Miglio, L. T. et al., (2013) Munduruku - Eine neue Gattung der Theraphosidae

      Miglio, L. T. et al., (2013) Munduruku - Eine neue Gattung der Theraphosidae


      Miglio, L. T., Bonaldo, A. B. & Pérez-Miles, F. (2013). On Munduruku, a new theraphosid genus from Oriental Amazonia (Araneae, Myhalomorphae). Iheringia

      Zusammenfassung: Munduruku gen. nov. wird für die Art Munduruku bicoloratorum sp. nov. aus Juruti und Santarém, vorgeschlagen. Das diagnostische Hauptmerkmal von Munduruku gen. nov., ist das Vorhandensein eines subapikalen, lanzettförmigen Kiels auf der männlichen Palpalknolle, der unter den basalen Taxa von Theraphosinae mit Typ III-IV urtikating setae einzigartig ist.
      Die weiblichen Spermatheken bestehen aus zwei kugelförmigen Gefäßen mit trichterförmigen Hälsen, die jeweils einen sklerotisierten Bereich tragen.
      Bei beiden Geschlechtern ist die Spermathek bemerkenswert gemustert, ein ungewöhnliches Merkmal bei den adulten Theraphosiden der Neuen Welt
      Sowohl der Bulbus-Lanzettenkiel als auch das Spermathekenmuster, werden als Synapomorphien der Gattung angenommen.

      Typ Species: Munduruku bicoloratorum sp. nov.
      Etymologie: Munduruku ist ein Substantiv in Anlehnung an die Munduruku - eine Sprache des Tupi-Sprachstammes - der Name des einheimischen Stammes der Munduruku und Bewohner der Region → Juruti, den typischen Ort der Gattung im Westen des Bundesstaates Pará: das Geschlecht ist ein Neutrum.

      Etymologie der Art: Der spezifische Beiname ist ein lateinisches Adjektiv, welches sich auf das zweifarbige Abdomen bezieht, mit einem dorsalen dunkelbraunen Chevron, das mit hellbraunen lateralen Seiten und ventral kontrastiert.

      → Juruti ist eine Verwaltungseinheit im Westen des Bundesstaates Pará mit erheblichen Bauxitvorkommen die dezeit abgebaut werden, und hat eine Fläche von 8304 Km².
      Das ist 21 Km² mehr als die Kantone Bern (5959), St. Gallen (2026) und Schaffhausen (298) zusammen.
      Wenn die Gattung Munduruku mit ihrer einen Art auf besagte 21 Km² nicht allzugroße Ansprüche an ihr Habitat macht, hat sie immer noch genügend Auslauf und keine Sorgen wegen zu wenig Substrat.

      wsc.nmbe.ch/reference/12423

      wsc.nmbe.ch/genusdetail/3391

      Gruß
      Joachim B.

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