Wie weit von zuhause weg arbeiten Asseln und Springschwänze?

      Wie weit von zuhause weg arbeiten Asseln und Springschwänze?

      Folgende Situation:

      Chromatopelma-Terrarium, ergo weitestgehend trocken. Bloß um zwei kleine Sukkulenten im Vordergrund wird punktuell gegossen und alle paar Tage der Trinknapf (ebenfalls im Vordergrund) etwas überflutet. Gelegentliches Einbringen von Wassertropfen ins Gespinst zähle ich für diese Frage nicht, da die den Boden durch das dichte Gespinst nicht erreichen. Entweder werden sie getrunken (gelegentlich beobachtet) oder verdunsten.

      Anfangs hat mein Tier hin und wieder ihre Boli nach vorn zum Lüftungsblech gebracht, das tut sie aber nun schon lange nicht mehr. Das Gespinströhrensystem hinten im Wurzel- und Astwerk ist hinreichend dicht, dass ich nicht sehe, wo sie das Zeug deponiert, oder wo sie hinkackt.

      Frage: Macht es überhaupt Sinn, vorn in den gegossenen Bereichen Asseln oder Springschwänze anzusiedeln, wenn sie bis zur Spinnen-Müllkippe rund 20 cm oder mehr durch trockenes Terrain zurücklegen müssen, eventuell gar durch das Gespinst hindurch?

      Es scheint vorn immerhin feucht genug zu sein, dass sich dort eine Handvoll Trauermücken angesiedelt hat. Würden sich Springschwänze zumindest um den Nachwuchs dieser Nervensägen kümmern?
      Bodengrund ist Lehm, gemischt mit wenig Sand (beides feinste Öko-Ware aus einer lokalen Sandgrube - seit 30.000 Jahren unberührt) und - zur Auflockerung - ca. 20 Prozent Kokosfaser. Die hatte ich gerade da. Die Pflanzen machen sich bislang offenbar gut da drin. Eine kleine Ecke neben einer der Pflanzen ist mit einem kleinen Moospolster abgedeckt. Bodenfeuchtigkeit gibt es in dem Terrarium also wirklich nur punktuell.

      Oben drauf Buchen- und Eichenlaubstreu. Das meiste davon hat sich die Spinne schon geholt und verbaut.

      Zur Zeit ist sie in der Häutungsvorbereitung. Hat sich eingesponnen.
      Moin!
      Also Kellerassis sind schon recht zähe Hunde, und haben ja immer einen Schluck Meerwasser dabei.....also wenn die eine halbwegs feute Stelle haben ziehen die schon los um was zu futtern.
      Kugelasseln sind wohl noch etwas härter was Trockenheit angeht.
      Einfach mal probieren.
      Wo Trauermücken sind, sollte es genug gemütliche Plätze geben.
      Fragezeichenschaben könnten auch eine Option sein.Die mögen es recht trocken, und die Jungtiere erscheinen fast nie an der Oberfläche.....sind also vor der Spinne relativ sicher.
      Gruss!
      Gabor
      Lustigerweise ist der Trauermückenbestand im Terrarium wieder stark geschrumpft und geht seit zwei Tagen gegen Null. Keine Ahnung, ob das eine zufällige Verkettung etwas intensiveren Gießens mit der Eiablage eines Tieres war oder ob sie sich im Augenblick einfach nur verstecken. Ich beobachte das mal noch ein wenig.
      Kellerasseln würde ich vermutlich einfach draußen unter dem nächstbesten Baumstumpf einsammeln...? Dachte, die verwerten eher pflanzliche Reste als Chitin oder Kot.
      Als geborene Destruenten verwerten die eigentlich ALLES .
      Natürlich kein Chitin, aber das frisst kein Tier aus Gründen der Nahrungsaufnahme an sich.
      Etwas zerkleinern werden die das aber schon.
      Netter Ballaststoff....und wird irgendwann von den ganz kleinen Freunden zerlegt....
      Von daher wirst Du diesen "Müll" einfach im Terrarium liegen haben, oder selbst entsorgen müssen.
      Stört aber eigentlich auch gar nicht, da er nicht gammelt....jedenfalls nicht mittelfristig.
      Und bevor ich missverstanden werde...denk mal an Hornspäne, oder Haare als Pflanzendünger.
      Grüsse!
      Gabor
      Selbst entsorgen ist keine Option, ohne wie Godzilla persönlich das halbe Gespinst zu zerstören. Also bleibt alles erstmal drin.

      Für den Moment setze ich erstmal keine Asseln o.ä. ein. Die Trauermücken sind scheinbar abgezogen.

      Herzlichen Dank dennoch für die Tips. Weiß nun Bescheid für den Fall der Fälle.