Cryptocteniza kawtak n. gen. n. sp. - Bond, J. E. et al.,

      Cryptocteniza kawtak n. gen. n. sp. - Bond, J. E. et al.,

      Bond, J. E., Hamilton, C. A., Godwin, R. L., Ledford, J. M. & Starrett, J. (2020) Phylogenie, Evolution und Biogeographie der nordamerikanischen Falltürspinnenfamilie Euctenizidae (Araneae. Mygalomorphae) und die Entdeckung eines neuen "gefährdeten lebenden Fossils" entlang der kalifornischen Zentralküste. Insektensystematik und Diversität.

      Zusammenfassung: Wir berichten hier über die Entdeckung einer bemerkenswerten neuen monotypischen mygalomorphen Spinnengattung, die nur von einem geographischen Ort entlang der Zentralküste Kaliforniens bekannt ist.

      Die einzige Reliktart, die Crytocteniza kawtak n. gen. n. sp. umfasst, ist morphologisch verschieden und geographisch isoliert von anderen verwandten Gattungen, wobei ihre nächsten phylogenetischen Verwandten viel weiter östlich in New Mexico und Arizona gefunden wurden. Unter Verwendung eines phylogenomischen Ansatzes mir verankerter Hybridanreicherung rekonstruieren wir die Evolutionsgeschichte der Familie Euctenizidae Raven 1985, um die Beziehungen zwischen den Gattungen zu erforschen, bisher unbeschriebene Taxa affirmativ zu platzieren, Diversifikationsraten zu erforschen und die Biogeographie der Gruppe zu rekonstruieren.

      Eine biogeographische Analyse zeigt, daß das Aussterben wahrscheinlich eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung der beobachteten abgetrennten modernen Dislokation von Cryptocteniza und ihren Schwesterntaxa spielte. Unsere Aussterbungshypothese wird duch eine Analyse der Diversikationsrate weiter untermauert, die deutlich höhere Speziationsraten in anderen eucteniziden Linien wie Aptostichus Siomon, 1891, identifiziert.

      Folglich können Veränderungen der Umweltbedingungen (oder andere verwandte biotische und/oder abiotische Faktoren) eine adaptive Radiation in verwandten Gattungen ausgelöst haben, die heute über den Biodiversitäts-Hotspot der Floristischen Provinz Kalifornien weit verbreitet sind, mit gleichzeitigem Aussterben in Cryptocteniza nach dem Miozän und der Etablierung eines mediterrianen Klimas.

      Aufgrund seiner phylogenetischen Besonderheit, seiner unglaublich schmalen Verbreitung und seines Alters zeigen wir, dass Cryptocteniza alle Kriterien eines "gefährdeten lebenden Fossils" erfüllt und folglich ein schwerwiegendes Erhaltungsproblem darstellt.

      wsc.nmbe.ch/reference/15485

      Gruß
      Joachim B.