Fischerspinne tod :(

      Fischerspinne tod :(

      Hallo
      In letzter Zeit hat sich meine A.rufus nicht mehr blicken lassen.
      Als ich heute in ihrem Unterschlupf nachsah, war sie tod. ;(
      Die Spinne lag regungslos auf Futterresten, eines ihrer Beine hatte Schimmel, unter ihrem Körper waren einige Milben und an ihrem Opistosoma war etwas, was für mich wie eine Platzwunde oder so aussieht, da ich aber nicht weiss, ob es wirklich eine Wunde ist, wollte ich mal fragen ob jemand weiss an was sie gestorben ist?
      Hier die Bilder:
      Die Platzwunde
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      hier lag sie
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      Hoffe jemand weiss weiter
      Gruss Elia
      Hi Elia!

      Ich glaube, dass der Verdacht von Sven leider richtig ist. Hier könnte ein Nemathodenbefall vorliegen. Auf diesen Verdacht kommt man jedoch erst, nachdem man die Bilder von der Unterseite der Spinne gesehen hat. Die schleimige weisse Schicht im Chelizerenbereich, dem Sternum- und dem Opisthosomabereich sprechen dafür. Am besten gleich Terri nach draussen stellen, auf jeden Fall so schnell wie möglich weg von deinen anderen Spinnen!!! Werkzeuge unbedingt mit Alkohol desinfizieren und mit kochendem Wasser übergiessen. Das Terri muss dann ebenfalls komplett ausgeräumt werden (Inhalt komplett wegschmeissen), mit kochendem Wasser ausgespült werden und gut mit Isopropyl-Alkohol desinfiziert werden. Jetzt kannst du noch hoffen, falls es sich hier um Nemathoden handeln sollte, dass diese nicht schon auf deine anderen Spinnen übertragen worden sind. Beobachte in nächster Zeit deine anderen Spinnen etwas genäuer...

      Gruss Rafael
      Hi zusammen!

      Nur mal so nebenbei. Nematoden gibt es überall und greifen in der Regel keine gesunden Tiere an. Wenn es tatsächlich Nematoden sind (und das ist anhand dieser Fotos nicht zu erkennen), dann können die auch nach dem Tod, und so ist das meistens, auf den Körper übergegangen sein.

      Ich habe bei einem Tier mit Nematodenbefall noch nie alles ausgekocht und das war überhaupt kein Problem. Wo die Panikmache herkommt, kann ich nicht ganz nachvollziehen. War ja das Gleiche schon mit den Buckelfliegen...

      Gruss Basti
      Hallo
      Hab die Spinne in Alkohol eingelegt
      Ich hab die Spinne in einem Aquarima mit Landteil gehalten, die Temperatur weiss ich nicht so genau
      Die Spinne lag in ihren eigenen Futterresten, ich vermute desshalb das die Nematoden später kamen,ausserdem sassen da Milben unter der Spinne
      Wie alt die Spinne war weiss ich nicht so genau(die Körperlänge beträgt etwa 3cm)

      Gruss Elia
      Thema Nematoden:
      Diese werden erfolgreich gegen den Befall von Dickmaulrüsslern an Pflanzen unterirdisch eingesetzt, sind da auch sehr gut geeignet, da sie die in der Erde befindlichen Larven, die einen extremen Wurzelfraß erzeugen, vernichten.
      Haben also schon ihre Bedeutung im Tierreich, brauchen aber um wirksam zu werden, eine gewisse Feuchtigkeit!
      Man müßte schon wissen, wie hoch die LF ist, denn die Nematoden kriechen nicht aus der Erde raus, um sich etwas von dem Futter abzuholen, wenn die Luft trocken ist. ?(

      Ich sehe es aber auch so, dass Nematoden nicht der Hauptgrund des Ablebens waren, die "Wunde" am Hinterleib könnte eher der Auslöser sein. Auch sind die Beine nicht angezogen!
      Die besagten Milben, die in jeder feuchten Erde vorkommen, bedienen sich nur an der toten Spinne. Lag sie schon länger?

      Liebe Grüße
      Crisanta
      spiders.hxnetz.de/
      Mitglied der DeArGe e.V.
      Ich bin eingetragen in der "Weißen Liste" der Spinnenhalter & -züchter.

      Hiho,

      Crisanta Hoffmann schrieb:

      Thema Nematoden:
      Diese werden erfolgreich gegen den Befall von Dickmaulrüsslern an Pflanzen unterirdisch eingesetzt, sind da auch sehr gut geeignet, da sie die in der Erde befindlichen Larven, die einen extremen Wurzelfraß erzeugen, vernichten.
      Haben also schon ihre Bedeutung im Tierreich, brauchen aber um wirksam zu werden, eine gewisse Feuchtigkeit!

      Bastian Rast schrieb:

      Nur mal so nebenbei. Nematoden gibt es überall und greifen in der Regel keine gesunden Tiere an. Wenn es tatsächlich Nematoden sind (und das ist anhand dieser Fotos nicht zu erkennen), dann können die auch nach dem Tod, und so ist das meistens, auf den Körper übergegangen sein.

      Ich habe bei einem Tier mit Nematodenbefall noch nie alles ausgekocht und das war überhaupt kein Problem. Wo die Panikmache herkommt, kann ich nicht ganz nachvollziehen. War ja das Gleiche schon mit den Buckelfliegen...

      es gibt zigtausende Arten von Nematoden, Nützliche aber auch sehr wohl welche die enorm gefährlich werden können, nicht nur für Spinnen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Leute wie Frank Schneider, H.W. Auer und Mark Eichelmann Blödsinn erzählen. Es gibt Fälle wo Leute ihren ganzen Bestand verloren haben. Übertragung von Nematoden über Buckelfliegen sehr wahscheinlich.
      Um Sicherheit haben zu können wäre es Vorteilhaft die Spinne in 70%igen Isopropanol einzulegen und Frank Schneider oder Mark Eichelmann zu kontaktieren.

      Grüße,
      Sven
      Richtig!
      Sicherlich gibt es viele Arten von Nematoden, ob nützlich oder schädlich ist eine Ansichtssache.
      "Die Natur kreiert nichts ohne Bedeutung" Aristoteles
      In der Natur werden sicherlich nur geschwächte Tiere, sei es aus Krankheiten heraus, vielleicht auch durch Umwelteinflüsse/Gifte befallen, vielleicht auch auf Grund bestimmter Resistenzen, die durch den Menschen im Einsatz von Umweltgiften erzeugt wurden...das kann man alles noch gar nicht so genau sagen, bin ich der Meinung.
      Deswegen denke ich nicht, dass in einer gesunden Spinne Nematoden zum Zuge kommen können?!
      Ist ne These, ich weiß, Nematoden sind keine Viren oder Bakterien.
      Also muss was mit der Spinne passiert sein???
      Der Mensch versaut unbewußt die Natur, das wissen wir. Nur ein Beispiel: Rund um mich wohnen alte Leute, die in ihren Gärten nach wie vor Gift gegen Schnecken einsetzen!
      Fazit...sie vergiften die natürlichen Feinde damit. 2 lagen schon bei mir rum und ich mußte sie begraben( ich wohne dazwischen )
      Mein Garten wird rein ökologisch betrieben, und das mache ich auch wirklich.

      LG
      Crisanta
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      Meinst du wirklich, dass es in bestimmten Gebieten in der Natur Zählungen gibt? Können wir mit Bestimmtheit sagen, wie viele Tiere aus einem Kokon an welchen Krankheiten versterben, ihren Freßfeinden zum Opfer fallen usw.?

      Das glaube ich eher nicht!

      Terrarienhaltung, da gehe ich mit dir mit, kann schon Auslöser bestimmter Aspekte sein.

      Man sollte deshalb so optimal wie möglich dieses kleine Biotop gestalten.

      LG

      Crisanta
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      Ich bin eingetragen in der "Weißen Liste" der Spinnenhalter & -züchter.

      Hi,

      Crisanta Hoffmann schrieb:

      Meinst du wirklich, dass es in bestimmten Gebieten in der Natur Zählungen gibt? Können wir mit Bestimmtheit sagen, wie viele Tiere aus einem Kokon an welchen Krankheiten versterben, ihren Freßfeinden zum Opfer fallen usw.?
      mein Kommentar bezog sich nicht auf Krankheiten allgemein, sondern nur auf die von Nematoden indizierte Problematik. Die gibt es in der Natur selten, in der der Terrarienhaltung sind sie entgegen leider weit verbreitet und äußert gefährlich. Auch gesunde Spinnen haben da keine Chance.

      Grüße,
      Sven
      Hi Sven,

      Die gibt es in der Natur selten, in der der Terrarienhaltung sind sie entgegen leider weit verbreitet und äußert gefährlich.


      Weit verbreitet? Sag mir einen Fall, wo tatsächlich mehrere lebende (nicht halbtote oder gar tote Tiere) tatsächlich von Nematoden befallen wurden und dabei verendeten. Ich kenne Keinen.

      Gruss Basti
      Hi,

      in diesem Fall sind H.W. Auer bzw. Frank Schneider die richtigen Ansprechpartner. Die Beiden können Dir vermutlich einige Fälle aufzählen.
      Im Buch Zwergvogelspinnen von H.W.Auer auf Seite 44 wird von einer Kulturkrankheit gesprochen. In der Terraria Nr. 19 schreibt Frank Schneider:
      Mit diesen Parasiten beschäftige ich mich schon sehr lange. Viele hunderte mit ihnen befallene und daran verendete Spinnen wurden mir in den letzten Jahren zur Untersuchung zugesendet. Der Löwenanteil der betroffenen Tiere war zuvor von den Spinnenhaltern zugekauft worden, was dann die Vernichtung des bereits vorhandenen Bestands der Halter zur Folge hatte.

      Mir selbst sind vor über 10 Jahren währens eines Urlaubs viele hundert Vogelspinnen durch Nematodenbefall verendet, was mich zu dieser Forschung veranlasste.

      Persönlich kenne ich keinen Fall. Das Hauptproblem bei den Nematoden dürften die Eier sein, die enorm Widerstandsfähig sind und über Monate hinweg infektiöns bleiben. Ich kenne mich mit dieser Tiergruppe, dank meines Studiums, recht gut aus und warne eindringlich davor sie zu unterschätzen!

      Grüße,
      Sven
      Hi Sven,

      Ich werde dann wohl Frank mal fragen. Für mich ist das mit dem Erhalt einer Spinne die von Nematoden befallen ist, noch lange nicht abgetan.
      Wildfang oder Nachzucht? Waren die Nematoden tatsächlich für den Tod verantwortlich? Sind sie allenfalls nach dem Tod eines Tieres dazu gekommen? Wie war der Gesundheitszustand des Tieres vor dem Befall? Usw.
      Ich hatte auch schon eine zugekaufte Spinne, bei der ich Nematoden festgestellt habe. Diese haben sich aber keines Wegs vermehrt und den restlichen Bestand ausgelöscht. Ich streite nicht ab, dass eine eingeschleppte Art (und ich gehe von Wildfangtieren aus, die welche mitbringen), durchaus einem Bestand gefährlich werden könnte, jedoch ist nicht gleich die Panikschiene zu fahren. Wenn das so ein riesiges Problem wäre mit den vernichteten Beständen, könnte man das in den Foren wohl häufiger lesen oder man würde das bei Gesprächen mit anderen (und ich habe noch recht viel Gespräche über Spinnen :) ) sicher mal mitbekommen. Mir ist in all den Jahren kein einziger Fall bekannt, wo das tatsächlich so war. Darum halte ich es wie mit der gedüngten Erde... :)

      Gruss Basti
      Hi Basti,

      ich rate trotzdem zur Vorsicht. 70%iger Isopropylalkohol den man nicht nur zum Einlegen von VS verwenden kann sollte laut Frank ausreichem, um die Eier der für Vogelspinnen relvanten Arten zu deaktivieren. Es gibt allerdings genung Nematodeneier denen Alkohol nichts anhaben kann. Da müsste man dann härtere Geschütze auffahren. Interessanter Artikel in unserem VS Forum: >>klick<<
      Frank schreibt in dem Artikel weiterhin von VII verschiedenen Stämmen. Bis auf die letzten zwei, die nur sehr selten auftreten, sind die anderen sofern rechtzeitig erkannt, gut behandelbar.
      Im Buch "Zwervogelspinnen" von H.W.Auer wird sogar von acht verschiedenen Nematodenstämmen berichtet, wovon vier auch in unseren heimischen Gefilden vorkommen.
      Wie schon vorher geschrieben gibt es zigtausende Nematoden, jeder Waldboden, den auch ich auch verwende, ist voll davon. 99,9% der Arten sind für VS auch vollkomen harmlos, einige ernähren sich z.B. von verwesenden Tieren, wie Du sie beobachtet hast. Sind also nützlich wie Asseln, viele Milben und Co.
      Die Chance ist sicherlich relativ klein sich was einzufangen, trotzdem kann eine vier wöchige Quarantänehaltung von neu erworbenen Tieren nicht schaden. Ist halt ein bischen wie russiches Roulette es nicht zu tun.

      Grüße,
      Sven