Speziellere "Anfängerspinne"

      Speziellere "Anfängerspinne"

      Hallo zusammen,

      Schon vor ca. 5 Jahren wollte ich mir eine Vogelspinne kaufen. Leider kam es dann doch nie dazu. In den letzten Wochen kam in mir doch erneut wieder der Wunsch auf mir eines dieser wirklich spannenden Lebewesen anzuschaffen.
      Da ich mir wirklich sicher bin, dass es auch bei nur einer oder vielleicht maximal zwei Spinnen bleiben wird, wollte ich fragen was es für spannende oder sogar noch eher "seltenere" Arten gibt, die durchaus "anfängertauglich" sind.
      Die Brachypelma Arten sind mir etwas zu "klassisch" (Im Sinne von Stereotyp Vogelspinne)

      Vielen Dank für eure Antworten

      Sandro

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sandro“ ()

      Hi Sandro und herzlichst Willkommen hier im Forum :)

      Als erstes solltest du dich Fragen was für eine "Art" Vogelspinne es sein soll. Im Groben und Ganzen unterscheidet man zwischen Baumbewohnern und Bodenbewohnern. Dies wäre mal die erste Frage, die du dir stellen solltest. Dann ist die Frage, ob du vielleicht eine Spinne möchtest, welche grosse Gespinste baut zB. oder möglichst farbenprächtig ist. Das mit dem "spannend" ist bei Vogelspinnen halt immer so eine Sache: Die Tiere lassen sich zwar super beobachten, sind aber halt Lauerjäger und nur mässig bis kaum aktiv. Jenachdem können sich die Tiere auch mal ewig verstecken und du Kriegst sie kaum zu Gesicht. Dies sollte dir unbedingt vor der Anschaffung bewusst sein. :)

      Am Besten, du schaust dich ein bisschen im Artenteil hier im Forum um. Dort findest du ganz viele tolle Infos und kannst dich einlesen, welche Spinne denn für dich persönlich am besten geeignet werden. Ich habe damals mit einer Brachypelma auratum angefangen. Dann kam eine Chromatopelma cyaneopubescens (baut schöne gespinste im Terrarium und sieht toll aus) und eine Caribena versicolor (Baumbewohner) dazu. Ich denke aber dass die Geschmäcker so verschieden sind, dass nur du für dich selber entscheiden kannst, welches denn die passende Spinne sein wird :)

      Grüessli Ivo

      PS: Jaja.... definitiv nur eine oder zwei hab ich auch mal gesagt....heute sind es nach kurzem Wiedereinstieg schon wieder rund 14 Vogelspinnen ;) Wenn einen das Vogelspinnenfieber packt dann :dance: :dance2:
      @Ivo Burger vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

      Ich habe mich grundsätzlich schon viel mit Vogelspinnen auseinandergesetzt (Bücher und Internet) In einem von beidem habe ich jedoch gelesen, dass Baumbewohner nicht sehr geeignete Tiere für "Anfänger" sind, da sie zu
      schnell sind... Bist du auch dieser Meinung?

      Grundsätzlich würde ich momentan eine Bodenbewohnende vorziehen (passt u.a. besser in das Gestell).

      Ich habe schon so viele Arten entdeckt ( Im "Kosmos Buch Vogelspinnen" sowie auch bei euch im Forum) die mir gefallen. Daher dachte ich vielleicht kann mir ja jemand seinen persönlichen Favorit nahelegen :)

      @Lookz Die P.murnius finde ich sehr schön, jedoch sind die doch immer sehr aggressiv?

      Gruss Sandro

      (ps. wie macht ihr das mit den Futtertieren? Wenn man nur eine Spinne hat, lohnt sich selber züchten nicht und ich nehme mal nicht an, dass so ein ganzes Pack "Hüpfer", auch bei guter Pflege, lange genug überlebt, bis ich sie alle verfüttern konnte? Ich werde irgendwie aus allen Infos die ich lese nicht ganz schlau... )

      Sandro schrieb:

      ch werde irgendwie aus allen Infos die ich lese nicht ganz schlau.


      Hallo Sandro

      Bedenke: Es wurde niemals spezifisch die Frage nach der Verpflegung deiner einen Spinne gestellt geschweige denn, thematisiert. Dazu bedarf es nämlich einiger Informationen. Willst du dein Spinnlein aus der Filmdose großziehen, ist es noch ein größer Fussel, oder hat es schon seine 2 cm. Und dann ist zu beachten, für "was" für eine Spinne du dich entschieden hast. Manche benötigen für 3 cm ein ganzes Leben weil sie nicht größer werden, und andere mußt du schon nach einigen Jahren soundsoviel, vom 20er Würfel von mehr als 40x40 umtüten.

      Wenn das erst einmal in etwa geklärt ist, wird es unter Berücksichtigung deines Standortes, auch ein Lösung geben.

      Gruß
      Joachim B.
      Hi Sandro.

      ganz grob verallgemeinert kann man sicher sagen, dass Baumbewohner schneller sind als Bodenbewohner (obwohl es auch da riesen Unterschiede gibt!) Ob dies aber relevant ist für die Frage nach der perfekten Anfängerspinne, ist wohl Geschmackssache. Meine P.metallica und meine H.maculata flüchten bei Störung in Formel-1 verdächtiger Geschwindigkeit in ihre Korkröhre. Somit sind sie sicher schneller als zB meine B.hamorii, welche kaum aus der Ruhe zu bringen ist. Sollte ich aber etwas am Terrarium machen müssen weiss ich somit zum Einen wo sie sitzen und zum Anderen kann ich bei grösseren Arbeiten einfach die ganze Röhre aus dem Terrarium entfernen. Für mich persönlich wäre die Geschwindigkeit kein Kriterium zur wahl meiner Spinne, da ich wie gesagt die Tiere so wenig wie möglich handle und ich alle Tiere, egal welche meiner Vogelspinnen, Skorpione oder Schlangen, immer mit der gleichen Vorsicht und dem nötigen Respekt handle. Objektiv betrachtet kann man natürlich aber sagen, dass es einfacher ist eine "gemütliche" Spinne zuhandhaben als eine flinke. Da landen wir aber unweigerlich wieder bei zB Brachypelma spec. welche du nicht unbedingt in deiner engeren Auswahl gesehen ahst ;)

      P.murinus ist bei mir im Terrarium zB kaum agressiv. Ich pflege ein Männchen und ein Weibchen dieser Art und hatte früher schon mal ein Weibchen. Alle drei Tiere flüchten bei Störung, drohen kaum bis nie und verziehen sich sofort in ihr Gespinnst wenn sie etwas stört. Da das Gift für Vogelspinnen aber als eher Potent bei P.murinus gilt, würde ich hier aber trotzdem höchste Vorsicht walten lassen.

      Zu deiner Frage wegen des Futters: Eine Zucht, egal wie gross deine Spinne ist, lohnt sich bei einem oder zwei Tierchen bestimmt nicht. die Futterdosen vom Versand oder aus dem Tierhandel sind da schon gross genug :) Für ein Tier ist das nämlich wirklich mehr als genug Futter. Leider gehst du wohl richtig in der Annahme, dass du es bei der Lebensdauer eines Heimchens kaum schaffen wirst, alle deiner Spinne zu Verfüttern.

      Willst du dein Spinnlein aus der Filmdose großziehen, ist es noch ein größer Fussel, oder hat es schon seine 2 cm. Und dann ist zu beachten, für "was" für eine Spinne du dich entschieden hast


      Das würde mich auch noch interessieren. Hast du dir schon überlegt, ob du mit einem Sling starten möchtest, welchem du beim wachsen zusehen kannst, oder soll es lieber ein adultes und ausgewachsenes Tier sein?

      Gruss Ivo