierfreunde dagegen tun können?

      Wäre es besser die Tiere in kleinen Mengen zu Nachzuchtzwecken zu importieren, bevor irgend ein Händler das Geschäft macht in dem er sie sammelt wie Äpfel an Bäumen?

      Nun ich denke beim Import einer Neuen Art läuft das so ab (reine Vermutung):

      Zuerst werden einzelne Tiere importiert und auf dem Markt angeboten. Da die Tiere nicht Nachgezüchtet werden muss der Vorgang so lange wiederholt werden bis es Nachzuchten gibt. Ab diesem Zeitpunkt entwickelt sich das ganze zum Guten.

      Sicher ist das Grundproblem das Interesse des Importeurs. Er entscheidet über die darauf folgenden Handlungen.

      Ich habe lange überlegt. Und mir schon mehrere Male gedanken über dieses Thema gemacht.
      In diversen Länderen wie Malaysia oder Brasilien werden die Lebensräume der Tiere teils zerstört duch die wachsende Industrie. In ferner Zukunft, (laut den neusten Ökologischen Studien, nicht mehr all zu lange) werden Kontinente wie Südamerika und Afrika durch die Zerstörung der Natur nur noch beschränkt grosse Lebensräume für die Tiere hinterlassen. Hier kann eine Nachzucht dazu dienen die Art vor ihrem ausstereben zu bewahren?
      MfG Päscu

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Hesperus“ ()