Mücken-Ich komm nicht mehr nach!

      Mücken-Ich komm nicht mehr nach!

      Hallo zusammen

      Ich hoffe, dass mir hier irgendwer noch Tipps geben kann, wie ich meine Trauermücken und Buckel/Rennfliegenplage loswerde, evtl. auch Moosmücken, ich glaube zumindest es sind diese. Fruchtfliegen sind es nicht.

      Ich habe überall Gelbtafeln, Becher mit Essig und Spülmittel aufgestellt aber es werden einfach nicht weniger.

      Vorallem die feuchten Terrarien sind voll damit, ich verwende überall echte Erde und Pflanzen, was die Vermehrung leider begünstigt.

      Was kann ich noch machen? Ich entferne täglich sicher noch 50 Stück manuell, aber wie gesagt, es werden nicht weniger! Aus meiner Dubia Zucht kommen sie nicht. Sie halten sich auch gerne im Moos auf. Mit Abstand am meisten hat es im Terri meiner Chilobrachys spec. electric blue, da es dort sehr viel und auch immer feuchte Erde drin hat.

      Wo vermehren die sich so stark? Von was ernähren sie sich, dass es einfach nicht weniger werden?

      Die Netze meiner Spinnen sind auch teilweise voll damit und sie sind echt nervtötend. :böse:

      Danke für Inputs.
      Gruss Lukas
      Hallo Lukas,
      sofern es wirklich Trauermücken sind, machst du schon das Richtige, aber vermutlich in zu kleinen Ausmaß - hänge einfach noch mehr Klebefallen u.ä. auf... Bier- oder Radlerflaschen mit etwa 2-3 cm Restneige + ein Tropfen Spülmittel geht auch. Ansonsten wirst du nicht darum herum kommen, den Bodengrund möglichst vieler deiner Terrarien innerhalb möglichst kurzer Zeit zu tauschen, einfach um die schiere Anzahl dieser Plagegeister zu minimieren.

      Für Zimmerpflanzen werden auch Nematodenansätze empfohlen und die helfen auch gut, aber bei wirbellosen Pfleglingen würde ich das vllt nicht machen...
      Beste Grüße
      Karsten
      Hallo zusammen

      Ich bin immernoch am Kämpfen, Gelbtafeln, Gefässe mit O-Saft, die hängenden Klebestreifen, Handstaubsauger. Pro Tag vernichte ich mehrere hundert Trauerfliegen.

      Vor 10 Tagen habe ich alle Feuchtterris mit SF-Nematoden begossen. Ich habe das Gefühl, langsam werden es weniger Mücken.

      Nun krabbeln jedoch plötzlich in dem Terri sehr viele, max. 1mm kleine Tierchen herum. Es sind weder Springschwänze noch Asseln. Ich dachte zuerst an Milben, sie bewegen sich jedoch relativ schnell und haben, soweit ich erkennen kann, Fühler. Die kleineren sind weiss, die grösseren leicht rötlich.

      Was sind das nun für Plagen? Zeitlich sind sie einige Tage nach dem Giessen der Nematoden erschienen. Aber das sind ja Fadenwürmer? Sie sind auch genau in dem Terri, in dem die Mückenplage begonnen hat. An der Spinne selber sehe ich nichts. Ich bin mir wirklich am überlegen, alle Feuchtterris neu zu machen aber das wäre ein riesen Aufwand und würde sämtliche Bauten der Spinnen zerstören.

      Weiss jemand, was das sein könnte? Ich brlinge lleider kein Foto hin mit dem Handy, da sie permanent rumlaufen und zu klein sind.

      Gruss Lukas
      Hallo Lukas,
      ein massenhaftes Auftreten von irgendwelchen „Schädlingen“, oder eher ungewollten Pfleglingen deutet oft auf ein generelles Problem bei der Unterbringung hin. Beurteilen kann man das aus der Ferne aber meistens nur sehr schlecht bis gar nicht.
      Bei der Sachlage, so wie du es beschreibst, wird hier ein Problem durch ein neues abgelöst. Auch wenn es viel Aufwand ist, würde ich dir zum gründlichen Reinigen deiner Anlage und Austausch des Substrats raten.
      Zur Identifikation der neuen Plagegeister könntest Du evtl auch ein kleines Video machen und den Tube-link dann hier einstellen.
      Grüsse
      Beste Grüße
      Karsten
      Hallo zusammen

      Die Frage ist, wieso beschränkt es sich alles auf das
      Terrarium der Chilobrachys? Warum beginnt es dort?Meine Haltungsparameter sind generell sehr gut, ich schaue da wirklich und hatte noch nie Probleme, dieses Terri ist einfach das feuchteste von allen.

      Ich werde morgen dieses Terrarium komplett reinigien, so schade es ist. Es ist einfach so, dass diese (ich gehe davon aus, dass es Raubmilben sind, passt vom Aussehen und der Farbe her) mit dem Besprühen der Nematoden aufgetreten sind. Es sind wirklich unglaublich viele, aber auf die Spinne gehen sie nicht. Ich habe bis jetzt eine auf der Spinne gesehen, die ist ihr aber nur dem Bein entlang gelaufen.Milben halten sich doch wenn, dann im Bereich der Chelizeren auf? Kann es sein, dass in den Nematoden Raubmilbeneier mit dabei waren? Es kann ja nicht plötzlich so ein explosionsartiges Auftreten geben. Die Mücken sind aber seit Auftreten der Raubmilben stark zurückgegangen.

      Ich werde dann die betroffenen Spinne. 2-3 Tage in Quarantäne setzen. Gibt es eibe Möglichkeit, gekaufte Erde vorzubehandeln, so dass sicher keine Trauermückenlarven drin sind? Ein paar Tage draussen in der Kälte lassen?

      Ich probiere ein Foto zu machen.

      Gruss Lukas

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lookz“ ()

      Hier 2 Fotos, wo man sie doch deutlich erkennt.





      Ich kann mir dennoch nicht erklären, woher diese so plötzlich in diesem Ausmass herkommen. Ich habe das Gefühl, sie fressen auch die Springschwänze.

      Kann es sein, dass Milben durch Trauermücken in das Terrarium gelangen? Sind Raubmilben gefährlich für adulte Spinnen? Macht es Sinn die gereinigten Terrarien vorerst trocken zu halten für eine Weile?
      Hallo Lukas

      Von den Bildern her, würde ich sagen, dass höchst wahrscheinlich Raubmilben sind.
      Bist du dir sicher, dass du versehentlich Raubmilben und nicht Nematoden gegen die Trauermücken gekauft hast?
      Diese kann man nähmlich auch gegen die Mücken kaufen.
      Und ja, sie fressen die Larven, wie auch die Springschwänze.
      Und nein, so weit ich weiss, gehen sie die Spinnen nicht an.

      Sobald das Nahrungsangebot schwindet, wird die Raubmilbenpopulation zurückgehen. Aber weder sie oder die Trauermücken wirst du zu 100% los. Dein Terri wird sich wohl in eine bioaktive Form entwickeln. Und nein... bioaktiv bedeutet für mich nicht blos Springschwänze und oder Asseln...
      Wenn du das nicht möchtest, dann kannst du natürlich alles neu aufsetzen. Die Erde kannst du z.B in der Mikrowelle "sterilisieren" Wie lange es aber Begleitfaunafrei bleibt sei dahingestellt. Denn die Tiere kommen auf sehr vielen Wegen in ein Terrarium. Vorallem die Trauermücken finden immer einen Weg in ein Terrarium.

      Stört dich ein bioaktives Terri nicht, würde ich es so lassen und abwarten bis sich das ganze einpendelt.

      In all meinen Feuchtterrarien wuseln Milben, Raubmilben, Asseln, Springschwänze, Wenigborster, winzige Tausendfüssler, Trauermücken und sonstiges Getier herum. Erst letzte Woche ist eine zünftige Schnake geschlüpft, welche ich wohl unbemerkt als Kokon im Moos eingeschleppt hatte... Die Vampirkrabben hat es gefreut. Die Krabben freuen sich sowiso ungemein über die Begleitfauna...

      Gruss, Alveus
      Hallo Alveus

      Danke, du hast mich gerade echt etwas beruhigt. Ich hatte schon Bilder im Kopf von meinen Spinnen, übersäht mit Milben. Ich habe auch gesehen, dass deutlich mehr Terris von den Milben betroffen sind, die haben sich also schon ausgebreitet.

      Gegen die Trauermücken habe ich Traunem von Andermatt Biogarten verwendet. Dies sollten reine Nematoden sein. Ich habe jedoch bei Andermatt noch nachgefragt, ob da nicht aus Versehen auch Raubmilben drin gewesen sein könnten. Ansonsten werden sie wohl durch die grosse Menge an Trauerfliegen irgendwie angelockt worden sein oder
      waren schon in der Erde./

      Solange sie die Spinnen nicht angreifen, stören sie mich nicht. Kann das nicht der Fall werden, wenn sonst keine Nahrung mehr vorhanden ist? Vor allem sehr junge Tiere könnten dann vielleicht zum Ziel werden. Weiss das sonst jemand?

      Was ich mir auch noch überlegt habe, evtl
      jetzt wo es kalt ist, die Spinnen aus den Terris und diese dann z.B eine Woche auf den Balkon in die Kälte stellen. Vielleicht würde das vieles abtöten?

      Gruss Lukas
      Hallo

      Ich weiss, dass man Raubmilben bei Ameisenfarmen einsetzt, welche einen Milbenbefall haben. Wenn sie die Ameise in Ruhe lassen, dann auch die Vogelspinnen.
      Ich weiss auch, dass sie bei mir die Vogelspinnen und Krabben in Ruhe lassen. Alle mir geläufigen Arten stellen keine Gefahr dar.
      Das Risiko, dass du dir eine Milbenart einfängst, welche für die VS gefährlich währen ist enorm viel höher. Und genau da, würde dir die Raubmilbe ja wider nützen indem sie die parasitären Milben bejagt, und du es nicht einmal bemerkst.

      Lookz schrieb:

      Was ich mir auch noch überlegt habe, evtljetzt wo es kalt ist, die Spinnen aus den Terris und diese dann z.B eine Woche auf den Balkon in die Kälte stellen. Vielleicht würde das vieles abtöten?


      Wikipedia schrieb:

      Die Trauermücken sind weltweit verbreitet. Sie besiedeln auch extreme Lebensräume weit nördlich bzw. südlich der Polarkreise wie zum Beispiel Inseln um die Antarktis,


      Und auch die Raubmilben sind durchaus aus der Region....
      Das einzige was sterben würde währen tropische Asseln und tropische Springschwänze, womit du wieder für ein Ungleichgewicht sorgen würdest.

      Gruss, Alveus.
      Hallo Alveus

      Ja das mit den Springschwänzen habe ich mir überlegt, theoretisch füttere ich ja die Milben wenn ich immer neue Springschwänze oder Asseln einsetze. Etwas weniger dürften es schon sein. Aber da inzwischen die Trauermücken deutlich reduziert sind, wird sich der Bestand wohl schon einpendeln.

      Ich habe sie inzwischen sogar in meinen Trockenterrarien im Bereich um den Wassernapf herum entdeckt, wenn ich also die Milben loswerden will, müsste ich jeded einzelne Terri neu aufbauen. Und selbst dann, würden bestimmt irgendwo einige überleben, ich denke ich belasse es einfach so. Ich hatte ja nur die Angst, dass die irgendwann meine Spinnen befallen.

      Trotzdem würde es mich interessieren, wo ich die aufgelesen habe. Es kommt eigentlich nur die Erde in Frage. Vielleicht werden diese ja in den Baumärkten gezielt eingesetzt, da dort ansonsten auch jede Menge Trauerfliegen herumfliegen würden.

      Gruss Lukas
      Hallo

      Solange das Terrarium richtig läuft, ist es nicht nötig immer wieder neue Springschwänze einzubringen. Das einzige was du damit bewirkst, ist die Jäger-Beute Beziehung zu verändern. Mehr Beute = mehr Prädatoren.
      Wenn du ein bioaktives Feuchtterri einrichtest, schimmelt es erst mal gerne mal an dieser und jener Ecke. Danach vermehren sich die Springschwänze, Asseln wie blöd und der Schimmel geht zurück. Dann folgen auch schon die ersten Raubmilben oder andere Prödatoren die Beutetiere werden weniger dafür die Prädatoren mehr. Irgend wann, pendelt sich das ganze ein. Soweit meine Beobachtung.


      Zu deiner Frage woher sie kommen:
      Für die Trauermücken wie auch die Milben gilt das Selbe.
      Sie können von selbst in das Terrarium wandern oder mit der Erde, Pflanzen und Moos eingeschleppt werden.

      Ob der Baumarkt auf Milben zur Bekämpfung zurückgreift wage ich zu bezweifeln, will es aber nicht ausschliessen. Logischer fände ich da eher Nematoden, da diese schneller wirken, und nicht Sichtbar sind.

      Gruss, Alveus