Futtertiere, was und wo?

      Hallo Micha,

      vllt. weil es nicht so gängig ist, dass man flugunfähige Drosophila nimmt? Sind aber auch nicht viel einfacher in der Handhabung finde ich. Zumal dir nur ein flugfähiges Tier in der Zucht alles kaputt machen kann. ;)

      Ich persönlich habe meine kleinen Heimchen in eine 5,8l BraPlast umgesetzt und die Freunde lassen sich da bequem rausfischen, ohne dass dir eine über den Rand hüppt. Geht auch bequem noch mit mittleren Größen. Bei den adulten muss man dann schon wieder aufpassen.
      :pinch:
      Hallo Markus,

      der Vorteil von Drosophila ist, dass sie nichts anknabbern, wenn ein paar drin bleiben. Auch keine häutenden Spiderlinge. Ebenso vermehren sich Drosophila rasend schnell! Eine nächste Generation hast du bereits nach zwei Wochen.

      Dass eine flugfähige Drosophila in die Zucht gerät, ist eher unwahrscheinlich.

      Die Zucht geht so: einen Brei anrühren (ich nahm da jeweils Bananen-Essig-Hefe-Brei, Rezepte gibt es im Internet: afizucht.de/html/drosophila.html#Rezepte) und in ein Einmachglas geben. Dann stülpt man einen abgeschnittenen Strumpf oder Socken drüber und macht diesen mit Gummiband am Rand fest. Um die Zuchtanlage zu schliessen, muss man bloss den Socken verquirrlen. Das genügt. Darin setzt man nun ein paar Drosophila ein. Nach zwei Wochen hast du dann mehr.

      Ebenso ist die Entnahme einfach: Einfach Socken entquirrlen und eine Lichtquelle bereit halten. Die Drosophila kommen ans Licht und fallen, weil sie nicht fliegen können, dann wunschgemäss in die Spinnendosen. Fertig. Und wenn ein paar Drosophila abhauen, kann man sie mit selbstgebastelten Drosophila-Fallen einfangen oder man wartet bloss zwei Wochen, bis sie natürlicherweise verenden und im Hausstaub aufgehen. :D

      Gruss,
      Micha
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      Hallo tarant!
      Kann man die auch einzeln raus pulen? Das wird wohl schwierig sein mit Pinzette oder ähnlichem oder?
      Ansonsten hören die sich nach etwas an, dass ich an meine ersten Nachzuchten verfüttern könnte, falls die was werden (und falls ich die überhaupt behalten darf, scheiße wenn man mit dem Ex zusammen ne Spinnensammlung hat *grml*)
      Hallo Luna,

      mit ein wenig Geschick, kann man sie einzeln verfüttern. Kurz auftun, bis eine oder wenige rauskommen und gleich schliessen. Anschliessend schüpft man sie mit den Fingern in die Dosen. Verirrt sich eine Fliege auf dem Tisch, dann kann man die Dose mit der Spinne an die Tischkante halten und die Fliege reindirigieren. Die Fliegen sind nicht sehr schnell und hüpfen auch nicht davon. Nur mit Pinzette kannst du sie nicht anfassen. Da würdest du sie zerquetschen. Das ist aber auch gar nicht nötig.

      Gruss,
      Micha

      Ps. viel Glück mit dem Ex.
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      Hallo zusammen


      Ich habe mich auch immer gefragt, wie man die Drosophilas verfüttert. Seit ich von Reno ein paar Phidippus regius übernommen hab, musste ich wohl oder übel auf diese Viecher zurückgreifen, aber es ist kein Problem. Mann muss einfach den Deckel nicht ganz abnehmen. Wenn doch mal ein paar wenige auf einmal rauskommen, kann man sie ganz einfach mit einer Federstahlpinzette wieder vom Tisch nehmen. Mit Fedehrstahlpinzetten zerquetscht man kleine Tiere auch nicht.

      Genauso mit den Heimchen oder den Grillen. Einfach nur eine Ecke der Dose hochklappen und einzeln rausfischen. Bis etwa zur mittleren Grösse nimmt man eine Federstahlpinzette. Für grosse mittlere oder adulte Grillen reicht eine solch weiche Pinzette nicht mehr.

      Ich persönlich verzichte bei meinen Tieren gänzlich auf Heimchen, da ich schon etliche Ausfälle hatte durch diese Viecher. Auch Tiere, welche sich gar nicht im Häutungsprozess befanden, wurden von Heimchen angefressen und verendeten dadurch. Daher verfüttere ich nur Steppengrillen in allen Grössen.

      Ausserdem verfüttere ich an die ganz kleinen Skorplinge Ofenfischchen. Diese werden adult rund 1cm gross, sie sind geruchs- und geräuschlos, keine Scheibenläufer und würden sich, im Falle eines Ausbruchs, auch nicht in der Wohnung vermehren. Und vorallem ernähren sie sich nicht von tierischem Eiweiss, folglich fressen sie auch keine Tiere an, selbst wenn diese in der Häutung sind. ;)

      Dass weisse Asseln von Tieren als Nahrung angenommen werden, hab ich noch nie gehört. Ich hab in jeder humiden Aufzuchtdose und in jedem Terri einen Besatz weisser Asseln drin, aber auch von den kleinsten Skorpionen werden die Asseln in Ruhe gelassen. Die scheinen wohl zu wissen, dass es sich hierbei um die "Putzequippe" handelt :D

      Falls Du Dir, oder sonst jemand, Gedanken über die Anschaffung von Ofenfischchen (oder sonstigen Futtertieren) machen solltest, kannst Du mich gerne mal anschreiben.

      Beste Grüsse

      Peter
      Hallo Peter,

      Mann muss einfach den Deckel nicht ganz abnehmen.


      Ich finde Deckel unpraktisch. Ich empfehle den Strumpfverschluss! Abgeschnittener Strumpf über Glas mit Gummiband festmachen und das andere Ende verquirrlen (nicht verknoten). Beim Entquirrlen kann man die Öffnung beliebig gross machen und so kommen nur so wenige raus, wie man möchte

      Das sieht dann ähnlich aus wie diese hier: http://www.afizucht.de/Drosophila_Willi_18.jpg, ausser dem Knoten und der Strumpf muss einiges länger sein, damit man ihn verdrehen kann. Wenn du den Strumpf entquirrlst, lassen sich einige wenige Drosophila mithilfe einer Lichtquelle (bsp. Schreibtischlampe) durch den Strumpf locken.

      Gruss,
      Micha
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      Also ich füttere auch am liebsten Schaben. gauchos und für die grösseren spinnen nehme ich gerne Totenkopfschaben.
      Allerdings gehen meine Brachys nicht so gerne an die Schaben und darum bleibe ich dort bei Steppengrillen oder Heimchen.
      Was ich nie füttere sind Heuschrecken da sie sich zu gerne an den Pflanzen vergreifen.
      Grüsse
      Christian
      Hallo Peter,

      ich habe da auf dem gekauften Drosophila-Becher einen Strumpf drauf gesetzt und dann den Becher aufgeschnitten. Klappt prima. Auch umsetzen geht einfach. Der Strumpf kann man auch als Kanal brauchen. Ich fand es mit dem Handling und den Spiderlingen nun einfacher als mit Pinzette und den Micro-Heimchen. Der Strumpf ein wenig öffnen und gegen das Licht halten. So sieht man die Fruchtfliegen gegen das Licht laufen. Wenn genug am Ende des Strumpf sind, kann man ihn über den Becher halten und mit den Fingern abstreifen. So fliegen ein paar Fliegen in den Becher und gleich Deckel zu. So sind gleich 3 bis 5 Stück im Becher und der Spiderling frisst meistens alle auf einmal. Gibt ein schönes Fleischbällchen im Mund. :D Sollte dagegen der Spiderling nicht hungrig sein oder vor der Häutung stehen, dann sind die Fruchtfliegen harmlos. Die Fressen ja nur Hefepilze. - Die Micro-Heimchen habe ich nach ein paar erfolglosen Versuchen mit dem Fassen per Federpinzette auf einer hiesigen Wiese frei gelassen. Die sind mir zu anstrengend und die Fütterung ist auch problematisch. Ich will ja nicht für den Tod hunderter Micro-Heimchen verantworlich sein, nur weil ich nicht alle sofort verfüttern kann.

      Gruss,
      Micha
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      Hi Leute

      Also ich kauf die immer so mit dem Strumpf drüber und dazu noch ein Deckel oben drauf mit nem loch, finde das so sehr praktisch, einfach den Strumpf am Rand über den Deckel, dann Deckel hochheben und raus schütteln.

      Also wenn ich die einzel verfüttere werfe ich immer ein paar in eine Heimchen dose, dann entweder in den Behälter mit der Spinne schütteln oder ich mach es meistens mit einer Pinzette oder nehm die kleinen von Hand (mit Daumen und Zeigefinger) wenn sie am Boden rumrennen oder so. Geht eigentlich ziemlich gut so.

      Grüsse Luca
      Hallo Luca,
      Also ich kauf die immer so mit dem Strumpf drüber und dazu noch ein Deckel oben drauf mit nem loch, finde das so sehr praktisch, einfach den Strumpf am Rand über den Deckel, dann Deckel hochheben und raus schütteln.
      Meinst du mit "Strumpf" die Gaze? Ich habe nämlich auch solche mit Gaze, dann Deckel mit einem Loch. Dadrüber stülpe ich aber einen Damenstrumpf, den ich verquirrle und mit einer Haarnadel verschliesse:

      Verqirrlt und verschlossen:


      Geöffnet und gegen Licht gehalten:


      Ein paar abgestreift:


      Strumpf lässt sich so kurz zuhalten und Deckel schliessen. Prozedere wiederholen... Ganz einfach...

      Gruss,
      Micha
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      Vielleicht ein Wort zu Drosophila und deren Handhabung.
      Ich züchte mir die Viecher selber, und auch das Futter für die Fliegen lässt sich problemlos selber herstellen.
      Zwei Esslöffel Haferflocken, ein Teelöffel Zucker ....etwas Holzwolle obenauf...fertig.
      Das Glas (Marmeladenglas reicht) mit dunklem(!) Stoff + Gummi dicht machen.
      Oben ein Loch in den Stoff, welches natürlich wieder verschlossen wird.
      Warten bis da ordentlich was schlüpft.....kleine Dose (durchsichtig, und natürlich mit Deckel, der ebenfalls ein Loch hat, durch das die Fliegen durchpassen) ohne Deckel auf Kopf über das Loch im schwarzen Stoff stellen...die Fliegen klettern nach oben, die Dose füllt sich...Deckel mit Loch auf die Dose, und ab in`s Terrarium.
      Man kann freilich den ganzen Drosophila- Ansatz in`s Terrarium stellen....das überfordert aber manchmal die Tiere, die dann noch fressen sollen...(ich halte mehrere Mantiden Arten).
      Und auch bei den Phidippus hab ich das Gefühl, dass mit Futterüberangebot nix gewonnen ist.
      Gruss!
      Gabor