Angepinnt Maturaarbeit von Nora

      Maturaarbeit von Nora

      Hallo zusammen!

      Da am letzten Stammtisch nicht alle dazu gekommen sind, Nora's Maturaarbeit über die Selbsttherapie ihrer Spinnephobie genauer anzuschauen, war sie so nett, uns diese online zur Verfügung zu stellen.

      Besten Dank dafür! Gell Nora :grins:

      Natürlich sind hier im Tread auch gerne Anregungen und Bemerkungen, sowie Lob und Tadel der Arbeit ausdrücklich erwünscht. Scheut euch also nicht nach dem Lesen auch einen Komentar dazu zu schreiben.

      Viel Spass beim Lesen!

      Gruss Basti

      Edit Basti: Die Arbeit von Nora kann bei Interesse bei mir angefordert werden. Sie wird nicht mehr einfach so zum Download bereit stehen. Schreibt mir also eine Pn oder ein E-Mail.
      Hallo zusammen! Hallo Nora!

      Eine interessante Maturaarbeit ist das. Was mich besonderes daran interessiert hat, war die Phobie an sich. Ich kenne auch Leute, die Spinnen nicht mögen und vor ihnen zurückschrecken. Aber irgendwie konnte ich diese Phobie nie verstehen. Wieso kann man vor so kleinen Tieren eine solche Angst haben? Und wie äussert sich diese Angst? Ich finde es krass, dass es zu so starken Reaktionen kommen kann wie Schweissausbrüchen, Übelkeit und sogar Weinen vor Angst.

      Umso bewunderswerter ist es, dass du, Nora, dich dieser Phobie gestellt und dich selbst therapiert hast. Hut ab! Es ist ein guter Erfahrungsbericht, der anderen Phobikern sicher Mut macht. Bei Gelegenheit werde ich meinen Bekannten von deiner Maturaarbeit erzählen und sie fragen, ob sie eine Kopie davon lesen möchten. Vielleicht ermutigt das sie ja, es selbst mit einer Therapie zu versuchen.

      Liebe Grüsse!
      Gabrielle
      Hi Gabrielle

      vielen Dank!

      Ich glaube, dass die Spinne einerseits "nur" das Medium der Angst ist. Es stecken oftmals andere, tiefere Gründe dahinter. Eine andere Angst, z.B. verletzt zu werden, die Angst vor dem Tod, ein traumatisches Erlebnis oder x was anderes. Die Angst kann auch angelernt werden, wenn beispielsweise jemand aus der Familie Angst vor den Tieren hat und man sie folglich vorgelebt bekommt. Bei mir war es, denke ich, Unwissen über die Tiere, die Angst verletzt zu werden, die spezielle Körperform, welche so stark von der des Menschen abweicht, und Gefühle, die ich in die Spinnen hineininterpretierte.

      Anderserseits wid das Ganze begünstigt, indem die Spinne eigentlich immer als böse, hinterhältig, fies, mörderisch oder agressiv dargestellt wird. Genau so nahm ich auch die Spinnen war. Ausserdem ist es oft so, dass giftige Tiere automatisch als agressive Tiere angeschaut werden.

      Ich freue mich natürlich sehr, wenn durch meine Arbeit Phobiker angespornt werden, ihre Angst zu bekämpfen. Wenn ich das geschafft habe, kann es jeder schaffen; vorausgestzt, er ist zu diesem Schritt bereit und top motiviert! :D

      Liebe Grüsse
      Nora
      :spinne:
      Hallo Dani

      danke, danke!
      Na, so einfach wars schon nicht, wie man lesen kann; hatte einige Momente, die wirklich heftig waren! Aber die Motivation war beinahe grenzenlos =)

      Die Begegnung mit der Avicularia Braunshauseni war suuuuuper!! Am Anfang war ich zwar recht unsicher und traute mich nicht, sie auf die Haut zu lassen; aber schliesslich traurte ich mich dann doch 8)
      Es war so ein tolles Gefühl! So samt, weich, fein, zart, sensibel, einfach genial! Wir hätten nicht gedacht, dass sich eine Vogelspinne so schön anfühlen kann! Es ist unvergelichlich... Es steigerte die Freude an den Tieren noch mehr =)
      Ich hoffe, es war nicht das letzte mal, obwohl Vogelspinnen ja nicht so Betatsch-Objekte sind ;)

      Liebe Grüsse
      Nora
      hallo nora!

      eine tolle arbeit! echt! jetzt weiss ich was genau eine phobie, dass sie so extrem ist, hätte ich nie gedacht. ich habe auch ein "bisschen" angst von spinnen da ich als ich kleine war eine schlimme erfahrung gemacht habe. als kind war ich bei einer freundin in einem stall und da ist mir von der decke eine riesige spinne auf den kopf gefallen und ist dann quer übemein gesich gelaufen. ich bin vor angt fast gestorben und stand so unter schock dass ich nichts machen konnte. ich konnte sie nicht mal von meinem gesicht wegschlagen.

      vo da an habe ich ein kleines trauma. ab und zu spühre ich wie etwas auf meinem kopf krabelt und ich fange hektisch an meinen kopf zu schütteln. das trauma ist fast weg, habe dieses gefühl nur noch selten. ich habe mir eine brachypelma vagans besorgt um so meine "angst" loszuwerden. es ist nicht grad so dass ich panik bekomme wenn ich eine sehe, überhaupt nicht. was ich mich im moment noch nicht getraue ist sie in die hand zu nehmen, obwohl sie noch ziemlih klein ist.

      vogelspinnen an sich sind meiner meinung nach verdammt interessante tiere un ich bin absolut fasziniert von ihnen. habe auch bücher gekauft etc. und finde sie einfach nur genial. ich finde spinnen sind auch eine sehr gute ablenkung. ich macheim moment sehr viel durch und wenn ich mich etwas mit meiner spinne beschäftige und ihr zusehe und so, so scheinen alle meine sorgen weg zu sein. ich werde mir auch noch mehr spinnen zulgen (nicht war basti? :)). irgendwie habe ich mich in die tiere verliebt...

      lg

      ivan
      Finde ich echt toll, sowas ein intressantes Thema zu einer MAturaarbeit zu nehmen!
      Dazu muss ich sagen ich, als Kind hatte ich auch panische angst von kleinen, winzigen dünnen spinnen!
      Aber seit langer langer Zeit haben mich Vogelspinnen schon intressiert und von denen hab ich eigentlich nie Angst gehabt, respekt ja, wegen der enormen grösse!

      Und seit ich mich mit dieser thematik ausseinander gesetzt habe, habe ich auch vor kleinen Spinnen keine Angst mehr, ich freue mich wenn ich eine sehe, den die fressen wenigsten unnötiges Ungeziefer auf!
      Vor ein paar monaten war bei uns so eine Veranstaltung und da konnte man ne rosea halten oder sie eben näher betrachten, ich wollte diese umbedingt auf meiner hand haben und das Vogelspinnenfieber hat mich sofort infiziert, so das ich auch eine haben wollte!

      Die Vogelspinnen finde ich allesamt, echt intressant, makelos und göttisch schön, die haben halt das gewisse etwas, der schöne grosse Körper, die füsschen mit den vielen zarten Haaren, ich komm echt ins schwärmen wenn ich mir die ganzen dinger angucke!

      Meine Freundin hingegen hat eine echte Spinnenphphie, egal ob gross oder klein, die hat echt angst davor, weiss nicht warum!
      Ich hoffe ich kann sie mit dieser maturaarbeit und mit meiner Rosea ein wenig austherapieren!

      Lg, crisu
      python reguis 1.0.
      grammostola rosea 0.1.0.

      @ IVAN:
      Vielen Dank! Da hast du ja ne wirklich schreckliche Begegnung mit ner Spinne gehabt, da ist die Angst verständlich! Meine Angst ist nun weitgehend verschwunden, aber eine Spinne so plötzlich auf dem Kopf würde mich auch Heute noch in Angst und Schrecken versetzen... Ich finde es toll, dass du Dir eine VS angeschafft hast, und so Deiner Angst entgegenwirkst! Bei Basti hatte ich das erste Mal gelegenheit, eine VS (A. braunshauseni) auf die Hand zu nehmen, es war ein geniales Erlebnis und hat auch bei mir ein noch grösseres Inhteresse für die Tiere geweckt. Irgendwann möchte ich auch mal eine, aber im Moment sehe u.a. auch das Problem, dass ich mich wohl nicht getrauen würde, sie alleine auf die Hand zu nehmen, aus der Befürchtung, was falsch zu machen. Da bist du weiter als ich :super:

      @crisu:

      Dankeschön! Ich bin sehr froh, habe ich dieses Thema gewählt. Wenn schon die Mühesame Arbeit, dann ein Thema, das mich weiter bringt.
      Ja, seit ich die VS auf der Hand hatte, bin ich uach total begeistert von den Viechern und lese interessiert Bücher oder Artikel darüber... Diese Tiere sind de facto estwas wunderschönes! Aber ich muss zugeben, das mir nicht alle gefallen. Warum, weiss ich gar nicht. Aber viele sind für mich ein Augenschmaus, und ich dneke, es werden mit mit der Zeit immer mehr gefallen!
      Ohje, und deine Freundin lässt dir zu, VS zu halten :P ? Na dann mal viel Erfolg beim Therapieren; aber du musst Dir bewusst sein, dass es nur funktionieren kann, wenn Sie es auch wirklich will. Das ist das a und o!
      Hi Nora!

      Es wird bei mir nicht die letzte VS sein, was ich mir zulegen, mit dem wird meine freundin aber leben müssen!
      Ich zwinge sie ja nicht diese anzugreifen :grins:

      Das Hobby wird sie mir nicht ausreden können :idee:
      Ich werde sie therapieren mithilfe deiner tollen Maturaarbeit, die ich mir sehr sehr ausführlich durchgelesen habe!

      Du hast in allen Punkten vollkommen recht und verstehe Dich gut!
      Naja, falls sich meine freundin geändert hat was spinnen betrifft werd ichs euch wissen lassen! :D

      Lg, crisu
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      Hallo Crisu

      oh, dann hoffe ich, dass Du Dich beim Theorietiel nicht gelangweilt hast :P Bin froh, dass Du es verstanden hast, denn es war nicht leicht, verständlich aber nicht zu simpel, lesefreundlich, und dennoch wissenschaftlich zu schreiben. Aber anscheinend hat dies ganz gut geklappt =)

      Wer weiss, vielleicht ist Deine Freundin in wenigen Monaten genau so fasziniert von den Spinnen wie du... Falls Du oder Deine Freundin Fragen habt, könnt Ihr mir ruhig schreiben. Bin gespannt, ob Ihr Erfolg haben werdet ;)

      Liebe Grüsse
      Nora :spinne:
      hi nora!

      Ja ich werds Dir wissen lassen wie der fortschritt vorangeht :D
      Aber ich finde das is alles hervorragend geschrieben und echt verständlich, bravo, Du hast die matura damit sicher mit auszeichnung bestanden :grins:

      Demnächst steht ein besuch einer arbeitskollegin von meiner freundin am plan, die hat ein paar boa constrictor zuhause!

      jetz hat sie aber gleich gesagt, das sie ca. 20 vogelspinnen auch zuhaus hat, da freu ich ja da doppelt auf diesen besuch!

      also phopie is bei mir keine, aber ich habe es bis jetz noch nicht gewagt meine vogelspinne auf die hand zunehmen, wenn sie ja schon herausen wäre, kein problem, aber in ihr territorium zu greifen, hmhm

      naja, irgendwann muss ich aber ran! :spinne1:
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      sehr gute arbeit, sehr gute idee! da ich selber eigentherapierter phobiker bin, interessierte mich dieser arbeit besonders. ich habe mir erlaubt deine arbeit einer kollegin zu geben. sie leidet ebenso an einer stark lebenseinschränkenden phobie. sie hat zumindest mit lesen begonnen und eine motivation ist da. vor allem dass du immer wieder deine eigenen gefühle ausdrückst, macht die arbeit zu einem richtigen lehrmittel. man kann so gut mitfühlen bei der angst, dass man auch beim erfolg mitfühlen will. ich denke dieses werk wird nicht nur für das maturazeugnis einen nutzen haben!

      lg
      luna
      :engel:
      Hi
      Also ich muss sagen echt gute Arbeit bravo :dance2:

      Ich hätte nicht gedacht, dass man so extreme Angst und Panik vor einer Spinne haben kann. Meine Freundin hatte absolute Panik vor Schlangen und begann sogar zu weinen als wir auf einem Spaziergang ne Kreuzotter gesehen haben. Inzwischen ist sie aber auch relativ kuriert und sie kommt mit grossem Interesse in mein Schlangenraum.

      Bei meinen Spinnen hatte sie nie Probleme und sie zeigte sich extrem interessiert. Auf die Hand habe ich aber noch keine Meiner Spinnen genommen d.h. als ich vor einer Woche das Käfig meiner Lasiodora klugi putzte klammerte sie sich an meiner Hand fest. Was mich sehr wunderte (und auch freute) war die Tatsache, dass sie keine Anstalten machte zu beissen, sondern ganz gemütlich wieder weg gelaufen ist, als ich die Hand auf den Boden legte. Ich meine gerade L. klugi sind ja sonst nicht wirklich friedlich.

      Ich bin aber dennoch der Meinung: " Haltet bitte Vogelspinnen, aber nehmt sie, wenn überhaupt, dann nur ganz selten auf die Hand. Wer es dennoch immer wieder macht muss sich über einen Biss einfach nicht wundern. :spinne2:

      Aber die Arbeit ist wirklich super und interessant gestaltet.

      LG Joda
      Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      Guten Abend Joda

      ja danke 1000 für das kompliment. Nach wie vor bin ich total froh, diese nervenaufreibende Arbeit auf mich genommen zu haben.
      Was mich am meisten freut ist die Nachhaltigkeit der Therapie, was ich auch nicht wirklich abschätzen konnte. Aber letztes Wochenende zum Beispiel hatte ich, nachdem ich mich den ganzen Tag im Garten herum tummelte, 2 Spinnen auf dem Kopf (und das nicht gleichzeitig...). Die eine war, glaube ich erkennt zu haben, eine junge Wolfsspinne (etwa meine unliebste Spinne). Als ich sie herunterfliegen sah, dachte ich erst huch, hatte aber keine Angst bekommen! Ich nahm ein Glas, fing sie ein und beförderte sie dann einige Stunden später wieder in die Freiheit.
      Und ja, die Idee einer eigenen Vogelspinne schwirrt mit immer noch im Kopf herum, aber zur Zeit ist dies schlichtweg nicht realisierbar.

      Merci fürs Interesse an meiner Arbeit, das freut mich sehr.
      Gruss Nora :spinne:
      Salü zusammen

      Dies ist nun mein erster Artikel in diesem Forum und ich bin überrascht, dass es hier überhaupt einen solchen Thread gibt.

      Die Artikel sind zwar relativ alt, aber eben, ich bin halt neu hier.

      Was Nora da ausgearbeitet hat ist super und ich werde die Arbeit ganz genau mal durchlesen. Die meisten Leute möchten sich nicht selber therapieren und wüssten gar nicht wie, bzw. kommen gar nicht auf die Idee.

      Ich selber bin Therapeut und habe auch an den Börsen in Kloten und Olten Besuchern kostenlos (auch für den Veranstalter) mit solchen Ängsten behandelt. Vor ein paar Wochen hatte ich einen Patient, der ebenfalls eine Arbeit schreiben möchte zu seiner Spinnenphobie, aber mittels Hypnosetherapie, bin mal gespannt auf diese Arbeit.

      Aus meiner Arbeit konnte ich verschiedenes Beobachten. Grundsätzlich gibt es ganz grob zwei Kategorien, die Therapiewilligen und die Unbewusst-Nicht-Therapiewilligen. Die zweite Gruppe möchte lieber "gerettet" werden und geniessen genau dieses Gefühl. Eigentlich möchten sie zwar keine Angst haben, aber da dieses andere Gefühl (in der Regel völlig unbewusst) überwiegt, muss man komplett anders arbeiten und genau das bewusst machen, was sich in der Regel im Gespräch rauskristaliesiert, spätestens aber in der Hypnose, mit der ich arbeite.

      Die Therapiewilligen: In diesem Thread kam die Frage auf, wovon die Angst haben. Da bekomme ich sehr viel verschiedene Antworten. Bei den einen ist es Ekel pur, bei den anderen die vielen Beine, unberechenbar was sie als nächstes machen und natürlich beissen oder stechen (können Spinnen doch gar nicht, oder?). Oft ist es auch so, dass grosse und sehr kleine Spinnen weniger Angst auslösen als ~5lieber grosse. Was ich mit der Zeit beobachten konnte und ich doch recht spannend finde: Personen mit einer Spinnenangst haben praktisch nie Angst vor Schlangen und umgekehrt.

      Der Auslöser einer Spinnenangst ist in der Regel in der Kindheit zu suchen. Eine Mutter die schreiend aus dem Zimmer rennt und das Kind schaut zu, oder im Kindergarten, wenn andere Kinder angst haben, kopieren die anderen diese Angst.
      Die meisten Kinder sind übrigens sehr einfach zu therapieren, da reicht schon, wenn sie zuschauen wie ein gleichaltriges "Gspönli" eine Spinne auf die Hand nimmt, oder man erklärt dem Kind wie eine Spinne "funktioniert" und bringt es so Schritt für Schritt näher an das Tier.

      Die Reaktion an den Börsen ist besonders interessant, da hier die "Objekte der Begierde" in allen Grössen und Mengen vorhanden sind und der Therapierte gleich testen kann, wie es sich anfühlt eine Spinne auf der Hand zu haben. Rührend sind auch die Emotionen die hier teilweise freiwerden, auch Freudentränen sind schon geflossen. Die Technik mit der Hypnose ist sehr angenehm, da man während der Therapie selbst nie in Kontakt mit den Tieren kommt, also keine Konfrontationstherapie und so die Angst zu keinem Zeitpunkt ausgelöst wird. Durchgängig alle sagen, dass sie sich nie vorstellen können, eine Spinne auf die Hand zu nehmen, umso überraschter sind sie über sich selbst, dass sie es ohne Angst nach der Therapie dennoch machen.

      Ich arbeite sehr gerne an den Börsen, die Veranstalter und Aussteller ist ein grossartiges Volk und helfen, alles zu machen, dass diese Tiere mehr Respekt bekommen und nicht einfach mit dem Staubsauger eingesaugt werden oder mit dem Finken zu tode geschlagen werden, ein fettes Dankeschön an alle! Gerne würde ich noch mehr an solchen Veranstaltungen therapieren und zwar am Interesse der Sache.

      gruss ivo
      Sali Ivo

      das finde ich jetzt allerdings auch sehr interessant, einem aus diesem Fachgebiet hier zu treffen!

      Hyponse ist eine spannende Sache, es ist faszinierend, dass es funktioniert. Ich fragte mich jedoch immer: ist es nicht eine feige Angelegenheit, sich so zu therapieren? Heute denke ich, dass es egal ist, wie man diese Angst angeht, Hauptsache, man tut etwas dagegen.

      Mein aktueller Stand: seit meinem Selbstversuch bin ich sehr an Spinnen interessiert, finde diese Wesen faszinierend und lese regelmässig mit Inetresse im Forum mit. Fast hätte ich mich für eine Vogelspinne entschieden...
      Ich habe aber noch grossen Respekt und muss mich oftmals überwinden, wenn ich eine Spinne ins Freie befrödere. Hier spüre ich doch noch Angst. Ich stelle mir manchmal Aufgaben mit Spinnen, zum Beispiel tägliche Beobachtung unserer Gartenkreuzspinne, sie berühren, usw. Ausserdem hängen bei mir im Zimmer Spinnen und Poster u.Ä., damit ich den Anblick der Spinnen gewöhnt bin.

      Ich freue mich über neue Diskussionen in diesem Thread :)

      Liebe Grüsse
      Nora

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Nora“ ()

      Salü Nora

      Ein paar wenige reagieren ähnlich wie Du nach der Therapie an den Börsen, überlegen sich, eine zu kaufen, was ich dann aber doch abrate. Sie sollen sich erst mal ein Buch kaufen und sich in den Foren schlau machen, was es heisst, Spinnen zu halten. Ich persönlich habe mir das natürlich auch überlegt, wenn ich aber meinen Alltag anschaue, bleibt unterm Strich wenig Zeit für ein "Haustier".

      Am letzten Sonntag morgen, auf dem Flug zur Wiener Spinnenbörse habe ich mir Deine Arbeit durchgelesen. Jeder sucht seine Therapieform aus, der Verhaltensforscher hat Dir ja gesagt, warum nicht alle Deinen Weg nehmen können/wollen. Vielleicht hättest Du ihn auch nicht genommen, wenn Du ein anderes Thema hättest nehmen müssen. Feige ist nur, wer nichts macht (und so vielleicht andere sehr belasten), etwa so, wie Du es ja heute auch siehst.

      Ich persönlich bin kein Freund von der Konfrontationsmethode, es sei denn, man macht es so wie Du, komplett ohne Therapeut. Wer findet, dies sei aber die richtige Methode, der soll diesen Weg nehmen. Wenn ich jemandem helfen kann, indem ich die Angst vor Spinnen auf eine sanfte und sehr angenehme Art nehmen kann, warum auch nicht. Vor allem die Reaktion nach der Therapie ist immer wieder schön und das in knapp einer Stunde.

      Ängste können sehr viele Ursachen haben, zugegeben, dass eine Spinnenangst zu den am leichtesten zu therapierenden gehört (finde ich...). Die Angst basiert meistens auf einem "blöden", aber einschneidenden Erlebnis, dass relativ aufzulösen ist. Anders z.B. bei einer Sozialphobie, wo oft sehr tiefe und lange (immer wiederkehrende) Erlebnisse zu Grunde liegen.

      Liebe Grüsse

      Ivo
      Hallo Nora

      Kleine Frage: Hast du auch schon mal ein bisschen was mit der Assotiationsmethode anzufangen versucht? Hab ich neulich im Radio was darüber gehört. So als blödes Beispiel (Schlange---Schoggi) denken, vor sich hinsagen oder ähnlich, das ein paar mal am Tag, und dann sollte das Gehirn irgendwann anfangen die Schlange mit Schoggi zu assotiieren und somit wird der Sache ein Teil des Schreckens genommen. Das sagt zumindest die Theorie...
      Das nützt jetz natürlich gar nix wenn das jemand macht der Schokolade zum ko... findet... :grins:

      MFG
      Benz
      Life is to short... und ausserdem sau teuer.