Theraphosa stirmi verhaltensauffällig

      Theraphosa stirmi verhaltensauffällig

      Hallo zusammen,

      ich halte seit November 2016 eine weibliche Theraphosa stirmi mit einer Körperlänge von etwa 4cm.
      Soweit so gut. Ich halte sie bei etwa 21°C, also mehr oder weniger Zimmertemperatur. Als Bodengrund verwende ich normale Walderde. Seit einiger Zeit fällt mir jedoch auf, dass sich meine Kleine seltsam verhält. Sie liegt zusammengekauert in einer Ecke des Terrariums, bewegt sich kaum und wenn sie sich bewegt, ist dies völlig anders als bei meinen anderen Spinnen. Sie zappelt mehr oder weniger umher, um ans Ziel zu kommen. Wenn sie zum Stehen kommt, lässt sie auch mal ein oder zwei Beine einfach in der Luft. Wenn ich im Terrarium herumsprühe, dann interessiert es sie auch nicht wirklich: Sie sitzt träge an einer Ecke des Terras und wird nass vom Nebel. Wer kann mir sagen, was sie hat bzw. was ich tun kann?
      Lieben Gruß

      Carolin
      Vielen Dank für die Antworten.

      Was mir lediglich auffällt: Ich habe sie seit etwa 1,5 Monaten nicht gefüttert (habe zuerst eine Häutung vermutet) und ihrer Abdomen schrumpft nicht wirklich.

      Anfangs hstte ich Graberde verwendet bis ich dann auf Walderde umgestiegen bin. Da waren die Symptome aber schon da.

      Ein Foto werde ich nachher machen, sobald ich zuhause bin.
      Es ist nicht ungewöhnlich das Theraphosa oft wochenlang nichts zu sich nehmen vorallem wenn sie zuvor reichlich gefüttert werden
      Oft sind sie so gierige Fresser das man sie durchaus überfüttern kann ( was jetzt aber nicht der Grund für ihr Verhalten ist )
      Gertrud eine meiner grossen Stirmiweiber hat 6 Wochen vor der Häutung und fast 4 Wochen danach nichts genommen
      Die grosse Heuschrecke und Gertrud sind fast Freunde geworden :D
      Na ich bin mal gespannt auf ein Bild :thumbsup:
      Hallo,
      ich weiss nicht so genau, wie belegt solche Fälle tatsächlich sind, aber im Netz kursieren immer wieder auch Diskussionen/Bilder/Videos, wo es um sich planlos und fast krampfartig unkoordiniert bewegende Vogelspinnen geht, die irgendwann eingehen, weil sie nicht mehr fressen können ... in den Sinn kommen mir da Schlagwörter wie "viurell oder bakteriell", "degeneratives Nervenleiden", "Vogelspinnenlähmung", "dyskinetisches Syndrom" und ähnliches. Vielleicht stöberst du mal in VS-Foren bezüglich solcher Krankheitsbilder nach?
      Beste Grüße (ich drücke die Daumen!)
      Karsten
      Beste Grüße
      Karsten

      TaroCaro schrieb:

      Wenn ich im Terrarium herumsprühe, dann interessiert es sie auch nicht wirklich: Sie sitzt träge an einer Ecke des Terras und wird nass vom Nebel.


      Tag

      Warum sollte sie sich auch für diese absurde Haltungsform interessieren? Sie ist eben keine Dendrobate!

      Sorge für "hohes", grabfähiges Substrat damit sie sich bei Bedarf, ihre Höhle graben kann. Gebe ihr - was sehr wichtig ist - Versteckmöglichkeiten in Form von Korkstücke, Geäst und Wurzelwerk. Bodensubstrat teilweise leicht feucht, nicht unbedingt alles. LF etwa 80%. Deine erwähnte Temperatur von 21°, ist als Nachtabsenkung ganz gut. Wenn es tagsüber 25° bis 26° werden, schadet ihr es nicht. Da wo sie herkommt, ist es meist noch mehr.

      Wie groß ist das Terra? Gib ihr Platz zum Buddeln und (nachts) Herumwandern und sich vor deine Wasserspiele in Sicherheit zu bringen.

      Sorge für gute Belüftung und vergiß die Trinkschale nicht.

      So wie die Sache jetzt aussieht ist es höchste Zeit, sie kurzfristig in ein Ausweichquartier umzusetzen - Heimchendose mit Küchenpapier als Unterlage hat sich für diesen Zweck bewährt - und dann mit Tempo 3 ihr Terra ungefähr so umzubauen wie beschrieben. Hierbei sind natürlich eine Unzahl von Variablen möglich, denn meine Andeutungen sind keineswegs das absolute Himmelreich. Doch in eben dieses Himmelreich, wird sie bald kommen wenn du dich nicht sputest.

      Gruß
      Joach B.
      Hallo
      Ohne Bilder vom Terra kann ich hier kein Urteil über Haltung und Einrichtung abgeben
      Ich von meiner Seite aus richte meine Terras alle rein zweckmässig ein (also der Spinne geben was sie braucht )
      Auf Pflanzen verzichte ich ganz und auch die Erde ( deswegen vorhin meine Frage nach der Erde )
      Hab ja nun schon viele Erden und Mischungen ausprobiert ( auch diesen Kokosfaser sch....)
      Ich benutze eine gute Graberde mit gutem Torf gemischt und bin bis jetzt damit gut gefahren
      Wie oben schon erwähnt worden hoch Erde einfüllen eine grosse Höhle als Unterschlupf
      Auf Licht verzichte ich ganz( bin zu der Einsicht gekommen das Spinnen eh kein grelles Licht mögen ) wenn ich sie nachts beobachten will mach ich das Rotlicht an ( das sehen Spinnen nicht ) Theraphosa die Dunkelheit liebende :)
      Gehalten werden meine grossen Spinnen auf einer Grundflächen 40 mal 40 oder 50 mal 40 ich find das reicht
      Theraphosa entfernen sich nachts eh nicht weit von ihrem Unterschlupf ( ausser reife Böcke die auf der Suche nach Weibchen sind )
      Auch mach ich das Terra nie komplett nass :dusche: sondern immer nur einen Teil davon anfeuchten
      Zur Temperatur tags 22-23 Grad nachts um die 20
      Ob das jetzt was mit dem Symtomen zu tun hat weiß ich nicht aber man kann vieles vermeiden wenn man den Ansprüchen der Tiere gerecht wird
      ...Lethargie aufgrund von dauernder, falscher Haltung hatte ich bei Theraphosa eigentlich ausgeschlossen (vor allem auch wegen des Anschaffungspreises sollte man sich doch schon besser darauf vorbereiten, oder?). Das ist hier aber natürlich der bessere Ansatz zum Handeln.
      @Joachim: kennst du das besagte Terrarium?
      Grüsse
      Karsten
      Beste Grüße
      Karsten

      Janis1602 schrieb:

      Habe das gleiche Problem.


      Hallo Janis

      Welches, wo und in welchen Zusammenhang? Der dunkle Fleck auf dem Abdomen vom 16.Oktober 2016? Die Sache mit den Brennhaarspiegel, hat doch Gene schon erklärt.

      Karsten schrieb:

      @Joachim: kennst du das besagte Terrarium?


      In meinem Beitrag 3. Absatz steht: "Wie groß ist das Terri?"
      Und TaroCaro schrieb: "Sie sitzt träge an einer Ecke des Terras und wird nass vom Nebel"

      Eingedenk dessen, muß man das Terrarium nicht "kennen"(sic) Es genügen schon einfache Grundkenntnise über eine
      angemessene Ausstattung um zu wissen, daß im Falle von TaroCaro, "etwas nicht artgerecht gestaltet ist".

      Ich hoffe, daß ich dir nicht auch noch übersetzen muß was ich meine sondern besser darüber nachdenkst, wie weit du selbst das Terrarium kennst und aus dem was TaroCaro schrieb, ohne Nachhilfe entsprechende Rückschlüsse auf den Zustand des Terrariums zu ziehen vermagst.

      Gruß
      Joachim B.

      TaroCaro schrieb:

      Anfangs hstte ich Graberde verwendet bis ich dann auf Walderde umgestiegen bin. Da waren die Symptome aber schon da.


      Das heißt, der Wechsel der Erde hat nichts mit der Unpäßlichkeit zu tun sondern →

      TaroCaro schrieb:

      Die Symptome traten auf, nachdem ich eine Pflanze ins Terrarium gesetzt hatte.


      → die Pflanze kann "möglicherweise" der Verursacher sein.

      Wohlbemerkt "möglicherweise" denn es gibt eine "Inkubationszeit".

      Das ist die Zeit, die zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der charakteristischen Erscheinungsmerkmale einer Krankheit steht.

      Nun steht zur Auswahl: Die Spinne war noch gesund als sie eingebracht wurde und die Pflanze ist in irgendeiner Form der Überträger, oder die Spinne war schon infiziert und die Pflanze ist harmlos.

      Gruß
      Joachim B.
      Danke für die Antworten.

      @Joachim: Ich habe das Zimmer gerade erstmal auf versteckte Kameras untersucht. Mir ist ein Rätsel, wie meinst, den Zustand des Terrariums, dessen Größe sowie die Einfüllhöhe der Erde beurteilen zu können. Eine Höhle hat meine Theraphosa sich bereits gegraben bzw. eine Rinde als Höhle angenommen. Ich verstehe nicht, wo das Problem liegt.
      Wieso nennst du das Sprühen im Terrarium absurd? Welche wasserfreie Methode verwendest du bitte, um deine LF konstant zu halten?
      Zur Größe: Ich halte sie aktuell in einem 30er-Würfel, was auch, bei einer Körpergröße von ca. 4cm noch völlig ausreichend ist.

      Gruß

      Caro
      Hi zusammen,

      Ich glaube, der Diskussion hier fehlen ein paar wichtige Dinge.

      Gib einfach mal folgende Dinge durch, damit wir uns ein Bild machen können:

      Terrariengrösse / Lüftungen / Beleuchtung / Wassernapf / Intervall der Bewässerung / Intervall der Fütterung / Was hast du in letzter Zeit gefüttert? / Wann hat sie sich das letzte Mal gehäutet? / Bild des Terrariums / Bild der Spinne

      Ich glaube dann lässt sich vielleicht etwas zum Gesundheitszustand deiner Spinne sagen. Alles andere ist raten.

      Gruss Basti

      TaroCaro schrieb:

      Eine Höhle hat meine Theraphosa sich bereits gegraben bzw. eine Rinde als Höhle angenommen


      Wie ersichtlich, wurde ja schon einiges geschrieben, dennoch möchte ich der Gemeinde meine Antwort an TaroCaro nicht vorenthalten:

      @'TaroCaro: Deine Anmerkung ist sachlich unlogisch. Entweder sie hat eine Höhle gegraben, oder eine Rinde als Höhle angenommen. Beides zusammen mit der Einschränkung "bzw", geht nicht. In der Annahme, sie hat wenigstens eine Rinde zur Verfügung ergibt sich die Frage, warum sie sich nicht schon längst darunter versteckt hat, sondern draußen im Sprühnebel verblieb. Zum sinnvollen und gebrauchfähigen Versteck einer Höhle, siehe meine nächste Anmerkung.

      TaroCaro schrieb:

      Wieso nennst du das Sprühen im Terrarium absurd?


      Ich nenne nicht das Sprühen im Terrarium absurd wenn die wartungsbedingten Voraussetzungen dafür gegeben sind, sondern die Tatsache daß du sprüst, obwohl eine möglicherweise kranke Spinne in der Ecke sitzt die dann naß vom Nebel wird. Um die LF konstant zu halten, muß keineswegs das ganze Terrarium besprüht werden - Zitat: "Wenn ich im Terrarium herumsprühe "- daß sich das nun als Sprühnebel im gesamten Innenbereich niederschlägt. Damit erreichst du lediglich, daß sich das gesamte Substrat in nasses Material verwandelt und es nicht verwunderlich ist, wenn die Spinne nur zaghaft oder zweckmäßigerweise erst garnicht über den für sie unmöglichen Modder läuft. Und genau das ist es: Das Substrat ist nicht in Teilbereichen feucht, sondern"überall" nasser Matsch. Folglich wär sie auch garnicht in die die oben von dir eventuelle Höhle gegangen.

      Als Grundlage dieser unmöglichen Haltungsbedingungen in Verbindung mit der Nässe ist es mir sehr wohl möglich, den Zustand des Terrarium zu beurteilen. Ich habe auch nicht die Einfüllhöhe der Erde beurteilt, sondern sie überhaupt nicht erwähnt und nach der Größe desselben, habe ich gefragt.

      Wie dem auch sei, ich bleibe bei dem wie weiter oben beschrieben:

      Nimm die Spinne aus den Modder raus und bau neu auf, bevor es für sie zu spät ist.

      Gruß
      Joachim B.
      Ich finde es schade das solche Diskusionen die eigendlich gut angefangen haben durch fast schon hellseherische Komments so niedergemacht werden das der Ersteller
      oder die Mitschreiber jegliche Lust verlieren sich weiter daran zu beteiligen
      Ich hätte mich sehr über Bilder oder mehr Infos über Die Spinne gefreut :(
      Es wäre schon wünschenswert sich weiterhin auszutauschen
      Für eine sachliche anständige Diskusion bin ich immer zu haben ^^
      Ja das ist leider auch etwas negatives, aber noch lange nicht so schlimm wie in Facebook.

      Andereseits, sollte man, wenn man ein Problem bzw. ein krankes Tier hat, immer auch ein oder mehrere Fotos mit in den Kommentar einfügen.
      Denn wie du ja selbst geschrieben hast: > Ohne Bilder vom Terra kann ich hier kein Urteil über Haltung und Einrichtung abgeben <
      Und Alle relevanten Angaben, wie Bastian schon darauf hingewiesen hat, angeben.

      Denn wer nur glaubt, das unkrontrolliertes Zappeln/bewegen, das Dyskinetisches Syndrom sei. kann da manchmal recht falsch liegen.

      Die Leute von uns, die recht viele Spinnen halten, haben sicher auch schon etliche Tiere verloren. Durch verschiedene Sachen, wo man auch nicht immer die genaue Todesursache kennt. Und vieles durch Vermutungen, als Diagnose hingestellt wird.
      Fakt ist nun einmal, das Spinnentiere nicht viele Reaktionmöglichkeiten auf Erkrankungen oder 1.Befall (durch Würmer/Bakterien) vor zuweisen haben.
      Nach meinen Beobachtungen ist die zusammen gekauerte Haltung, bei zu nasser sowie zutrockenen Bedingungen, genauso wie bei zukalter und zu warmer Haltung zusehen. Es ist auch die gleiche Reaktion auf Abkotprobleme. Nicht jedes Tier ist in den Genen perfekt, eingie haben auch Defekte die sich dann bei fehlerhafte Haltung auftreten.
      Auch Vergiftungen können ein unkontrolliertes Zappeln auslösen.

      Da die meisten von uns keine Biologen, Tierärtze oder Ähnliches sind, können wir auch nur helfen wenn wir gewisse Parameter der Haltungsbedingungen wissen.

      Gruss Michael