Bodensubstrat Monocentropus Balfouri

      Bodensubstrat Monocentropus Balfouri

      Hallo zusammen

      Jetzt ist Fachsimpeln gefragt.....

      Mich nimmt ein prinzipielles Thema wunder. Welches Substrat verwendet Ihr bei den Monocentropus Balfouri? Wenn man sich schlau macht über Sokotra (Jemen) findet man dort Vorort reinen Sand mit Steinen vor. Normales Erdreich ist da ja so gut wie Fehlanzeige. Selbst die Drachenbäume die dort leben sind Endemisch. Daher komme ich zum Schluss dass dieser Ort ähnlich wie Ägypten sein muss und wer schon ausserhalb der Touristenhotels war, weiss dass Erde nicht unbedingt zu finden ist dort.

      Wenn man im Netz ein bisschen liest, sagen die einen Sand ist voll Ok und andere sprechen von Lehm/Sand/Blumenerden Gemisch, dies ist jedoch wieder ein Gegensatz zu Sokotra.

      Wenn man hingegen reinen Sand ins Terri macht, ist man zwar Naturgetreuer, aber die Grabfähigkeit ist gleich 0 und selbst wenn die Balfouri es schaffen ein Tunnelsystem zu erstellen, muss nur eine in diesem Tunnelsystem zu laut furzen und das ganze bricht zusammen und das Gewicht des Bodens killt alle. Oder mache ich mir da zu viele Gedanken?

      Nimmt mich wunder was Ihr für Erfahrungen gemacht habt....

      Grüsse Sandro
      @Loris ja ich nehme das Substrat direkt aus dem Sack. Sollte leicht feucht sein wenn der Sack nicht uralt oder an der Sonne lag. Dann ein bisschen andrücken und es sollte passen.
      Habe diesen auch bei meiner Chromatopelma drinnen und so wie ich das beurteilen kann passt es den beiden Damen so, sonst würden Sie den Boden wahrscheinlich meiden.
      Lg Yves
      Hallo Sandro,
      vielleicht mal noch kurz eine Anmerkung von mir zu diesem Thema (obwohl ich keine Balfouri halte, aber mit Wüstenskorpionen etwas halterische Erfahrung habe):
      In Wüstengebieten ist tatsächlich viel Sand und Gesteinsmaterial vorhanden, aber oft eben nur oberflächlich. Darunter liegen häufig Mischschichten mit anderen Sedimenten und Strukturen, was solche Gebiete dann doch zu Lebensräumen macht, da sie dadurch (oft nur unterirdisch) gestaltbar sind. Außerdem wirken in solchen Naturräumen eben auch Wetterbedingungen, die zur ständigen Bewegung, Selbstreinigung vom Substrat usw. führen.
      Reiner Sand ist im Terrarium deshalb eher ungünstig, weil er ja eigentlich nur die oberste Schicht "Wüste" darstellt und im Terrarium fehlt auch die Bewegung, die Boden-Biologie sowie die schiere Masse an Substrat, die diesen Lebensraum eigentlich ausmacht. Verschmutzungen bleiben an den Steinchen haften und können bei Wasserkontakt (Kondenswasser, Besprühen etc.) zu "Keimzellen" werden. Eigentlich ist reiner Sand, aus meiner Sicht, nur für die quasi-Sterilhaltung von Sandboas und ähnlichen Arten geeignet...
      Beste Grüße
      Karsten
      Wie auch in der Natur, da wird auch auch allfällige Regenfälle gewartet um die Wohnröhren anzulegen.
      M. balfouri legt ihre Wohnröhren unter Steinen an, ohne tiefe Bauten. Die Qualität des Substrats ist für die erfolgreiche Haltung der Art nicht extrem wichtig - eher trockene Blumenerde passt ideal.

      beste Grüsse
      Martin