Angepinnt Maturaarbeit von Nora

      Hoi Zusammen

      Ivo: Das stimmt. Das sind auch meine Gründe, warum ich mir keine Vogelspinne zugelegt habe. Erstens bleibt nebst dem Studium und andern Hobbies momentan wenig Zeit, aussderm würde es laaaange Zeit dauern, bis ich mich adäquat vorberietet und mich dieser Aufgabe gewachsen fühlte. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass Spinnen keine Kuscheltiere sind.
      Naja, meine Spinnenphobie war für meine Familie eher Amusement als Belastung ;)
      Ist Hypnose eine wissenschaftlich fundierte und begründete Methode? Kann das - plump gesagt - jeder machen, oder bruacht es da ein Psychologiestudium o.Ä.? Therapeut ist ja auch kein geschützer Titel, wenn ich richtig informiert bin.

      spinner: Nein, so ganz explizit habe ich das nicht gemacht. Was ich aber tat war, während gewissen Übungen Musik zu hören, welche ich gerne mag und bei mir schöne Erinnerungen auslösen. Ich dachte, das beruhige mich. Tat es auch. Aber ich habe das nicht mir einer ganz bestimmten Absicht (im Sinne einer Methode) gemacht - eigentlich habe ich ja während der ganzen "Therapie" einfach mal etwas gemacht. Vorwissen in irgendeiner Richtung hatte ich nicht.

      Peter: ohja...! Aich glaube, dass es besonders bei Schoggi schwierig wird, eine Angst zu entwickeln... Dafür ist sie einfach zu gut :D

      Liebe Grüsse
      Nora :spinne:
      Salü zusammen

      @spinner: Im prinzip hat sich Nora mit der Assotionsmethode therapiert, allerdings assoziierte sie die Spinnen nicht mit etwas, dass man anfassen kann, sondern mit anderen Gefühlen, die sie ja von anderen Situationen her kennt. Wenn man es mit Schoggi assozieren möchte, so sollte man das Gefühl zur Schoggi und die Schoggi selbst voneinander "trennen" und mit dem Gefühlsteil weiter arbeiten, sonst gibt's dann wirklich ein Puff im Kopf ;) In letzter Zeit sind auch einige Versuche mit Probanden im

      @Nora: Hypnose ist wissenschaftlich Bewiesen, zumindest das es funktioniert, sie wissen aber glaub noch nicht warum und wie es funktioniert. Schau Dir mal folgende Seite an: homepages.uni-tuebingen.de/revenstorf/prasent.htm es geht hier um Ängste, Rauchen, Übergewicht und sogar Neurodermitis, die Studie spricht für sich.
      Bekannt sind ja auch die Mythbusters für ihre "sehr gründlichen" Nachforschungen: youtube.com/watch?v=cpDyHxjkawI

      Das ist richtig, Therapeut kann sich theoretisch jeder nennen, was mir das Leben nicht einfacher macht und die Hypnose teilweise auch in verschiedene esoterische oder "magische" Ecken gedrückt wird, völlig zu unrecht, wenn man die obige Studie anschaut. Das ist auch mit ein Grund, dass ich an Börsen, Expos, oder auch zu Firmen gehe um die Hypnose in das Licht zu rücken, dass sie verdient hat.

      Ich persönlich bin Quereinsteiger, habe keine Psychologie studiert, arbeite aber mit ihnen zusammen, wenn es nötig ist. Die sind übrigens selbst sehr überrascht, wie schnell man mit der direkten Hypnose-Methode erreichen kann (falls Psychologen mit Hypnose arbeiten, ist das meistens eine Indirekte Methode, da braucht es viel mehr Sitzungen).
      Vor einiger Zeit hatte ich einen Vortrag, die Probandin hatte eine Vogelphobie, ein Psychologe war anwesend, die Phobie war in 30min weg. Er meinte, dass er dies mit dieser Ausprägung der Phobie keinesfalls unter 10 Sitzungen geschafft hätte. Die Probandin näherte sich dem Tier bis zum Käfig, was sie vorher nur bis zu 6 Meter gemacht hatte.

      gruss ivo
      Sali Ivo

      die Studien klingen seriös... Gibt es dazu auch schon Metaanalysen?
      Ich hab mir das Video angeschaut. Eine erstaunliche Sache, wirklich. Und ich wünschte, ich könnte das rasch für`s lernen ausprobieren ;)
      Hypnotisiertst du oft Leute mit Spinnenphobien? Wie sieht es eigentlich mit Langzeiteffekten aus? Ist Hypnose nachhaltig?

      Gruss
      Nora :spinne:
      Betreffend Metaanalysen müsstest Du Dich direkt an die Uni Thübingen wenden. Dank dem Feedback meiner Patienten weiss ich, dass es funktioniert.
      Was die Nachhaltigkeit angeht, so hängt dies von verschiedenen Faktoren ab, genau wie bei allen anderen Therapien (auch bei Deiner!). Wenn ich eine Spinnenangst therapiere und die Person sieht z.B. zwei Jahre lang keine Spinne mehr, so kann es schon passieren, dass die Angst zurückkommt. Oder jemand wird nach der Therapie im Urwald von einer Tarantel gebissen, da kann man vielleicht gleich von vorne anfangen.

      Je mehr jemand aber mit dem neu gesetzten Muster arbeitet, desto "normaler" wird der Alltag mit einer Spinnen und irgendwann versteht man gar nicht mehr, wie man z.B. vor der Spinnen angst haben konnte.

      Was bei der Hypnosetherapie etwas speziell ist, dass es so rasch geht. Du konntest Dich innerhalb von vier Wochen nach und nach an das neue Muster gewöhnen, bzw. arbeitetest damit, während bei der Hypnose das innerhalb von wenigen Minuten passiert. Die Personen sind in der Regel nach der Therapie sehr misstrauisch und können es einfach nicht fassen, was gerade passiert ist. In Kloten war eine Journalistin bei mit in der Therapie, sie hat danach im Tagi einen Artikel geschrieben: tagesanzeiger.ch/schweiz/gemei…story/20032755/print.html leider hat sie das mit der Nachhaltigkeit etwas falsch verstanden, oder notiert... Aber was solls, sie wird's ja selbst merken, dass es nachhaltig ist.

      Selten bringe ich eine Spinnenangst nicht in der ersten und manchmal auch nicht in der zweiten Sitzung weg. In den ersten beiden Sitzungen arbeite ich mit Symptonbekämpfung. Wenn ich es nun nicht schaffe, die Angst mit meinen Suggestionen "zuzudecken", so hat dies in der Regel mit einem sehr einschneidenden Erlebnis zu tun, dazu gehe ich dann an die Ursachenforschung und löse die Angst mittels Rückführung auf (in der Regel im aktuellen Leben). Jemand der ein solches Erlebnis "gespeichert" hat, hat praktisch keine chancen dies ohne fremde Hilfe aufzuarbeiten (z.B. mit Deiner Methode).

      Spinnenängstliche habe ich aufgrund der Artikel in den Zeitungen relativ oft, v.a. nach einer Börse. Ansonsten mischt sich alles. sehr einfaches wie Raucherentwöhnungen, Gewicht, Flug- oder Höhenangst, bis zu recht tiefen und sehr einschneidenden Problemen, wie z.B. Zwängen oder Aufarbeiten von der Vergangenheit. Aber auch Kinder und Jugentliche mit Lernproblemen, wenn Du da Unterstützung brauchst - kein Problem, einfach melden, allerdings probiere ich nicht aus und möchte auch, dass meine Klienten nicht mit dieser Einstellung kommen. Ich "mache" und der Klient "muss wollen" und eine klare Vorstellung vom Ziel haben.

      gruss ivo